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DyStar-Deal perfekt? – Time for the „Neverkusen“

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Mittwoch, 3. Februar 2010:
Wie weit ist der DyStar-Deal mit Kiri ? +++ Lanxess feiert und plant die Zukunft. +++ „Jamaika plus“-Bündnis: Roswitha Arnolds von den Grünen im Fokus. +++ Briten rätseln: Schlägt jetzt die Stunde von „Neverkusen“?
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Ministeriale Würden für das KAW

Das Kulturausbesserungswerk ist feierlich eröffnet, und das mit christdemokratisch-ministerialen Würden. Erhard Schoofs sieht nach dem Fall Rossmann den Ruf der Wirtschaftsförderung Leverkusen beschädigt. Und in Leverkusens Nachbarkommunen machen Planungen zu einem Radweg auf der Balkantrasse Fortschritte.
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Neues vom Prinzip Hoffnung

Showdown auf Seite C2: Die Rheinische Post ballert dort bevorstehende politische Personalentscheidungen in Leverkusen nur so raus. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Hupperth verrät der RP: Grüne und SPD könnten sich den Posten des ersten Bürgermeisters teilen, Eva Lux (SPD) die ersten, Roswitha Arnold (Grüne) die zweiten 2,5 Jahre das Amt bekleiden. Das Vorschlagsrecht für den Posten des zweiten Bürgermeisters trete die CDU an Juniorpartner FDP ab, die habe bereits den Opladener Ratsherrn Friedhelm Busch nominiert.
Auch in den Stadtbezirken deuten sich laut RP Änderungen an: Raimund Gietzen (CDU) bleibe Vorsteher im Bezirk III, im Bezirk II solle Rainer Schiefer (CDU) Heinz-Gerd Bast (SPD)* als Vorsteher ablösen, Bezirk I scheine an die SPD zu gehen.
Im Stadtrat wolle das Bündnis von CDU, FDP und OWG-UWG, dem vier Stimmen zur Mehrheit fehlen, „weitgehend gemeinsam arbeiten und abstimmen“. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Walter Mende kommt zu Wort: Die SPD werde „keine Politik der verbrannten Erde betreiben“ – wenn CDU-Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn vernünftig auftrete und versöhne „statt zu spalten“ (selig sei Johannes Rau). Heute wollen sich SPD und CDU auf gemeinsame Wahllisten einigen – um ein „Polit-Drama“ am Montag im Rat zu vermeiden, wie die RP schreibt.

Hupperth darf auch noch einmal betonen: „Unsere Verhandlungen mit der Bürgerliste sind an Schoofs gescheitert.“ Und Ulrich Schütz holt im Kommentar dazu die schwersten Geschütze hervor, die bei der RP bereit stehen: „Klaus Hupperth ist Katholik“, beginnt er und zeichnet einen CDU-Fraktionsvorsitzenden, der wie ein milder Samariter noch einmal auf Bürgerliste und Erhard Schoofs zugegangen – und wieder enttäuscht worden sei: „Es hat einfach keinen Sinn mit ihm“, resümiert Hupperth, der laut Schütz doch „das Prinzip Hoffnung schon vom Glauben her im Herzen“ führe.

Das Prinzip Hoffnung gilt auch weiterhin für die DyStar-Mitarbeiter. Weitere unerfreuliche Folgen der DyStar-Pleite erläutert der Leverkusener Anzeiger an einem prominenten Beispiel: SPD-Ratsherr Ferdinand Feller ist seit zwei Jahren DyStar-Vorruheständler und erhält nun nicht mehr seine im Auflösungsvertrag vereinbarte monatliche Ausgleichszahlung. So wie er seien sicher viele andere Frührentner betroffen, mutmaßt Feller. Was den Industriemeister besonders ärgert: „Vom Unternehmen gibt es bis heute keinerlei Information“, zitiert ihn der Anzeiger.

Stärker zur Kasse bitten will der Sportpark Leverkusen laut RP die Leverkusener Vereine: Weil von der Energieversorgung Leverkusen (EVL) statt 6,5 nur 3,2 Millionen Euro geflossen seien und zudem die Zahl der Badbesucher hinter den Erwartungen geblieben sei, stehe beim Sportpark für das laufende Geschäftsjahr nun ein Minus von 364.000 Euro zu Buche.

Großes Thema bei Anzeiger und RP ist der Impfstoff für die Schweinegrippe, der morgen in Leverkusen ankomme und mit dem zunächst Rettungskräfte, Polizei und Feuerwehr versorgt werden sollen. Mitte November beginne dann die Impfung für die Bürger, teilte Amtsarzt Dr. Hans-Eckard Linstaedt auf einer Pressekonferenz mit. Die RP hat sogar gleich zwei Artikel zum Thema im Blatt, auf Seite C4 heißt die Schweinegrippe „neue Grippe“.

Zum 90. Geburtstag gratuliert der Anzeiger kurz Walter Bauer, der einst als Leverkusener Oberstadtdirektor von 1963 bis 1975 die Neugestaltung der Leverkusener City mitprägte.

Der einzige RP-Artikel, der es heute ins Internet geschafft hat, ist die Recherche nach Winterreifen in Leverkusen. Ergebnis: Fast keine mehr da, Bestellungen würden von den Händlern derzeit nur „ohne Termin“ angenommen. (Nachtrag: Ein paar mehr RP-Artikel sind jetzt auch online und auch hier verlinkt)

Der Anzeiger macht seinen Lokalteil heute mit einem Chemie-Workshop in den Ferien für Schüler bei Lanxess auf: „Gymnasiasten experimentieren mit Kautschuk.“

„Drastisch gesunken“ sei in Leverkusen in 2009 bislang die Zahl der Baugenehmigungen, berichtet Susanne Trösser vom Rheinischen Immobilienservice der RP. Ursache: Die Wirtschaftskrise. Klaus Seggewiss von der städtischen Bauaufsicht und Klaus Schuster von Bauunternehmen Paeschke sehen das hingegen nicht so dramatisch.

Zum Welt-Psoriasis-Tag richtet eine regionale Selbsthilfegruppe am Sonntag in Schloss Eicherhof in Leichlingen einen Informationstag zu Hautkrankheiten aus, kündigt der Anzeiger mit einem Porträt der Gründerin der Selbsthilfegruppe, Christine Schüller, an.

Bei einem Ausdauertest für Anwärter auf eine Ausbildung bei der Feuerwehr Leverkusen auf dem Sportplatz Birkenberg war die RP dabei. Feuerwehrausbildungsleiterin Bärbel Wiechert: „Der Ausdauerlauf ist der Knackpunkt.“

Von Opladen in die Fixheide in ehemalige Gaststätte Gaskessel zieht der Farbhandel „Rheinland Color“, meldet die RP.

Kultur: Die RP schaut auf die Shuttle-Nacht der Leverkusener Initiative für Kunst und Kultur (LIKK), die am Samstag mit 23 Bands in elf Kneipen und einem Bus Opladen und Wiesdorf beschallt.
Der Anzeiger wirft einen Blick auf die „Kunst in Schlebuscher Schaufenstern“.

*Korrektur: Natürlich gehört Heinz-Gerd Bast der SPD an, nicht der CDU – ich bitte, den Irrtum zu entschuldigen!

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Nur noch sechs Wochen Zeit für DyStar

Weiterhin keine guten Nachrichten über DyStar hat der Leverkusener Anzeiger heute zu bieten: Die 21 Mitarbeiter, die eigentlich eine Abfindung in fünfstelliger Höhe erwarten durften, werden auch bis auf weiteres nichts von dem Geld sehen. Der Anzeiger berichtet von ihrem Treffen am Montag mit dem Betriebsratsvorsitzenden Winfried Krag und Harald Müller, dem Geschäftsführer der Bonner Wirtschaftsakademie, die im Auftrag DyStars bereits eine Transfergesellschaft betreibt und zum 1. Oktober eine weitere eröffnen sollte. Dort kommen die 21 Ex-Mitarbeiter auch nicht unter. Wollte man sie wenigstens für drei Monate übernehmen, müsse Insolvenzverwalter Stephan Laubereau zuvor Geld beschaffen, heißt es. Ihre Anwälte raten nun laut Anzeiger, auf Wiedereinstellung zu klagen.
Nichts neues gibt es auch von den Bemühungen, am DyStar-Standort Leverkusen die Produktion wieder aufzunehmen. Der Anzeiger weiß zudem, dass nur noch sechs Wochen bis Ende November blieben, um die Produktion wieder zu beginnen, ohne durch Gehälter belastet zu werden: Insolvenzgeld wird nur für drei Monate gezahlt, die erste Rate erhielten die Angestellten bereits für September.

Stimmen gesammelt hat der Anzeiger zu den zu erwartenden Folgekosten eines für die Stadt kostenlosen Erweiterungsbaus für das Museum Morsbroich im Schlosspark. Die Fraktionschefin der Grünen, Roswitha Arnold, immerhin ein paar Tage auch noch Vorsitzende des Leverkusener Kulturausschusses und Mitglied im Finanzausschuss, vertritt die Meinung, dass die Stadt dieses Geschenk nicht annehmen könne: aufgrund unkalkulierbarer Folgekosten. So sieht das auch Marion Grundmann, Betriebsleiterin der KulturStadtLev: „Das ist in der aktuellen Situation nicht drin.“ Museumsleiter Markus Heinzelmann kann die Folgekosten zwar auch nicht im Detail beziffern, versichert aber, diese würden deutlich unter jenen des jetzigen Museums liegen. Und weiter: „Wenn man diese Kosten nun den Gewinnen gegenüberstellt, die die Stadt durch die Einrichtung eines solchen Kultur-Highlights einnehmen würde, dann rechnet sich ein solcher Bau erst recht.“

Ansonsten ist Herbstlaub großes Thema heute: Wer es wann, wie, wo und wie oft wegkehren muss, erklären Anzeiger und Rheinische Post, letztere auch mit Kurz-Interview mit dem Stadtgrün-Chef Lothar Schmitz und sogar mit einem Kommentar von „peco“. Der bemüht den demografischen Wandel für viel liegengebliebenes Laub und rät daher jüngeren Mitmenschen: „Öfter mal zum Besen greifen!“

In Sachen Bayer-CO-Pipeline von Dormagen nach Krefeld berichtet die RP von einem Brief des Bayer-Gesamtbetriebsratschefs Thomas de Win an den CDU-Landtagsabgeordneten Hans-Dieter Clauser: Der würde mit seiner Kritik an der Pipeline „auf Kosten unseres Unternehmes“ Wahlkampf machen, seine Kritik habe „in der Belegschaft Empörung ausgelöst“.

Der Anzeiger hat einen Gehbehinderten in Alkenrath besucht, der wegen fehlender Rampen seine Wohnsiedlung ohne Hilfe nicht mehr verlassen kann.

Die Ehrung mit dem NRW-Innovationspreis für Bayer-Forscher Friedrich-Karl Bruder (s. gestrige Presseschau) erwähnen heute Anzeiger und RP.

Kultur satt in der RP: Vor der Kunstnacht am 30. Oktober stellt die RP heute Peter Lorenz – all jenen, die ihn noch nicht kennen – vor.
Monika Klein ist angetan vom „schrägen“ Tucholsky-Abend im Erholungshaus mit Rezitator Friedrich-Wilhelm Junge.
Die 16. Aktion „Kunst in Schaufenstern“ in Schlebuscher Geschäften wird angekündigt.
Und in der Reuschenberger Mühle gibt es am Freitag, 23. Oktober, ab 20 Uhr eine spannende Veranstaltung: Der Bildhauer und Fotograf Peter Hölscher und der WDR-Moderator Michael Rüsenberg haben ein Klang-Porträt der Mühle anhand von Klängen und Videosequenzen geschaffen, das dort zur Aufführung kommen wird. Karten kann man sich im Internet sichern unter http://hering.umbra.de.

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Jobversorgung in Leverkusen top

Ausnahmsweise mal positive Nachrichten aus den Wirtschaftsressorts: Bayer Material Science hebt die Arbeitszeitverkürzung wieder auf, wie auch Leverkusener Anzeiger (hier) und Rheinische Post (hier) melden: Ab November arbeiten die rund 4100 Beschäftigten wieder voll für vollen Lohn. Bayer hatte Arbeitszeit und Löhne Anfang Februar um knapp sieben Prozent reduziert.

Dem Raps die letzten Geheimnisse entlockt hat Bayer auch, nun freilich Bayer CropScience: Dort wurde, so die zweite Meldung des Tages aus der Bayer-Kommunikation, erstmals das gesamte Genom der Rapssorte Canola (lateinisch „Brassica napus“) sowie die darin enthaltenden Genome der Pflanzen Rübsen („Brassica rapa“) und Kohl („Brassica oleracea“) entschlüsselt. Was das nun für den Raps bedeutet, geht aus der Mitteilung nicht eindeutig hervor.

Bei einem Städteranking der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ und der WirtschaftsWoche mit insgesamt 50 Städten belegt Leverkusen Rang 29, zwischen Hagen und Kassel; Primus ist München, gefolgt von Münster, Hamburg und Düsseldorf, Köln liegt auf Rang 20. Bei der Arbeitsplatzversorgung ist Leverkusen sogar die beste Stadt: „2008 waren in Leverkusen 61,6 Prozent der Einwohner zwischen 15 und 64 Jahren abhängig beschäftigt. Im Durchschnitt aller untersuchten Großstädte liegt die Arbeitsplatzversorgung bei 55,9 Prozent“ Fazit: Die „Bayer-Stadt hat die beste Jobversorgung, fällt jedoch bei der Wirtschaftsdynamik ab“. Das detaillierte Ergebnis für Leverkusen ist hier abrufbar. Auch die Zeitungen berichten, hier die RP, hier der Stadt-Anzeiger.

Von einem Erfolg vor Gericht für die Energieversorgung Leverkusen (EVL) berichten die Zeitung für kommunale Wirtschaft (hier) und die RP: Die Tochterfirma „eprima“ des Wettbewerbers RWE darf nicht mehr in Haustürgeschäften und per Telefon in Leverkusen behaupten, RWE arbeite mit der EVL zusammen. Dies sei falsch, das Landgericht Köln wertete dies als „unlautere und wettbewerbswidrige Verkaufspraktiken“.

Beim Anzeiger angerufen hat das Büro des vorläufigen DyStar-Insolvenzverwalters Stephan Laubereau und erklärt, man werde gemeinsam mit der Arbeitsagentur eine „Koordinationsstelle“ einrichten und nach einer Lösung für die 21 ehemaligen DyStar-Mitarbeiter suchen, die nun ihre zugesagten Abfindungen in hoher fünfstelliger Höhe nicht erhalten. In der RP schimpft Bodo Wilms, seines Zeichens Bezirksleiter Leverkusen der Gewerkschaft IG BCE, gegen DyStar-Eigentümer Platinum Equity, diese begehe „Vertragsbruch“: „Die Arbeitnehmer haben jederzeit ihren Beitrag geleistet, aber der Arbeitgeber hat letztlich die Zusagen nicht eingehalten.“ Beide Artikel sind leider nicht online abrufbar.

Aber apropos IG BCE: Deren designierter neuer Vorsitzender Michael Vassiliadis begann seine Gewerkschaftskarriere einst bei Bayer in Leverkusen, vor seiner Wahl am Dienstag berichten unter anderem RP (bereits gestern) und WirtschaftsWoche.

Über die rund zehn Millionen Euro teuren neuen Laborräume am Klinikum Leverkusen berichten nun auch Anzeiger und RP, jeweils recht ausführlich, die RP freilich nicht online.

Auch die Bestätigung von Roswitha Arnold als Leverkusener Grünen-Chefin wird in den Zeitungen heute bestätigt.

Die RP macht ihren Lokalteil mit einer Reportage über mögliche „Hundehasser“ am Rhein bei Hitdorf auf: Dort legen Unbekannte offenbar mit Nägeln gespickte Stofffetzen aus.

Der Anzeiger zeigt auf der ersten Lokalseite das Bild von mehr 1000 Rheindorfer Schülern, die sich im Friedenspark zu einem Regenbogen formierten, und dazu das Friedensparklied „Farbenland“ sangen mit viel Text dazu. Die RP war auch da.

Bei einer Diskussion über das neue Kinderbildungsgesetz, kurz: KiBiZ, vor offenbar recht leeren Rängen haben Anzeiger und RP zugehört, auch beim „Markt der Möglichkeiten“ in Pattscheid , einer Messe fürden Klimaschutz waren Anzeiger und RP mit dabei.

Mit Thomas Röhrich vom Sporthaus Röhrich, das derzeit jeden Tag noch ein bisschen leerer gekauft wird, sprach Günter Müller für den Anzeiger. Röhrich betont, dass er weiter Geld verdienen will, nämlich mit seinem kleinen Laden im Soccer-Centor. Und dass die von ihm mitbetreute Basketball-Giants-League für Schulen demnächst wieder starte.

Gleich zwei mal geht es in der RP heute um Friseure: Auf Seite vier begutachtet Barbara Schmickler die neuen Frisurtrends für den Herbst, präsentiert von der Friseurinnung Bergisches Land („Die Dauerwelle kehrt zurück“), auf Seite drei wird über „Schwerpunktprüfung“ des Hauptzollamtes bei Friseurbetrieben in Leichlingen und Rhein-Berg (leider nicht online): Dabei flogen Fälle von Lohndumping auf, im Einzelfall wurden Stundenlöhne von 1,50 bis 5 Euro festgestellt.

Gestern schwärmte Eberhard Foest noch vom „Edel-Rost“, heute schiebt die RP hinterher, dass der für die Bahnstadt-Brücken vorgesehene Corten-Stahl vor allem wohl doch eine Sparmaßnahme ist. Paul Hebbel, Aufsichtsratsvorsitzender der Bahnstadt-Gesellschaft, jedenfalls wird so zitiert: „Wir haben uns für dieses Material entschieden, weil es geringe Folgekosten hat.“ Das Material müsse in 50 Jahren nicht ein mal gestrichen werden.

Kultur: Bei der konzertanten Aufführung der Händel-Oper Armida durch das Kammerorchester L’arte del mondo und dem türkischen Pera Ensemble auf Einladung der KulturStadtLev im Forum sahen eine offenbar angetane Monika Klein für die RP, ein nicht vollends überzeugter „gb“ für den Anzeiger – und außerdem auch der türkische Generalkonsul Mustafa Kemal Basa, von dem nicht überliefert ist, wie es ihm gefallen hat.
Der Anzeiger stellt vor der Leverkusener Kunstnacht am Freitag, 30. Oktober, den impressionistischen Maler Josef Schiefer aus Leverkusen.

Und für alle, die es gestern verpasst haben: Hier sind die Buchempfehlungen von Manfred Gottschalk von der Buchhandlung Gottschalk in Schlebusch gestern Nachmittag bei DeutschlandRadio Kultur. Als ein „besonders spannendes Buch“ empfiehlt er:
„Herr Mozart wacht auf“ von Eva Baronsky (Aufbau Verlag, 320 Seiten, 19 Euro). Als „besonders schönes Buch“ nennt er „Müller hoch drei“ von Burkhard Spinnen (Schöffling, 296 Seiten, 17,90 Euro). Sein persönlicher Lieblingstitel ist „Der Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafón (Suhrkamp, 563 Seiten, 9,90 Euro). Und als das Buch, von dem man etwas lernen kann, nennt Gottschalk: „Die Farben meiner Seele. Die Lebensgeschichte der Frida Kahlo“ von, huch: Maren Gottschalk (Beltz & Gelberg, 220 Seiten, 16,95 Euro).

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Der Abschied vom „Bayer-Denken“

Die DyStar-Insolvenz bietet auch heute Stoff für die Redaktionen: Der Leverkusener Anzeiger hat mit einigen der 21 Ex-DyStar-Mitarbeiter gesprochen, die nach ihrer freiwilligen Kündigung nun ohne die zugesagte Abfindung in Höhe von jeweils 80.000 bis 90.000 Euro dastehen. Einer der Betroffenen, Uwe Würdig, wird seinen Plan für ein Angel-Camp in Norwegen nun noch einmal überdenken müssen. „Als wir alle vor 20, 30 Jahren beim Bayer anfingen, war das doch ’ne Lebensstellung“, denkt er etwas wehmütig zurück und fasst die Überraschung von Verwandten und Bekannten so zusammen: „Die Alten haben noch das Bayer-Denken. Die können sich nicht vorstellen, was bei uns abgeht.“
Die Rheinische Post zeigt heute (nur im Print) ein Foto von der Aktion von Bayer 04-Fans am vergangenen Samstag in der BayArena: „Rettet DyStar, sonst stirbt die Farbenstadt“, forderten sie auf einem Banner im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg. Im Fanforum werkself.de verfolgen die Fans die DyStar-Insolvenz aufmerksam.
Ich weise in diesem Zusammenhang noch einmal auf den gestrigen LevLog-Gastbeitrag von Hauke Fürstenwerth in der neuen Rubrik „Zweite Meinung“ hin.

Nicht über sieben, aber über drei Brücken muss die Neue Bahnstadt Opladen gehen, und über einen Kreisverkehr an der Feldstraße: Das an sich ist nichts neues, über die neuesten Pläne informieren heute Anzeiger und RP nach einer Bahnstadt-Pressekonferenz jeweils als Lokalaufmacher. „Kühn“ findet der Anzeiger die gestern vorgestellten Projekte, in der RP darf Künstler Eberhard Foest von dem Material schwärmen, das Architekt Martin Knight verwenden möchte, nämlich Corten-Stahl: „Erst ist der Stahl hellbraun und wird dann dunkler. Das ergibt ein wunderschönes, ins rötliche gehende Herbstbraun.“ (Online finden wir bei der RP leider nur das hier) Wir erinnern uns: Ein wesentlicher Bestandteil der Landesgartenschau 2005 war das Ziel, mit Brückenschlägen den Rhein von Wiesdorf aus wieder bequem erreichbar zu machen.

Die RP interviewte VivendiGeschäftsführer Sven Reumkens zum neuen Pächter in der Stadthalle Opladen. Dieser Erfolg veranlasse ihn aber nicht, sich aus Opladen nun zurückzuziehen, im Gegenteil, versichert er: „Wir haben in Opladen noch viel vor.“

Das ging schnell: Vor zwei Wochen wurde noch eine Kapitalerhöhung durchgeführt, heute bringt Biofrontera nach elf Jahren das erste Präparat auf den Markt – und die dazugehörige Homepage gleich mit: Belixos wird in Zusammenarbeit mit der Grünenthal Pharma AG hergestellt und soll gegen gerötete und juckende Haut helfen. Auch der Anzeiger berichtet.

Von dem Wunsch des Stadtrats, die Endhaltestelle der Straßenbahnlinie der Linie 4 in Schlebusch mit der Buslinie 227 in Zukunft besser anzubinden, und von der Skepsis der Wupsi vor dem beschlossenen Testlauf weiß der Anzeiger.

Roswitha Arnold ist die alte und neue Chefin der Leverkusener Grünen, meldet Radio Leverkusen: Bei der Mitgliederversammlung wurde sie für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt.

Die Speerwerferin und Weltmeisterin im Ruhestand Steffi Nerius besucht hat der Anzeiger und ein Kamerateam des WDR. In der Sendung „Lokalzeit“ wurde sie gestern in ihrem neuen Vollzeitjob als Trainerin in der Behindertenabteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen vorgestellt. Die Ex-Sportlerin ist zu einer nicht unwichtigen Einsicht gekommen: „Irgendwann muss man auch mal anfangen, nicht nur auf Honorarbasis zu arbeiten, sondern eine richtige Anstellung zu haben.“ Am Schreibtisch, will uns scheinen, sitzt sie allerdings doch noch etwas verkrampft.

Sabine Ingber-Canters von Currenta ist’s nicht geworden, dafür Joachim Ferrier von Federal Mogul aus Burscheid: Er ist der IHK-„Ausbilder des Jahres“, Anzeiger und RP berichten (beide nicht online), wir gratulieren.

Heute erscheint das neue Amtsblatt der Stadt Leverkusen mit den Ergebnissen der Bundestagswahl für den „Wahlbezirk 102 Leverkusen – Köln IV“.

Kultur: Anzeiger und RP (nicht online) stellen die geistlich geprägten Arbeiten des Künstlers Bernhard Guski vor: Die Christuskirche in Wiesdorf zeigt eine Auswahl seiner Bilder. Und beim Klezmer-Konzert junger Klezmorim im „topos“ war die RP dabei.

Und bei unserem Lieblingsradiosender finden wir heute dies: Manfred Gottschalk von der Schlebuscher Buchhandlung Gottschalk wird heute um 15.33 Uhr bei DeutschlandRadio Kultur seine ganz persönlichen Buchempfehlungen abgeben. Also einschalten – oder einloggen.

Schließlich noch dies: Heute schon bezahlt für Nachrichten? Der Verlag M. Dumont-Schauberg bereitet seine Leser auf der Medienseite des Stadt-Anzeigers schon auf die nahe Zukunft vor: Bald sollen exklusive Angebote im Netz Geld kosten, das Segen bringende Geschäftsmodell soll durch neue Technik möglich werden, hofft Verleger Konstantin Neven DuMont: „Wir machen Druck, dass die Provider ein Modell finden, und haben die große Hoffnung, dass wir das schon 2010 anwenden können.“

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Nächste Woche kein Kakao!!!

Der Amok-Fehlalarm am Lise-Meitner-Gymnasium – eine überaus dämliche Lappalie, die geschockte Schüler zurücklässt und heute natürlich Thema in den Zeitungen ist: Der Leverkusener Anzeiger berichtet gar ausführlich auf seiner Themenseite zwei. Der Satz, der das Chaos erst auslöste, ist aber in der Rheinischen Post dokumentiert: „Nächste Woche fällt der Milch- und Kakaodienst aus.“ Man darf sich die verblüfften Schüler vorstellen, deren Lehrer ob dieser Nachricht kreidebleich die Türen verriegeln und hastig die Fenster schließen lassen. Nach rund einer Stunde gab die Polizei Entwarnung. Und mitten im Chaos steht eine Mutter und klagt gegenüber der RP-Reporterin: „Ich finde, hier herrscht eine schlechte Informationspolitik.“
Das „Amok-Alarmsystem“ war erst im April installiert worden, so wie an 47 weiteren Schulen in Leverkusen. Gert Geiger von der städtischen Gebäudewirtschaft hat die zuständige Firma nun beauftragt, das System an allen Schulen zu prüfen. (Was sind das eigentlich für Zustände, in denen flächendeckend „Amoklauf-Alarmsysteme“ in Schulen installiert werden? Die sich dann auch noch als defektanfällig herausstellen? Da weiß man gar nicht, was schlimmer ist.)

Zu erfreulicheren Themen: Einen Sieg gab es für die Bayer 04-Fans nach dem Spiel gegen Werder Bremen zwar nicht zu feiern, aber Freibier gab es trotzdem. Sogar schon vor Spielbeginn: Das Bezahlsystem mit der „BayArena-Card“ hat versagt, da entschlossen sich die Verantwortlichen, lieber freigiebig zu sein statt Aufruhr zu riskieren. Ein restlos begeisterter Fan berichtet bei werkself.de:

Habe selten soviel bei einem 0-0 gelacht wie heute. Scharenweise sind die Leute von den Ständen hochgekommen, soviel Bier gebunkert wie nur ging.
War wie zu den Zeiten der Schlußverkäufe. Und dann war es besonders lustig zu beobachten, wie es sich durch die Reihen durchgesprochen hat und alle freudestrahlend wieder hoch kamen.

So schön kann Fußball sein! Alles das, was bei der Premiere in der neuen BayArena funktionierte, hakt jetzt irgendwie doch: Das Bezahlsystem knickt ein, im Fanshop müffelt es, Fans bemängeln Parkplatzsituation und die neuen Pendelbusrouten, müssen sich auf zu eng geratenen neuen Oberrängen drängeln (siehe hier) und Anwohner beklagen sich über die Sperrungen.

Was Guido Westerwelle für die Bundes-SPD, das ist Roswitha Arnold für die Leverkusener CDU: Die Fraktionsvorsitzende der Leverkusener Grünen hatte einer „Jamaika-Koalition“ bereits vor der Mitgliederversammlung am Montag eine Absage erteilt. Die Mitglieder gaben ihrer Fraktion nun den Auftrag, den Kontakt mit der SPD für ein Bündnis ohne die CDU und ihren OB Reinhard Buchhorn zu „intensivieren“, melden RP und Radio Leverkusen.

„Wir liegen voll im Zeitplan!“, betont Vera Rottes, Geschäftsführerin des Projekts „Neue Bahnstadt Opladen“, umgeben von Baustaub und riesigen Baggern, zum Fortschritt der Abrissarbeiten im nördlichen Bereich des alten Bahnausbesserungswerkes. Wolfgang Müller-Schlesinger vom Förderverein des Kulturausbesserungswerkes hofft derweil darauf, dass die Gestaltung des neu enstehenden Platzes vor dem KAW in der Hand derer bleibt, die sich dort später auch aufhalten werden – und nicht von einem Planungsbüro jenseits der Stadtgrenzen oktroyiert wird. Dazu sollen bei einer „Klausurtagung“ am Mittwoch Ideen gesammelt und diskutiert werden. Er ist sich sicher: „Das kann ein ganz abenteuerlicher Platz werden!“

Kultur: Von der Komödie „Jakes Frauen“ am „matchboxtheater“ sowie vom ersten „KlassikSonntag“ der KulturStadtLev in der neuen Spielzeit am vergangenen Sonntag mit Dirigent Dirk Joeres und Klarinettist Wolfgang Esch berichtet die RP, leider nicht online. Beim Konzert der Folk-Bands der Musikschule Leverkusen in der Christuskirche war der Anzeiger.

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„Jamaica ist tot“

Heute soll es eine Vorentscheidung geben auf der Suche nach der Ratsmehrheit, glaubt man den Prognosen der Berichterstatter des Leverkusener Anzeigers und der Rheinischen Post : Und tatsächlich präsentiert uns die RP bereits ein entscheidendes Signal von den Grünen: „Jamaica ist tot“, wird die Grünen-Fraktionschefin Roswitha Arnold in einem lesenswerten Beitrag zum aktuellen Stand der Dinge zitiert. Falsch daran ist zwar die Schreibweise der karibischen Insel mit den Nationalfarben Schwarz, Gelb und Grün. Das hilft der CDU aber auch nicht weiter, der für eine stabile Mehrheit nun offenbar allein eine Große Koalition mit der SPD bliebe. Weil die SPD aber wiederum mit den Grünen und der Bürgerliste schon ein Bündnis schmiedet, könnte es passieren, dass die CDU mit ihren 22 Sitzen und dem neuen Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn ohne Mehrheit dasteht. Peter Korn gibt sich freilich angemessen skeptisch, wie krisenfest ein linkes Bündnis mit kleinen Parteien wie Pro Opladen, OWG-UWG oder Linken sein mag – nämlich gar nicht: „Eine ideale Gemengelage für Zufallsmehrheiten.“

In sämtliche digitale „News-Alerts“ bundesweit katapultiert hat sich heute Vormittag das Lise-Meitner-Gymnasium in Manfort mit einem Amok-Fehlalarm. Radio Leverkusen, RP, Anzeiger und Spiegel Online geben Entwarnung: Es gab an der Schule keinen Amoklauf. Ursache war offenbar ein technischer Defekt.

Über das „Fest zum Weltkindertag“ im Neulandpark berichten Anzeiger und RP ausführlich, wir lassen Bilder von YouTube sprechen:

Eine überaus eigenartige Rallye, die einer Körpercreme, der Farbe Orange und dem Zeitgeist der 70er Jahre huldigte, und die am Sonntag mit einigen schicken „Youngtimer“-Autos am BayKomm in Leverkusen endete, hat der Anzeiger gesehen – und liefert dazu auch eine hübsche Bildergalerie.

Den Tod von Werner Mävers, einst FDP-Ratsherr in Bergisch Neukirchen, später stellvertretender Landrat, vermeldet die RP.

Beim „Tag der Bewerbung“ im Berufskolleg in Opladen wurden Jugendliche mit dem Ernst des Lebens konfrontiert, die RP hat dazu passend die Arbeits-Statistik und einen guten Rat von Rainer Gurk vom städtischen Fachbereich Kinder und Jugend parat: „Zwar wird frühestens Anfang 2012 ein neuer Kindergarten in Leverkusen eröffnet. Dennoch kann ich Ihnen sagen, dass Erzieherin ein Beruf mit Zukunft ist.“

Und dann noch viel Kultur: Von einem Gamelan-Konzert in der Musikschule Leverkusen, von einem Konzert der Bayer Bigband im BayKomm und von der Aufführung des Stücks „Der Weg zurück“, einer Sprechtheaterfassung des Musicals „Der König der Löwen“, in einer Inszenierung von Schülern des Lise-Meitner-Gymnasiums im Rahmen des Schülertheaterfestivals im Forum berichtet der Anzeiger. Der Anzeiger war auch beim Besuch des Kabarettisten Jürgen Becker beim NaturGut Ophoven. Und die RP schaute bei einem Casting beim „matchboxtheater“ in Hitdorf zu.

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