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Limonade in Rheindorf

Die Aktionsgemeinschaft Rheindorfer Vereine richtete am Wochenende gemeinsam mit der Sozialen Stadt Rheindorf und dem Integrationsrat das 6. Rheindorfer Stadtteilfest aus.
Buntes Treiben auf dem Festplatz an der Solinger Straße: Zahlreiche Migrantenvereine boten landestypische Leckereien an und auf der Bühne wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten, unter anderem mit der großartigen Leverkusener Cover-Band „No Vacancy“. Gleichwohl machte die Hitze nicht eben großen Appetit auf die Köstlichkeiten vom Grill, ließ dafür aber zum Beispiel die eisgekühlte libanesische Limonade zu einem Geheimtipp avancieren.

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Überdeutlich in den Nachwehen

Was denn? Heute schon wieder eine Presseschau?
Ja. Beschämt und gerührt zugleich von den Kommentaren zum gestrigen Beitrag. Aber: Ohne Anerkennung einer Rechtspflicht!

Na gut. Also: Dienstag, 11. Mai – was geht ab in Leverkusen?
Natürlich wird heute das Ergebnis der Landtagswahl weiter analysiert: Leverkusener Anzeiger und Rheinische Post haben Stimmen gesammelt. Aber auch kommunalpolitisch ging es gestern bereits weiter: Der Rat tagte, wenn auch die Ratsmitglieder „überdeutlich noch in den Nachwehen der Landtagswahl“ steckten, wie die RP bemerkt.

Was wurde dort entschieden?
Die Wirtschaftsförderung Leverkusen bekommt einen neuen Geschäftsführer: Der Rat bestimmte Frank Obermaier, einst Referent des Kölner Oberbürgermeisters Fritz Schramma, in geheimer Abstimmung mit 35 zu 25 Stimmen zum Nachfolger von Wolfgang Mues. Der wiederum musste sich übrigens als Noch-WfL-Geschäftsführer Vorwürfen seitens der Aktionsgemeinschaft Opladen erwehren: Mues sei nicht an einer Klärung des Konflikts zwischen den Einkaufszentren Wiesdorf und Opladen wegen zeitgleicher Belegung verkaufsoffener Sonntage interessiert, hatte AGO-Chef Siegfried Kuhl geklagt. Das habe Mues nun zurückge- und darauf ver-wiesen, dass das eigentliche Problem doch offenbar zwischen AGO und Wiesdorfer Werbegemeinschaft City liege, wo Funkstille herrsche.

Wurde im Rat auch etwas für die Jugend getan?
Oh ja, für die ganz Jungen: Mit den Stimmen des „Jamaika Plus“-Bündnisses wurde die Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL), ein Tochterunternehmen der Stadt, damit beauftragt, die baulichen Maßnahmen für Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren vorzunehmen. Mit diesem Kniff solle der Etat der Stadt geschont werden. Und es gibt, wenn auch vorläufig nur aus dem Bau- und Planungsausschuss, jetzt doch Grünes Licht für das neue Jugendhaus in Rheindorf-Butterheide.

Gestern hat doch auch Schnix „Danke!“ gesagt.
Ja. Es war ein tolles Abschiedsspiel für Bernd Schneider mit einer einmaligen Atmosphäre in der BayArena. Viele alte Bekannte schauten vorbei, von Michael Ballack über Dimitar Berbatov bis Stefan Beinlich. Apropos Fußball, das sei hier noch erwähnt: Seit Sonntag sind auch die Bayer 04-Fußballfrauen erstklassig.

Was gibt’s für die Kulturfreunde?
Bei Désirée Nicks Gastspiel als Florence Foster Jenkins im Erholungshaus schmerzten beiden Berichterstattern von Anzeiger und RP zwar die Ohren – durchaus aber zu deren Begeisterung. Die Vorstellung im Forum zum 30-jährigen Bestehen des Tanztheaters im Schlebuscher Sportverein besprechen die Kritiker angetan. Beim Fest anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Deutsch-Italienischen Clubs Leverkusen war nicht nur die RP, sondern mit Gina Canelle auch eine Italienerin, die offenbar so eine Art „Miss Italia“-Titel mit sich führt. Und im Berliner Tagesspiegel finden wir heute einen Artikel über das Leverkusener Trio „Ars Vitalis“, deren erster Film „Die Enkel des Pierre de Naufrage“ am Mittwoch in Berlin aufgeführt wurde.

Pierre de Naufrage – Peter von Schiffbruch!?
Der Film sei „nach einem belgischen Schleusenwärter benannt“, schreibt der Berichterstatter, der das sogar zu glauben scheint. Ansonsten lässt der sich aber nicht von den Leverkusener Musik-Theater-Surrealisten auf’s Glatteis führen: „Will man beschreiben, was die drei auf der Bühne tun, wird es schwieriger“, konstatiert er.

Es muss ja nicht immer alles einfach sein.
Genau. Und hier ist jetzt für heute einfach Schluss.

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Bayer 04 sichert sich den Titel

Hast du gelesen: „Strafraumwühler“ möchte „bitte mehr von diesen Selbstgesprächen“.
Soll er bekommen! Wichtig ist natürlich, dass man auch sieht, dass das hier ein Dialog ist. All jene nämlich aus meinem unmittelbareren Umfeld, die das gestern nicht gleich erkannt hatten, signalisierten desolatestes Unverständnis. Das gilt es zu vermeiden.

Man muss aber auch wirklich sehr genau hinschauen…
…, weil sich die kursiv gesetzten Fragen optisch nicht so gut absetzen wie zum Beispiel beim Kölner Stadt-Anzeiger. Dort handelt ein Sportredakteur mit dem Stilmittel feiner Ironie in Rede und Gegenrede Woche für Woche und meist sehr unterhaltsam die Kuriositäten des jüngsten Spieltags der Fußball-Bundesliga ab (übrigens stets nur im Print). Womit auch klar wäre, woher ich diese Idee habe.

Schon wieder alles nur geklaut?
Nur bei den Besten!

Na gut. Wegen der Optik: Versuch’s doch mal mit Fetten – so wie hier.
Das könnte klappen!

Nun, wohlan: Dienstag, 13. April – was gibt es Neues in Leverkusen?
Heute sind die Zeitungen voll mit Bayer 04.

Fußball? Wochenende ist doch vorbei?
Macht doch nichts. Schließlich wird Rudi Völler heute 50! Im Stadt-Anzeiger auf Seite 2 widerlegt Frank Nägele aus diesem Anlass unter anderem den Gassenhauer „Es gibt nur ein Rudi Völler“: „Schon oberflächliches Suchen ergibt, dass im Eifelstädtchen Schleiden an der Seite seiner Frau Anneliese ein zweiter Rudi Völler lebt“. (Tatsächlich!). Im Lokalteil gratuliert auch Günter Müllers Freund und Fußballfan Kurt und bei der Rheinischen Post schlägt sich Stefan Klüttermann im Sportteil einmal quer durch Völlers Fußballerleben. Außerdem: Im Lokalaufmacher weiß die RP zu berichten, dass die BayArena neuerlich ausgebaut wird – freilich nur die dritte Etage des Gebäudes an der Westseite. Und der Anzeiger hat sich für seinen Lokalaufmacher die Kiste im Bayer 04-Fundbüro zeigen lassen. Aber die beste Nachricht ist selbst das noch nicht!

Sondern?
Bayer 04 hat sich den Titel gesichert! Den Titel „Vizekusen“. Kein Witz: Der Begriff ist ab sofort als Marke geschützt!

Heißt das, wann immer jemand den Verein künftig mit diesem Schimpfwort verhöhnt, kann Bayer 04 anschließend eine Rechnung schicken?
Das wäre fürwahr ein Geniestreich. Aber zuvorderst will der Verein den Begriff wohl einfach selbst vermarkten – ganz so wie schon „Pillendreher“ oder „Werksklub“, beliebte Verbalinjurien aus dem Prä-„Vizekusen“-Zeitalter. Über soviel Selbstironie staunt selbst ZEIT Online. Und für alle Fälle hat Bayer 04 sich auch den bislang völlig unbekannten Begriff „Meisterkusen“ schützen lassen. Man weiß ja nie…

Na denn. War’s das mit Fußball? Vielleicht ein bisschen Politik?
Oh ja! Renate Künast war da! Die Vorsitzende der Berliner Bundestagsfraktion der Grünen hat sich die Bahnstadt Opladen zeigen lassen. Und der nächste hohe Besuch aus Berlin steht schon in der Startlöchern: Am Donnerstag will auch FDP-Generalsekretär Christian Lindner die Bahnstadt sehen, meldete gestern der Anzeiger.

Schön, schön! Können die betriebsamen Berliner Bahnstadt-Besucher denn auch dafür sorgen, dass die so wichtige Gütergleisverlegung planmäßig durchgeführt wird?
Nö. Aber solche Details sind zu vernachlässigen, schließlich ist Wahlkampf.

Geht es Politikern denn wirklich immer nur um Wählerstimmen?
Ja. Aber wenn man diese dann hat, kann man auch mal Sinnvolles tun. So wie die Bürgerliste, die sich nun dafür einsetzt, dass Jugendliche in Rheindorf, die ihre BMX-Bahn ahnungslos über einer Gasleitung angelegt haben, einen geeigneten anderen Bereich für eine neue Bahn bekommen.

Man darf diesen Einsatz der Bürgerliste unumwunden würdigen!
Stimmt! Zumal es die Jugendlichen in Rheindorf bekanntlich nicht immer leicht haben: Ihr neues Jugendhaus soll nicht am Bauspielplatz entstehen, fordert laut RP nun ein Antrag, da andernfalls Klagen von Anwohner drohten. Antragsteller: SPD und … Bürgerliste. Diese „Zwangs-Ratskoalition“, wie die RP die beiden Nicht-Mitglieder von „Jamaika Plus“ nennt, wolle übrigens auch das Verkehrskonzept für Hitdorf schnell umsetzen und den Ausbau der Rheindorfer Burgstraße dafür zurückstellen.

Gibt es auch etwas ohne Bürgerliste?
Eher nicht. Nur aus dem Bereich Schule: Ana Ostrić widmet sich im Anzeiger recht ausführlich dem Thema Offene Ganztagsschule. Und angehende Abiturienten des Werner-Heisenberg-Gymnasiums haben sich zum Abi-Gag als Radfahrer zu einer „Kritischen Masse“ (vergleiche hier) zusammengeschlossen und so kurzzeitig die Kreisverkehre an der Steinbücheler Straße und am Berliner Platz in Beschlag genommen.

Was gibt es für die Kulturinteressierten?
Einiges: Frank Weiffen lobt im Anzeiger die Bayer-Kulturverantwortlichen, die Uraufführung von „Liebe Tilla Durieux“ durch Studenten der Berliner Ernst-Busch-Hochschule für Schauspielkunst in das Erholungshaus geholt zu haben: Sie hätten damit „Mut und Gespür für Qualität bewiesen“.

War das nicht Puppentheater?
Na und? Puppentheater für Erwachsene, und Weiffen lobt ausdrücklich, dass es dieser Inszenierung gelinge, Seriosität zu bewahren. Nicht zwingend seriös muss es bei der „Legendary Ghetto Dance Band“ aus Leverkusen zugehen, die ebenfalls Frank Weiffen vorstellt: Nur knapp sei die Combo bei einem TV-Wettbewerb am Titel „Deutschlands beste Partyband“ gescheitert. Wie Objektkünstler Lüder Seedorf am Hitdorfer Rheinufer die Feuergeburt einer Schwarzen Venus zelebrierte, hat die RP beobachtet. Beim Jazz-Konzert von Mezartha im Sensenhammer lauschte auch die RP.

Großartig! Und – klappt das mit dieser Zusammenfassung auch mal vor Einbruch der Dunkelheit?
Mal gucken. Aber so können wir heute auch noch flugs das Gerücht streuen, demzufolge Novartis Bayer schlucken will.

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DyStar-Angestellte sollen kündigen

Stadtkämmerer Rainer Häusler hat für den Öffentlichen Dienst kein Geld zusätzlich in der Kasse. DyStar-Angestellte sollen kündigen, bevor sie Kiri eventuell zurückholt. In Hitdorf wird kein Kies mehr gefördert.
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Auch die „Smidt-Arena“ kostet Geld

Die Rundsporthalle kostet die Stadt weiter Geld. Für die Fußballspiele in der BayArena gibt es nun ein „verfeinertes“ Verkehrskonzept der Stadt. Lanxess verlagert Produktion zurück nach Leverkusen.
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DyStar wird indisch. Die Arbeit auch?

Das indische Unternehmen Kiri übernimmt DyStar und rettet auch in Leverkusen Arbeitsplätze – zumindest vorübergehend. Alles neu im Trakt 1 des Lise-Meitner-Gymnasiums. Sollen die städtischen Angestellten an Weiberfastnacht frei bekommen?
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Wird DyStar indisch?

Endlich gibt es einen Interessenten für DyStar – ob der aber den Angestellten hilft, ist ungewiss. Bürgerliste und Grüne haben Fragen zum Rossmann-Rückzug. Und „Levevent“ will das Stadtmarketing nach vorne bringen.
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„Parteiverrat“ in der SPD?

Bei der SPD ärgere man sich über den Genossen Hans-Erich Hofmann. Currenta zieht es nach Fernost. Und eine weitere Firma muss Personal abbauen.
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Wohnungspolitik & Medienpräsenz

Etwas Licht ins Dunkel der Streitigkeiten im Mieterverein Leverkusen bringen die Zeitungen heute. Anwohner wollen sich gegen den Bau des Jugendhauses in Rheindorf zur Wehr setzen, weiß die RP. Und Bayer sahnt Preise ab.
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Straßenausbau zahlen Anwohner

Der Leverkusener Anzeiger legt heute noch einmal nach: Nicht nur Kanäle und Laternen können Anwohner teuer zu stehen kommen, sondern auch der Ausbau der Straßen, an denen sie wohnen, denn: „Anlieger tragen 90 Prozent der Kosten“. Das beträfe auch den angedachten Ausbau der Ringstraße in Hitdorf. Der Anzeiger kennt auch die 32 Straßen in Leverkusen, die die Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) als „nicht endgültig ausgebaut“ einstufen – was binnen der nächsten zehn Jahre geändert werden solle.
Nicht dabei ist die Elsbachstraße in Opladen, von der die Rheinische Post aber weiß, dass die CDU hier einen „kleinen Ausbau“ befürworte – einen kleineren jedenfalls als die TBL avisiert habe.

Die Bezirksvertretung I will den Jugendhaus-Neubau auf dem Gelände des Bauspielplatzes in Rheindorf, meldet Radio Leverkusen. Eine entsprechende Empfehlung gehe an den Stadtrat.

Die RP erklärt heute in ihrem Lokalaufmacher zu dem Unfall auf der Baustelle für die ECE- „Rathaus Galerie“ nach Abschluss der Untersuchungen, was Anzeiger-Leser schon am Tag nach dem Unfall wussten: Eine fehlende Sicherheitsversteifung habe zu dem Einsturz der Betondecke in der Nacht auf vergangenen Dienstag geführt. Allerdings hat die RP, anders als der Anzeiger, offenbar einen Anwohner aufgetan, der den Einsturz gehört hat: Um 4.22 Uhr habe ihn eine „explosionsartiger Knall“ aus dem Bett gejagt. (Der KStA-Artikel wird bei Google News über die Suche nach der Überschrift übrigens weiterhin nicht gefunden.)

Ein nur kleines Echo erfährt die Demonstration der DyStar-Mitarbeiter von gestern heute in den Zeitungen: Im Anzeiger finden wir ein Foto nebst kurzem Text auf der ersten Lokalseite, in der RP finden wir nichts; Radio Leverkusen berichtet ausführlicher.

Die Wertpapiere von Lanxess avancieren heute im Wirtschaftsteil der RP zur „Aktie des Tages“. Glückwunsch!
Die FAZ widmet dem „Elastischen Multitalent“ aus dem Hause Lanxess, dem synthetischen Kautschuk, das vor 100 Jahren von Bayer-Chemiker Fritz Hofmann entdeckt wurde, heute einen Artikel auf ihrer dienstäglichen Technik und Motor-Seite.

Der Chempark hilft sechs ehrenamtlichen Projekten in Leverkusen mit jeweils 950 Euro, bei der Spendenübergabe waren Anzeiger und RP dabei. + + + RP und Anzeiger kündigen die Aktion der Leverkusener Aidshilfe zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember im Kinopolis an. + + + Und die RP meldet, dass die Stadtverwaltung bis Mitte 2010 alle Sporthallen auf ihre Auslastung und ihren baulichen Zustand überprüfen solle.

Kultur: Schloss und Museum Morsbroich kommen heute in der RP zu Ehren – der Kulturteil berichtet über die Pläne für das Fluxuszentrum (online finden wir den Artikel nicht), der Lokalteil zeigt & erklärt, wie eine neue, begehbare Brunnenskulptur aussehen und funktionieren soll.
Dem Konzert der Chöre der Gemeinden St. Johannes der Täufer und St. Andreas mit Gastmusikern lauschte in Alkenrath der Anzeiger.

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