Schlagwort-Archive: Markus Pott

Richters „Tiger“ für Opladen opfern?

Neues aus der Bahnstadt Opladen: Die Rheinische Post hat erfahren, dass das „Haus-im-Haus“-Konzept für den Fachhochschul-Campus in der alten Halle des Bahn-Ausbesserungswerkes keineswegs sicher realisiert werden kann. Das NRW-Wissenschaftsministerium prüfe derzeit „ergebnisoffen“, welche Bauweise fachlich und kostenmäßig am günstigsten sei.
Derweil hat Markus Pott von der „Opladen Plus“-Fraktion eine Idee, woher das Geld für die Gleisverlegung kommen könnte: Nach seinen Informationen sei das Gemälde „Der Tiger“ von Gerhard Richter, das im Besitz des Museums Morsbroich ist und zuletzt unter anderem unter den 60 Kunstwerken aus 60 Jahren Bundesrepublik war, inzwischen „um die zehn Millionen Euro wert“. Bei der Bürgerliste wäre dieser Vorschlag übrigens problemlos mehrheitsfähig – die will das Museum ohnehin gleich ganz abschaffen.

Die Absage der Veranstalter des Radklassikers „Rund um Köln“ für Leverkusen melden heute auch die Tageszeitungen (hier und hier). Günter Müller wertet es in seinem beistehenden Kommentar im Leverkusener Anzeiger als Chance für einen Neubeginn: „Warum nicht die Radsportler des Leverkusener RC Titan unterstützen?“

Erneut die Polizei vor der Stadthalle Opladen beobachtet hat der Anzeiger: Dort habe gestern ein Gerichtsvollzieher die Rücknahme der Einstweiligen Verfügung vollzogen, wodurch nun wiederum Oliver Reumkens heraus- und Michael Lamm mit seiner „Agnus Hotel Betriebs- und Beratungs-GmbH“ in das Haus Fürstenberg hereingeleitet worden sei. Und wieder sei die ordnende Hand der Ordnungshüter vonnöten gewesen. Reumkens habe gegenüber der RP angekündigt, mit einem neuen Anwalt gegen das Urteil vorgehen zu wollen.

Nachdem Lanxess gestern seine Quartalszahlen vorgestellt hat, sind heute die Zeitungen voll davon, die RP dichtet dazu (als Lokalaufmacher) die eindrucksvollste Überschrift: „Lanxess schichtet Mitarbeiter um“ – und stellt „Quest“ vor, das Center, in dem Lanxess-Mitarbeiter, deren Arbeitskraft vorübergehend nicht benötigt werde, für andere Bereiche qualifiziert werden. In Bezug auf den für 2011 geplanten, nach der Krise aber vorerst um mindestens ein Jahr zurückgestellten Umzug nach Köln gebe es nichts Neues.

Auch bei Chempark-Betreiber Currenta zieht man ein positives Fazit: Insgesamt gesehen habe der Chempark „als Verbund der einzelnen Unternehmen die Krise bislang gut gemeistert. Wir blicken zuversichtlich nach vorn“, habe Chempark-Leiter Ernst Grigat bei einem Pressegespräch am Donnerstag erklärt, lesen wir bei leverkusen.com.

Vom Ausgang weiterer Agfa-Prozesse vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt weiß die RP von Rechtsanwalt Harald Kaiser: Einer seiner Klienten habe im Streit mit Agfa Recht bekommen, ein zweiter hingegen nicht. Außerdem sei ein halbes Dutzend weiterer Verfahren in Sachen Agfa laut Kaiser „mehrheitlich zuungunsten der ehemaligen Mitarbeiter“ entschieden worden, meldet die RP.

Mit der Problematik der immer weiter auseinanderragenden Schere zwischen Arm und Reich in Leverkusen beschäftigten sich am Donnerstag über 100 Experten bei der 1. Leverkusener Fachtagung zur Sozialberichterstattung im Manforter Lindenhof, deren Ergebnisse Sozialdezernent Frank Stein für den Sozialbericht 2009 übernehmen möchte. Der Anzeiger war bei dieser Veranstaltung mit dabei, ebenso Radio Leverkusen.

Der Anzeiger bringt Zeitung in die Schule, genauer: in die Klasse 10a der Theodor-Heuss-Realschule in Opladen. Kevin Pattberg sei ein kritischer Mediennutzer, auch dem Internet traue er nur bedingt: „Zu unübersichtlich, oft gegensätzliche Inhalte.“

Die RP hat für ihren Lokalsport Reaktionen der Bayer-Fußballer auf den Freitod von Robert Enke gesammelt und stieß auf große Betroffenheit: Trainer Jupp Heynckes kannte Enke als Trainer von Benfica Lissabon. Und ebenso wie Rudi Völler werde auch Torwart René Adler zur Trauerfeier nach Hannover fahren: Er und Enke hätten sich nicht als Konkurrenten um einen Platz im Nationalteam verstanden, sondern sich auf menschlicher Ebene sehr verbunden gefühlt.

Verärgert sind die Wupper-Flößer über die Bußgeldandrohung durch die Landschaftsbehörde des Rheinisch-Bergischen-Kreises, meldet die RP. +++ Busse der Wupsi sollen nach und nach mit Kameras ausgestattet und dann noch sicherer sein, melden Anzeiger und RP. +++ In der Aquila-Siedlung in Küppersteg werde das Wohnungsunternehmen Gagfah nun 20.000 Quadratmeter belastetes Erdreich austauschen, meldet der Anzeiger. +++ Das Karnevals-Kinderprinzenpaar mit italienischen Wurzeln, Pasquale Pompeo und Alexandra Ziegler, entzückt Anzeiger und RP gleichermaßen.

Kultur: Jazztage-Artikel fluten heute die Zeitungen geradezu: Im Anzeiger-Kultur-Teil wird der Auftritt Jan Garbareks gewürdigt (ebenso im RP-Lokalteil), im Anzeiger-Lokalteil gibt es unter anderem ein Interview mit Joe Robinson, einen Bericht über den „Future Sounds“-Wettbewerb sowie Konzertberichte, darunter vom Auftritt von Peter Nonn und seiner Band.
Weniger die Kunst von Pianist Hardy Rittner bei seinem Auftritt im Erholungshaus machte Anzeiger-Kritiker Gerhard Bauer staunen, als vielmehr der Umstand, dass die Veranstaltung recht umstandslos zu einer Werbemaßnahme für eine CD geriet. Der offenbar recht umfangreiche deskriptive Teil, der vermutlich auch Laien für die Klassik begeistern soll, langweilte den Nicht-Laien Bauer womöglich. Zum Vortrag Rittners schreibt Bauer: „Lässt man das Konzert Revue passieren, nötigt kaum ein Detail dazu, es lange in Erinnerung zu behalten.“
Eine Ausstellung mit Skulpturen des Krefelder Künstlers Ingo Ronkholz beim Kunstverein Morsbroich hat der Anzeiger angesehen.
Und im Krimikiosk-Blog erfahren wir, dass die Leverkusener Autorin Regina Schleheck schon wieder einen Preis eingeheimst hat: Sie erhielt (gemeinsam mit zwei weiteren Deutschen) einen Hörbuch-Preis für die besten Kriminalgeschichten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Autoren waren aufgerufen, Kurz-Krimis unter dem Motto „Im Tod sind alle gleich“ einzureichen.

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CDU Leverkusen ruft Rüttgers zu Hilfe

Nun soll es der Papa richten: Nachdem Regierungspräsident Hans Peter Lindlar Leverkusen die teure Gütergleisverlegung für die Bahnstadt Opladen versagen will, beabsichtigt Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn laut Rheinischer Post nun einen Brief an die Staatskanzlei in Düsseldorf zu richten. Landesvater Jürgen Rüttgers solle sich der Sache annehmen und den Weg frei machen. Zumindest solle er einen zentralen Ansprechpartner für das Projekt beim Land einsetzen, fordert laut RP auch Markus Pott von „Opladen Plus“. Pott: „Das Projekt führt Opladen endlich aus der Rückständigkeit und bringt ganz Leverkusen auf Jahre hinaus neuen Schwung.“
Auf der überregionalen „Land & Region“-Seite des Leverkusener Anzeigers / Kölner Stadt-Anzeigers erläutert Rainer Schmidt das Bahnstadt-Projekt noch einmal von Grund auf. Im Lokalteil befragt der Anzeiger Leverkusener Politiker und stößt unter anderem auf Verständnis für Lindlars Vorgehen bei der Leverkusener Landtagsabgeordneten Ursula Monheim (CDU): Er habe „der Stadt ihre finanzielle Situation noch einmal ins Bewusstsein gerufen“, wird sie zitiert. (Leider finden wir keinen der Artikel online)
Radio Leverkusen meldet, dass die Bahn AG bereits erklärt habe, dass es einen neuen Bahnhof für Opladen nur mit der avisierten Gleisverlegung geben werde.

Einer Gerichtsverhandlung mit brisanter Vorgeschichte wohnte der Anzeiger in Opladen bei: Dort wurde vor dem Arbeitsgericht die fristlose Kündigung einer Betriebsratsangehörigen bei der Avea verhandelt. Sie soll einen Dienstwagen für private Einkäufe genutzt haben, habe der Vorwurf gelautet. „Wohl auch ein symbolischer Akt“ stecke hinter der ausgesprochenen Kündigung, habe das Gericht laut Anzeiger in Richtung Avea festgestellt, und einen Kompromiss vorgeschlagen: Die Frau solle ihr Betriebsratsmandat niederlegen, sodann solle geprüft werden, zu welchen Konditionen eine Weiterbeschäftigung möglich sei.

„DyStar muss leben“, findet auch der Gesamtbetriebsrat von Lanxess. Im Interesse aller anderen Unternehmen im Chempark, zitiert der Anzeigerden Vorsitzenden Werner Czaplik, „müssen Lösungen für DyStar gefunden werden“.

Mit einer Marktmanagerin antworten die Händler in den Luminaden auf die Rathaus-Galerie von ECE, weiß die RP: Katrin Ecker sei von der Eventagentur Werner Nolden mit der Aufgabe betraut, das Management für die Luminaden GBR zu leiten. Sie solle die Außendarstellung der Shoppingzone koordinieren, und wolle dafür sorgen, dass „nicht alles bei ECE landet“, zitiert sie die RP. Ecker ist übrigens die Gattin von Hochspringer Danny Ecker.

Fußball spielt heute auch abseits des grünen Rasens eine Rolle: Die RP erinnert anlässlich der 20. Wiederkehr des Tags des Mauerfalls an die Shoppingtour von Reiner Calmund in der DDR, die Bayer 04 unter anderem die Stürmerlegenden Andreas Thom und Ulf Kirsten bescherte. Torhüter René Adler gehört zu den Anwärtern bei der Wahl zu Nordrhein-Westfalens Sportler des Jahres, meldet der Anzeiger. Und Günter Müller befragt Stefan Thomé vom Fanprojekt Leverkusen für den Anzeiger zum Thema Gewalt in Fußballstadien, nachdem der Bundesgerichtshof kürzlich entschied, dass Stadionverbote bereits erlassen werden können, wenn jemand nur unter dem Verdacht der Gewaltbereitschaft steht. Thomé findet, das Urteil „spiegelt Rat- und Hilflosigkeit wider. Aber, so traurig es klingen mag, es gibt wohl keine Alternative, um die Gewaltproblematik in den Griff zu bekommen.“

Die Schweinegrippe füllt der RP die Seiten häppchenweise: Der Leverkusener Amtsarzt Hans-Eckard Linstaedt schafft es mit seiner kühn klingenden Prognose, alleine in Leverkusen könne es derzeit bereits bis zu 3000 Fälle von Schweinegrippe geben, heute auch auf die überregionale „Wissen“-Seite. Im Lokalteil wird, nebst kurzem Kommentar, gemeldet, dass der Impfstoff Mangelware sei, ein Leserbriefschreiber sorgt sich um das Anfeuchten von Zeitschriften in Wartezimmern und obendrauf gibt es die Liste, die die impfenden Leverkusener Ärzte nennt und zu einem verlässlich wiederkehrenden Bestandteil der Printausgabe avanciert.

Im Streitfall Stadthalle Opladen lautet der Stand laut RP derzeit so: Ab Dezember solle Thomas Schmitz als Insolvenzverwalter von Eigentümer Uwe Fuhrmann die Rolle des Verpächters übernehmen, die Einnahmen direkt in die Insolvenzmasse fließen. „Wirklich schaaad“, findet Günter Loef, einstiger Pächter der Stadthalle, die Entwicklung rund um die Stadthalle laut RP.

Das „Komitee Opladener Karneval“ hat laut RP fünf Mitglieder in den Senatorenstand berufen: Stefan Ohlig, Armin Kotterheidt junior, Georg Opwis, Hans-Dieter Hennen und Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn. Die angekündigte Fällung der rund 200 Jahre alten Rotbuche im Morsbroicher Schlosspark dokumentiert die RP als Lokalaufmacher. Im Wiesdorfer St.-Josef-Krankenhaus fühlen sich die Patienten offenbar wohl, wie die Umfrage einer Krankenkasse ergeben habe, weiß die RP: Zum Lohn gab es ein Qualitätssiegel für das „Juppes“. Unweit des Krankenhauses, an der Hauptstraße, Ecke Kleine Kirchstraße, steht noch das im Jugendstil erbaute Haus, das nun offenbar sehr bald abgerissen werden soll. Die Bürgerinitiative „Wohnliches Wiesdorf“ wolle vorher wenigstens die Engelsfigur retten, die die Fassade schmückt, weiß der Anzeiger.

Kultur: Den Beginn der 30. Leverkusener Jazztage (hier die Webseite) zelebrieren Anzeiger und RP jeweils mit großen Vorberichten, koeln.de zählt das Musikfestival immerhin zu den „Top Tipps zum Wochenende“.
Und in der Ausstellung „Hier stimmt die Chemie“ im Spektrum Leverkusen schaute sich Monika Klein für die RP um.

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