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Ist die BayArena sicher genug? – Adler im „Fußball-Olymp“

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Dienstag, 2. März 2010:
Diskussion um Fußballspiel-Besucher außer Rand und Band. +++ Hitdorf: Deichbau im Verzug. +++ Neue Ausstellung des Kunstvereins Schloss Morsbroich eröffnet. +++ Lokalsport: René Adler ist jetzt im Fußball-Olymp.
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Von der Freiheit des Draufloszeichnens

Die wichtigste Nachricht des Tages zuerst: René Adler hat den Kasten sauber gehalten! Und jetzt in die Niederungen der Bemühungen von uns übrigen Leverkusenern dafür, dass René weiter unbesorgt Bälle halten kann.

Nach der Wahl ist vor der Wahl, denkt sich Erhard Schoofs von der Bürgerliste und bietet der Presse eine Art Armutsbericht: Er fordert, Stadt und Rat müssen gegen fortschreitende Kinderarmut und gegen zusehends verfallende Wohnungen (Stichwort: Gagfah) vorgehen. Freilich weiß auch Schoofs: Stadt und Rat haben selbst kein Geld.

Gestern soll es, so hört man, Sondierungsgespräche zwischen Bürgerliste und SPD über Verbindendes und Trennendes im neuen Stadtrat gegeben haben. Das Thema Wohnungen könnte so ein verbindendes Thema sein, da aber haben die Sozialdemokraten nun schon einen Vorstoß mit ihrem Lieblingspartner, den Grünen, gewagt: SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Nina Lepsius und Grünen-Ratsherr Gerd Wölwer stellten der Presse gestern einen gemeinsamen Antrag von SPD und Grünen für ein neues Wohnungskonzept vor. Leverkusen habe bislang den Trend hin zu mehr Eigentumswohnungen verpasst. Ein Wohnungskonzept sei Aufgabe des Rats, betont Wölwer laut Anzeiger: „Wenn wir das dem freien Markt überlassen, geht das schief.“ Und in der RP ergänzt Lepsius: „Wir haben hier in der Stadt jahrelang viel zu investorenbezogen geplant. Das hat oft zu Widerständen gegen manche Projekte geführt.“

Eine Wohnung weniger gibt es bis auf weiteres jedenfalls in Wiesdorf: In Sachen Wohnungsbrand in der Breidenbachstraße nimmt die Geschichte nun eine möglicherweise kriminelle Wendung. Denn dass da etwas faul sein könnte, nachdem es vor elf Monaten gleich nebenan bereits einen verblüffend ähnlichen Einsatz gegeben hat, hat auch die Polizei bemerkt: „Wir schließen momentan nichts aus“, antwortet eine Polizei-Sprecherin auf die Frage, ob das auch kein Zufall sein könnte.

Der Anzeiger besuchte Cem Özdemirs Wahlkampftour-Auftritt in Wiesdorf, die RP berichtet weniger ausführlich und auch nicht online.

Während ich diese Zeilen schreibe, grübeln die Kollegen von Radio Leverkusen noch über ein kompliziertes Wort: Bislang im Angebot: „profezeit“. Das sah komisch aus, daher nun: „provezeit“. Hm. Es hat auf jeden Fall irgendetwas mit der IHK und mit Firmenpleiten zu tun. Radio Leverkusen berichtet auch von einem „Apell“. Wer auch immer dieser Apell (vielleicht der hier?) sein mag – jedenfalls richtet er sich an die Erstwähler und fordert dazu auf, wählen zu gehen. (Na, Hauptsache ist ja auch, sie können’s schön aussprechen.)

Die RP meldet den Erfolg von zwei weiteren TMD Friction-Gekündigten vor dem Arbeitsgericht. Von dem Prozessauftakt am Landgericht Köln gegen einen Leichlinger, der im August 2008 einen 24-jährigen Solinger am Leichlinger Bahnhof mit 16 Messerstichen lebensgefährlich verletzt hatte, berichten Anzeiger und RP.

Der neue OB hält Wort: Er hat bereits den ersten Job mit echten Perpektiven vergeben. Auf leverkusen.com meldet die CDU-Fraktion, dass Markus Märtens, bisheriger Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Leverkusen, neuer Büroleiter und persönlicher Referent von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn wird. Also exakt der Job, den Buchhorn von 1999 bis 2004 für den OB Paul Hebbel erledigte.

Noch ein Pfarrer aus fernen Landen in der RP: Nach dem südindischen Pfarrer Jacob in Opladen gestern berichtet Sabine Wotzlaw heute vom Besuch des ugandischen Pfarrers Deusdedit Kirunga in der Realschule an der Wupper.

Nur im Print: Die RP widmet dem Lanxess-Jubiläum „100 Jahre Kautschuk“ (Am 12. 9. 1909 wurde Fritz Hoffmanns Patent für künstlichen Kautschuk angemeldet) eine Themenseite. Titel: „Die Gummi-Revolution“.

Kultur: Anzeiger und RP (nur im Print)berichten von der Ausstellungseröffnung in der Galerie im Forum mit Bildern von Hiltrud Gauf. Frank Weiffen im Anzeiger: „Die Werkschau zeigt Arbeiten, denen die Freiheit des ‚Draufloszeichnens‘ zugrunde liegt.“

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„Die pure Freude“

Von „spontanen Konzerten“ und „beeindruckenden Kostproben ihrer Musikalität und ihres Takt-Gefühls“ berichtet Tobias Krell heute für die Rheinische Post. Krell ist nicht zum RP-Kulturattaché avanciert, er wandelte vielmehr auf den Spuren der Fans beim Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Südafrika Samstagabend in der BayArena. Dort widmete er sich besonders den Musikinstrumenten der beiden Lager. Und siehe da: Mit „Guggenmusik“ stellten Trommler aus Stockach am Bodensee den Lautstärkepegel der berüchtigten südafrikanischen Vuvuzela-Hörner zwar nicht in den Schatten, hielten aber offenbar gut mit. Zu Besuch in Leverkusen waren natürlich auch einige weitgereiste Fans der Bafana Bafana, wie das Online-Magazin kickoff.com bezeugt.

In der BayArena durfte derweil ausnahmsweise noch einmal bar gezahlt werden statt nur mit Geldkarte: „Wegen der vielen Fans von außerhalb haben wir uns entschlossen, ausnahmsweise auch Bargeldzahlung zu ermöglichen“, zitiert Krell Bayer-04-Eventmanager Stephan Rehm.

Das „aktuelle sportstudio“ nach dem Länderspiel live aus dem Lindner-Hotel im ZDF war nicht nur Pflichtprogramm, sondern geradezu Hochamt für Bayer-04-Fans: Torhüter René Adler war zu Gast und gab sich gewohnt bescheiden: In seinem „Heimatstadion“ endlich wieder für die Nationalmannschaft spielen zu dürfen sei für ihn „die pure Freude“.
Und anschließend wurde der „weiße Brasilianer“ gebührend verabschiedet: Moderator Michael Steinbrecher begrüßte die lebende Legende Bernd Schneider, der seine soeben beendete Karriere noch einmal Revue passieren lassen durfte. Die heißen Tränen von Schneiders vielleicht größtem Fan Claudia, die das ZDF zeigte, besingt auch Vim Vomland für die Bild. Schließlich traf „Schnix“ noch drei Mal an der Torwand der Mainzelmännchen – und verriet dabei, warum er zuvor noch nie Gast im Sportstudio war: „Meine Mutter hatte immer Geburtstag.“

Aber es wurde nicht nur Fußball gespielt: Maximilian Plück interviewt in der RP den Lanxess-Vorstandschef Axel C. Heitmann über sein Sparprogramm und die Weltkonjunktur. Beschäftigungsgarantien gibt Heitmann ausdrücklich nicht ab: „Wie könnte ich versprechen, Arbeit zu haben, wenn ich nicht weiß, ob morgen ein Kunde tatsächlich bestellt?“ Zum geplanten Umzug des Unternehmens von Leverkusen nach Köln bekräftigt er, dass dieses Projekt wie andere während der aktuellen Krisenbewältigung hinten angestellt werde.

Stefan Schneider besuchte für die RP die Steinbücheler Kleingärtner, die kürzlich für die schönste Anlage in NRW ausgezeichnet wurden – und fegt in seinem Kommentar (nicht online) das Vorurteil vom „rückständigen Laubenpieper“ entschlossen hinweg.

Ansonsten herrscht heute Familientag im Leverkusener Blätterwald: Die GGS Morsbroicher Straße feierte mit den Ehemaligen Henning Krautmacher (Höhner) und „Major“ Klaus Heuser (Bap) ihr 125-jähriges Bestehen. Die Kindertagesstätte St. Remigius in Opladen feierte die offizielle Einweihung als Familienzentrum NRW. Beim TSV Bayer 04 stieg auf der Kurt-Rieß-Anlage und in der Herbert-Grünewald-Halle eine Familienolympiade. Im Best-Western-Hotel wurde das „Fest zum Weltkindertag“ ausgerichtet, mit dabei: die 15-jährige Leverkusener Unicef-Botschafterin Nana Yaa Nyantakyi. Dazu passend zitiert Radio Leverkusen heute Morgen den Kinderschutzbund, der von katastrophalen Lebenssituationen einiger Kinder in Leverkusen berichtet: Kinderschutzbund, Arbeiterwohlfahrt und Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft seien sich einig, „dass dringend etwas passieren muss“.

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