Schlagwort-Archive: Marion Grundmann

Am Abgrund

Der drohende Finanzkollaps der KulturStadtLev und die Frage, ob, und wenn ja: wo vielleicht doch noch Geld gespart werden könnte, beschäftigt heute Rheinische Post (hier) und Leverkusener Anzeiger (hier). „Wir stehen am Abgrund“, formuliert Klaus Hupperth (CDU) im Kulturausschuss die Aussichten, während sich Marion Grundmann, Leiterin der KulturStadtLev, schützend vor die Musikschule stellt: Dort seien die Folgen weiterer Kürzungen „undenkbar“.

Über eine eingestürzte Betondecke auf der Rathaus-Galerie-Baustelle berichtet heute groß der Anzeiger, eher klein die RP: Ein fehlerhaft verarbeiteter Träger sei offenbar Ursache für das Einstürzen eines Teils der obersten Parketage in der Nacht auf Dienstag. Der Sachschaden, wiegelt ECE-Centermanagerin Katrin Becker laut Anzeiger ab, sei gering, der Eröffnungstermin im Februar nicht gefährdet.

Ganz absichtlich könnte es bald in Opladen krachen: Dem ehrwürdigen Altbau des Opladener Amtsgerichtes drohe die Abrissbirne, weiß der Anzeiger. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen prüfe derzeit diese Möglichkeit in Anbetracht hoher Renovierungskosten für das über 120 Jahre alte Gebäude, das überdies erhebliche Heizkosten verschlinge.

Über die notwendige Maßnahme der Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) an dem bald auch in Fahrtrichtung Wiesdorf nur noch einspurig befahrbaren Europaring berichten heute auch Anzeiger und RP.

Vom mutmaßlichen Kreditkarten-Datendiebstahl in Spanien bleiben auch Kunden der Sparkasse Leverkusen nicht verschont, melden Anzeiger und RP. Alle betroffenen Kunden seien angeschrieben worden, es handele sich aber um eine „rein präventive Maßnahme“, betont Sparkassen-Sprecher Ingo Schneider laut Anzeiger.

Dem Sportbund Leverkusen könnte bald einen Vertreter in den Betriebsausschuss Sportpark entsenden dürfen, meldet der Anzeiger. Einen entsprechenden Antrag sei von CDU und SPD gemeinsam gestellt worden. Sportbund-Vorsitzender Karl-Josef Weißenfels solle „dem Vernehmen nach“ diese Position übernehmen.

Im Streit um den Bürgerbusch gehe es um die Summe von 150.000 Euro, setzt die RP heute ihre Berichterstattung zur Klage des Bürgerbusch-Käufers Wilfried Hilgert aus Köln gegen den Vorbesitzer Geza von Diergardt, der in Kanada lebe, fort.

Die Kooperation des Chemparks mit dem Nanjing Chemical Industry Park (siehe hier) nutzt die RP zu einer Betrachtung über die rosige Zukunft des einstigen Bayerwerks.

Keine rosige Zukunft ist bis auf weiteres dem Bayer-Leberkrebsmittel Nexavar beschert, zumindest nicht in Großbritannien. Dort habe die Aufsichtsbehörde Nice das Mittel mit der Begründung abgelehnt, es sei zu teuer, meldet Reuters.

Die heimliche Eliteschule Leverkusens feiert 2010 Jubiläum: Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium wird 50 Jahre alt, der Anzeiger weiß, welche „erfolgreichen Menschen“ unter den Ehemaligen die Schule dann neuerlich beehren sollen: Unter anderem die Autorinnen Maren Gottschalk und Ulla Hahn, die Journalisten Werner Sonne und Christoph Droesser, Ernst Grigat vom Chempark oder Pianist Falko Steinberg.

Auf dem Schrottplatz Bender in Küppersteg umgesehen hat sich ein Fernsehteam des WDR: Dort wundert sich Peter Bender immer noch über die Abwrackwut der Autofahrer, sein Schrottplatz sei immer noch voll. Der TV-Bericht ist hier abrufbar. Und dazu passend hier noch einmal das bedrückende Dokument der allerletzten Fahrt eines im Medienmoloch Leverkusen einst berüchtigten Autos, ebenfalls bei Bender. Achtung: melancholischer Blick bei 1:23.

Kultur: In der Studio-Galerie im Forum stellen Künstler aus dem Opladener Künstlerbunker ab heute und bis zum 18. Januar Arbeiten aus, Anzeiger und RP berichten.
Und eine Lesung heute Abend in der Erholungshaus-Kulisse kündigt der Anzeiger an: Dorota Masłowska (hier bei Wikipedia) liest um 20 Uhr aus ihrem Roman „Zwei arme Polnisch sprechende Rumänen“.

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Nicht, um Kultur abzuschaffen

Eine beunruhigende Nachricht präsentiert die Rheinische Post heute ihren Lesern auf der ersten Lokalseite: Der KulturStadtLev drohe ein dramatisches Minus, heißt es da. Die Kulturverwaltung der Stadt gerate ab 2011 deutlich in die roten Zahlen, da die Rücklagen in Höhe von derzeit noch rund 5,1 Millionen Euro bis dahin aufgebraucht seien. KulturStadt-Chefin Marion Grundmann erläutert, dass dann Einrichtungen geschlossen werden müssten, allein: „Ich bin seinerzeit gewählt worden, um Kultur zu schaffen, nicht um sie abzuschaffen.“

Andere Probleme am anderen Kulturhaus in der Stadt: Rund um das Erholungshaus haben Anwohner bei Veranstaltungen Probleme mit Fremdparkern, wie der Leverkusener Anzeiger berichtet.

Die Energieversorung Leverkusen pflastert heute die Tageszeitungen mit ganzseitigen Anzeigen zu, mit Kundeninformationen für die Strom- und Erdgaspreise ab 2010. Radio Leverkusen liest Zeitung und weiß daher: Gas wird ab Januar teurer. (Strom wird billiger, das wissen wir schon etwas länger).

Der Anzeiger beleuchtet die Mindereinnahmen aus der Kirchensteuer für die Evangelische Kirche und die Folgen in Leverkusen etwas näher. Und erfährt, dass ein Familienbildungswerk gegründet werden solle.

Über die Begrünung mit neuen Bäumen an der Haberstraße in Wiesdorf berichten Anzeiger und RP. +++ Die Weihnachtsmärkte in Wiesdorf und Opladen beleuchtet der Anzeiger heute. +++ Und in Reaktion auf den Freitod von Torhüter Robert Enke schlägt die RP heute im Lokalteil den Bogen von den Bayer 04-Fußballern zum Angebot des Sozialpädagogischen Zentrums (SPZ) in Leverkusen.

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Nur noch sechs Wochen Zeit für DyStar

Weiterhin keine guten Nachrichten über DyStar hat der Leverkusener Anzeiger heute zu bieten: Die 21 Mitarbeiter, die eigentlich eine Abfindung in fünfstelliger Höhe erwarten durften, werden auch bis auf weiteres nichts von dem Geld sehen. Der Anzeiger berichtet von ihrem Treffen am Montag mit dem Betriebsratsvorsitzenden Winfried Krag und Harald Müller, dem Geschäftsführer der Bonner Wirtschaftsakademie, die im Auftrag DyStars bereits eine Transfergesellschaft betreibt und zum 1. Oktober eine weitere eröffnen sollte. Dort kommen die 21 Ex-Mitarbeiter auch nicht unter. Wollte man sie wenigstens für drei Monate übernehmen, müsse Insolvenzverwalter Stephan Laubereau zuvor Geld beschaffen, heißt es. Ihre Anwälte raten nun laut Anzeiger, auf Wiedereinstellung zu klagen.
Nichts neues gibt es auch von den Bemühungen, am DyStar-Standort Leverkusen die Produktion wieder aufzunehmen. Der Anzeiger weiß zudem, dass nur noch sechs Wochen bis Ende November blieben, um die Produktion wieder zu beginnen, ohne durch Gehälter belastet zu werden: Insolvenzgeld wird nur für drei Monate gezahlt, die erste Rate erhielten die Angestellten bereits für September.

Stimmen gesammelt hat der Anzeiger zu den zu erwartenden Folgekosten eines für die Stadt kostenlosen Erweiterungsbaus für das Museum Morsbroich im Schlosspark. Die Fraktionschefin der Grünen, Roswitha Arnold, immerhin ein paar Tage auch noch Vorsitzende des Leverkusener Kulturausschusses und Mitglied im Finanzausschuss, vertritt die Meinung, dass die Stadt dieses Geschenk nicht annehmen könne: aufgrund unkalkulierbarer Folgekosten. So sieht das auch Marion Grundmann, Betriebsleiterin der KulturStadtLev: „Das ist in der aktuellen Situation nicht drin.“ Museumsleiter Markus Heinzelmann kann die Folgekosten zwar auch nicht im Detail beziffern, versichert aber, diese würden deutlich unter jenen des jetzigen Museums liegen. Und weiter: „Wenn man diese Kosten nun den Gewinnen gegenüberstellt, die die Stadt durch die Einrichtung eines solchen Kultur-Highlights einnehmen würde, dann rechnet sich ein solcher Bau erst recht.“

Ansonsten ist Herbstlaub großes Thema heute: Wer es wann, wie, wo und wie oft wegkehren muss, erklären Anzeiger und Rheinische Post, letztere auch mit Kurz-Interview mit dem Stadtgrün-Chef Lothar Schmitz und sogar mit einem Kommentar von „peco“. Der bemüht den demografischen Wandel für viel liegengebliebenes Laub und rät daher jüngeren Mitmenschen: „Öfter mal zum Besen greifen!“

In Sachen Bayer-CO-Pipeline von Dormagen nach Krefeld berichtet die RP von einem Brief des Bayer-Gesamtbetriebsratschefs Thomas de Win an den CDU-Landtagsabgeordneten Hans-Dieter Clauser: Der würde mit seiner Kritik an der Pipeline „auf Kosten unseres Unternehmes“ Wahlkampf machen, seine Kritik habe „in der Belegschaft Empörung ausgelöst“.

Der Anzeiger hat einen Gehbehinderten in Alkenrath besucht, der wegen fehlender Rampen seine Wohnsiedlung ohne Hilfe nicht mehr verlassen kann.

Die Ehrung mit dem NRW-Innovationspreis für Bayer-Forscher Friedrich-Karl Bruder (s. gestrige Presseschau) erwähnen heute Anzeiger und RP.

Kultur satt in der RP: Vor der Kunstnacht am 30. Oktober stellt die RP heute Peter Lorenz – all jenen, die ihn noch nicht kennen – vor.
Monika Klein ist angetan vom „schrägen“ Tucholsky-Abend im Erholungshaus mit Rezitator Friedrich-Wilhelm Junge.
Die 16. Aktion „Kunst in Schaufenstern“ in Schlebuscher Geschäften wird angekündigt.
Und in der Reuschenberger Mühle gibt es am Freitag, 23. Oktober, ab 20 Uhr eine spannende Veranstaltung: Der Bildhauer und Fotograf Peter Hölscher und der WDR-Moderator Michael Rüsenberg haben ein Klang-Porträt der Mühle anhand von Klängen und Videosequenzen geschaffen, das dort zur Aufführung kommen wird. Karten kann man sich im Internet sichern unter http://hering.umbra.de.

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„Ein echter Traum“

Firmenpleiten, Geschäftsaufgaben, Nieselregen – das alles war gestern. Heute sieht das schon ganz anders aus: Heute schlägt die Stunde der Idealisten und Lokalpatrioten!

Mit einer Image-Kampagne wollen Bayer und Leverkusen – ja: was eigentlich? In der Rheinischen Post verrät es Bayer-Pressechef Michael Schade: „Wir wollen damit wahrnehmbar machen, was die Stadt zu bieten hat. Hier passiert so viel, die neue Stadtmitte, die Fassade, das Stadion“ – und doch überwiege die Zahl der Nörgler. Oberbürgermeister Ernst Küchler sekundiert im Leverkusener Anzeiger: Dass diese Stadt so viel zu bieten habe, sei dem Umstand geschuldet, dass „Bayer sich in allen gesellschaftlichen Bereichen engagiert hat“. Auf der Internet-Plattform www.bayer-und-leverkusen.de werden also ab sofort in zeitgemäßer Interpunktion die Schokoladenseiten dieser Stadt beleuchtet, als da wären: Wirtschaft@LEV, Bildung@LEV, Kultur@LEV, Sport@LEV und Leben@LEV. So wird auf der Seite geworben:

Leverkusen: Traditionell zukunftsorientiert
Leverkusen kombiniert Top-Angebote aus Kultur, Sport und Freizeit mit den Stärken eines dynamischen Wirtschaftsstandorts. Die Region bietet ihren Bürgern nicht nur attraktive Arbeitsplätze, sondern auch zahlreiche Möglichkeiten zum Leben und Wohlfühlen.

Geht es nach Markus Heinzelmann, dann kommt bald noch ein weiterer Glanzpunkt hinzu. Bereits in der zweiten Runde rührt der Leiter des Museum Morsbroich die Werbetrommel für einen 14-Millionen-Anbau im Museumspark: „Die Schönheit der Chance“ titelt der Anzeiger, nun im Lokalteil, wo Heinzelmann nach dem Interview im Kulturteil vor zwei Tagen heute zu Wort kommt. „Der vom Architektenbüro Kuehn Malvezzi entworfene Bau sei letztlich ein vom Museumsverein geschnürtes, privat bezahltes und an die Stadt übergebenes Geschenk“, lesen wir dort, und Heinzelmann ergänzt: „Wer diese Chance wegwirft, ist selber schuld.“ Marion Grundmann, Chefin der „KulturStadtLev“, ist jedenfalls angetan von der Idee: „Die Verwirklichung wäre ein echter Traum.“

Bei Dystar liegt die Produktion (nicht nur) im Chempark still, meldet nun auch die RP, die Wirtschaftsprüfer von KPMG suchten „mit Hochdruck“ nach Investoren. Die FAZ kennt das eigentliche Problem des Textilfarbenherstellers: „Die billigen Farben aus Asien“

Über alten und neuen Ärger von Anwohnern der BayArena über die Parkplatzsituation und das Verkehrskonzept bei Fußballspielen im Stadion berichtet die RP (nicht online) und zitiert auch aus einem Brief von Bayer 04-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser an eine Anwohnerin: „Warum ich Ihren Ärger verstehen kann? Weil auch wir von Bayer 04 alles andere als erfreut sind, dass unseren Zuschauern und Gästen vergleichsweise chaotische Verkehrsführung zugemutet wird.“ Eine Änderung gibt es schon: Ab sofort sollen die Pendelbusse wieder direkt vorm Stadion halten, melden Anzeiger und Radio Leverkusen.

Bei einem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Energie-Check für Hausbesitzer war der Anzeiger mit dabei.

Die Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL) hat zum Monatsbeginn ihren neuen Newsletter veröffentlicht, darin: Viel Werbung und ein Ausblick auf die WfL-Präsentation auf der Gewerbeimmobilienmesse EXPO REAL in München.

Monika Klein schwärmt (vollkommen zurecht!) in der RP über die „schlicht fantastische“ Vorstellung der Kammerspiele Hamburg am Dienstag im Erholungshaus: Michael Ehnert und Volker Lechtenbrink glänzten als „Frost/Nixon“ – und im Erholungshaus waren auch erheblich mehr (begeisterte) Zuschauer als einst im Kinopolis.

Und ganz zum Schluss noch dies: Das Land zahlt 2010 an Leverkusen rund 61 Millionen Euro, meldet die RP heute ihren Lesern: „Dies berichtete gestern Ladtagsabgeordnete Ursula Monheim.“ (Hier die Pressemittteilung vom 14. September 2009)

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