Schlagwort-Archive: Rainer Häusler

DyStar-Angestellte sollen kündigen

Stadtkämmerer Rainer Häusler hat für den Öffentlichen Dienst kein Geld zusätzlich in der Kasse. DyStar-Angestellte sollen kündigen, bevor sie Kiri eventuell zurückholt. In Hitdorf wird kein Kies mehr gefördert.
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Keine Steuererhöhungen in Leverkusen

Der Finanzausschuss lehnt Steuererhöhungen ab, um Wohnen und Arbeiten in Leverkusen attraktiv zu halten; die Pleite drohe aber schon für 2014, rechnet die RP vor. In Sachen Rossmann setzt sich Baudezernent Wolfgang Mues zur Wehr. Und der Anzeiger stellt gleich einen ganzen Stoß Bücher aus und über Leverkusen vor.
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Rossmann: Nicht nur Toilettenpapier

Currenta kündigt Rossmann, das Logistikzentrum in Hitdorf wird schließen. Als im „freien Fall“ bezeichnet Kämmerer Rainer Häusler die Finanzen der Stadt Leverkusen bei einem Vortrag in Rheindorf. Der Hauptfeuerwache könnte laut RP die Autobahn zu nahe rücken.
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Fallbeil über Rheindorf-Nord

Einen interessanten Konflikt hat der Leverkusener Anzeiger in Rheindorf-Nord aufgetan: Dort sollen politische Mandatsträger künftig draußen bleiben, wenn der Stadtteilbeirat im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt Rheindorf“ wieder tagt, lesen wir dort. Streitereien unter den Politikern hätten viele der übrigen Mitglieder vergrault, Ingrid Nahl-Höfer (SPD) habe bereits im Juli das Handtuch geworfen. In einem Brief an den damaligen OB Ernst Küchler habe sie die Ratsherren Erhard Schoofs (Bürgerliste) und Andreas Eckloff (CDU) namentlich genannt. Ulla Jonen bezeichnet im beistehenden Kommentar das „lustlos“ gewordene Gremium in seiner derzeitigen Form als ein „Fallbeil“ – „und auf der Guillotine liegt der ohnehin nicht privilegierte Stadtteil Rheindorf-Nord“.

Sportpolitik steht bei Anzeiger und Rheinischer Post heute ganz hoch im Kurs, wenngleich mit geringfügig unterschiedlichen Schwerpunkten: Im Sportpark-Betriebsausschuss wurde der Wirtschaftsplan für 2010 verabschiedet – und der Anzeiger betont, dass der Betrieb des Freibades Auermühle für das Jahr gesichert sei, für 2011 aber weiterhin ein Investor gesucht werde; währenddessen rückt die RP in den Vordergrund, dass mit 1,3 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket Smidt-Arena, der Sportplatz Lützenkirchen und das Hallenbad Bergisch Neukirchen saniert werden sollen.

Gegen einen möglichen Abriss des alten Amtsgerichtsgebäudes und für die Verlegung der Gütergleisstrecke in der Bahnstadt Opladen spricht sich die Aktionsgemeinschaft Opladen (AGO) vehement in einer Mitteilung aus. Für den Erhalt des Amtsgerichtsgebäudes setzt sich laut Anzeiger auch die OWG/UWG-Ratsfraktion ein.

Um Leverkusen aus der Schuldenfalle zu helfen, wolle Kämmerer Rainer Häusler mit Partnern vom Deutschen Städtetag unter anderem bei Ministerpräsident Jürgen Rüttgers vorstellig werden und gegen die Regelungen von Bund und Land zuungunsten der Kommunen protestieren, erläutert die RP.

Nicht nur undichte Kanäle, auch marode Laternen können Anwohnern teuer zu stehen kommen, weiß der Anzeiger – und auch, welche Straßenzüge die Energieversorgung Leverkusen (EVL) in 2010 in Angriff zu nehmen beabsichtige.

Eine pfiffig aussehende Lösung hat ein Anzeiger-Leser für die maroden Wände am Europaring gezeichnet: Er stellt sich eine Trägerkonstruktion vor, die die Wände hält und unter der die Autos auf allen vier Spuren fahren können.

Die Demonstration der DyStar-Mitarbeiter am Montag ab 16 Uhr von Tor 1 bis vor den Kaufhof kündigt, mit der eindringlichen Bitte um Solidarisierung, dieser Flyer an.

Das börsennotierte Unternehmen Biofrontera im Innovationspark führt in diesem Jahr zum zweiten Mal eine Kapitalerhöhung durch, erfahren wir unter anderem bei ad-hoc-news.de.

Die Leverkusener Jusos haben Jonas Berghaus als neuen Vorsitzenden gewählt, meldet der Anzeiger.

Der Ex-Leverkusener Fußballspieler Thomas Reichenberger (jetzt: VfL Osnabrück) stehe in dem Verdacht, zu den Spielern zu gehören, die für eine „Wett-Mafia“ Spiele manipuliert haben sollen, schreiben RP, Anzeiger und Medien landauf, landab. Reichenberger dementiert das ausdrücklich.

Eigenartige Beobachtung bei Google-News: Der AnzeigerArtikel zu der eingestürzten Betondecke auf der Baustelle für die ECE-„Rathaus Galerie“ von vergangener Woche ist über die Überschrift dort nicht mehr auffindbar. In der Web-Suche hingegen schon, und mit einer anderen Suche auch wieder in der News-Rubrik. Hat da jemand an den Google-Algorithmen rumgefummelt?

Zum Wetter von Samstag kochte die WDR-Lokalzeit im NaturGut Ophoven ein Ei.

Kultur: Anlässlich seines 40-jährigen Bestehens richtet der Jugendhaus-Bunker ein Konzert im Lindenhof (Samstag, 18.30 Uhr) mit den „Monsters of Lev“ aus, kündigt der Anzeiger an – mit dabei: „Atropin“, „The Other“, „Sky’s Shadow“ sowie Dierk Hills Band „Hill, Renn & Siebert“. Die RP schwelgt derweil mit Jugendhaus-Leiter Reiner Hilken in Erinnerungen, gemeinsam mit dessen Eltern Günter und Magdalene Hilken, die den Bunker einst gründeten.
Die Ausstellung „Slow Paintings“, die am Sonntag im Museum Morsbroich eröffnet, stellt heute die RP vor, ebenso wie das Fachmagazin artdaily.org with quite an extensive report.
Eine Ausstellung „Perspektivwechsel“ im Künstlerbunker in Opladen von Montag an bis zum 18. Dezember kündigt die RP an.

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Das Ende ist nah!

Bürgermeister Friedrich Busch ist unter die Untergangspropheten gegangen: Er hat sich die Mühe gemacht, darzustellen, wie es sich in einer Stadt lebt, die restlos pleite ist. Ein Szenario, das der FDP-Politiker für das Jahr 2015 prophezeit – mit Verweis nicht auf uralte Zeitrechnungen, sondern auf die Haushaltsrede des Stadtkämmerers vom vergangenen Oktober. Busch wolle damit die Leverkusener Öffentlichkeit auf die Problematik aufmerksam machen. Radio Leverkusen zählt aus dem Papier, das wir leider nirgends finden können, diese Punkte auf: „In seiner Vision gibt es keine öffentlichen Veranstaltungen und die Busse fahren nur noch alle halbe Stunde.“ Und es nieselt den ganzen Tag.

Ob die Bayer-Medienfassade vorher in Betrieb gehen kann, ist weiterhin unklar: Der Leverkusener Anzeiger weiß, warum Leverkusens größter Fernseher keine Fortschritte macht: Einige der Leuchtdioden zeigten gar nichts oder falsche Farben an, derzeit warte man auf Ersatzteile aus Japan – beim Lieferanten gebe es einen Engpass.

Zank im Hauptausschuss: Anzeiger und RP hörten zu, als Fraktionschef Walter Mende und SPD-Parteigenosse Peter Ippolito den Kämmerer Rainer Häusler scharf angriffen. Dieser hatte auf die Kosten, die der Stadt durch die Kommunalpolitiker entstünden, verwiesen und angeregt, Rats- und Auschussmitglieder zu reduzieren.

Freudig gibt der Anzeiger zur Kenntnis, dass die Politik sich nach seiner Berichterstattung vom Mittwoch nun dem Eumuco-Gelände in Manfort zuwende: SPD, Grüne und auch die Bürgerliste hätten einen Antrag gestellt, das Gelände weiterhin industriell zu nutzen und nicht für einen Baumarkt-Erweiterungsbau aufzugeben.

Die Technischen Betriebe Leverkusen warnen im Anzeiger vor „Kanalhaien“, die an der Haustüre kostengünstige Überprüfungen des Kanalanschlusses anbieten. Die TBL vermittele gerne an seriöse Anbieter. Um Geld zu sparen, sollten sich Nachbarn besser zusammenschließen, rät TBL-Chef Reinhard Gerlich. Bis zum 31. Dezember 2015 müssen alle Hauseigentümer in Leverkusen nachweisen können, dass ihre Kanalanschlüsse dicht sind. Diese Vorschrift scheint auch dann ihre Gültigkeit zu behalten, falls es Leverkusen 2015 gar nicht mehr geben sollte.

Franz Kämmerling ist neuer Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Schlebusch und damit Nachfolger von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, erfahren wir bei leverkusen.com.

Für den Erhalt des alten Amtsgerichtsgebäudes in Opladen setzt sich der ehemalige Bezirksvorsteher Heinz-Gerd Bast ein, melden RP und Anzeiger: Es handele sich um ein „wichtiges Stück Opladener Geschichte“.

Die RP berichtet als Lokalaufmacher über neue Messstellen auf Autobahnen 1 und 3 rund um Leverkusen, die den drohenden Stauinfarkt verhindern helfen sollen und weiß auch vom Ausbauplan des Bundes für das Leverkusener Kreuz mit Brücken oder Tunneln. Dazu die Erinnerung, dass die Autobahn 3 heute ab 22 Uhr erneut komplett bis Montagfrüh gesperrt wird.

Der Anzeiger hat sich weitergebildet und kann seine Berichterstattung über das landesweite Weiterbildungsnetzwerk entsprechend fortsetzen: Heute erfahren wir, dass die Leverkusener Weiterbildungs-Einrichtungen ihre Öffentlichkeitsarbeit bündeln wollen, um neue Teilnehmer zu gewinnen.

Kultur: Die Ausstellung „Slow Paintings“ im Museum Morsbroich stellt der Anzeiger sowohl im Lokal- als auch im überregionalen Kulturteil vor (online finden wir nur letzteren).
Beim Konzert von „International Brass“ in der Reihe „Orgel Plus“ in der Remigius-Kirche lauschte die RP.
Kulturpolitik: Die Förder-Richtlinien für die Kulturvereine in Leverkusen sollen geändert werden, berichtet heute der Anzeiger (gestern bereits die RP, leider haben wir das nicht online gefunden).

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„Weckruf an die Kommunalpolitiker“

Regierungspräsident Hans Peter Lindlar hat seinen Besuch am Dienstag in Leverkusen dazu genutzt, seinen Standpunkt zur Absage an die Gütergleisverlegung für die Bahnstadt Opladen zu erläutern: Ein geänderter Zeitplan der Bahn, begründete er laut Leverkusener Anzeiger, setze „die Akteure unter einen Druck, den er nicht ignorieren könne“. Lindlar nimmt damit Bezug auf Pläne der Bahn AG für ein elektronisches Stellwerk (ESTW), das im Zuge der Gleisverlegung in Opladen bis Ende 2012 in Betrieb gehen solle (siehe hier). Um dieses Stellwerk zu realisieren, habe die Bahn die Gleisverlegung vorgezogen – und genau aus diesem Grund sei Lindlar nun eingeschritten: Denn ursprünglich sei es die Absicht gewesen, die Westseite mit der Gleisverlegung unter anderem aus Grundstücksverkäufen auf der Ostseite zu finanzieren. Mit den neuen Bahnplänen aber sei eine „Dynamik“ in die Angelegenheit gekommen, die „einer soliden Finanzierung nicht gut tue“.
Tatsächlich findet man im Internet dazu unter anderem diese Erklärung von Klaus Ahrens, dem Leiter der Immobilienabteilung der DB Netz NRW, offenbar noch vor dem Ratsbeschluss am 25. August 2008:

„Eine Entscheidung zum Thema Gütergleisverlegung zum jetzigen Zeitpunkt hat für die DB Netz AG und auch für die Stadt Leverkusen strategische Bedeutung. So wird sichergestellt, dass ein für Opladen geplantes ESTW-Projekt (Elektronisches Stellwerk) zeitgerecht mit eingebunden werden kann.“

Vor diesem Hintergrund stellt Lindlar sein Einschreiten als einen „Akt der Fairness“ gegenüber dem neuen Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn dar: Der brauche nun die volle Rückendeckung des Stadtrats, um das Problem zu lösen. Im beistehenden Kommentar erklärt Hartmut Zitzen daher, Lindlars Botschaft dürfe „wohl vor allem als Weckruf an die Kommunalpolitiker gedeutet werden“.
Die Rheinische Post präsentiert neben seinem Bericht ein Interview mit Lindlar, darin erklärt der mit Blick auf die Bemühungen der Leverkusener Kommunalpolitiker, das Geld für die Verlegung zusammenzubekommen: „Es wird sehr spannend sein, zu sehen, wie sie das hinbekommen wollen.“ Nebenbei habe Lindlar Buchhorn auch die Bewilligungsbescheide über knapp zwei Millionen Euro für die energetische Sanierung der Erich-Klausener-Schule in Alkenrath sowie über rund 3,5 Millionen Euro für die Ostseite der Bahnstadt übergeben, lesen wir in den Zeitungen.
Die RP veröffentlicht zudem in Auszügen einen Brief des Stadtkämmerers Rainer Häusler, in dem dieser sich gegen den von der Leverkusener CDU geweckten Eindruck verwahrt, Beteiligte hätten von Kostensteigerungen für die Bahnstadt oder von den Bedenken seitens der Bezirksregierung bereits früher gewusst. Alle Ratsmitglieder seien stets über alle Vorgänge informiert worden. Es sei daher „bemerkenswert, um nicht zu sagen einigermaßen befremdlich, dass die CDU Akteneinsicht verlangt“.

Auf die erste Lokalseite hebt die RP heute das Thema Schweinegrippe, nachdem am Opladener Marianum sechs Lehrer an Schweinegrippe erkrankt seien und es deshalb zu Unterrichtsausfällen komme. Die RP weiß auch, dass bei Lanxess für den Fall der Fälle ein Pandemieplan existiere. Der Anzeiger meldet, dass es aufgrund des nun großen Andrangs auf den Impfstoff zu Wartezeiten in den Arztpraxen komme.

Kammertermine am Amtsgericht in Opladen, in denen gestern Klagen wegen ausgebliebenen Entgeltzahlungen an Ex-Mitarbeiter von TMD Friction verhandelt werden sollten, seien kurzfristig aufgehoben worden, meldet die RP. Der Rechtsanwalt mutmaße deshalb, dass TMD Friction gegen bereits ergangene Urteile Berufung eingelegt habe.

Auf der Wirtschaftsseite des Stadt-Anzeigers finden wir die Meldung, dass der Spezialchemiekonzern H.C. Starck, eine einstige Bayer-Tochter, „Kreisen zufolge“ seine Kreditzusagen nicht einhalten könne (hier eine gleichlautende Meldung aus dem Internet). Das Unternehmen aus Goslar, das seit 2007 Finanzinvestoren gehöre, sei mit 500 Millionen Euro verschuldet.

Bußgelder an insgesamt 25 Flößer verteile jetzt die für den Landschaftsschutz zuständige Abteilung beim Rheinisch-Bergischen Kreis, weiß die RP. Die Flößer, die an der Wupper-Floßfahrt im September teilgenommen haben, sollen gegen Auflagen verstoßen haben, Veranstalter Klaus Kirschey sei anhand der Floßnummern aufgefordert worden, die entsprechenden Teilnehmer der Kreisverwaltung zu nennen. Ihnen drohten Bußgelder in Höhe von 25 bis 400 Euro. Die Floßfahrt war von Naturschützern und Angelverbänden kritisiert worden, nachdem sie gestartet wurde, obwohl der Wupperpegel nicht die vereinbarte Mindesthöhe von 60 Zentimetern für das Befahren des Flusses aufwies.

Die Dachorganisation für die Bayer-04-Fans „Nordkurve 12“ veröffentlicht eine Stellungnahme zum Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs, nach dem Stadionverbote bereits in Verdachtsfällen ausgesprochen werden dürfen (siehe hier). Dieses Urteil dürfe nicht „als Freifahrtschein für Willkür“ interpretiert werden, heißt es in der Stellungnahme, sondern sollte von den Vereinen „verantwortungsvoll“ angewandt werden: „Der Dialog mit den Fans ist und bleibt das wichtigste Instrument, Konfrontation und einseitige Demonstration der Stärke werden nicht zu einer Besserung der Lage beitragen.“

Zum Elften im Elften stellt der Anzeiger die Büttenrednerinnen Ulla Olbertz und Anne Friedrich vor. +++ Den gestern begonnenen Abriss des über 100 Jahre alten Hauses an der Wiesdorfer Hauptstraße setzt der Anzeiger ins Bild. +++ Zum sich seit 2003 stetig mehr verspätenden Bahnprojekt Rhein-Ruhr-Express mutmaßt Ingmar Keller heute in einem Kommentar im Stadt-Anzeiger, der „wahre Grund für die Bummelfahrt“ des RRX sei womöglich, dass die schwarz-gelbe Landesregierung längst wieder der Straße den Vorzug vor der Schiene gebe. +++ Beim Besuch einer Delegation der Nationalen Anti Doping Agentur, kurz NADA, gemeinsam mit den Sportlerinnen Steffi Nerius und Silke Spiegelburg am Landrat-Lucas-Gymnasium, einer „Eliteschule des Sports“, war die RP mit dabei. +++ Ebenjene Silke Spiegelburg wurde von NRW-Innenminister Ingo Wolf mit der Sportplakette NRW als Vorbild geehrt, meldet der Anzeiger. +++ Und im Anzeiger bezeichnet ein Leserbriefschreiber die nach wie vor nicht offiziell im Betrieb befindliche Bayer-Medienfassade als „die bescheuertste Fassade, die ich je gesehen habe“.

Kultur: Den dritten Konzerttag der Jazztage fasst Frank Weiffen für den Anzeiger zusammen.

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Bahnstadt Opladen: Was ahnte Mues?

Die Lage ist ernst, die „veränderte Situation“ für die Bahnstadt Opladen durch die vom Regierungspräsidenten verweigerte Verlegung der Güterstrecke keine Kleinigkeit – das signalisiert die Rheinische Post ihren Lesern heute schon, indem sie gleich die beiden ersten Lokalseiten für dieses Thema frei räumt. „Teil der Bahnstadt droht das Aus“ titelt sie auf der ersten Lokalseite: Die Kosten für die Bahnstadt seien mittlerweile auf 125 Millionen angestiegen, Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar habe nicht zuletzt aus diesem Grund und mit Verweis auf die Schulden Leverkusens den Stadtoberen in einem Brief (den die RP auf Seite zwei komplett abdruckt und hier online bereit hält) mitgeteilt, die geplante Gleisverlegung nicht zu gestatten. Da die Gleisverlegung das entscheidende verbindende Element (RP: „das Herzstück“) des Konzepts für die „Neue Bahnstadt Opladen“ ist, darf das als ein harter Schlag für das Stadtentwicklungsprojekt gelten. Überdies drohe Lindlar der Stadt eine bevorstehende Zwangsverwaltung an.
Kämmerer Rainer Häusler und Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn überbrachten gestern erst Vertretern der Ratsfraktionen und anschließend der Presse die Nachricht. Eigentlich habe der Anteil der Stadt an den Kosten der Gleisverlegung (in einer kalkulierten Höhe von 14,6 Millionen Euro) durch den Verkauf von RWE-Aktien finanziert werden sollen, das widerspreche Absprachen, erklärt die Bezirksregierung nun. Den Vertretern der Ratsfraktionen solle Häusler laut RP bereits Projekte genannt haben, deren Streichung die notwendigen Einsparungen bringen könnten: Umbau Busbahnhof Wiesdorf, Sanierung Ophovener Weiher, Sanierung Hauptfeuerwache sowie Straßenausbau Hitdorf. Die Verabschiedung des Haushaltsetats für 2010 sei gestern bereits von Dezember auf Februar verlegt worden. Die RP erkundigte sich bei Vertretern Leverkusener Ratsfraktionen, die weitgehend geschlossen ankündigen, für den Westteil der Bahnstadt kämpfen zu wollen. Klaus Hupperth von der CDU wolle nötigenfalls sogar Landesvater Jürgen Rüttgers zu Hilfe holen.
Im Kommentar stellt „peco“ die Frage, ob das Thema womöglich unter der Decke gehalten worden sei, um den Wahlkampf von Buchhorns Amtsvorgänger Ernst Küchler nicht damit zu belasten. Im beistehenden Artikel „Wer wusste wann Bescheid?“ erinnert „peco“ auch daran, dass Baudezernent Wolfgang Mues „bereits vor Monaten gewarnt“ haben soll. Tatsächlich hatte es Mues 2008 sogar abgelehnt, den Ratsentwurf für die Gleisverlegung zu unterschreiben (siehe hier). Öffentlich äußerte sich Mues damals nicht, wenige Monate später wurde er aus dem Bahnstadt-Aufsichtsrat entfernt, Begründung damals: Mues habe keine Zeit mehr dafür. Das fand nicht nur der Leverkusener Anzeiger schon sehr, sehr eigenartig.
Etwas gelassener als die RP berichtet der Anzeiger: Artikel („Stadtrat will sich wehren“) nebst Kommentar („Es riecht nach Schnellschuss“) vermitteln ein nicht so sehr getrübtes Bild der Gesamtlage mit Aussicht auf eine denkbare Korrektur. Tenor: Die Verfügung des Regierungspräsidenten sei möglicherweise nicht konsequent zuende gedacht und erweise der Stadt einen „Bärendienst“, falls andere dringende Investitonen auf der Strecke blieben.

Den Protestzug der DyStar-Mitarbeiter mit rund 800 Teilnehmern gestern durch Wiesdorf würdigen Anzeiger und RP jeweils mit kurzen Berichten. Es sollen „Investoren bevorzugt werden, die das Unternehmen als Ganzes weiter betreiben wollen“, zitiert die RP OB Buchhorn.

Nach der Umfrage bei Leverkusener Ärzten hat der Anzeiger heute auch Passanten zur Impfung gegen die Schweinegrippe befragt. Derweil meldet die Stadt nun einen „Run“ auf die Impfungen.

Die Energieversorgung Leverkusen (EVL) senkt die Strompreise zum 1. Januar, je nach Kundengruppe um bis zu vier Prozent.

Im Sportteil stellt die RP heute Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius in ihrem neuen Job als Trainerin in der Behindertensportabteilung beim TSV Bayer 04 vor. „Werkselfe“ Laura Steinbach von den Leverkusener Handballfrauen hat eine Patenschaft für den Verkauf der kürzlich erschienenen Biografie „Teamgeist“ des seit 1979 nach einem Sportunfall pflegebedürftigen Handballers Jo Deckarm übernommen, meldet der Anzeiger. Das weltweit große Interesse an dem Videoclip von der Bayer-Medienfassade bei YouTube (den wir an dieser Stelle auch bereits eingebettet hatten) resümiert die RP heute verblüffend detailliert (was alleine den Rückschluss zulässt, dass YouTube-User „1234bayer“ allerbeste Beziehungen zur RP-Redaktion pflegt). Vor Briefen der Finanzdienstleistungsfirma „Dr. Schneider & König“ warne die Verbraucherzentrale in Leverkusen, berichtet der Anzeiger. Der Anzeiger ist auch den gefährlichen Tücken, die die Steinbücheler Straße für Fußgänger bereit hält, nachgegangen. Und heute ab 22 Uhr bis Montagmorgen wird die A3 zwischen Leverkusen und dem Kreuz Köln-Ost voll gesperrt, erinnert Straßen NRW u.a. bei leverkusen.com; wie sich Besucher des Fußballspiels heute Abend in der BayArena (Bayer 04 – Eintracht Frankfurt) am besten verhalten, rät leverkusen.de.

Kultur: Die Ausstellung „Zwei Welten“ der Foto-Designerin Annet van der Voort im Forum stellen heute RP und Anzeiger vor.
In der RP resümiert Monika Klein den Auftritt von Kleinkünstler Jess Jochimsen im K1.
Den Auftakt der Konzertreihe „Orgel Plus“ der katholischen Kirchen in Leverkusen kündigt der Anzeiger an: Los gehe es am Sonntag, 8. November, in St. Andreas in Schlebusch mit Saxofonist Martin Hilner und Organist Hans-André Stamm, die einen Bogen schlagen vom Barock bis zu Jazzstücken.
Die RP erinnert: Heute, Freitag, ist die „Nacht der Bibliotheken“, in der Stadtbibliothek in Wiesdorf werde dann ein „Traum aus 1001 Nacht“ Wirklichkeit. Und morgen, Samstag, 7. November, trete die Leverkusener Nadine-Kraemer-Band um 18.30 Uhr bei der Schulvereins-Gala in der Aula des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums auf.

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„Veränderte Situation“ in Opladen

Karneval sei Dank: Eine „Übergangslösung“ für die Stadthalle Opladen liegt laut Rheinischer Post in der Luft. Bevor die fünfte Jahreszeit in wenigen Tagen beginnt, ist den streitenden Beteiligten möglicherweise klar geworden, dass niemandem gedient ist, wenn die Jecken lieber woanders feiern. Stadthallen-Eigner Uwe Fuhrmann und Betreiber Sven Reumkens streben demnach eine „gemeinschaftliche Lösung“ an, mit der der Betrieb aufrecht erhalten werden soll, bis ein Gericht den Streit klärt. Damit sei laut RP „frühestens in einem halben Jahr“ zu rechnen.

Nichts genaues weiß man nicht, aber die RP sieht heute möglicherweise „Riesenprobleme“ auf das Projekt „Bahnstadt Opladen“ zukommen. Diese schlussfolgert die Redaktion aus zwei unterschiedlichen Mitteilungen der Stadt binnen drei Stunden. In der ersten werde mitgeteilt, dass Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar einen Zuschussbescheid über 3,5 Millionen Euro für die Bahnstadt an Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn übergeben wolle. In der zweiten Mitteilung, die gegen 18 Uhr verschickt worden sei, sei von einer „veränderten Situation“ für das Bahnstadt-Projekt die Rede, über die Buchhorn und Kämmerer Rainer Häusler die Presse heute informieren wollten.
Dass Häusler involviert sei, deute darauf hin, dass Geld fehlt, mutmaßt die RP und spekuliert über diese Szenarios: Möglicherweise seien Brücken nicht bezahlbar, der Bau der Fachhochschule in der alten Bahnhalle oder die Verlegung der Gütergleise zu teuer. Mal schauen, wer uns heute online als erster über die „veränderte Situation“ informiert.
Update: Beinahe gleichzeitig waren RP und Anzeiger online mit dieser Meldung: Regierungspräsident Lindlar verbietet aus Kostengründen die Verlegung der Gleise. Die RP liefert auch das entsprechende Schreiben Lindlars an Buchhorn mit.

Die Schweinegrippe ist heute in allen Leverkusener Medien wieder Thema: Radio Leverkusen weiß von der Einlieferung von fünf Kindern (eine Altersangabe finden wir nicht) mit Schweinegrippe in das Klinikum Leverkusen. Dazu passt die Meldung, dass der Impfstoff ab sofort auch für Kinder unter drei Jahren freigegeben sei. Mit Verweis auf eine möglicherweise hohe Dunkelziffer verteidigt Amtsarzt Hans-Eckard Linstaedt in der RP seine Annahme, dass es in Leverkusen 3000 Fälle von Schweinegrippe gebe – obwohl für ganz NRW „nur“ 7500 Fälle angegeben werden: „Es kommt darauf an, wie man hochrechnet.“ Aha. Der Leverkusener Anzeiger befragt derweil Leverkusener Ärzte, ob sie die Impfung für sinnvoll halten oder eher nicht.

Eine erwartbare Niederlage vor dem Verwaltungsgericht Köln hat der Rheindorfer Thomas Heusner kassiert, weiß die RP: Heusner klagt als Frührentner mit kleiner Rente dagegen, dass er, anders als beispielsweise Hartz-IV-Empfänger, nicht von den Rundfunkgebühren der Gebühreneinzugszentrale GEZ befreit wird. Heusner hält den Gebührenstaatsvertrag für „verfassungswidrig“ und will in die nächste Instanz gehen.

Zur von der Bundesregierung geplanten Verkürzung des Wehrdienstes, der zugleich auch den Zivildienst betreffen würde, hat sich der Anzeiger bei sozialen Trägern in der Stadt umgehört. Tenor: „Wir brauchen die Jungs!“

„Unseriös und inakzeptabel“ sei das Verhalten von General Motors mit Opel, zitiert Radio Leverkusen die Leverkusener Landtagsabgeordnete Ursula Monheim (CDU). Mit dem Überbrückungskredit über 1,5 Milliarden Euro, die die Bundesregierung an General Motors gezahlt hatte und der nun zurückerwartet werde, entfalle auch die Bürgschaftslast für das Land NRW über 150 Millionen Euro. Dieses Geld könne nun vielleicht zur Rettung anderer Unternehmen verwendet werden, regt Monheim laut RL an.

An die Demonstration der Mitarbeiter von DyStar heute Nachmittag ab 16.30 in Wiesdorf erinnert Radio Leverkusen noch einmal. Der Demonstrationszug soll über B8, Dönhoffstraße und Elberfelder Straße führen, auch Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn werde dort sprechen.

Rückblick, unter anderem mit dem Besuch der Expo-Real-Messe in München, und Ausblick bietet die Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL) in ihrem November-Newsletter. Die WfL werde sich auch auf dem Wirtschaftstag NRW am 10. November in Düsseldorf präsentieren, meldet heute kurz die RP, für Leverkusener Unternehmer halte die WfL Freikarten bereit.

Neues vom Verkehr in Opladen in der RP: Vier altersschwache Ebereschen an der Rat-Deycks-Straße seien während der Bauarbeiten dort entfernt worden, weiterhin gelte für den Bereich um den Berliner Platz: Besser weiträumig umfahren. Weitere Baumfällungen stehen bevor, unter anderem im Schlosspark von Morsbroich, meldet die RP: Am Freitag solle dort eine 200 Jahre alte Buche entfernt werden, sie sei „zu gefährlich“, wird der städtische Baumexperte Bernd Rechlin zitiert. Über Streuobstwiesen, die Obstbaumpaten benötigen, streift der Anzeiger. Sparkasse Leverkusen und NaturGut Ophoven rufen an Leverkusener Schulen einen Klima-Wettbewerb aus, für den die Schüler Elfchen – Gedichte aus elf Wörtern – verfassen sollen, in deren erster Zeile jeweils das Wörtchen „Klima“ stehen soll, melden Anzeiger und RP. Der Anzeiger stellt Karnevalsprinz Bernhard Bunse wenige Tage vor dem Sessionsauftakt vor. In Opladen weihnachtet es bald sehr, weiß die RP. In Bürrig können sich die Bürger an der neuen Orgel für St. Stephanus beteiligen, weiß der Anzeiger. In Leverkusen herrsche ein Hallenmangel für Sportvereine, die CDU fordert die Verwaltung daher zum Handeln auf, meldet Radio Leverkusen. Und in der Kritischen Ausgabe beantwortet Elmar Funken, Leiter des Katholischen Bildungswerkes in Leverkusen, den Fragebogen für „Germanisten, die es geschafft haben“.

Kultur: Über das verschiedenste Tanzstile vermischende Tanzstück „Love Hurts … Petrushka“ der Dance Works Chicago auf Einladung der KulturStadtLev im Forum zeigen sich die Kritiker von Anzeiger und RP gleichermaßen begeistert.

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„Fiskalische Verbesserungspotenziale“

Der Stadtkämmerer weigert sich: Rainer Häusler will die Steuern in Leverkusen nicht erhöhen, berichtet die Rheinische Post heute. Einen entsprechenden Beschlussentwurf lege er Finanzausschuss und Stadtrat vor – und widersetze sich damit einer Empfehlung der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) für Nordrhein-Westfalen. Eine Anhebung der Hebesätze für Grundsteuer und Gewerbesteuer sowie die Einführung einer Zweitwohnsitzsteuer solle nicht umgesetzt werden, obwohl die GPA mit diesen Maßnahmen ein „fiskalisches Verbesserungspotenzial“ von 3,6 Millionen Euro kalkuliere. Häusler verweise darauf, dass die Steuererhöhungen die Ergebnisse Leverkusener Unternehmen verschlechtere und damit nicht nur die Gewerbesteuer-Erlöse wieder senke, sondern auch das Risiko von Unternehmens-Wegzügen aus Leverkusen erhöhe. Im beistehenden Kommentar pflichtet „US“ Häusler bei: „Eine Zitrone lässt sich nur einmal ausquetschen.“ Die Hebesätze in Leverkusen, erläutert die RP, lägen mit 500 Prozent bei der Grundsteuer und 460 Prozent bei der Gewerbesteuer bereits „deutlich überm Schnitt“.

Ursula Monheim will Vorsitzende der CDU in Leverkusen bleiben: Sie erklärte ihre Bereitschaft zu der Kandidatur für die anstehenden Vorstandswahlen auf dem Parteitag am 28. November, melden heute RP, Radio Leverkusen und leverkusen.com. Die Leverkusener Landtagsabgeordnete, seit 2003 Vorsitzende der CDU in Leverkusen, hatte kürzlich ihren Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur für die Landtagswahl bekannt gegeben.

Die bereits angekündigte Umbenennung von „Pro Op“ ist nun vollzogen, melden Leverkusener Anzeiger und RP: Der im Stadtrat vertretene Verein werde künftig unter dem Namen „Opladen Plus“ firmieren, was in der Kurzform eleganterweise das alte Opladener Autokennzeichen „OP“ ergibt.

Vor zwei Jahren kündigte die Bayer AG an, sich aus dem Sportsponsoring zurückzuziehen und mit dem Geld zukünftig über eine neue Stiftung Schulen im Umfeld der Unternehmensstandorte zu fördern. Heute berichten Anzeiger und RP über eine Spendenübergabe an das Landrat-Lucas-Gymnasium (15.000 Euro) und an das Lise-Meitner-Gymnasium (10.000 Euro) aus dem Topf der „Bayer Science & Education Foundation“. Die Bewerbungsfrist für Schulen, um Fördermittel für naturwissenschaftlich-technische Projekte für 2010 zu beantragen, ende am 1. Dezember, Bewerbungen sind unter www.bayer-stiftungen.de möglich. Seit 2007 seien laut Anzeiger insgesamt 1,25 Millionen Euro an 101 Bildungsprojekte in 43 Städten gegangen.

Als Leistungssportler noch vom Bayer-Geld profitierten, war sie eines der Aushängeschilder: Ein Porträt der Leverkusener Diskuswurf-Weltrekordlerin Liesel Westermann-Krieg, die am 2. November 65 Jahre alt wurde, in der Main-Spitze finden wir erst heute.

Hellauf begeistert scheint Hans Becker, Leiter des Leverkusener Büros für die Fußballfrauen-WM 2011, über die Nachfrage nach den WM-Tickets für Leverkusen zu sein: „Das ist der Wahnsinn!“, zitiert ihn heute der Anzeiger. Eine konkrete Zahl der für Leverkusen verkauften Tickets finden wir zwar nicht, die Tickets in der „Kategorie vier“ seien aber bereits „überbucht“ und müssten nun verlost werden. Im beistehenden Kommentar singt Günter Müller das Loblied des Frauenfußballs in Leverkusen: „Dynamisch, kämpferisch, torhungrig, erfolgreich.“

Der Kreisverkehr an der Nobelstraße solle auf Wunsch der Stadtverwaltung nun doch nicht mehr umgebaut werden, meldet die RP kurz: Eine neuerliche Berechnung der Kosten habe eine Summe von 690.000 Euro ergeben, zuvor seien Kosten in Höhe von 455.000 kalkuliert gewesen. Der geplante Umbau gab Anlass zu „Kurven-Diskussionen“ (siehe hier und hier) unter Wiesdorfer Bürgern und betroffenen Einzelhändlern an dem der Fußgängerzone zugewandten Ende der Nobelstraße.

Auch am zweiten Tag der Umleitungsmaßnahmen ebbt das Verkehrschaos in Opladen nicht ab, die RP habe allein binnen 20 Minuten drei Geisterfahrer auf der Fürstenbergstraße, deren Fahrtrichtung gedreht wurde, entdeckt. Die Baustelle solle laut Technischen Betrieben der Stadt Leverkusen bis März 2010 dauern.

Dazu passt diese Meldung: Leverkusen zieht viele Einpendler an, weiß Radio Leverkusen aus der aktuellen NRW-Pendlerstatistik: Rund 40.000 Arbeitnehmer pendelten täglich ein, demgegenüber verließen täglich 30.000 Leverkusener die Stadt aus beruflichen Gründen.

Bei der Verabschiedung in den verdienten Ruhestand von Horst Hoschkara als Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) waren Anzeiger und RP dabei. Als Nachfolger hat der Stadtrat bereits im Sommer Heiko Leonhard bestellt. Bayer CropScience hat den Kauf des amerikanischen Biotechnik-Unternehmens Athenix Corp. abgeschlossen, meldet die Bayer-Unternehmenskommunikation. Der Kaufpreis für die Firma mit einer „umfangreichen Entwicklungsplattform von Pflanzeneigenschaften“ betrage umgerechnet knapp 250 Millionen Euro. Die Gründung der neuen „Werbegemeinschaft Rathaus-Galerie Leverkusen“ meldet heute auch kurz der Anzeiger. Die RP macht den Lokalteil auf mit der Verurteilung eines Ex-Leverkuseners, der Kokain aus Peru nach Deutschland schmuggelte, vor dem Schöffengericht in Opladen zu 42 Monaten Haft.

Kultur: Die vier siegreichen Bands des Leverkusener Nachwuchswettbewerbs „Lauter Lev“ stellen heute Anzeiger (ausführlich) und RP (etwas weniger ausführlich) vor: Am 18. Dezember werden auf Einladung der KulturStadtLev die Bands „Das Holtz“, „Divine To The End“, „MPH“ und „Miaomio“ im Agam-Saal aufspielen.
Und die Plattensammlung von NaturGut Ophoven-Chef Hans-Martin Kochanek hat der Anzeiger ausgekundschaftet. Der Skandal: Auf Rang drei seiner fünf Lieblingsplatten gibt Kochanek Gary Moores „Still Got The Blues“ an – dabei sollten doch gerade wir in Leverkusen wissen, dass das Titelstück laut Gerichtsurteil ein schändliches Plagiat sei: abgekupfert angeblich vom „Jud’s Gallery“-Stück „Nordrach“ aus der Feder des Leverkuseners Jürgen Winter.

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Trendwenden & „normale Fluktuation“

Zustimmung ist der Bayer AG heute in den Zeitungen sicher für die Quartalszahlen, die der Vorstandsvorsitzende Werner Wenning gestern unter dem Motto „Trendwende geschafft“ bekannt gab. Leverkusener Anzeiger und Rheinische Postberichten jeweils regional (hier und hier) und überregional (hier und hier) – und allseits werden die guten Ergebnisse in der Pharmasparte und in der Kunststoffsparte Bayer MaterialScience gelobt, während die Pflanzenschutzsparte CropScience offenbar eher schwächelte. Den interessanten lokalen Aspekt, die Gespräche zu einer neuen Standortvereinbarung, nimmt die RP etwas genauer unter die Lupe: Die aktuelle „Standort- und Beschäftigungssicherung“ läuft zum 31. Dezember aus, danach könnte Bayer wieder „betriebsbedingt“ Mitarbeiter kündigen. Aber Wenning und Bayer-Gesamtbetriebsratschef Thomas de Win bestätigen gegenüber der RP „Sondierungsgespräche“ für eine neue Vereinbarung. Wenning: „Das, was wir an Jobanpassungen zu realisieren haben, werden wir über die normale Fluktuation hinbekommen.“

Eine Trendwende auch bei DyStar meldet soeben RP Online: Currenta liefere wieder Energie, die Produktion laufe derzeit an. Update: Auch der Anzeiger meldet das nun.

In der Leverkusener Lokalpolitik gibt es möglicherweise auch eine Art Trendwende: Erhard Schoofs, Big Boss der Bürgerliste, bastelt nach den gescheiterten Verhandlungen mit dem bürgerlichen Lager CDU und FDP nun offenbar an einem linken Bündnis. Gemeinsam mit SPD, OP, Grünen und der Linken, die es exakt auf die notwendigen 35 Stimmen für eine absolute Mehrheit im Rat brächten, wolle man sich Sachfragen widmen, heißt bei Anzeiger und RP. Von einer verbindlicheren „Koalition“ ist freilich gar keine Rede, außerdem hegen Schoofs und Parteikollege und Ex-Bürgermeister Karl Schweiger bereits den Verdacht, dass mittelfristig doch wieder eine große Koalition zwischen CDU und SPD die Stadt regiere: Sie glauben, die beiden Parteien wollten nur die Landtagswahl im Mai abwarten.
Der Artikel im Anzeiger beleuchtet das bislang nur von der RP geschilderte Scheitern der Verhandlungen zuwischen Bürgerliste mit CDU und FDP übrigens neu: Schoofs zufolge seien die Gespräche gut verlaufen, solange die CDU-Vorsitzende Ursula Monheim diese geführt habe. Erst als die in Urlaub ging und man Klaus Hupperth gegenübersaß, seien die Gespräche ins Stocken geraten: „Erkennbar kein Interesse an einer Zusammenarbeit“ habe Hupperth gehabt. Dabei ist der doch Katholik.

Die neuen Vorsitzenden für elf Fachausschüsse für den Stadtrat gibt der Anzeiger bekannt: Finanzausschuss – Thomas Eimermacher (CDU); Bau- und Planungsausschuss – Peter Ippolito (SPD); Bürger und Umwelt – Karl Schweiger (Bürgerliste); Betriebsausschuss KulturStadtLev – Roswitha Arnold (Grüne); Betriebsausschuss Sportpark – Christopher Krahforst (CDU); Rechnungsprüfungsausschuss – Monika Ballin-Meyer-Ahrens (FDP); Wahlprüfungsausschuss – Hermann-Josef Kentrup (CDU); Personal- und Organisationsausschuss – Christine Richerzhagen (CDU); Schulausschuss – Hans Klose (SPD); Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Senioren – Ingrid Geisel (SPD); Ausschuss für Anregungen und Beschwerden – Dieter März (SPD).

Die Kassen füllen sollen der klammen Stadt ungehorsame Autofahrer. So zumindest hofft das laut RP Stadtkämmerer Rainer Häusler, der die Strafzettel-Vorgaben für 2010 an die motorisierten Verkehrsteilnehmer schon formuliert: 950.000 Euro sollen Falschparker mittels Knöllchen zum Haushalt 2010 beitragen, weitere 750.000 Euro sollen stationäre Tempomessungen einbringen, immerhin noch mit 450.000 Euro kalkuliert Häusler aus Verwarnungen im „fließenden Verkehr“.

Leverkusen beteiligt sich an einer Verfassungsklage des Städtetags NRW, meldet der Anzeiger: Die Stadt will vom Land mehr Geld für die Umsetzung des vom Land beschlossenen Kinderförderungsgesetzes. Der Anzeiger übersetzt das Ansinnen der Stadt so: „Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen.“

Vom Kampf des Rheindorfer Frührentners Thomas Heusner gegen die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechlichen Rundfunkanstalten, kurz GEZ, berichtet die RP. Trotz einer nur äußerst knappen EU-Rente wolle ihn die GEZ nicht von den Rundfunkgebühren befreien. Nun klagt er vor dem Verwaltungsgericht in Köln. Große Hoffnung auf Erfolg hat er nicht, aber er handelt aus Überzeugung: „Ich sehe nicht ein, dass die Schwachen Thomas Gottschalk und hochbezahlte Fußballprofis bezahlen.“

Apropos Fußballprofis: Entwarnung gibt die RP in Sachen Bayer-04-Trikot: Das Shirt für Fans der Werkskicker sei laut Bayer-04-Kommunikationschef Meinolf Sprink „gesundheitlich unbedenklich“. Bayer 04 hatte das Trikot bei der Analyseabteilung von Currenta untersuchen lassen, nachdem die Stiftung Warentest jüngst vor Giftstoffen in den Trikots namhafter Bundesligamannschaften warnte.

Bei der „User-Conference“ bei der Firma Lux Elements an der Schusterinsel in Opladen, zu der rund 100 Geschäftspartner aus aller Welt kamen, schaute der Anzeiger vorbei. Die Firma produziert Schaumplatten, mit denen Bäder und Badelandschaften gestaltet werden. „Uns ist es egal, wie wir unsere Platten schneiden oder wie dick die Säulen sind“, darf Geschäftsführer Rolf Longrée in dem Artikel erläutern.

Karten für die Frauenfußball-WM 2011 sind ab morgen erhältlich, melden Anzeiger und RP unisono. Von Neugliederungen der Seelsorgebereiche in Leverkusen im Rahmen der Strukturreform im Erzbistum Köln berichtet die RP. Bei einer Rettungsübung der Polizei mit Hubschrauber am Rhein bei Hitdorf schaute der Anzeiger zu. Neue Lernprogramme für den Klimaschutz hat der Anzeiger auf dem NaturGut Ophoven kennen gelernt. Die Altstadtstraße in Opladen ist ab dem Wochenende wieder Einbahnstraße, meldet der Anzeiger. Die Leverkusener Ärzte, die ab Mitte November gegen die Schweinegrippe impfen, von O bis Z hat die RP heute, wie versprochen, im Blatt. Die A3 wird im November zwischen Leverkusen und Köln wegen Brückenbauarbeiten gleich zweimal voll gesperrt, entdecken wir bei leverkusen.com: An den Wochenenden 6. bis 9. und 20. bis 23. November. Schon wieder Neues von der Stadthalle Opladen, wo es offenbar Streit gibt um 100.000 Euro Pacht, weiß die RP.

Kultur: Die RP stellt vor der Kunstnacht (aber nicht in ihrem Kunstnacht-Serienformat) den Leichlinger Künstler Winfried Gille vor, der Engel in der Wiesdorfer Herz-Jesu-Kirche ausstellt.

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