Schlagwort-Archive: Ophovener Weiher

„Bewusst politisch versenkt“

Oberbürgermeister Paul Hebbel hatte andere Pläne mit der Stadtmitte: Das betont Hebbel höchstselbst, nunmehr CDU-Ratsherr, heute in der Rheinischen Post. Die aber seien „mutwillig zerschossen worden“, wird er zitiert, die energetische Sanierung des Rathauses „im Bundestagswahlkampf 2002 vor allem von der SPD bewusst politisch versenkt worden“, lesen wir in der RP. Nun steht die Eröffnung der ECE- „Rathaus Galerie“ bevor und Hebbel sorge sich um Wiesdorf, spätestens seitdem klar ist, dass C&A und Saturn aus den anderen Enden der Innenstadt in das neue Center ziehen: Jetzt bekomme man „die Quittung für die Fehler früherer Jahre“.
Frank Schönberger, Vorsitzender der City-Werbegemeinschaft, konstatiere, dass man die „Ärmel aufkrempeln“ müsse, und denke über einen Center-Manager auch für das „City Center“ nach. Zur Erinnerung: Seit dem 1. November haben die (über zehn Jahre alten) „Luminaden“ mit Katrin Ecker eine eigene Center-Managerin.
„peco“ kommentiert nüchtern: „Was jetzt passiert, sind die immer wieder vorausgesagten Folgen der Erneuerung der City.“

Zur zweiten großen Leverkusener Baustelle, der Bahnstadt Opladen, habe der Stadtrat auf der gestrigen Sondersitzung beschlossen, Beschlüsse erst im Februar zu fassen, meldet die RP. Bis dahin solle die Bahn nach Möglichkeit eine Kostenaufstellung zur Verlegung der Gütergleise vorlegen.
Radio Leverkusen hat indes die Positionen der einzelnen Parteien gesammelt, welche Projekte zugunsten der Bahnstadt-Finanzierung nun aufgeschoben werden sollten: Hier deute sich eine Mehrheit für die Sanierung des Ophovener Weihers an, ebenfalls genannt wird die Erneuerung des Busbahnhofs Wiesdorf.

Die Weihnachtsmärkte in Wiesdorf und Opladen begutachten drei Autoren der „Jungen Zeiten“ im Leverkusener Anzeiger – und das „Bergische Dorf“ in Opladen gewinnt den Vergleich nach Punkten mit 3:1.

In der Debatte um die Öffnung des Bolzplatzes an der Theodor-Heuss-Realschule kritisiere Bürgermeister Friedrich Busch (FDP), die Schulleitung habe „völlig hysterisch“ auf diesen Antrag reagiert, meldet die RP. Zugleich habe Busch seinen Antrag auf Öffnung zurückgezogen.

Was in Leverkusen noch immer undenkbar scheint, dürfte in Wermelskirchen bald Wirklichkeit werden, wie bereits gestern im entsprechenden Lokalteil der RP zu lesen war: Die alte Bahntrasse des „Balkan-Express“ soll dort in einen Radweg umgewandelt werden, um den Tourismus anzukurbeln.

Den Lärmaktionsplan, mit dem es binnen fünf Jahren ruhiger werden solle auf Leverkusens Straßen und Schienen, stellt die RP heute vor. + + + Über Probleme bei starken Regenfällen auf der Herbert-Wehner-Straße weiß der Anzeiger. + + + Beim Bayer-04-Fan-Stammtisch sahen Anzeiger und RP einen entspannten Trainer Jupp Heynckes im Gespräch mit angesichts sportlichen Erfolgs geneigten Fans. + + + Leverkusener Aktionen von Fraueninitiativen anlässlich des gestrigen „Anti-Gewalttages“ haben RP, Radio Leverkusen und Anzeiger dokumentiert. + + + Die RP stellt dieOtto und Lonny Bayer Stiftungvor, die seit 25 Jahren Arbeitslosen, Alleinerziehenden, Überschuldeten hilft: „Seit der Einführung des Arbeitslosengeldes II steigt die Zahl der Anträge unheimlich“, zitiert die RP die Vorstandsvorsitzende Helgard Bausch-Weirauch. + + + Als einen Gegner von Delfinarien lernen wir den Leverkusener Diplom-Pädagogen und Biologen Norbert Kochhan in den Fellbeisser Tierschutznachrichten kennen. Kochhan betreibt die Webseite walschuetzer.de.

Kultur:
Nicht restlos begeistert war Anzeiger-Kritiker Gerhard Bauer vom „Elias“ im Forum: „Meist vorhersehbar“ beschreibt er Christoph Sperings gestalterische Mittel.
Zwei Konzerte am Freitag , 27. November, kündigt der Anzeiger zudem an: Die Jolly-Jabber-Singers treten um 19.30 Uhr für einen guten Zweck in der Aula der Gesamtschule Schlebusch auf, die Musiziergemeinschaft der Kasino-Gesellschaft spielt um 20 Uhr im Erholungshaus.

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Grüße aus der Provinz

Zum großen Wahlkampffinale steuern wir heute keine Stichworte mehr für die im Netz herumwabernden Cloudtags bei. Morgen wird entweder Thomas Portz (CDU) oder Karl Lauterbach (SPD) über den „Wahlkreis 102 Leverkusen – Köln IV“ direkt in den neuen Bundestag gewählt. Die Wähler aus der Provinz der Rheinischen Tiefebene haben damit die Wahl zwischen einem, der sich für die Interessen von Ärzten, Apothekern und dem Pflegepersonal engagieren will – und einem, der sich für eine klassenfreie Gesundheitspolitik einsetzt. Das war’s im Prinzip, aber mehr Themen würden uns Wähler vielleicht ohnehin nur überfordern. Leverkusener Anzeiger und Rheinische Post zeigen ihren Lesern schon einmal den Wahlzettel und Wahlleiter Rainer Häusler appelliert in beiden Blättern angesichts einer ernüchternden Briefwahlbeteiligung, am Sonntag an die Wahlurnen zu pilgern: „Es kann doch nicht sein, dass am Ende die Nichtwähler die stille Mehrheit bilden.“

Radio Leverkusen meldet übrigens unter Berufung auf Rainer Häusler, diesmal in seiner Funktion als Stadtkämmerer, dass die Einnahmen der Stadt aus der Gewerbesteuer 2010 noch niedriger ausfielen als kalkuliert.

Von der „großen“ Bundes- damit zur provinziellen Kommunalpolitik: Eine geradezu anrührende Hommage auf die Arbeit in die tiefsten Niederungen von Provinzpolitik, nämlich in der Bezirksvertretung des Stadtbezirks III, schreibt zur letzten Sitzung in der ablaufenden Wahlperiode Werner Röder: „Während bei der UN-Vollversammlung in New York, diesem Schaulaufen der Provokateure, oder dem G 20-Treffen in Pittsburgh Politiker, mit fürstlichen Apanagen ausgestattet, versuchen, mit Heißluftverbalismus die Welt zu retten, wird hier lokal diskutiert – und gehandelt.“
Die 26 einstimmigen Ergebnisse der letzten Sitzung, bei der unter anderem beschlossen wurde, einen Runden Tisch aus Umweltexperten der Fraktionen zur Zukunft des Ophovener Weihers einzuberufen, fasst Röder hier zusammen, die RP erzählt aus der gleichen Sitzung u.a. über den Beschluss, für eine besseren Busanbindung an die Linie 4 zu sorgen.

Apropos provinziell: Das Museum Morsbroich ist von der „Internationalen Vereinigung der Kunstkritiker“ (AICA) laut Anzeiger zum „Museum des Jahres 2009“ gekürt worden – und AICA-Jurymitglied Thomas Wulffen lobt laut Anzeiger doch tatsächlich so: „Das Museum zeigt, wie auch in der Provinz Ausstellungen mit internationalem Renommee gezeigt werden können.“ Wir gratulieren zu dieser Einsicht und grüßen nach Berlin.
Die nächste Provinz-Ausstellung kündigen Anzeiger und RP schon für Sonntag an, um 12 Uhr ist Eröffnung: Die Grafiketage zeigt bis zum 7. Februar Arbeiten von Michael Schoenholtz.

Ein Ende hat es für unsere Provinzzeitungen nun auch mit zwei Fortsetzungsromanen aus den Zuschauerbereichen im Landgericht Köln: Sowohl der Messerstecher aus Leichlingen als auch der Sexualstraftäter aus Manfort wurden am Freitag verurteilt, berichten Anzeiger (hier und hier) und RP (nur hier). Der Messerstecher wegen gefährlicher Körperverletzung für vier, der Sexualstraftäter wegen sexuellen Missbrauchs in zwei und Vergewaltigung in einem Fall für fünf Jahre Haft.

Wir wissen zwar noch nicht, wer demnächst unser Land regiert, aber wir kennen schon den „Ritter des Humors“: In der bevorstehenden Session wird der städtische Beigeordnete Marc Adomat Schwert und Schild zur Verteidigung des Narrentums in unserer Provinz halten, berichten Anzeiger und RP hier und hier.

Mit diesem vorläufigen Stimmungsbild geben wir zurück ins Hauptstadtstudio. Gibt es schon neue Hochrechnungen?

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Religiöser Eifer, zeitgemäß

Heute zuerst Kultur: Frank Weiffen hat für den Leverkusener Anzeiger mit Katharina Lorenz gesprochen, der Leverkusenerin, die seit kurzem am Burgtheater Wien höchste Schauspielerweihen empfängt: Als Gretchen in Matthias Hartmanns Faust-Inszenierung wurde sie soeben sehr gelobt, eine der begeistertesten Kritiken kam von der Frankfurter Rundschau:

„Katharina Lorenz ist dagegen [gegen Tobias Moretti als Faust] eine Sensation. Wahrscheinlich ist das die zugleich zeitgemäßeste und textnaheste Interpretation des Gretchens seit langem. Diese auch mit zerzaustem Haar schöne, etwas hölzerne Frau hat ein modernes weibliches Selbstbewusstsein. Selbst ihr Eifer für die Religion wirkt ganz zeitgemäß.“

Im Interview mit dem Anzeiger verrät die 30-Jährige, deren Schauspielkarriere einst beim Jungen Theater Leverkusen unter Bernd Vossen begann, wie wichtig der erst kürzlich verstorbene Theaterregisseur Jürgen Gosch für ihre Karriere war: „Ich kannte ihn aus meiner Zeit in Düsseldorf, Hannover und Berlin sehr gut. Er kannte mich. Wir sind einen sehr weiten Weg gemeinsam gegangen.“ Gosch hatte ihr bereits früher die Rolle des Gretchens zugedacht. Leider ist das Interview in der Online-Fassung nur recht mühsam lesbar, da sich Fragen und Antworten im Schriftbild nicht voneinander abheben.

Wie hältst du’s mit der Natur und ihrer Pflege?, müssen sich die Technischen Betriebe Leverkusen fragen lassen: Den vom Umkippen bedrohten Ophovener Weiher in Steinbüchel hat Werner Röder für den Anzeiger besucht. 10 Millionen Euro würde eine notwendige Sanierung des beliebten Sees kosten. Da muss man schon wirklich davon überzeugt sein.

Hier ein Fundstück aus dem Wupper-Fischer-Blog: Der Wupperverband verspricht „mehr Bewegungsfreiheit“ für die Wupper: Im Bereich Rehbockanlage begann der Verband mit einer „naturnahen Umgestaltung der Wupper“. Dazu werden auf eine Länge von 550 Metern Natursteine, die dort als Begrenzung eingesetzt worden waren, wieder entfernt.

Im Anzeiger kommentiert Rainer Schmidt die Pläne der Grünen, nachdem sie „Jamaika“ eine Absage erteilt haben. Die Grünen selbst, mutmaßt er, würden nicht daran glauben, dass ein Bündnis mit SPD, Bürgerliste und Pro Opladen über die gesamte Legislaturperiode halten kann. Und so könnte über kurz oder lang dann doch wieder eine Große Koalition zwischen CDU und SPD im Leverkusener Rat regieren. Die RP hat einige Stimmen dazu gesammelt: CDU-Fraktionschef Klaus Hupperth gesteht, dass die Entscheidung der Grünen „ein Rückschlag“ sei, und Gerd Wölwer von den Grünen wird über die CDU so zitiert: „Die haben den Knall noch nicht gehört. Ohne eine echten Neuanfang werden die in den nächst fünf Jahren nichts auf den Zettel bekommen können.“.

Die RP hat sich bei Taxifahrern in Leverkusen umgehört, nachdem fünf von ihnen in den letzten Wochen Opfer von Überfällen wurden.

Heute stellt die RP den SPD-Kandidaten zur Bundestagswahl vor: Gesundheitsexperte und Fliegenträger Karl Lauterbach. Der Polit-Promi unter den Leverkusener Kandidaten gesteht, dass er es bisweilen „deprimierend“ findet, wenn ihm Leute sagen, sie gingen nicht wählen: „Das sind oft die, die von Reformen am meisten Nutzen tragen würden.“

Mit dem „Grünen Band“ und einer Prämie über 5000 Euro ausgezeichnet wurde der TSV Bayer 04 Leverkusen für seine erfolgreiche Konzeption des Behindertensports.

Über zunehmenden Parkdruck und die Parkregelung für Anwohner der Friedrich-Knorr-Straße in der Kolonie III berichtet der Anzeiger. Fortschritte für das Verkehrskonzept für Hitdorf im Bezirk I vermeldet die RP.

Von der Razzia gegen die Glücksspiel-Mafia in 15 Städten berichten Anzeiger, Radio Leverkusen und RP: Auch eine Wohnung in Leverkusen wurde dabei durchsucht.

Radio Leverkusen zitiert das Wirtschaftsinstitut Prognos, das Leverkusen unter den Top Ten der Städte sieht, die auf aussichtsreiche Zukunftsbranchen setzen. Und das ganz ohne Umsetzung des Wirtschaftskonzeptes „Leverkusen 2020“.

Und schließlich noch einmal Kultur: Von der tänzerischen Umsetzung von „Alice im Wunderland“ durch die Compagnie de Stilte aus Breda im Rahmen des Theaterfestivals „Spielarten“ im Forum schwärmen Anzeiger und RP. Und auch die Aufführung des „Kaufmann von Venedig“ durch die Shakespeare-Company Bremen im Erholungshaus hat beiden Rezensenten gut gefallen.

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