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Schöne Stadt

Holla! So früh heute?
Viel zu erledigen, wichtige Termine. Da muss das fertig werden.

Dann mal los: Mittwoch, 14. April – was muss man heute wissen in Leverkusen?
Die Chinesen sind da! „Schöne Stadt“ lobt der Bürgermeister von Nanjing, Shouwen Wang, Leverkusen, zitiert ihn der Leverkusener Anzeiger.

Was führt den Bürgermeister einer 5,8 Millionen-Einwohner-Stadt in China nach Leverkusen – so schön es hier auch sein mag?
Touristische Highlights stehen weniger im Mittelpunkt, vielmehr natürlich knallharte Wirtschaftsinteressen. Leverkusen hat den Chempark, Nanjing den „Nanjing Chemical Industry Park“ (NCIP) – und dass die Chinesen lukrative Geschäftspartner sind, predigt ja nicht nur das Forum Wuxi-Leverkusen. Vor fünf Monaten habe der Chempark einen Partnerschaftsvertrag mit dem NCIP geschlossen und nun sucht man offenbar nach sinnvollen Wegen für diese Partnerschaft. Chempark-Chef Ernst Grigat weiß, worauf es ankommt: „Am Ende geht ein Investor dahin, wo er verstanden wird und willkommen ist“, zitiert ihn die Rheinische Post.

Apropos Fernost und touristische Highlights: Im Japanischen Garten blüht es derzeit ja auf das Prächtigste.
Es ist ja auch Frühling. Ralf Krieger hat für den Anzeiger ein hübsches Mandarinenten-Pärchen fotografiert, sogar die Lokalzeit im WDR-Fernsehen hat gestern ihre Wettervorhersage für heute mit Bildern mit Leverkusener Kirschblüten geschmückt.

Und direkt danach kam in der Sendung das „Völler Fußball-Ballett“
Jau. Aber Rudi Völlers Geburtstag ist nun wirklich Schnee von gestern. Aber auch RP Online hat übrigens noch einen Video-Geburtstagsgruß parat.

Einer seiner Nachfolger als Bayer-04-Stürmer soll ja auch mit zur WM – schafft der Stefan Kießling das denn?
Das fragen sich ja derzeit alle, spätestens seitdem Bundestrainer Jogi Löw nun auch nicht mehr ausschließt, vielleicht doch den einst in Ungnade gefallenen Schalker Kevin Kuranyi mitzunehmen. Christian Oeynhausen vom Stadt-Anzeiger nennt das heute im Sport-Kommentar „Fringsen ohne Not“ – zumal mit Kießling ein gleich guter Spieler zur Verfügung stünde. Aber seit wann interessierst Du Dich für Fußball?

War nur vorgetäuscht. Keine Polit-Aufreger?
Wie man’s nimmt. Immerhin „zarten Ärger“ hat die RP in Opladen registriert: „Opladen Plus“ wolle den Rad- und Wanderweg von der Düsseldorfer Straße entlang der Wupper nach Bruno Wiefel benennen, SPD-Politiker fänden hingegen, der ehemalige Opladener Bürgermeister habe mehr verdient.

Was sagt Bezirksvorsteher Rainer Schiefer dazu?
Der CDU-Mann ist wohl vom Standpunkt der Sozialdemokraten nicht weit entfernt: „Aus meiner ganz persönlichen Sicht passt eine Wiefel-Straße in der Bahnstadt besser als ein Wiefel-Wupperweg“, zitiert ihn die RP.

Wenn es sonst keine Probleme gibt…
Wohl leider doch: „Ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit im Leverkusener Integrationsrat noch möglich?“, fragt die RP. Dort gibt es offenbar Irritationen, nachdem der vieljährige Vorsitzende Jannis Goudoulakis (von der Liste „InterLev“) die Kampfabstimmung um den Vorsitz gegen Serkan Kaygisiz (Liste „Dein Leverkusen“) mit nur einer Stimme verloren hatte.

Was ist daran auszusetzen?
Möglicherweise geschah bei dieser Wahl etwas überaus seltenes: Die Stimme des Pro-NRW-Entsandten hatte Gewicht.

Oh!
Eben. Nun wollen sich die Gruppen außerhalb des Rates wieder zusammenraufen, schreibt die RP.

Andere Politikmeldungen?
Die SPD werbe für eine Ausweitung der offenen Ganztagsschulen in Leverkusen auch im Primarbereich, steht in der RP. Vielleicht befeuert durch die Berichterstattung gestern im Anzeiger.

Zum Schluss noch etwas Sport? Außer Fußball?
Der Vorstand der Bayer-04-Basketballer trete bei der Hauptversammlung heute Abend zurück, meldet die RP, es handele sich aber um eine „turnusmäßige Staffelstabübergabe“. Und die RP weiß, wie es bei den Bayer-04-Volleyballern nach dem bevorstehenden Weggang von Trainer Dirk Sauermann, den Roman Zilles auch interviewt hat, weitergehen soll: Der Co-Trainer Zhong Yu Zhou soll das Zepter bei den Damen übernehmen.

Schon wieder ein Chinese?
Immerhin gibt es 1,3 Milliarden von ihnen, jeder einzelne soll ja sogar online abrufbar sein. Da sind das hier doch im Verhältnis noch denkbar wenig.

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Bayer 04 sichert sich den Titel

Hast du gelesen: „Strafraumwühler“ möchte „bitte mehr von diesen Selbstgesprächen“.
Soll er bekommen! Wichtig ist natürlich, dass man auch sieht, dass das hier ein Dialog ist. All jene nämlich aus meinem unmittelbareren Umfeld, die das gestern nicht gleich erkannt hatten, signalisierten desolatestes Unverständnis. Das gilt es zu vermeiden.

Man muss aber auch wirklich sehr genau hinschauen…
…, weil sich die kursiv gesetzten Fragen optisch nicht so gut absetzen wie zum Beispiel beim Kölner Stadt-Anzeiger. Dort handelt ein Sportredakteur mit dem Stilmittel feiner Ironie in Rede und Gegenrede Woche für Woche und meist sehr unterhaltsam die Kuriositäten des jüngsten Spieltags der Fußball-Bundesliga ab (übrigens stets nur im Print). Womit auch klar wäre, woher ich diese Idee habe.

Schon wieder alles nur geklaut?
Nur bei den Besten!

Na gut. Wegen der Optik: Versuch’s doch mal mit Fetten – so wie hier.
Das könnte klappen!

Nun, wohlan: Dienstag, 13. April – was gibt es Neues in Leverkusen?
Heute sind die Zeitungen voll mit Bayer 04.

Fußball? Wochenende ist doch vorbei?
Macht doch nichts. Schließlich wird Rudi Völler heute 50! Im Stadt-Anzeiger auf Seite 2 widerlegt Frank Nägele aus diesem Anlass unter anderem den Gassenhauer „Es gibt nur ein Rudi Völler“: „Schon oberflächliches Suchen ergibt, dass im Eifelstädtchen Schleiden an der Seite seiner Frau Anneliese ein zweiter Rudi Völler lebt“. (Tatsächlich!). Im Lokalteil gratuliert auch Günter Müllers Freund und Fußballfan Kurt und bei der Rheinischen Post schlägt sich Stefan Klüttermann im Sportteil einmal quer durch Völlers Fußballerleben. Außerdem: Im Lokalaufmacher weiß die RP zu berichten, dass die BayArena neuerlich ausgebaut wird – freilich nur die dritte Etage des Gebäudes an der Westseite. Und der Anzeiger hat sich für seinen Lokalaufmacher die Kiste im Bayer 04-Fundbüro zeigen lassen. Aber die beste Nachricht ist selbst das noch nicht!

Sondern?
Bayer 04 hat sich den Titel gesichert! Den Titel „Vizekusen“. Kein Witz: Der Begriff ist ab sofort als Marke geschützt!

Heißt das, wann immer jemand den Verein künftig mit diesem Schimpfwort verhöhnt, kann Bayer 04 anschließend eine Rechnung schicken?
Das wäre fürwahr ein Geniestreich. Aber zuvorderst will der Verein den Begriff wohl einfach selbst vermarkten – ganz so wie schon „Pillendreher“ oder „Werksklub“, beliebte Verbalinjurien aus dem Prä-„Vizekusen“-Zeitalter. Über soviel Selbstironie staunt selbst ZEIT Online. Und für alle Fälle hat Bayer 04 sich auch den bislang völlig unbekannten Begriff „Meisterkusen“ schützen lassen. Man weiß ja nie…

Na denn. War’s das mit Fußball? Vielleicht ein bisschen Politik?
Oh ja! Renate Künast war da! Die Vorsitzende der Berliner Bundestagsfraktion der Grünen hat sich die Bahnstadt Opladen zeigen lassen. Und der nächste hohe Besuch aus Berlin steht schon in der Startlöchern: Am Donnerstag will auch FDP-Generalsekretär Christian Lindner die Bahnstadt sehen, meldete gestern der Anzeiger.

Schön, schön! Können die betriebsamen Berliner Bahnstadt-Besucher denn auch dafür sorgen, dass die so wichtige Gütergleisverlegung planmäßig durchgeführt wird?
Nö. Aber solche Details sind zu vernachlässigen, schließlich ist Wahlkampf.

Geht es Politikern denn wirklich immer nur um Wählerstimmen?
Ja. Aber wenn man diese dann hat, kann man auch mal Sinnvolles tun. So wie die Bürgerliste, die sich nun dafür einsetzt, dass Jugendliche in Rheindorf, die ihre BMX-Bahn ahnungslos über einer Gasleitung angelegt haben, einen geeigneten anderen Bereich für eine neue Bahn bekommen.

Man darf diesen Einsatz der Bürgerliste unumwunden würdigen!
Stimmt! Zumal es die Jugendlichen in Rheindorf bekanntlich nicht immer leicht haben: Ihr neues Jugendhaus soll nicht am Bauspielplatz entstehen, fordert laut RP nun ein Antrag, da andernfalls Klagen von Anwohner drohten. Antragsteller: SPD und … Bürgerliste. Diese „Zwangs-Ratskoalition“, wie die RP die beiden Nicht-Mitglieder von „Jamaika Plus“ nennt, wolle übrigens auch das Verkehrskonzept für Hitdorf schnell umsetzen und den Ausbau der Rheindorfer Burgstraße dafür zurückstellen.

Gibt es auch etwas ohne Bürgerliste?
Eher nicht. Nur aus dem Bereich Schule: Ana Ostrić widmet sich im Anzeiger recht ausführlich dem Thema Offene Ganztagsschule. Und angehende Abiturienten des Werner-Heisenberg-Gymnasiums haben sich zum Abi-Gag als Radfahrer zu einer „Kritischen Masse“ (vergleiche hier) zusammengeschlossen und so kurzzeitig die Kreisverkehre an der Steinbücheler Straße und am Berliner Platz in Beschlag genommen.

Was gibt es für die Kulturinteressierten?
Einiges: Frank Weiffen lobt im Anzeiger die Bayer-Kulturverantwortlichen, die Uraufführung von „Liebe Tilla Durieux“ durch Studenten der Berliner Ernst-Busch-Hochschule für Schauspielkunst in das Erholungshaus geholt zu haben: Sie hätten damit „Mut und Gespür für Qualität bewiesen“.

War das nicht Puppentheater?
Na und? Puppentheater für Erwachsene, und Weiffen lobt ausdrücklich, dass es dieser Inszenierung gelinge, Seriosität zu bewahren. Nicht zwingend seriös muss es bei der „Legendary Ghetto Dance Band“ aus Leverkusen zugehen, die ebenfalls Frank Weiffen vorstellt: Nur knapp sei die Combo bei einem TV-Wettbewerb am Titel „Deutschlands beste Partyband“ gescheitert. Wie Objektkünstler Lüder Seedorf am Hitdorfer Rheinufer die Feuergeburt einer Schwarzen Venus zelebrierte, hat die RP beobachtet. Beim Jazz-Konzert von Mezartha im Sensenhammer lauschte auch die RP.

Großartig! Und – klappt das mit dieser Zusammenfassung auch mal vor Einbruch der Dunkelheit?
Mal gucken. Aber so können wir heute auch noch flugs das Gerücht streuen, demzufolge Novartis Bayer schlucken will.

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Nach den goldenen Zeiten

Für DyStar und seine Mitarbeiter sieht es weiterhin düster aus: Bei einer Betriebsversammlung habe Insolvenzverwalter Stephan Laubereau gestern erklären müssen, dass auch eine Woche vor Ablauf der Frist kein Investor gefunden werden konnte. Am 1. Dezember werde das Insolvenzverfahren eröffnet und die Angestellten freigestellt. Darüber berichten heute unter anderem Leverkusener Anzeiger, Rheinische Post, Radio Leverkusen und auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Laubereau wolle weiter nach einem Käufer sowohl für das „DyStar-Gesamtpaket“ als auch für Einzellösungen suchen. Der Betriebsratsvorsitzende Winfried Krag hoffe auf die Gründung einer Transfergesellschaft, für die aber gleichfalls ein Investor benötigt würde, lesen wir im Anzeiger.

Das „Umzugs- und Neueröffnungsfestival“ in der Wiesdorfer City im Zuge der bevorstehenden Eröffnung der ECE- „Rathaus Galerie“ fasst die RP heute mit einigen Namen zusammen: Demnach zögen unter anderem auch Saturn und C&A von ihren bisherigen Standorten (im Keller des Kaufhof bzw. in der „City C“) in die neue Galerie um. ECE-Centermanagerin Katrin Becker betont, dass „immerhin 70 Prozent unserer Mieter absolute Neuansiedlungen darstellen“.
Im nebenstehenden Artikel dokumentiert die RP die Sorgen Wiesdorfer Politiker wie Walter Endlein oder Jürgen Scharf um Alt-Wiesdorf.
Der Anzeiger präsentiert dazu passend Neuigkeiten zu der vorerst gestoppten Planung für den „Nobelplatz“ mit dem das andere Ende der Fußgängerzone im Bereich der Abbiegung Haupt-/Nobelstraße attraktiver gestaltet werden sollte. Thomas Esch kommentiert die „Kurvendiskussionen“, die durch Kostensteigerungen ausgebremst wurden, mit einem nüchternen Blick auf die Realitäten: Die goldenen Zeiten seien vorbei, „den ‚Leverkusener Standard‘ gibt es nicht mehr.“

Radio Leverkusen weist auf eine neue Kölner Werbekampagne hin, mit der Kaufkraft in die Nachbarmetropole gelockt werden soll.

Siegfried Kuhl, Chef der Aktionsgemeinschaft Opladen (AGO), sieht seinen Stadtteil in der RP in Gefahr: „Todesgleiche Wunden“ würden Opladen der Wegfall des Bahnstadt-Westteils sowie ein Wegzug des Amtsgerichts zufügen.
Zum drohenden Abriss des alten Amtsgerichtsgebäudes hat der Anzeiger einige Passanten vor Ort befragt. Nur einer befürwortet den Abriss: Angestellte würden schließlich lieber in modernen Büros arbeiten.

Derweil wird der Stadtrat heute eine Sondersitzung u.a. in Sachen Bahnstadt absolvieren, erinnert Radio Leverkusen.

Der Zug für industrielle Nutzung des Eumuco-Geländes in Manfort sei abgefahren, glauben FDP und Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL), meldet der Anzeiger: Einzige Chance, die avisierte Baumarkt-Erweiterung noch abzuwenden, sei eine „privatrechtliche Einigung zwischen Bauhaus und SK Maschinen“, erklärt FDP-Fraktionsvorsitzende Monika Ballin-Meyer-Ahrens.

Karl Lauterbach, der Köln/Leverkusener Bundestagsabgeordnete, hat in der SPD-Bundestagsfraktion das Amt des gesundheitspolitischen Sprechers inne, meldet heute unter anderem die taz.

Eine Überprüfung, welche Kinder warum – und warum nicht – die Offenen Ganztagsschulen besuchen, fordert Ernst Küchler in seiner neuen Funktion als bildungspolitischer Sprecher der Leverkusener SPD-Ratsfraktion, lesen wir in der RP.

Vor dem „Tag der offenen Tür“ der TSV Bayer 04-Leichthleten interviewt der Anzeiger Ulrike Meyfarth. + + + Erfolgreiche Nachwuchsarbeit, aber eine dennoch schwierige Situation konstatiert der Anzeiger für den Radsportclub RC Titan Leverkusen.

Kultur:
Die neue Ausstellung in Schloss Morsbroich, „Slow Paintings“, findet auch im Äther Resonanz: WDR 3 und das DeutschlandRadio Kultur würdigen die Ausstellung.
Dem Leverkusener Bach-Chor lauschten in St. Remigius in Opladen Anzeiger und RP.
Die neue Ausstellung im Künstlerbunker schaute sich der Anzeiger an.
Und bei Max Goldts Lesung im Agam-Saal im Forum amüsierte sich RP-Kritikerin Monika Klein über treffliche Kolumnen und differenzierte Betrachtungen von Alltäglichkeiten.

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