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„Museum Morsbroich passte schon damals nicht zur Stadt“

Welt-Autorin Swantje Karich ist in Leverkusen geboren. Seit gestern macht sie daraus kein Geheimnis mehr: „Von heute an werde ich es allen erzählen“, verkündete sie in der „WamS“. Ihren Sinneswandel eingeleitet, schreibt sie, habe der drohende Kahlschlag in der Leverkusener Kultur – von der freien Szene bis zum Museum Morsbroich.

Gerhard Richters "Tiger" im Museum Morsbroich.

Ein Graus, für viele, die Vorstellung: Gerhard Richters „Tiger“ – hier in einer Ausstellung im Museum Morsbroich im Frühjahr 2016 – könne verkauft werden oder wieder in der Vorstandsetage der Sparkasse Leverkusen verschwinden. Handyfoto: Stefan Andres

Vor sechs, sieben Jahren, nicht lange, nachdem ich das LevLog gestartet hatte, fragte ich ein paar Journalisten, die ehedem aus Leverkusen kamen, ob sie nicht einen kleinen Text über ihre einstige Heimat schreiben mögen. Irgendwas, freie Themenwahl. Thomas Nehls rief immerhin an, Werner Sonne antwortete nicht. Swantje Karich, damals noch bei der FAZ, antwortete. Ich weiß nicht mehr, ob wir gemailt oder telefoniert haben, jedenfalls antwortete sie mir, dass sie mit Leverkusen nichts verbinde außer ihrer Geburt im Klinikum. Sie habe keine Erinnerung an diese Stadt, die es in einen Text zu gießen gelte.

Für das Feuilleton der „Welt am Sonntag“ hat sie an diesem Wochenende bekannt, dass das nicht die ganze Wahrheit war. Die Erklärung, warum sie derlei Fragen oder Anfragen bis dato so beschied, liefert sie gleich mit: „Ich bereue, dass ich immer nur dachte, nur eines aus Leverkusen mitgenommen zu haben: Scham. Die Scham, in dieser Stadt geboren zu sein. Ich habe meine Heimat mit Köln, Bonn, Frankfurt oder Berlin umschrieben. Leverkusen aber steht in meinem Ausweis. Von heute an werde ich es allen erzählen.“ [An einem hinreichend entlegenen Ort bekannte sie immerhin schon 2009, dass sie einst kleine Buchrezensionen für eine „Buchhandlung in Schlebusch“ verfasste, was ihr den Weg zur Kulturjournalistin ebnete.]

Der „Kürzungskrieg“ in der Leverkusener Kultur habe ihren Sinneswandel befördert, schreibt sie. Haushaltsprobleme und (Kultur-)Kürzungen waren schon vor sechs, sieben Jahren und auch schon vor sechzehn oder siebzehn Jahren ein aktuelles Thema in Leverkusen. Aber mit der wieder mal drohenden Schließung von Museum Morsbroich nach dem Gutachten der Unternehmensberatung KPMG ist offenbar eine neue Eskalationsstufe erreicht:

„Ich habe mich in den letzten zwanzig Jahren nicht mit meiner Herkunft beschäftigt. Dann hörte ich, dass das Museum Morsbroich geschlossen werden soll. Ein Kürzungskrieg war ausgebrochen – gegen die Kultur, den Sport. Die Unternehmensberatung KPMG hat das Konzept erarbeitet. Ein Sturm der Entrüstung folgte, bundesweit war die Kunstszene entsetzt. Sogar Gerhard Richter schrieb einen offenen Brief an den Leverkusener Oberbürgermeister. Das Junge Theater der Stadt demonstrierte. 15.000 Unterschriften wurden gesammelt.“

Karich erinnert ihren Klavierunterricht und wie sie die Zeit jeweils kurz zuvor verbrachte („Es gab kein Café, es gab nur zwei Tankstellen“). Ihr Vater arbeitete bei Agfa, er fuhr eines der begehrten roten Werksfahrräder, sie selbst arbeitete noch als Werkstudentin im Bayerwerk. Natürlich arbeitet sie sich an der „Retortenstadt“ ab, am Beton und an der in ihre Stadtteile zersplitterten Stadt ohne Tradition. Damit aber, bekennt sie nun, erschöpfe sich Leverkusen eben nicht:

„Doch dann gibt es das Museum Morsbroich. Es passte schon damals nicht zur Stadt. Ein Barockschloss, so verspielt und mutig, dass es mir am Anfang wahnsinnig hässlich vorkam. Ich musste mich daran gewöhnen. Der Spiegelsaal. Der Stuck. Die Symmetrie. Hier atmete alles Geschichte. Hier erzählte mir die Architektur von neobarocker Verspieltheit und von Abenteuern.“

Immerhin hatte sie sicher einen guten Gesprächspartner, der ihr ihre bislang verleugnete Erinnerung aufzufrischen helfen konnte: Schließlich ist Andreas Rosenfelder, Chef beim WamS-Feuilleton, selbst gebürtiger Leverkusener. Ihn hatte vor 14 Jahren – die Bayer-Kicker waren gerade, glaube ich, wieder nicht Deutscher Meister geworden – schon das FAZ-Feuilleton gebeten, etwas über Leverkusen zu schreiben. Ich stelle mir das etwa so vor: „Sie kommen doch aus Leverkusen. Schreiben Sie uns bitte bis 16 Uhr 2000 Zeilen über die Stadt, die irgendwie nach Feuilleton klingen!“ Mindestens die Überschrift erfüllte diesen Anspruch: Leviathan an der Autobahn

Bei Springer ist „online“ kein Schimpfwort, daher geht’s hier umweglos zur Online-Version des Artikels von Swantje Karich: http://www.welt.de/print/wams/kultur/article157654689/Leverkusen-als-geistige-Lebensform.html

Ein paar Reaktionen zu dem Artikel bei Twitter:

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Wiesdorf: Droht Fußball-Randale? – Wupsi-Plan sorgt für Ärger

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Freitag, 26. Februar 2010:
Fußball-Derby & Shopping: Die RP warnt vor Chaos in Wiesdorf. +++ Schoofs kritisiert Oberbürgermeister Buchhorn wegen neuem Wupsi-Fahrplan. +++ Arbeitslosenzahl steigt leicht an. +++ Lokalsport: Vor dem Derby der Unvergleichlichen.
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Rathaus-Galerie vor der Eröffnung – DyStar-Angestellte wohl im Recht

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Wochenende, 20./21. Februar 2010:
ECE Rathaus-Galerie: Noch vier Tage. +++ DyStar-Mitarbeiter dürfen auf Weiterbeschäftigung hoffen. +++ Singendes Fräulein von Scuderi entzückt nicht. +++ Lokalsport: Der zweite Platz ist auch nicht schlecht, für die Bayern.
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Kiri-Lob: „Positive Veränderungen“ – Leerstände im Netz

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen, Wochenende, 6./7. Februar 2010:
Manish Kiri lobt Mark Allan für „positive Veränderungen“ bei DyStar. +++ Leverkusener Einzelhandel: Leerstände ab sofort im Netz abrufbar. +++ Ein Besuch in der „Slow Paintings“-Ausstellung im Museum Morsbroich. +++ Lokalsport: Die Integrations-Experten bei Bayer 04.
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DyStar: Geschäftliche Auswirkungen

Am Dienstag in den Leverkusener Medien: Bei DyStar steht die Produktion wieder still, die Mitarbeiter sind ab heute „arbeitssuchend“. Die RP kennt schon den nächsten Krisenherd: Das Verteilzentrum der Firma Rossmann in Hitdorf stehe auf der Kippe – und mit ihm 120 Arbeitsplätze. Und beim Jahresempfang der Wirtschaftsförderung Leverkusen wurde am Montagabend der Unternehmerpreis vergeben.
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Nach den goldenen Zeiten

Für DyStar und seine Mitarbeiter sieht es weiterhin düster aus: Bei einer Betriebsversammlung habe Insolvenzverwalter Stephan Laubereau gestern erklären müssen, dass auch eine Woche vor Ablauf der Frist kein Investor gefunden werden konnte. Am 1. Dezember werde das Insolvenzverfahren eröffnet und die Angestellten freigestellt. Darüber berichten heute unter anderem Leverkusener Anzeiger, Rheinische Post, Radio Leverkusen und auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Laubereau wolle weiter nach einem Käufer sowohl für das „DyStar-Gesamtpaket“ als auch für Einzellösungen suchen. Der Betriebsratsvorsitzende Winfried Krag hoffe auf die Gründung einer Transfergesellschaft, für die aber gleichfalls ein Investor benötigt würde, lesen wir im Anzeiger.

Das „Umzugs- und Neueröffnungsfestival“ in der Wiesdorfer City im Zuge der bevorstehenden Eröffnung der ECE- „Rathaus Galerie“ fasst die RP heute mit einigen Namen zusammen: Demnach zögen unter anderem auch Saturn und C&A von ihren bisherigen Standorten (im Keller des Kaufhof bzw. in der „City C“) in die neue Galerie um. ECE-Centermanagerin Katrin Becker betont, dass „immerhin 70 Prozent unserer Mieter absolute Neuansiedlungen darstellen“.
Im nebenstehenden Artikel dokumentiert die RP die Sorgen Wiesdorfer Politiker wie Walter Endlein oder Jürgen Scharf um Alt-Wiesdorf.
Der Anzeiger präsentiert dazu passend Neuigkeiten zu der vorerst gestoppten Planung für den „Nobelplatz“ mit dem das andere Ende der Fußgängerzone im Bereich der Abbiegung Haupt-/Nobelstraße attraktiver gestaltet werden sollte. Thomas Esch kommentiert die „Kurvendiskussionen“, die durch Kostensteigerungen ausgebremst wurden, mit einem nüchternen Blick auf die Realitäten: Die goldenen Zeiten seien vorbei, „den ‚Leverkusener Standard‘ gibt es nicht mehr.“

Radio Leverkusen weist auf eine neue Kölner Werbekampagne hin, mit der Kaufkraft in die Nachbarmetropole gelockt werden soll.

Siegfried Kuhl, Chef der Aktionsgemeinschaft Opladen (AGO), sieht seinen Stadtteil in der RP in Gefahr: „Todesgleiche Wunden“ würden Opladen der Wegfall des Bahnstadt-Westteils sowie ein Wegzug des Amtsgerichts zufügen.
Zum drohenden Abriss des alten Amtsgerichtsgebäudes hat der Anzeiger einige Passanten vor Ort befragt. Nur einer befürwortet den Abriss: Angestellte würden schließlich lieber in modernen Büros arbeiten.

Derweil wird der Stadtrat heute eine Sondersitzung u.a. in Sachen Bahnstadt absolvieren, erinnert Radio Leverkusen.

Der Zug für industrielle Nutzung des Eumuco-Geländes in Manfort sei abgefahren, glauben FDP und Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL), meldet der Anzeiger: Einzige Chance, die avisierte Baumarkt-Erweiterung noch abzuwenden, sei eine „privatrechtliche Einigung zwischen Bauhaus und SK Maschinen“, erklärt FDP-Fraktionsvorsitzende Monika Ballin-Meyer-Ahrens.

Karl Lauterbach, der Köln/Leverkusener Bundestagsabgeordnete, hat in der SPD-Bundestagsfraktion das Amt des gesundheitspolitischen Sprechers inne, meldet heute unter anderem die taz.

Eine Überprüfung, welche Kinder warum – und warum nicht – die Offenen Ganztagsschulen besuchen, fordert Ernst Küchler in seiner neuen Funktion als bildungspolitischer Sprecher der Leverkusener SPD-Ratsfraktion, lesen wir in der RP.

Vor dem „Tag der offenen Tür“ der TSV Bayer 04-Leichthleten interviewt der Anzeiger Ulrike Meyfarth. + + + Erfolgreiche Nachwuchsarbeit, aber eine dennoch schwierige Situation konstatiert der Anzeiger für den Radsportclub RC Titan Leverkusen.

Kultur:
Die neue Ausstellung in Schloss Morsbroich, „Slow Paintings“, findet auch im Äther Resonanz: WDR 3 und das DeutschlandRadio Kultur würdigen die Ausstellung.
Dem Leverkusener Bach-Chor lauschten in St. Remigius in Opladen Anzeiger und RP.
Die neue Ausstellung im Künstlerbunker schaute sich der Anzeiger an.
Und bei Max Goldts Lesung im Agam-Saal im Forum amüsierte sich RP-Kritikerin Monika Klein über treffliche Kolumnen und differenzierte Betrachtungen von Alltäglichkeiten.

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Straßenausbau zahlen Anwohner

Der Leverkusener Anzeiger legt heute noch einmal nach: Nicht nur Kanäle und Laternen können Anwohner teuer zu stehen kommen, sondern auch der Ausbau der Straßen, an denen sie wohnen, denn: „Anlieger tragen 90 Prozent der Kosten“. Das beträfe auch den angedachten Ausbau der Ringstraße in Hitdorf. Der Anzeiger kennt auch die 32 Straßen in Leverkusen, die die Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) als „nicht endgültig ausgebaut“ einstufen – was binnen der nächsten zehn Jahre geändert werden solle.
Nicht dabei ist die Elsbachstraße in Opladen, von der die Rheinische Post aber weiß, dass die CDU hier einen „kleinen Ausbau“ befürworte – einen kleineren jedenfalls als die TBL avisiert habe.

Die Bezirksvertretung I will den Jugendhaus-Neubau auf dem Gelände des Bauspielplatzes in Rheindorf, meldet Radio Leverkusen. Eine entsprechende Empfehlung gehe an den Stadtrat.

Die RP erklärt heute in ihrem Lokalaufmacher zu dem Unfall auf der Baustelle für die ECE- „Rathaus Galerie“ nach Abschluss der Untersuchungen, was Anzeiger-Leser schon am Tag nach dem Unfall wussten: Eine fehlende Sicherheitsversteifung habe zu dem Einsturz der Betondecke in der Nacht auf vergangenen Dienstag geführt. Allerdings hat die RP, anders als der Anzeiger, offenbar einen Anwohner aufgetan, der den Einsturz gehört hat: Um 4.22 Uhr habe ihn eine „explosionsartiger Knall“ aus dem Bett gejagt. (Der KStA-Artikel wird bei Google News über die Suche nach der Überschrift übrigens weiterhin nicht gefunden.)

Ein nur kleines Echo erfährt die Demonstration der DyStar-Mitarbeiter von gestern heute in den Zeitungen: Im Anzeiger finden wir ein Foto nebst kurzem Text auf der ersten Lokalseite, in der RP finden wir nichts; Radio Leverkusen berichtet ausführlicher.

Die Wertpapiere von Lanxess avancieren heute im Wirtschaftsteil der RP zur „Aktie des Tages“. Glückwunsch!
Die FAZ widmet dem „Elastischen Multitalent“ aus dem Hause Lanxess, dem synthetischen Kautschuk, das vor 100 Jahren von Bayer-Chemiker Fritz Hofmann entdeckt wurde, heute einen Artikel auf ihrer dienstäglichen Technik und Motor-Seite.

Der Chempark hilft sechs ehrenamtlichen Projekten in Leverkusen mit jeweils 950 Euro, bei der Spendenübergabe waren Anzeiger und RP dabei. + + + RP und Anzeiger kündigen die Aktion der Leverkusener Aidshilfe zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember im Kinopolis an. + + + Und die RP meldet, dass die Stadtverwaltung bis Mitte 2010 alle Sporthallen auf ihre Auslastung und ihren baulichen Zustand überprüfen solle.

Kultur: Schloss und Museum Morsbroich kommen heute in der RP zu Ehren – der Kulturteil berichtet über die Pläne für das Fluxuszentrum (online finden wir den Artikel nicht), der Lokalteil zeigt & erklärt, wie eine neue, begehbare Brunnenskulptur aussehen und funktionieren soll.
Dem Konzert der Chöre der Gemeinden St. Johannes der Täufer und St. Andreas mit Gastmusikern lauschte in Alkenrath der Anzeiger.

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Das Ende ist nah!

Bürgermeister Friedrich Busch ist unter die Untergangspropheten gegangen: Er hat sich die Mühe gemacht, darzustellen, wie es sich in einer Stadt lebt, die restlos pleite ist. Ein Szenario, das der FDP-Politiker für das Jahr 2015 prophezeit – mit Verweis nicht auf uralte Zeitrechnungen, sondern auf die Haushaltsrede des Stadtkämmerers vom vergangenen Oktober. Busch wolle damit die Leverkusener Öffentlichkeit auf die Problematik aufmerksam machen. Radio Leverkusen zählt aus dem Papier, das wir leider nirgends finden können, diese Punkte auf: „In seiner Vision gibt es keine öffentlichen Veranstaltungen und die Busse fahren nur noch alle halbe Stunde.“ Und es nieselt den ganzen Tag.

Ob die Bayer-Medienfassade vorher in Betrieb gehen kann, ist weiterhin unklar: Der Leverkusener Anzeiger weiß, warum Leverkusens größter Fernseher keine Fortschritte macht: Einige der Leuchtdioden zeigten gar nichts oder falsche Farben an, derzeit warte man auf Ersatzteile aus Japan – beim Lieferanten gebe es einen Engpass.

Zank im Hauptausschuss: Anzeiger und RP hörten zu, als Fraktionschef Walter Mende und SPD-Parteigenosse Peter Ippolito den Kämmerer Rainer Häusler scharf angriffen. Dieser hatte auf die Kosten, die der Stadt durch die Kommunalpolitiker entstünden, verwiesen und angeregt, Rats- und Auschussmitglieder zu reduzieren.

Freudig gibt der Anzeiger zur Kenntnis, dass die Politik sich nach seiner Berichterstattung vom Mittwoch nun dem Eumuco-Gelände in Manfort zuwende: SPD, Grüne und auch die Bürgerliste hätten einen Antrag gestellt, das Gelände weiterhin industriell zu nutzen und nicht für einen Baumarkt-Erweiterungsbau aufzugeben.

Die Technischen Betriebe Leverkusen warnen im Anzeiger vor „Kanalhaien“, die an der Haustüre kostengünstige Überprüfungen des Kanalanschlusses anbieten. Die TBL vermittele gerne an seriöse Anbieter. Um Geld zu sparen, sollten sich Nachbarn besser zusammenschließen, rät TBL-Chef Reinhard Gerlich. Bis zum 31. Dezember 2015 müssen alle Hauseigentümer in Leverkusen nachweisen können, dass ihre Kanalanschlüsse dicht sind. Diese Vorschrift scheint auch dann ihre Gültigkeit zu behalten, falls es Leverkusen 2015 gar nicht mehr geben sollte.

Franz Kämmerling ist neuer Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Schlebusch und damit Nachfolger von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, erfahren wir bei leverkusen.com.

Für den Erhalt des alten Amtsgerichtsgebäudes in Opladen setzt sich der ehemalige Bezirksvorsteher Heinz-Gerd Bast ein, melden RP und Anzeiger: Es handele sich um ein „wichtiges Stück Opladener Geschichte“.

Die RP berichtet als Lokalaufmacher über neue Messstellen auf Autobahnen 1 und 3 rund um Leverkusen, die den drohenden Stauinfarkt verhindern helfen sollen und weiß auch vom Ausbauplan des Bundes für das Leverkusener Kreuz mit Brücken oder Tunneln. Dazu die Erinnerung, dass die Autobahn 3 heute ab 22 Uhr erneut komplett bis Montagfrüh gesperrt wird.

Der Anzeiger hat sich weitergebildet und kann seine Berichterstattung über das landesweite Weiterbildungsnetzwerk entsprechend fortsetzen: Heute erfahren wir, dass die Leverkusener Weiterbildungs-Einrichtungen ihre Öffentlichkeitsarbeit bündeln wollen, um neue Teilnehmer zu gewinnen.

Kultur: Die Ausstellung „Slow Paintings“ im Museum Morsbroich stellt der Anzeiger sowohl im Lokal- als auch im überregionalen Kulturteil vor (online finden wir nur letzteren).
Beim Konzert von „International Brass“ in der Reihe „Orgel Plus“ in der Remigius-Kirche lauschte die RP.
Kulturpolitik: Die Förder-Richtlinien für die Kulturvereine in Leverkusen sollen geändert werden, berichtet heute der Anzeiger (gestern bereits die RP, leider haben wir das nicht online gefunden).

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Arzt mit reinem Gewissen

Seit Wochen druckt die Rheinische Post Tag für Tag ihre Liste mit Leverkusener Ärzten, die gegen die Schweinegrippe impfen, ab – seit heute wissen die Leser des Leverkusener Anzeigers, dass der letzte Mediziner in der alphabetischen RP-Liste zu Unrecht dort steht: Der in Rheindorf ansässige Dr. Oliver Witte habe sich nach langem Zögern gegen die Impfung entschieden: „Der Impfstoff, den es derzeit gibt, ist mit reinem Gewissen nicht zu empfehlen“, zitiert ihn der Anzeiger.

Zum Nachdenken über das Eumuco-Gelände an der Manforter Josefstraße regt den Anzeiger ein Ortstermin mit den Geschäftsführern von der SUT Maschinenbau GmbH, der CWB-RIKU Enterprise GmbH und der SK Maschinen-Service GmbH an. Die wollen die Hallen gerne weiterhin industriell nutzen. Zumindest eine Halle sei gar eine „absolute Rarität in Deutschland“. Allerdings plane die Stadt, dort eine Baumarkterweiterung zu genehmigen. Im Kommentar wägt Hartmut Zitzen ab, was wohl die bessere Idee sein könnte: An Baumärkten mangele es der Stadt „jedenfalls nicht“, resümiert er.
Der alte Eumuco-Schmiedehammer von 1914 hat derweil eine neue Heimstatt im Sensenhammer-Industriemuseum im Schlebuscher Freudenthal gefunden, dokumentieren RP und Anzeiger.

Auf ihren Wirtschaftsseiten melden Anzeiger und RP sowie unter anderem auch Reuters, dass der arabische Staatsfonds „International Petroleum Investment“ (IPIC) offenbar an einem Joint Venture mit Bayer MaterialScience (BMS) interessiert sei. Das habe IPIC-Chef Khadem Al Qubaisi dem Chemie-Nachrichtenportal ICIS erklärt (nämlich hier).

Die Stadtverwaltung wolle sich an einem landesweiten Projekt „Bildungsnetzwerk“ beteiligen und ein der Volkshochschule angegliedertes Bildungsbüro einrichten, weiß der Anzeiger. „Wir wollen ein Leitbild entwickeln über Bildung in der Stadt“, zitiert der Anzeiger VHS-Leiterin Anette Lorey.

Apropos Bildung: Details zum geplanten Evangelischen Bildungswerk unter dem Dach des Evangelischen Kirchenkreises Leverkusen und der Evangelischen Gemeinde Langenfeld bringt der Anzeiger heute. Die neue Einrichtung werde in Langenfeld untergebracht und solle nicht in Konkurrenz treten zu in Leverkusen bereits existierenden Familieneinrichtungen.

Vom Martinsempfang des Leverkusener Katholikenrats im Pfarrsaal der Gemeinde St. Franziskus in Steinbüchel mit rund 150 Gästen, darunter Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, berichtet die RP.

Ansichtssache ist traditionell der Beginn der Weihnachtszeit: Während die Händler sich gar nicht früh genug die Hände reiben können und die Eröffnung der Weihnachtsmärkte in Wiesdorf und Opladen morgen begrüßen, protestieren die Kirchen in der RP: „Viel zu früh!“ Von der Aktionsgemeinschaft Opladen erläutert Siegfried Kuhl Zugeständnisse an die christliche Tradition: „Wenn wir Totensonntag ab 18 Uhr noch einmal für ein paar Stunden öffnen, spielen wir keine Musik.“

Bauliche Mängel an Schulen, Kindergärten sowie Sporthallen und deren Erfassung beschäftigen die Ratsfraktionen, hat die RP aufgeschnappt.
Tüchtig gebaut werden soll aber auch, wissen Anzeiger und RP: Neue Mensen sollen „im Rahmen der Ganztagsoffensive“ an Leverkusener Schulen entstehen, nämlich an der Theodor-Heuss-Realschule in Opladen, am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Schlebusch und am Landrat-Lucas-Gymnasium in Opladen.

Den Sportplatz an der Heinrich-Lübke-Straße in Steinbüchel verkaufen will die Stadt, meldet der Anzeiger: Dort solle Wohnbebauung entstehen. +++ Der Europaring werde bald auch in Richtung Wiesdorf einspurig, meldet Radio Leverkusen: Die Brückenwand sei auch auf der Westseite einsturzgefährdet. +++ Den fünften Weltmeistertitel des Leverkusener Kickboxing-Kampfsportlers Guido Rödel feiert der Anzeiger.

Kultur: Der Anzeiger präsentiert heute die Bilanz zu den 30. Leverkusener Jazztagen mit einem zufriedenen Festival-Organisator Eckhard Meszelinsky: Knapp 20.000 Besucher seien gekommen, etwa so viele wie im Vorjahr, es werde wohl auf eine Rechnung „plus-minus Null“ hinauslaufen, kalkuliert Meszelinsky. Dazu gibt es ein kurzes Interview mit Bernd Neufeind, der die Jazztage seit 30 Jahren ehrenamtlich unterstützt.
Radio Leverkusen vernimmt warnende Stimmen aus Krefeld zum von Opladen Plus ins Gespräch gebrachten Verkauf des Richter-Gemäldes „Der Tiger“ am Museum Morsbroich. Ein ähnliches Wagnis habe die Stadt am Niederrhein einst gehörig in Verruf gebracht. Die „ehrgeizigen Pläne“ des Museums mit Neubau in der Fluxuszone stellt heute die WELT vor.
Und das Benefizkonzert der Bayer-Philharmoniker zugunsten der Hilfsinitiative Début von vergangenem Freitag lobt Monika Klein in der RP.

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Nur noch sechs Wochen Zeit für DyStar

Weiterhin keine guten Nachrichten über DyStar hat der Leverkusener Anzeiger heute zu bieten: Die 21 Mitarbeiter, die eigentlich eine Abfindung in fünfstelliger Höhe erwarten durften, werden auch bis auf weiteres nichts von dem Geld sehen. Der Anzeiger berichtet von ihrem Treffen am Montag mit dem Betriebsratsvorsitzenden Winfried Krag und Harald Müller, dem Geschäftsführer der Bonner Wirtschaftsakademie, die im Auftrag DyStars bereits eine Transfergesellschaft betreibt und zum 1. Oktober eine weitere eröffnen sollte. Dort kommen die 21 Ex-Mitarbeiter auch nicht unter. Wollte man sie wenigstens für drei Monate übernehmen, müsse Insolvenzverwalter Stephan Laubereau zuvor Geld beschaffen, heißt es. Ihre Anwälte raten nun laut Anzeiger, auf Wiedereinstellung zu klagen.
Nichts neues gibt es auch von den Bemühungen, am DyStar-Standort Leverkusen die Produktion wieder aufzunehmen. Der Anzeiger weiß zudem, dass nur noch sechs Wochen bis Ende November blieben, um die Produktion wieder zu beginnen, ohne durch Gehälter belastet zu werden: Insolvenzgeld wird nur für drei Monate gezahlt, die erste Rate erhielten die Angestellten bereits für September.

Stimmen gesammelt hat der Anzeiger zu den zu erwartenden Folgekosten eines für die Stadt kostenlosen Erweiterungsbaus für das Museum Morsbroich im Schlosspark. Die Fraktionschefin der Grünen, Roswitha Arnold, immerhin ein paar Tage auch noch Vorsitzende des Leverkusener Kulturausschusses und Mitglied im Finanzausschuss, vertritt die Meinung, dass die Stadt dieses Geschenk nicht annehmen könne: aufgrund unkalkulierbarer Folgekosten. So sieht das auch Marion Grundmann, Betriebsleiterin der KulturStadtLev: „Das ist in der aktuellen Situation nicht drin.“ Museumsleiter Markus Heinzelmann kann die Folgekosten zwar auch nicht im Detail beziffern, versichert aber, diese würden deutlich unter jenen des jetzigen Museums liegen. Und weiter: „Wenn man diese Kosten nun den Gewinnen gegenüberstellt, die die Stadt durch die Einrichtung eines solchen Kultur-Highlights einnehmen würde, dann rechnet sich ein solcher Bau erst recht.“

Ansonsten ist Herbstlaub großes Thema heute: Wer es wann, wie, wo und wie oft wegkehren muss, erklären Anzeiger und Rheinische Post, letztere auch mit Kurz-Interview mit dem Stadtgrün-Chef Lothar Schmitz und sogar mit einem Kommentar von „peco“. Der bemüht den demografischen Wandel für viel liegengebliebenes Laub und rät daher jüngeren Mitmenschen: „Öfter mal zum Besen greifen!“

In Sachen Bayer-CO-Pipeline von Dormagen nach Krefeld berichtet die RP von einem Brief des Bayer-Gesamtbetriebsratschefs Thomas de Win an den CDU-Landtagsabgeordneten Hans-Dieter Clauser: Der würde mit seiner Kritik an der Pipeline „auf Kosten unseres Unternehmes“ Wahlkampf machen, seine Kritik habe „in der Belegschaft Empörung ausgelöst“.

Der Anzeiger hat einen Gehbehinderten in Alkenrath besucht, der wegen fehlender Rampen seine Wohnsiedlung ohne Hilfe nicht mehr verlassen kann.

Die Ehrung mit dem NRW-Innovationspreis für Bayer-Forscher Friedrich-Karl Bruder (s. gestrige Presseschau) erwähnen heute Anzeiger und RP.

Kultur satt in der RP: Vor der Kunstnacht am 30. Oktober stellt die RP heute Peter Lorenz – all jenen, die ihn noch nicht kennen – vor.
Monika Klein ist angetan vom „schrägen“ Tucholsky-Abend im Erholungshaus mit Rezitator Friedrich-Wilhelm Junge.
Die 16. Aktion „Kunst in Schaufenstern“ in Schlebuscher Geschäften wird angekündigt.
Und in der Reuschenberger Mühle gibt es am Freitag, 23. Oktober, ab 20 Uhr eine spannende Veranstaltung: Der Bildhauer und Fotograf Peter Hölscher und der WDR-Moderator Michael Rüsenberg haben ein Klang-Porträt der Mühle anhand von Klängen und Videosequenzen geschaffen, das dort zur Aufführung kommen wird. Karten kann man sich im Internet sichern unter http://hering.umbra.de.

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