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Wo es nicht knallte

Wann zieht Lanxess denn nun eigentlich nach Köln?
Sie waren schon in Köln, in ihrer eigenen Arena, zumindest für die Jahreshauptversammlung gestern – „Höhepunkt der Axel-Heitmann-Performance“, wie der Leverkusener Anzeiger in seinem Lokalteil die optimistisch gesinnte Vorstellung des Lanxess-Vorstandsvorsitzenden preist. Beim Anzeiger in Köln ist man angesichts des neuen Global Player us Kölle aber offenbar etwas zurückhaltender geworden, nachdem der geplante Umzug aus Leverkusen wegen der Wirtschaftskrise auf Unbestimmt verschoben wurde. Der Bericht schafft es nur auf Seite drei im Wirtschaftsteil. Immerhin: „Der Lanxess-Umzug nach Köln rückt näher“, heißt es dort nun: Laut Heitmann solle Ende des Jahres über den Zeitpunkt entschieden werden. Das meldet auch die Rheinische Post.

Eine solche Ankündigung ist ja besser als nichts. Samstag, 29. Mai – was ist heute für Leverkusen anzukündigen?
Der Bombenfund am Donnerstag in Opladen beschäftigt die Zeitungen heute noch. Und es sieht ganz so aus, als könnte das Projekt Bahnstadt während seiner Umsetzung noch weitere Evakuierungen bedingen: Die RP zitiert Dieter Daenecke vom Kampfmittelräumdienst, es sei „davon auszugehen“, dass sich noch weitere Bomben im weiteren Umkreis befinden. So sei eine Luftbild-Auswertung in diesem Abschnitt der Werkstättenstraße nicht möglich gewesen.

Zum Glück ist ja nichts passiert.
Nichts passiert ist auch beim „Capital(k)“ der Sparkasse Leverkusen: Beim Gespräch zwischen dem Neoliberalen-Vertreteter Christian Lindner von der FDP und SPD-Urgestein Rudolf Dreßler habe es „nicht geknallt“, staunen der RP– wie der Anzeiger-Berichterstatter gleichermaßen. Aber auch ohne offenen Streit scheint es ein erhellender Abend gewesen zu sein.

Was machen die Bauvorhaben in Leverkusen?
Am „Karree im Dorf“ in Schlebusch konnte Richtfest gefeiert werden, was Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn dazu nutzte, gegen die Sparfüchse von der Bürgerliste zu schimpfen: Die hatten sein Vorhaben, dort ein Bürgerbüro nebst Polizeistützpunkt unterzubringen, mit Anzeigen bei der Kommunalaufsicht (erfolgreich) torpediert.

Was gibt es vom Sport?
Die RP stellt die sportlichen Ambitionen des FC Opladen 03 vor, den es am Birkenberg in die B-Ligen des Kreises Solingen zieht.

Und sonst?
Die RP berichtet heute über 100 Jahre RTHC-Ruderer und über den grenzübergreifenden Kulturaustausch der AG Leverkusener Künstler: Der beginnt mit der Ausstellung belgischer Künstler, die den Künstlerbunker in ein Kunsthuis verwandeln.

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Aliseca Leverkusen neue Nachrichten

Von wegen „Leverkusener Domplatte“ – Leverkusen ist sogar ein noch viel teureres Pflaster als Köln!
In der Tat, wer hätte das gedacht? Der Bund der Steuerzahler in NRW bringt es an’s Licht: 25 Quadratmeter öffentlicher Fläche in der City kosten in Leverkusen 837,50 Euro im Jahr – mehr als in Köln (787,50 Euro) und sogar mehr noch als in Düsseldorf (831,25 Euro). Was allerdings etwas stutzig macht: Teurer sind nur glamourmäßig eher unverdächtige Metropolen wie Bielefeld oder Wuppertal sowie Bonn, das mit 1250 Euro den Spitzenplatz einnimmt.

Egal! Es ist Donnerstag, 20. Mai, die Sonne scheint – über was spricht man heute bei den Reichen und den Schönen? Was ist der Klatsch des Tages unter den Flaneuren?
Die freuen sich vielleicht auf neue Geschäfte in den Schlebuscher Arcaden: Im Juli sollen dort nach dem Umbau neue Mieter einziehen. Beim Aldi soll es dann auch frische Backwaren aus dem Automaten geben. Außerdem stellt der Leverkusener Anzeiger den neugegründeten Förderverein vor, der den Radweg auf der Balkantrasse verwirklichen helfen möchte. Und der Kletterpark am Birkenberg, das Projekt des Job-Service Leverkusen, wurde gestern eröffnet.

Aldi-Brötchen? Radfahren? Job Service? Klingt nicht so richtig nach dem neusten Schickimicki-Talk.
Aber jetzt: Ärzte gehen immer! Die sind hoch im Kurs bei allen, die sie sich noch leisten können. Und da gibt es leider schlechte Nachrichten, denn: Am Klinikum soll heute der Ärzte-Streik seinen vorläufigen Höhepunkt erreichen.

Oh weh, da schmeckt doch keinem Ärzte-Hopper mehr der Cappuccino.
Der schmeckt dann am besten, wenn das Gegenüber charmant und reizvoll ist. Wie viele Paare haben sich nicht beim Heißgetränk in der Sonne schon einander an die Ewigkeit versprochen? Aber wer sich spontan in Wiesdorf das Ja-Wort geben möchte, hat ab Oktober schlechte Karten: Die Stadt wird das zentrale Trauzimmer im City-Point aufgeben, weiß die Rheinische Post. Dann soll die Villa Wuppermann in Schlebusch an drei Tagen in der Woche als „provisorisches Regel-Trauzimmer“ dienen. Dabei sei das nicht einem Rückgang der Nachfrage geschuldet: „Der Trend geht zur Zweitehe“, wird ein Standesbeamter zitiert.

Aha! Da sind sie, die Reichen & Schönen, die sich so etwas leisten können: Eine Zweitehe! Luxus pur…
Mancher kann nicht verstehen, wie man einen Fehler zweimal begehen kann. Einem Betriebsschlosser von der Firma Aliseca sei erst kürzlich gekündigt worden, nachdem er nach 20 Jahren Tätigkeit im Betrieb im vergangenen Jahr zweimal zu spät – einmal im Juli, einmal im Dezember – gekommen sei. So ist es heute in der RP nachzulesen (leider aber nicht online. UPDATE: Doch, nämlich hier.).

Zuspätkommen ist wirklich nicht schön. Aber reicht das für eine Kündigung?
Das wollte der 38-jährige Schlosser und dreifache Familienvater offenbar auch wissen und klagte. Und Richter Thomas Maercks vom Arbeitsgericht Solingen habe gestern entschieden: Nein, das reicht nicht. Zum einen sei dem Mann nach dem ersten Zuspätkommen nur eine zweite Abmahnung, und nicht die Kündigung angedroht worden. Außerdem gebe es zwischen Schlosser und Firma eine Gleitzeitvereinbarung. Von einem Zuspätkommen im strengen Sinne könne daher gar keine Rede sein.

Wie hat man bei Aliseca reagiert?
In dem Artikel ist von einer „kurzen, hitzigen Diskussion zwischen Richter und Beklagtem“ die Rede. Anschließend, so heißt es weiter, habe sich einer der Aliseca-Vertreter erkundigt, „ob es nötig sei, dass die Öffentlichkeit durch die Presse von dieser Klage erführe“.

Oha! Und mit welchem Ausgang?
Das steht da nicht. Die Tatsache freilich, dass der Artikel heute in der RP zu lesen ist, könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Aliseca-Vertreter noch vor Ort über das Prinzip der Pressefreiheit aufgeklärt wurden. Es ist aber dringend davon auszugehen, dass die Aliseca-Leute höchstselbst zu dem Schluss gekommen sind, dass es sehr wohl nötig ist, dass die Öffentlichkeit von dieser Klage erfährt. Denn dass die Lanxess-Tochter allem Anschein nach versucht, einen vieljährigen Angestellten, der drei Kinder zu versorgen hat, mit Begründungen vor die Türe zu setzen, die vor einem Arbeitsgericht dann nicht standhalten – das könnte manchen interessieren.

Nehmen wir an, dass es so und nicht anders war. Alles andere wäre auch ein Skandal.
Eben. Und weil man bei Aliseca zu dieser weisen Einsicht gekommen sein muss, habe ich auch die Überschrift der heutigen Presseschau so suchmaschinenoptimiert, dass möglichst viele, die sich für Aliseca interessieren, auch hier davon lesen.

Wer Probleme mit der Pressefreiheit hat, der kann ja Chinesisch lernen.
Das ist eine böse Anspielung! Aber immerhin eine gute Überleitung: Denn wer seine Kinder an die chinesische Sprache heranführen möchte, für den hat das Forum Wuxi-Leverkusen das „Lernforum Prinz Taibo“ ins Leben gerufen, das die RP heute vorstellt. Mit ein paar Brocken Chinesisch hätten die Kicker von Bayer 04 vielleicht auch die taktischen Absprachen ihres Gegners verstanden: So unterlagen sie am Deutschlandtag auf der Expo in Shanghai gegen die chinesische Nationalmannschaft chancenlos mit 0:3.

Damit hätten wir auch schon den Sport abgehandelt. Was gab’s in der Kultur?
Beim Anzeiger wollte man möglicherweise zu gerne eine ganze Seite vollschreiben über das Gastspiel des TV-bekannten Comedian und gebürtigen Leverkuseners Ralf Schmitz im Forum. Ein Foto von Schmitz mit heruntergelassener Hose auf der Forum-Bühne hatte man eingefangen – also alles wunderbar. Aber irgendwie ist es dann doch gescheitert und es reichte nur zu exakt 14 Zeitungszeilen.

Schade!
Aber der Nachwuchs schläft auch nicht: An Schmitz‘ einstiger Schule, dem Landrat-Lucas-Gymnasium, hat sich eine Truppe namens „Sonder-Einsatz-Kabarett“ zusammengefunden – und bereitete Zuschauern und der Kritikerin der RP einen vergnüglichen Abend „mit Sketchen, deren Pointen zündeten“, wie ein ausführlicher Artikel bezeugt. Im Anzeiger wird die Ausstellung im Erholungshaus mit bemerkenswerten „urbanen Schnappschüssen“ des Kabarettisten Jess Jochimsen ausführlicher vorgestellt.

Comedy, Kabarett – gut und schön. Was ist mit der Hochkultur?
Auch die kommt zu ihrem Recht: Über den Vortrag von Franz Schuberts „Winterreise“ auf Einladung der KulturStadtLev im Schloss Morsbroich durch Tenor Werner Güra, begleitet am Klavier von Christoph Berner, gibt es unter den beiden Zeitungskritikern keine zwei Meinungen: Tränen der Rührung, „Indianergeheul“ gar machten sie im Publikum aus.

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Abschottung und Macht

Was höre ich: Konstantin Neven DuMont warnt heute in seinem Kölner Stadt-Anzeiger und in seiner Frankfurter Rundschau vor dem Internet?
Nicht direkt vor dem Internet. Neven DuMont fürchtet zwischen dem staatlich subventionierten (Internet-)Angebot des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks und der freien Bloggerszene um die Wettbewerbsfähigkeit der Zeitungsverleger. Das ist ja durchaus nicht unbegründet. Er garniert diese Sorge freilich mit einer allzu großen Portion diffuser Internet-Skepsis, verweist auf das bislang „weitgehend unregulierte Netz“, auf die Datenschutzpraktiken bei sozialen Netzwerken oder mangelnden Jugendschutz, und fragt, ob zunehmende Politikverdrossenheit und zurückgehende Wahlbeteiligungen auf die Digitalisierung zurückzuführen seien. Schließlich appelliert er in Richtung Politik: „Die offene Frage, wie wir unsere Demokratie in Zukunft ausgestalten, geht uns alle an.“

Soll wohl heißen, dass Zeitungen und ihre Verleger auf dem (digitalen) Informationsmarkt auch weiterhin ihren Teil zur demokratischen Meinungsbildung beitragen können sollen.
Etwas in der Art. Genau zu diesem Zweck, übrigens, verweisen wir hier auf seinen Beitrag. Er verweist freundlicherweise ja gelegentlich auch auf das LevLog. Auf diese Weise nämlich wird im Internet Relevanz generiert – ganz basisdemokratisch.

Also denn: Mittwoch, 19. Mai – was berichten Neven DuMonts Angestellte denn heute aus Leverkusen?
Der Leverkusener Anzeiger dreht seine Geschichte über den Wachdienst am Rathaus weiter. Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn informiere in einem Schreiben darüber, dass der Vertrag mit dem Sicherheitsdienst jetzt auslaufe, dass es für diese Aufgabe bei der Stadt aber sehr wohl Personalmangel gebe und dass mit dem Sicherheitsdienst zugleich auch der Rathausvorplatz beaufsichtigt werden solle. Dazu hat der Anzeiger fünf Bürger befragt, die durchweg nicht einsehen, was so ein Wachdienst am Rathaus denn soll. Dass diese Wachdienst-Geschichte von Relevanz ist, beweist übrigens, dass die Rheinische Post das Thema heute auch aufnimmt (freilich ohne auf den Anzeiger zu verweisen). Besonders spannend daran sind nun…

…ja!?…
…die Kommentare dazu in den beiden Blättern: Während Ralf Krieger im Anzeiger fordert, OB Buchhorn möge recht bald den Befehl „Wachen – abtreten“ geben, weil die Wachleute ein Bild von Abschottung und Macht vermittelten, lenkt Ulrich Schütz in der RP in seinem Kommentar (leider nicht online) die Aufmerksamkeit eher auf die zunehmende Verunreinigung sowie auf Schäden durch Skater auf dem Vorplatz (heißt nicht umsonst „Leverkusener Domplatte“) – und spricht sich so zumindest indirekt für die Beibehaltung eines Wachdienstes aus.

Das ist echte Meinungsvielfalt!
Ganz im Sinne von Herrn Neven DuMont! Übrigens passen die Stichworte „Skater“, „Sicherheit“ und „Oberbürgermeister“ auch zu einem zweiten, aktuellen Thema: OB Buchhorn hat einer Mutter, deren Sohn am Skaterpark unter der Stelzenautobahn überfallen und geschlagen wurde, Hilfe zugesagt: Er sehe es „durchaus als Aufgabe, dafür zu sorgen, dass ein solcher Überfall nicht noch einmal passiere“, versichere Buchhorn laut Anzeiger.

Was bietet die Rheinische Post heute außerdem?
Die RP hat immerhin schon ein Foto von einem der berüchtigten Google-Streetview-Autos in seinem Archiv. Aber Neues aus Leverkusen gibt es dazu auch hier nicht – dafür aber immerhin aus der Nachbargemeinde Leichlingen.

Was gibt es Neues aus dem Osten der Stadt?
Zeichen der Vergänglichkeit: Die vor sieben Jahren abgebrannte Gaststätte „Alt Schlebusch“ stehe nun vor dem Abriss. Eine Blutbuche im Park von Schloss Morsbroich hingegen vor einer möglichen Fällung retten möchte der Musiker Rolf Müller – trotz aufgehobener Baumschutzsatzung. Und am Klinikum solle sich der Ärztestreik zum Ende der Woche noch verschärfen: Die Ärzte wollen dann auch vor dem Klinikum demonstrieren.

Ein paar erfreuliche Geschichten?
Die RP stellt das Kirchencafé vor, dass sich in Wiesdorf als feste Institution etabliert hat. Und der Anzeiger hat Dorothee Willers-Klein und ihren Mann Wolfgang Willers anlässlich des zehnjährigen Bestehens des von ihnen gegründeten Deutsch-Italienischen Clubs Leverkusen besucht. Wer ihr Haus in der Pyritzer Straße betrete, „der überschreitet die Grenze nach Südeuropa“, bezeugt Frank Weiffen.

Was gibt es vom Sport?
Surachet Ngamtip aus Thailand ist zur Zeit Gastspieler bei der von Ulf Kirsten und Dirk Dreher betreuten zweiten Mannschaft von Bayer 04. Etwas länger, nämlich fünf Jahre, und nicht nur als Gast soll Mittelfeldspieler Sidney Sam die Bayer-Profis verstärken, wie die Fußball GmbH heute offiziell mitteilt.

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Drohende Rentenlücken

Am Wochenende in den Medien: Werner Wenning plaudert aus dem Bayer-Nähkästchen, im Rechtsstreit zwischen Agfa und ehemaligen Mitarbeitern drohe wegen fehlender Zahlungen in die Pensionskasse eine neue Klagewelle und die Leverkusener Grünen klagen über den Zustand der Schlebuscher Altstadt.
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Der Abschied vom „Bayer-Denken“

Die DyStar-Insolvenz bietet auch heute Stoff für die Redaktionen: Der Leverkusener Anzeiger hat mit einigen der 21 Ex-DyStar-Mitarbeiter gesprochen, die nach ihrer freiwilligen Kündigung nun ohne die zugesagte Abfindung in Höhe von jeweils 80.000 bis 90.000 Euro dastehen. Einer der Betroffenen, Uwe Würdig, wird seinen Plan für ein Angel-Camp in Norwegen nun noch einmal überdenken müssen. „Als wir alle vor 20, 30 Jahren beim Bayer anfingen, war das doch ’ne Lebensstellung“, denkt er etwas wehmütig zurück und fasst die Überraschung von Verwandten und Bekannten so zusammen: „Die Alten haben noch das Bayer-Denken. Die können sich nicht vorstellen, was bei uns abgeht.“
Die Rheinische Post zeigt heute (nur im Print) ein Foto von der Aktion von Bayer 04-Fans am vergangenen Samstag in der BayArena: „Rettet DyStar, sonst stirbt die Farbenstadt“, forderten sie auf einem Banner im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg. Im Fanforum werkself.de verfolgen die Fans die DyStar-Insolvenz aufmerksam.
Ich weise in diesem Zusammenhang noch einmal auf den gestrigen LevLog-Gastbeitrag von Hauke Fürstenwerth in der neuen Rubrik „Zweite Meinung“ hin.

Nicht über sieben, aber über drei Brücken muss die Neue Bahnstadt Opladen gehen, und über einen Kreisverkehr an der Feldstraße: Das an sich ist nichts neues, über die neuesten Pläne informieren heute Anzeiger und RP nach einer Bahnstadt-Pressekonferenz jeweils als Lokalaufmacher. „Kühn“ findet der Anzeiger die gestern vorgestellten Projekte, in der RP darf Künstler Eberhard Foest von dem Material schwärmen, das Architekt Martin Knight verwenden möchte, nämlich Corten-Stahl: „Erst ist der Stahl hellbraun und wird dann dunkler. Das ergibt ein wunderschönes, ins rötliche gehende Herbstbraun.“ (Online finden wir bei der RP leider nur das hier) Wir erinnern uns: Ein wesentlicher Bestandteil der Landesgartenschau 2005 war das Ziel, mit Brückenschlägen den Rhein von Wiesdorf aus wieder bequem erreichbar zu machen.

Die RP interviewte VivendiGeschäftsführer Sven Reumkens zum neuen Pächter in der Stadthalle Opladen. Dieser Erfolg veranlasse ihn aber nicht, sich aus Opladen nun zurückzuziehen, im Gegenteil, versichert er: „Wir haben in Opladen noch viel vor.“

Das ging schnell: Vor zwei Wochen wurde noch eine Kapitalerhöhung durchgeführt, heute bringt Biofrontera nach elf Jahren das erste Präparat auf den Markt – und die dazugehörige Homepage gleich mit: Belixos wird in Zusammenarbeit mit der Grünenthal Pharma AG hergestellt und soll gegen gerötete und juckende Haut helfen. Auch der Anzeiger berichtet.

Von dem Wunsch des Stadtrats, die Endhaltestelle der Straßenbahnlinie der Linie 4 in Schlebusch mit der Buslinie 227 in Zukunft besser anzubinden, und von der Skepsis der Wupsi vor dem beschlossenen Testlauf weiß der Anzeiger.

Roswitha Arnold ist die alte und neue Chefin der Leverkusener Grünen, meldet Radio Leverkusen: Bei der Mitgliederversammlung wurde sie für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt.

Die Speerwerferin und Weltmeisterin im Ruhestand Steffi Nerius besucht hat der Anzeiger und ein Kamerateam des WDR. In der Sendung „Lokalzeit“ wurde sie gestern in ihrem neuen Vollzeitjob als Trainerin in der Behindertenabteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen vorgestellt. Die Ex-Sportlerin ist zu einer nicht unwichtigen Einsicht gekommen: „Irgendwann muss man auch mal anfangen, nicht nur auf Honorarbasis zu arbeiten, sondern eine richtige Anstellung zu haben.“ Am Schreibtisch, will uns scheinen, sitzt sie allerdings doch noch etwas verkrampft.

Sabine Ingber-Canters von Currenta ist’s nicht geworden, dafür Joachim Ferrier von Federal Mogul aus Burscheid: Er ist der IHK-„Ausbilder des Jahres“, Anzeiger und RP berichten (beide nicht online), wir gratulieren.

Heute erscheint das neue Amtsblatt der Stadt Leverkusen mit den Ergebnissen der Bundestagswahl für den „Wahlbezirk 102 Leverkusen – Köln IV“.

Kultur: Anzeiger und RP (nicht online) stellen die geistlich geprägten Arbeiten des Künstlers Bernhard Guski vor: Die Christuskirche in Wiesdorf zeigt eine Auswahl seiner Bilder. Und beim Klezmer-Konzert junger Klezmorim im „topos“ war die RP dabei.

Und bei unserem Lieblingsradiosender finden wir heute dies: Manfred Gottschalk von der Schlebuscher Buchhandlung Gottschalk wird heute um 15.33 Uhr bei DeutschlandRadio Kultur seine ganz persönlichen Buchempfehlungen abgeben. Also einschalten – oder einloggen.

Schließlich noch dies: Heute schon bezahlt für Nachrichten? Der Verlag M. Dumont-Schauberg bereitet seine Leser auf der Medienseite des Stadt-Anzeigers schon auf die nahe Zukunft vor: Bald sollen exklusive Angebote im Netz Geld kosten, das Segen bringende Geschäftsmodell soll durch neue Technik möglich werden, hofft Verleger Konstantin Neven DuMont: „Wir machen Druck, dass die Provider ein Modell finden, und haben die große Hoffnung, dass wir das schon 2010 anwenden können.“

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EVL: Abstieg zur Kölner Filiale?

Dem Kommen und Gehen in der Leverkusener Politik gilt heute das Hauptaugenmerk geneigter Chronistenpflicht: Der Leverkusener Anzeiger fängt überparteilich menschliche Regungen bei der letzten Sitzung des Stadtrats in alter Zusammensetzung ein: Der scheidende Oberbürgermeister Ernst Küchler blickte in seiner kurzen Abschiedsrede auf 41 Ratssitzungen und mehr als 1700 verabschiedete Ratsvorlagen zurück und resümierte, die Stadt nehme „eine gute Entwicklung“. Die Fraktion der Bürgerliste regte keine Hand zum Beifall, notiert der Anzeiger-Chronist weiter, CDU-Fraktionschef Klaus Hupperth lobte zum Abschied Küchlers „konsequente Haltung“ zum Opladener Bad und Parteigenosse Walter Mende betonte die „historische Bedeutung“ der Neuen Bahnstadt Opladen. „Sie haben sich um die Stadt verdient gemacht“, schloss er und übergab Küchler einen Blumenstrauß, den Grünen-Chefin Roswitha Arnold eilends noch besorgt hatte.
Für die Beschlüsse des Rats verweist der Anzeiger auf seine Seite 32, dort allerdings erfahren wir u.a. nur: „Lynn Mester blieb gegen München weitgehend wirkungslos.“ Es ist die erste Seite des Lokalsports, ein Bericht über die Fußballerinnen von Bayer 04.
Zurück also zur ersten Lokalseite, wo wir unter Personalia immerhin erfahren, dass der Rat Küchlers bisherigen Büroleiter Ralf Johanns zum neuen Leiter des Fachbereichs Rechnungsprüfung und Beratung gewählt hat; und zum Nachfolger von Heinz Siefen als technischer Geschäftsführer der Energieversorgung Leverkusen (EVL) zum 1. Januar Ulrik Dietzler bestellt. Dietzler wird weiterhin 50 Prozent seiner Abeitskraft in den Dienst der RheinEnergie Köln stellen, wie die Rheinische Post anmerkt. Dort weist „US“ deshalb in einem Kommentar darauf hin, dass bald auch der zweite EVL-Geschäftsführer Wolfgang Sobich ausscheidet – und dann womöglich gar kein Leverkusener mehr im EVL-Vorstand vertreten ist. Das könnte „der nächste Schritt zum Verlust der Eigenständigkeit der EVL, der ‚Abstieg‘ zur Filiale der Kölner Rheinenergie“ sein, fürchtet der Kommentator, und ergänzt: „Ob der Stadtrat den Willen hat, dies zu vermeiden?“

Den Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur von Ursula Monheim (CDU) für die Landtagswahlen 2010 melden Anzeiger und RP, letztere nennt mit den Ratsherren Rüdiger Scholz aus Rheindorf und Albrecht Omankowsky aus Bergisch Neukirchen schon zwei mögliche Anwärter, von denen Scholz heute in der Tat seine parteiinterne Kandidatur angekündigt hat. Und soeben auch Omankowsky. Gute Trefferquote bei der RP!

Den Fall des Schlebuschers, der nach eigenen Angaben ohne sein Einverständnis als Bewerber von „Pro NRW“ in seinem Wahlbezirk aufgestellt wurde und deswegen Anzeige wegen Urkundenfälschung erstattet hat, untersucht nun die Staatsanwaltschaft, meldet der Anzeiger (hier online). Die Zustimmungserklärung des Mannes, die „Pro NRW“ vorgelegt hat, wird nun auf ihre Echtheit untersucht. Sollte sich der erhobene Fälschungsverdacht bestätigen, könnte die Wahl im Kommunalwahlbezirk 21 wiederholt werden müssen. Der Mann hatte damals immerhin 91 Stimmen für seine Kandidatur erhalten.
Wie die Parteien im neuen Rat künftig mit „Pro NRW“ „umgehen“ möchten oder auch nicht, hat Radio Leverkusen nachgefragt: SPD und Bürgerliste wollen demnach überhaupt nicht, Grüne und OWG/UWG mit „Pro NRW“ um inhaltliche Anliegen diskutieren, ebenso wie CDU und FDP: Schließlich seien diese „demokratisch in den Rat gewählt“.

Die auf einer Klassenfahrt in die Eifel erkrankten Kinder der Gezelinschule litten an einer Infektion, sind nun wieder wohlauf und zurück in Leverkusen, meldet der Anzeiger. Es habe sich nicht um eine Lebensmittelvergiftung gehandelt, wie zunächst befürchtet.

Mit besorgten Taxifahrern nach sechs Überfällen auf Kollegen in den vergangenen sechs Wochen in Leverkusen sprach nun auch der Anzeiger. Erdal Arslan vom Taxiruf-Vorstand mutmaßt: „Vielleicht ist das eine Erscheinung, die mit der wirtschaftlichen Krise zusammenhängt.“

Andere Probleme hat derzeit der Hitdorfer Fährführer Hans-Gerd Kohlmann, den die RP besucht hat: Der derzeit niedrige Rheinpegel (gestern bei 1,04 Meter) zwingt andere Fähren bereits dazu, ihren Betrieb vorübergehend einzustellen, aber Fährmann Kohlmann kann länger: „20 Zentimeter halte ich noch aus.“ Ein Vorteil der schwächeren Strömung: Der Fährmann spart Sprit beim Übersetzen.

Der Köttershof geht (vorerst) doch nicht an den Steinbücheler Tiefbauunternehmer Hans Paffrath: Wie der Anzeiger heute meldet, hat Raiffeisen-Erzeugergenossenschaft der Volksbank Rhein-Wupper deren Ansprüche am Köttershof für einen siebenstelligen Betrag abgekauft. Deswegen wurde das laufende Verfahren nun eingestellt.

Das „Calcio“ öffnet am Wochenende wieder seine Türen, erinnert die RP alle, die es inzwischen vergessen haben sollten.

Aus Schlebusch berichtet Werner Röder für den Anzeiger vom Beginn der Rohbauphase für das „Karree im Dorf“ und vom geplanten Umbau der „Schlebusch Arcaden“.

Kultur: Die RP war bei Andreas Meisners Orgelforum-Konzert in der Bielertkirche in Opladen, RP und Anzeiger waren beim neuen „Kulisse Jazz“ der Bayer-Kulturabteilung im Erholungshaus.

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