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Überbelichtung ist CDU-Praxis

Donnerstag, 15. April – was ist heute Stadtgespräch?
Wer mitreden will, wenn es um die Wahlplakate geht, die uns noch einige Wochen in unserem Alltag begleiten werden, der sollte heute den Leverkusener Anzeiger lesen.

Wer will schon über Wahlplakate reden? Und, vor allem: was?
Das geht sehr wohl: Anzeiger-Fotograf Ralf Krieger hat die Plakate von vier Kandidaten (Rüdiger Scholz/CDU, Ruth Tietz/Linke, Timur Lutfullin/FDP, Eva Lux/SPD) unter seine Kennerlupe genommen – und fördert Erstaunliches zu Tage.

Zum Beispiel?
Überbelichtung ist bei der CDU scheinbar gängige Praxis!

Nein!?
Doch! Kandidat Scholz komme auf seinem Plakat „stark überbelichtet“ daher. Er sei „fast vollkommen schatten- und damit faltenfrei“ aufgenommen, der Lehrer wirke „fast unschuldig jungenhaft“. Das Verblüffende: Schon das Plakatfoto von Reinhard Buchhorn bei der Kommunalwahl 2009 sei stark überbelichtet gewesen…

…und der ist nun unser Oberbürgermeister! Sollten die Wähler hier im wahrsten Sinne des Wortes geblendet worden sein?
Das liegt wohl im Auge des Betrachters. Schon der alte Goethe soll ja auf seinem Totenbett verlangt haben: „Mehr Licht!“

Weise Worte! Und die anderen? Sehen die alle ganz natürlich aus?
Natürlich nicht. Allein die Kandidatin der Linken, Ruth Tietz, verschweige keine Falte – „eine ehrliche Haut“, wolle dieses Bild sagen, mutmaßt der Fotograf. Demhingegen setze SPD-Kandidatin Lux bei ihrem Plakat auf das volle Programm gekonnter Camouflage: Professionelles Make-Up, weiches „Beauty-Light“ und offenbar Nachbearbeitung am Rechner. Ihr Gesicht wirke „so glatt und sanft, dass man ihr über die Wange streicheln möchte“, bekennt Krieger.

Und der junge Mann von der FDP?
Timur Lutfullin setze auf eine Wildwest-Pose: Mit der „amerikanischen Einstellung“, bei der in Western der Revolver an der Hüfte gerade noch zu sehen sei. Zwar trage Lutfullin keine Waffen, aber seine Hände in den Hosentaschen – das solle lässig wirken. Allerdings wolle das nicht recht mit dem darunter prangenden Slogan „Aufstieg durch Leistung“ korrespondieren, bemängelt Krieger: Eine Aussage, deren Wahrheitsgehalt der Student Lutfullin selbst erst noch erfahren müsse – „dazu muss er aber die Hände aus den Taschen nehmen“.

Herrlich! Warum lesen wir so etwas nicht häufiger?
Es ist vielleicht einfach viel zu selten Wahlkampf. Der kann offenbar auch an Schulen unterhaltsam sein: Rheinische Post und Anzeiger waren bei einer Diskussion mit Kandidaten im Berufskolleg Opladen dabei und haben dort jedenfalls „rasante 90 Minuten“ erlebt. Und Lina Feder stellt das „Youth Meets“-Projekt heute noch einmal auf den „Junge Zeiten“-Seiten im Anzeiger vor.

Politische Aufklärung ist ja wichtig.
Das gilt übrigens auch für gestandene Politiker: Politikwissenschaftler Frank Überall will in einer Studie nachgewiesen haben, dass Kommunalpolitiker mithin „große Naivität“ im Umgang mit Pro NRW zeigten. Steht in einer ddp-Meldung, die Anzeiger und RP heute jeweils auf ihren Politikseiten abdrucken. „Laut Medienberichten hatte es in einzelnen Kommunen Kontakte von CDU-Vertretern zu Pro-Politikern gegeben“, heißt es darin.

Gab es nicht auch mal so etwas in Leverkusen?
CDU-Ratsherr Hermann Josef Kentrup soll den Versuch zugegeben haben, sich unter anderem mit einer Pro NRW-Stimme zum Vorsteher im Bezirk I wählen zu lassen, besagte eine Meldung Ende Oktober. Geklappt hätte es jedenfalls nicht: Bezirksvorsteher wurde Rainer Gintrowski von der Bürgerliste.

Anderes Thema: Was passiert eigentlich mit dem vielen Geld, das die Stadt aus dem Konjunkturpaket II bekommen soll?
Die Schulsanierungen haben begonnen! Die Grundschule In der Wasserkuhl wird jetzt zum Beispiel mit Mitteln aus dem Paket energetisch aufgerüstet, Anzeiger und RP haben sich persönlich vor Ort vom Fortschritt der Arbeiten überzeugt.

Was gibt es Neues zum Streit um den geplanten „Bruno-Wiefel-Weg“?
Einen weiteren Vorschlag: Die RP meldet, dass SPD-Politiker Hans-Erich Hofmann dafür plädiere, den Opadener Bahnhofsvorplatz nach Wiefel zu benennen.

Neues vom Sport?
Der Rücktritt des Vorstands um Geschäftsführer Otto Reintjes bei den Bayer 04-Basketballern bei der gestrigen Abteilungsversammlung ist vollzogen, wie die RP gestern bereits ankündigte. Der neue Vorsitzende Hans Stubbe übernehme sein Amt allerdings nur kommissarisch.

Was war kulturell so los?
In den Zeitungen lesen wir vom Konzert der „Red Hot Chilli Pipers“, die das Publikum im Scala laut Anzeiger „komplett kirre“ machten. Außerdem werden die Ausstellung „Radierungen“ der Leichlinger Künstlerin Nina Holzweg in der Forum-Galerie sowie die Ausstellung „Leverkusen begeistert“ im Forum-Foyer angekündigt.

Zum Schluss vielleicht noch einen Ratschlag?
Ja: Die katholische Kirche in Leverkusen rät ab!

Wovon rät sie ab?
Von Einbrüchen in die leerstehende Kirche St. Maria Friedenskönigin in Wiesdorf, deren Zukunft weiter ungewiss sei. Dort sei höchstens noch Plunder zu finden, erklärt Pfarrer Gregor Schulte dem Anzeiger.

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Kein x für ein U

Heute in den Leverkusener Medien: Die CDU Leverkusen täuscht auf ihrem Kreisparteitag Harmonie erst gar nicht vor. Zufrieden hingegen seien die Einzelhändler mit dem Auftakt des Weihnachtsgeschäftes. Und SPD-Ratsfrau Marlene Echterhoff fordert im Anzeiger einen Sonderkredit für Leverkusen.
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Der Ärger der Weltpresse

Ist Rettung für DyStar am Standort Leverkusen in Sicht? Die Rheinische Post meldet in ihrer Wochenendausgabe kurz, aber prägnant, dass zur Rettung des Leverkusener Standorts derzeit über ein „Management-Buy-Out“ verhandelt werde. Das hieße, die Leitung würde den Betrieb im Chempark von Eigentümer Platinum Equity erwerben. Produktionsleiter Gerhard Obernosterer habe entsprechende Überlegungen angedeutet. Insolvenzverwalter Stephan Laubereau gebe aber zu bedenken, dass ein solches Modell auf „sehr wackligen Füßen“ stehe. Die Frist für potenzielle neue Investoren sei derweil um eine Woche verlängert worden.

Ärger gibt es laut RP wieder um den Bürgerbusch, auch ganz ohne Pläne für eine Autobahnraststätte: Immobilien-Unternehmer Wilfried Hilgert, der die rund 300 Quadratmeter große „grüne Lunge“ Leverkusen erst im Frühjahr von der von Diergardtschen Forstverwaltung erworben hatte, wolle Strafanzeige gegen von Diergardt stellen, Begründung: Dieser sei bei dem Verkauf „betrügerisch vorgegangen“. Unter anderem bemängele Hilgert, dass ihm falsche Angaben zum Nutzungsrecht gemacht worden seien, dass ihm die Verpachtung einer Parzelle an ein Tiefbauunternehmen verschwiegen worden sei und dass er keine zeitnahe Aufstellung des Forstbestands erhalten habe.

Für Wirbel gesorgt hat laut RP der Vorschlag von „Opladen Plus“-Fraktionschef Markus Pott, zugunsten der Gleisverlegung in der Bahnstadt Opladen das Gerhard Richter-Gemälde „Der Tiger“ aus dem Museum Morsbroich zu verkaufen. Roswitha Arnold von den Grünen habe heftigst protestiert, Museumsleiter Markus Heinzelmann auf ein weltweites Abkommen verwiesen, dass derlei Kunstverkäufe verbiete. Mit so etwas ziehe Leverkusen den Ärger der Weltpresse auf sich, warnt Heinzelmann bei Radio Leverkusen.
Laut RL rege Regierungspräsident Hans Peter Lindlar übrigens an, dass die Leverkusener Bürger zum Haushalt ihrer Stadt ein gewichtiges Wörtchen mitreden sollten.

Weitgehend abgeschlossen seien die Sanierungsmaßnahme der Y-Brücke über dem Europaring in Wiesdorf, weiß der Leverkusener Anzeiger. Die provisorische Verkehrsführung während der Bauarbeiten auf der Seite des Kinos habe sich indes so gut bewährt, dass die einspurige Lösung nun probeweise bis Juni 2010 beibehalten werde.

„Leverkusener Kanäle sind marode“, schreckt die RP ihre Leser auf Seite B5 auf: Mehr als zwei Drittel der Hausanschlüsse in der Stadt seien „offenbar dringend sanierungsbedürftig“. Besonders Abschnitte in Hitdorf, Opladen, Quettingen, Lützenkirchen, Bergisch Neukirchen und Bürrig seien nach Einschätzung der Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) betroffen.

An dem Bauspielplatz an der Oderstraße in Rheindorf möchte die Stadt ein neues Jugendhaus errichten, meldet der Anzeiger. Der Bauspielplatz gehe derweil nach lange ungeklärter Zukunft in die gemeinsame Trägerschaft von Kirchenkreis, Evangelischer Kirchengemeinde Rheindorf, Katholischer Jugendwerke und der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz über.

Gestiegen sei in Leverkusen die Zahl der Kinder, die eine Kindertagesbetreuung genießen, meldet der Anzeiger unter Bezug auf die Zahlen des Statistischen Landesamtes. Demnach seien im März 2009 in Leverkusen 501 Kinder in Tageseinrichtungen und Tagespflege beaufsichtigt worden, im März 2008 seien es 359 Kinder gewesen.

Beim bundesweiten Vorlesetag am Freitag griffen auch die Bayer-04-Fußballer Simon Rolfes und Manuel Friedrich zum Buch und lasen Schülern des Lise-Meitner-Gymnasiums aus Ulla Klopps Kinderbuch „Tom und der Zauberfußball“ vor. Auch Anzeiger und die RP lauschten den beiden.

Von Chempark-Chef Ernst Grigats zufriedener Rückschau und dem anschließenden Ausblick in die Zukunft bei einem Pressegespräch am Donnerstag berichtet der Anzeiger. +++ TMD Friction suche 33 neue Auszubildende im kaufmännischen und technischen Bereich für das neue Lehrjahr, lesen wir bei kfz-net. +++ Der Behindertenbeirat fordert eine Rampe für die Reihenhäuser an der Julius-Leber-Straße in Alkenrath, meldet der Anzeiger. +++ CDU-Landtagswahlkandidat Rüdiger Scholz ist auf dem CDU-Bezirksparteitag in Pulheim Platz sieben der Bezirksliste gewählt worden, erfahren wir bei leverkusen.com. Und Stefan Hebbel zwitschert, dass Parteikollege Scholz uns als Wahlkämpfer demnächst auch ab und an etwas zwitschern wird. +++ Und im Baublog Leverkusen gibt es nach langer Zeit auch mal wieder eine Neuigkeit: Die Garage ist geliefert.

Kultur: Die Jazztage, bei denen unter anderem Candy Dulfer mitsamt Saxofon zu Gast war, werden im Anzeiger mit drei Artikeln (online finden wir diese Konzertkritik und das Interview mit Clueso) gewürdigt, in der RP mit einem Artikel.
Das Konzert des Pianisten Hardy Rittner im Erholungshaus bespricht Monika Klein für die RP heute deutlich freundlicher als Gerhard Bauer gestern im Anzeiger.
Und die RP stellt heute auch die Ausstellung von Skulpturen des Krefelder Künstlers Ingo Ronkholz im Kunstverein Morsbroich vor.

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Bekenntnis eines Christdemokraten

Radio Leverkusen meldet heute, dass der CDU-Ratsherr Hermann Josef Kentrup zugegeben haben soll, mit Pro NRW Absprachen getroffen zu haben. Kentrup ist stellvertretender Vorsteher für die Ortsteile Wiesdorf, Manfort, Rheindorf und Hitdorf, er scheiterte am Montag bei der Wahl zum Bezirksvorsteher im Bezirk I nur per Los an Bürgerlisten-Kandidat Rainer Gintrowski . SPD-Fraktionschef Walter Mende zeigt sich in einer ersten Reaktion „entsetzt“, die Grünen fordern Konsequenzen und CDU-Fraktionschef Klaus Hupperth beeilt sich, gegenüber Radio Leverkusen zu betonen, die Leverkusener CDU-Ratsfraktion arbeite nicht mit Pro NRW zusammen. CDU-Vorsitzende Ursula Monheim wolle laut Radio Leverkusen vorerst keine Stellung nehmen.
Möglicherweise erklärt Kentrups Bekenntnis auch die vierte Stimme, die die Pro NRW-Fraktion (mit drei Sitzen) bei der konstituierenden Ratssitzung am Montag für eine von ihr vorgelegte Liste für die Bürgermeisterwahl erhalten hatte? Die CDU hatte bereits vor der Wahl wiederholt kategorisch ausgeschlossen, mit Pro NRW ebenso wie mit der Linken Verhandlungen zu führen.

Damit dürfte auch das Statement von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn (CDU) hinfällig sein, das er der Rheinischen Post am Tag nach seiner Schweinegrippenimpfung gegeben hat: „Ich fühle mich gut!“

Geduldete überparteiliche Bündnisse der CDU sind bei leverkusen.com für jedermann nachzulesen: Dort gratuliert Timur Lutfullin von der FDP Rüdiger Scholz zu seiner Nominierung als Leverkusener CDU-Kandidat für die bevorstehende Landtagswahl (heute auch im Anzeiger). Lutfullin, selbst FDP-Kandidat für die Landtagswahl, betont in seiner Mitteilung, er und Scholz hätten „die Aufgabe, in Leverkusen für das Fortbestehen der außerordentlich erfolgreichen Landesregierung unter der Führung von Jürgen Rüttgers und Andreas Pinkwart zu werben“.
Noch etwas überschwänglicher gratuliert CDU-Ratsherr Andreas Eckloff dem Parteikollegen aus Rheindorf in seinem Bekenntnis: Scholz mache „uns Rheindorfer Christdemokraten stolz“.

Pünktlich zur Eskalation steigt der Leverkusener Anzeiger wieder in die Berichterstattung zur Stadthalle Opladen ein: Gerichtsvollzieher, Polizei und sogar ein Rettungswagen seien am Mittwoch unter den Protagonisten vor dem Haus Fürstenberg gewesen. Der Gerichtsvollzieher habe Pächter Sven Reumkens Hausrecht und Pächter Michael Lamm Hausverbot erteilt, weil es zu Rangeleien gekommen sei, habe die Polizei eingreifen müssen. Wer die komplizierten Pachtverhältnisse um die im Besitz von Uwe Fuhrmann befindliche Immobilie verstehen möchte, sollte der Berichterstattung von Anzeiger oder RP folgen.

Über das Urteil im Prozess am Düsseldorfer Landgericht im Fall des getöteten Immobilienmaklers aus Leverkusen berichtet die RP, der Anzeiger meldet es kurz auf der Panoramaseite: Der 23-jährige Mann aus Solingen, der den 69-Jährigen mit zwei Scheren erstochen hatte, muss für zwölf Jahre wegen Totschlags in Haft. Seine 23-jährige Freundin hatte ihn zu dem Raubüberfall auf ihren Ex-Chef angestiftet. Die Frau muss als „Initiatorin“ für vier Jahre in Haft, darf die Strafe aber später antreten.

Die Arbeitsmarktzahlen für Leverkusen liegen im Oktober im Bundestrend, sind also überraschend gefallen, melden Anzeiger und RP: 7025 beschäftigungslose Frauen Männer seien bei der Arbeitsagentur in Bergisch Gladbach für Leverkusen gemeldet, das entspreche einer Arbeitslosenquote von 8,6 Prozent. 261 weniger als im September (8,9 Prozent) und 296 weniger als im Oktober des Vorjahres.

Außerdem: Der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Wenning soll am Montag den NRW-Innovationspreis für sein Lebenswerk erhalten, meldet die RP. Bei der Eröffnung des „Kaufpark“ in Bürrig waren Anzeiger und RP vor Ort. In Münsters Gässchen in Schlebusch legte Klaus Müller den Grundstein zum „Karree im Dorf“, bezeugen Anzeiger und RP. Wie die Schiffe im Hitdorfer Rheinhafen winterfest gemacht werden, hat die Lokalzeit Köln im WDR-Fernsehen gestern Abend gezeigt. Und bei der Premiere des Films „This is it“ traf die RP am Mittwoch enthusiastische Michael-Jackson-Fans im Kinopolis.

Kultur: Denkwürdig dürfte der Mittwochabend im „topos“ sein, dem der Anzeiger beiwohnte: Anlässlich der Vorstellung der Memoiren von Rockpalast-Legende und Wahl-Leverkusener Peter Rüchel („Rockpalast – Erinnerungen“) trat auch ein ganz besonderer Gast auf die Bühne: BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken spielte zum ersten Mal in dem Leverkusener Jazzclub. Ein Abend, schreibt Frank Weiffen, „an dem das kleine ‚topos’ für dreieinhalb Stunden zum Mittelpunkt der Rock’n’Roll-Welt wurde“.
Beim Auftakt der Kleinkunst-Saison von KulturStadtLev und EVL im K1 in Wiesdorf sah der Anzeiger eine „belebende“ „Bert-Engel-Show“.
Die 5. Leverkusener Kunstnacht, zu der heute von 18 bis 24 Uhr insgesamt 38 unterschiedlichste Ausstellungs- und Veranstaltungsorte in ganz Leverkusen einladen, kündigen Anzeiger und RP im Detail an.

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DyStar zu 20 Prozent wieder in Betrieb

Gestern war die Rheinische Post online zwar deutlich schneller als der Leverkusener Anzeiger, heute im Blatt weiß der aber mehr über die wieder angelaufene Produktion bei DyStar in Leverkusen zu berichten: Die unterzeichneten Verträge mit Chempark-Betreiber Currenta zur Lieferung von Energie gelten laut Currenta-Sprecher Jürgen Gemke für die Zeit der vorläufigen Insolvenz, also bis Ende Dezember. Und produziert würden vorläufig nur Vorprodukte für die Nachbarn Bayer MaterialScience und Lanxess – denn die zahlen sofort. Zu 20 Prozent sei die Textilfarbenfabrik damit ausgelastet. Auch nähere Hintergründe kennt der Anzeiger: Bis unmittelbar vor dem Insolvenzantrag am 28. September habe man bei DyStar mit einem asiatischen Investor verhandelt, diese Verhandlungen seien jedoch gescheitert. Außerdem gibt es laut Anzeiger Entwarnung für die DyStar-Rentner: Der Pensionssicherungsverein werde die Betriebsrenten im Insolvenzfall fortführen.

Die Leverkusener CDU schickt Rüdiger Scholz ins Rennen um die Landtagswahl. Das weiß nun wieder nur die RP, für den Anzeiger kam diese Entscheidung wohl zu spät. Scholz setzte sich gestern Abend gegen die Mitbewerber Albrecht Omankowsky und Rainer Ewig durch und folgt damit als Kandidat auf die derzeitige Landtagsabgeordnete Ursula Monheim. Auch leverkusen.com war schnell mit dieser Meldung.
Immerhin meldet der Anzeiger nun auch, dass für die SPD Eva Lux, frischgebackene Bürgermeisterin von Leverkusen, in den Landtag einziehen will. Die Genossen entscheiden am Freitag, 30. Oktober, über die Nominierung, bislang sei Lux die einzige Bewerberin in Reihen der Sozialdemokraten.

Den Austritt von Hans Erich Müller aus der Bürgerliste hievt die RP auf ihre erste Lokalseite. Sein Mandat in der Bezirksvertretung II nimmt Müller freilich mit. Erhard Schoofs erklärte laut RP, die Fraktion „ist über Müllers Abschied nicht sonderlich traurig“, allzu oft habe Müller sich nicht an Beschlüsse der Bürgerliste gehalten. Offenbar hatte Müller zuvor dem SPD-Kandidaten Heinz-Gerd Bast in der Bezirksvertretung seine Stimme für das Amt des Vorstehers verweigert, der daraufhin sein Mandat zurückgab. Der Stadt habe Müller mitgeteilt, er bliebe nun fraktionslos.

Beim Anzeiger ist in der Überschrift die „Schweinepest“ ausgebrochen, im Artikel geht es dann aber doch wieder um die Schweinegrippe, bzw. um das eher geringe Interesse an der Impfung gegen sie. Dabei hat sich nun auch der erste Bürger der Stadt, Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, pieksen lassen, wie die RP auf ihrer ersten Lokalseite fotografisch dokumentiert. Mit ihm nutzten 104 weitere Leverkusener die Chance am ersten Impftag. Amtsarzt Dr. Heinz Stammel hofft, dass sich 153.500 von den 162.000 Leverkusenern impfen lassen, das wäre „optimal“. Stammel selbst hat sich freilich noch nicht impfen lassen.

Zu vier Jahre Haft verurteilte das Landgericht Köln einen 31-jährigen Leverkusener, der im April 2007 eine Kraftfahrerin am Parkplatz Kurtekotten überfallen hatte, aber erst in diesem Jahr aufgrund von DNA-Spuren überführt werden konnte. Bei der Urteilsverkündung waren Anzeiger und RP dabei.

Außerdem: „Neues von der Bahnstadt Opladen verspricht der Anzeiger: Im einstigen Werkscasino an der Werkstättenstraße liegen die Pläne zum Baufortschritt aus. Über die „Maßgeblichen Veränderungen“ im Rahmen der Neuordnung der Pfarrgemeinderäte im Erzbistum berichtet heute auch der Anzeiger. Bekim Hoxhai vom TuS Rheindorf ist Europameister im Thaiboxen, meldet der Anzeiger. Für ihren Einsatz nach dem Amoklauf von Winnenden ausgezeichnet wurde die Psychologin Kerstin Weidner, meldet der Anzeiger. Die Hauptschule Im Hederichsfeld in Oplaen muss ihren Sportunterricht nach Bürrig auslagern, berichtet die RP. Mit Pop-Art-Glamour schmückt sich Lanxess: Dass es im Warhol-Museum in Pittsburgh eine Kautschuk-Schau gibt, weiß auch die RP, allerdings nur im Print. Und Biofrontera gibt bekannt, dass sich die Zahl ihrer Aktionäre seit Jahresbeginn auf insgesamt rund 1200 vervierfacht hat.

Kultur: Den Fotografen Thomas Lüttgen und seine Bilder aus Afrika präsentiert heute die RP. Die Aufführung von „Les Arpenteurs“ auf Einladung der Bayer Kultur im Erholungshaus besuchte Monika Klein für die RP . In den „Jungen Zeiten“ im Anzeiger stellt Frank Weiffen heute den Leverkusener Musiker David Posor vor, der sich mit den Möglichkeiten des Internets bereits bestens arrangiert hat. Den Städtischen Chor Leverkusen unter der neuen Leitung von Michael Utz hat der Anzeiger vor seinem ersten Konzert (heute um 10 Uhr in der Friedenskirche an der Merziger Straße) besucht. Und die RP weiß auch von der neuen Ausstellung in der Kunststation im Klinikum Leverkusen sowie von einer Ausstellung mit Acrylbildern bei der Spedition Niesen.

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EVL: Abstieg zur Kölner Filiale?

Dem Kommen und Gehen in der Leverkusener Politik gilt heute das Hauptaugenmerk geneigter Chronistenpflicht: Der Leverkusener Anzeiger fängt überparteilich menschliche Regungen bei der letzten Sitzung des Stadtrats in alter Zusammensetzung ein: Der scheidende Oberbürgermeister Ernst Küchler blickte in seiner kurzen Abschiedsrede auf 41 Ratssitzungen und mehr als 1700 verabschiedete Ratsvorlagen zurück und resümierte, die Stadt nehme „eine gute Entwicklung“. Die Fraktion der Bürgerliste regte keine Hand zum Beifall, notiert der Anzeiger-Chronist weiter, CDU-Fraktionschef Klaus Hupperth lobte zum Abschied Küchlers „konsequente Haltung“ zum Opladener Bad und Parteigenosse Walter Mende betonte die „historische Bedeutung“ der Neuen Bahnstadt Opladen. „Sie haben sich um die Stadt verdient gemacht“, schloss er und übergab Küchler einen Blumenstrauß, den Grünen-Chefin Roswitha Arnold eilends noch besorgt hatte.
Für die Beschlüsse des Rats verweist der Anzeiger auf seine Seite 32, dort allerdings erfahren wir u.a. nur: „Lynn Mester blieb gegen München weitgehend wirkungslos.“ Es ist die erste Seite des Lokalsports, ein Bericht über die Fußballerinnen von Bayer 04.
Zurück also zur ersten Lokalseite, wo wir unter Personalia immerhin erfahren, dass der Rat Küchlers bisherigen Büroleiter Ralf Johanns zum neuen Leiter des Fachbereichs Rechnungsprüfung und Beratung gewählt hat; und zum Nachfolger von Heinz Siefen als technischer Geschäftsführer der Energieversorgung Leverkusen (EVL) zum 1. Januar Ulrik Dietzler bestellt. Dietzler wird weiterhin 50 Prozent seiner Abeitskraft in den Dienst der RheinEnergie Köln stellen, wie die Rheinische Post anmerkt. Dort weist „US“ deshalb in einem Kommentar darauf hin, dass bald auch der zweite EVL-Geschäftsführer Wolfgang Sobich ausscheidet – und dann womöglich gar kein Leverkusener mehr im EVL-Vorstand vertreten ist. Das könnte „der nächste Schritt zum Verlust der Eigenständigkeit der EVL, der ‚Abstieg‘ zur Filiale der Kölner Rheinenergie“ sein, fürchtet der Kommentator, und ergänzt: „Ob der Stadtrat den Willen hat, dies zu vermeiden?“

Den Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur von Ursula Monheim (CDU) für die Landtagswahlen 2010 melden Anzeiger und RP, letztere nennt mit den Ratsherren Rüdiger Scholz aus Rheindorf und Albrecht Omankowsky aus Bergisch Neukirchen schon zwei mögliche Anwärter, von denen Scholz heute in der Tat seine parteiinterne Kandidatur angekündigt hat. Und soeben auch Omankowsky. Gute Trefferquote bei der RP!

Den Fall des Schlebuschers, der nach eigenen Angaben ohne sein Einverständnis als Bewerber von „Pro NRW“ in seinem Wahlbezirk aufgestellt wurde und deswegen Anzeige wegen Urkundenfälschung erstattet hat, untersucht nun die Staatsanwaltschaft, meldet der Anzeiger (hier online). Die Zustimmungserklärung des Mannes, die „Pro NRW“ vorgelegt hat, wird nun auf ihre Echtheit untersucht. Sollte sich der erhobene Fälschungsverdacht bestätigen, könnte die Wahl im Kommunalwahlbezirk 21 wiederholt werden müssen. Der Mann hatte damals immerhin 91 Stimmen für seine Kandidatur erhalten.
Wie die Parteien im neuen Rat künftig mit „Pro NRW“ „umgehen“ möchten oder auch nicht, hat Radio Leverkusen nachgefragt: SPD und Bürgerliste wollen demnach überhaupt nicht, Grüne und OWG/UWG mit „Pro NRW“ um inhaltliche Anliegen diskutieren, ebenso wie CDU und FDP: Schließlich seien diese „demokratisch in den Rat gewählt“.

Die auf einer Klassenfahrt in die Eifel erkrankten Kinder der Gezelinschule litten an einer Infektion, sind nun wieder wohlauf und zurück in Leverkusen, meldet der Anzeiger. Es habe sich nicht um eine Lebensmittelvergiftung gehandelt, wie zunächst befürchtet.

Mit besorgten Taxifahrern nach sechs Überfällen auf Kollegen in den vergangenen sechs Wochen in Leverkusen sprach nun auch der Anzeiger. Erdal Arslan vom Taxiruf-Vorstand mutmaßt: „Vielleicht ist das eine Erscheinung, die mit der wirtschaftlichen Krise zusammenhängt.“

Andere Probleme hat derzeit der Hitdorfer Fährführer Hans-Gerd Kohlmann, den die RP besucht hat: Der derzeit niedrige Rheinpegel (gestern bei 1,04 Meter) zwingt andere Fähren bereits dazu, ihren Betrieb vorübergehend einzustellen, aber Fährmann Kohlmann kann länger: „20 Zentimeter halte ich noch aus.“ Ein Vorteil der schwächeren Strömung: Der Fährmann spart Sprit beim Übersetzen.

Der Köttershof geht (vorerst) doch nicht an den Steinbücheler Tiefbauunternehmer Hans Paffrath: Wie der Anzeiger heute meldet, hat Raiffeisen-Erzeugergenossenschaft der Volksbank Rhein-Wupper deren Ansprüche am Köttershof für einen siebenstelligen Betrag abgekauft. Deswegen wurde das laufende Verfahren nun eingestellt.

Das „Calcio“ öffnet am Wochenende wieder seine Türen, erinnert die RP alle, die es inzwischen vergessen haben sollten.

Aus Schlebusch berichtet Werner Röder für den Anzeiger vom Beginn der Rohbauphase für das „Karree im Dorf“ und vom geplanten Umbau der „Schlebusch Arcaden“.

Kultur: Die RP war bei Andreas Meisners Orgelforum-Konzert in der Bielertkirche in Opladen, RP und Anzeiger waren beim neuen „Kulisse Jazz“ der Bayer-Kulturabteilung im Erholungshaus.

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