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„Jamaica ist tot“

Heute soll es eine Vorentscheidung geben auf der Suche nach der Ratsmehrheit, glaubt man den Prognosen der Berichterstatter des Leverkusener Anzeigers und der Rheinischen Post : Und tatsächlich präsentiert uns die RP bereits ein entscheidendes Signal von den Grünen: „Jamaica ist tot“, wird die Grünen-Fraktionschefin Roswitha Arnold in einem lesenswerten Beitrag zum aktuellen Stand der Dinge zitiert. Falsch daran ist zwar die Schreibweise der karibischen Insel mit den Nationalfarben Schwarz, Gelb und Grün. Das hilft der CDU aber auch nicht weiter, der für eine stabile Mehrheit nun offenbar allein eine Große Koalition mit der SPD bliebe. Weil die SPD aber wiederum mit den Grünen und der Bürgerliste schon ein Bündnis schmiedet, könnte es passieren, dass die CDU mit ihren 22 Sitzen und dem neuen Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn ohne Mehrheit dasteht. Peter Korn gibt sich freilich angemessen skeptisch, wie krisenfest ein linkes Bündnis mit kleinen Parteien wie Pro Opladen, OWG-UWG oder Linken sein mag – nämlich gar nicht: „Eine ideale Gemengelage für Zufallsmehrheiten.“

In sämtliche digitale „News-Alerts“ bundesweit katapultiert hat sich heute Vormittag das Lise-Meitner-Gymnasium in Manfort mit einem Amok-Fehlalarm. Radio Leverkusen, RP, Anzeiger und Spiegel Online geben Entwarnung: Es gab an der Schule keinen Amoklauf. Ursache war offenbar ein technischer Defekt.

Über das „Fest zum Weltkindertag“ im Neulandpark berichten Anzeiger und RP ausführlich, wir lassen Bilder von YouTube sprechen:

Eine überaus eigenartige Rallye, die einer Körpercreme, der Farbe Orange und dem Zeitgeist der 70er Jahre huldigte, und die am Sonntag mit einigen schicken „Youngtimer“-Autos am BayKomm in Leverkusen endete, hat der Anzeiger gesehen – und liefert dazu auch eine hübsche Bildergalerie.

Den Tod von Werner Mävers, einst FDP-Ratsherr in Bergisch Neukirchen, später stellvertretender Landrat, vermeldet die RP.

Beim „Tag der Bewerbung“ im Berufskolleg in Opladen wurden Jugendliche mit dem Ernst des Lebens konfrontiert, die RP hat dazu passend die Arbeits-Statistik und einen guten Rat von Rainer Gurk vom städtischen Fachbereich Kinder und Jugend parat: „Zwar wird frühestens Anfang 2012 ein neuer Kindergarten in Leverkusen eröffnet. Dennoch kann ich Ihnen sagen, dass Erzieherin ein Beruf mit Zukunft ist.“

Und dann noch viel Kultur: Von einem Gamelan-Konzert in der Musikschule Leverkusen, von einem Konzert der Bayer Bigband im BayKomm und von der Aufführung des Stücks „Der Weg zurück“, einer Sprechtheaterfassung des Musicals „Der König der Löwen“, in einer Inszenierung von Schülern des Lise-Meitner-Gymnasiums im Rahmen des Schülertheaterfestivals im Forum berichtet der Anzeiger. Der Anzeiger war auch beim Besuch des Kabarettisten Jürgen Becker beim NaturGut Ophoven. Und die RP schaute bei einem Casting beim „matchboxtheater“ in Hitdorf zu.

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Mehr Toleranz für Wupper-Flößer

Der Leverkusener Anzeiger erscheint in neuem Gewand: Ein neues Layout schmückt die Zeitung ab heute, Verleger Alfred Neven DuMont schreibt dazu auf Seite drei von einem „kleinen Sprung in die nächste Zukunft“. Und er weiß auch, wo die Zeitung auch in Zeiten des Internets „immer noch Meister ist“: Im Lokal- und Regionalbereich.

Und damit zur LevLog-Presseschau:

Der Vergangenheit von Marijn Dekkers, dem kommenden Vorstandsvorsitzenden der Bayer AG, als Tennistrainer bei Rot-Weiß Emmerich nachgespürt hat die Rheinische Post: Neben Dekkers Immatrikulationsfoto von der Universität Nimwegen berichten einstige Weggefährten von dem Tennisclub, bei dem sich Dekkers die eine oder andere Mark während seines Studiums als Trainer hinzuverdient habe. „Hart, aber gerecht“, sei er gewesen. „Er war ein richtig netter Kerl, der unglaublich angenehm im Umgang war“, wird ein einstiger Dekkers-Schützling zitiert. Ein Tennis-Crack als Bayer-Chef: Zieht da am Horizont ein Goldenes Zeitalter für den RTHC herauf?

Den Leverkusener CDU-Mann Bülent Arslan, der zweimal mit dem Versuch gescheitert war, sich als Kandidat für die Bundestagswahl aufstellen zu lassen, stellt die taz in einem Porträt vor und fragt in der Überschrift: „Kann ein Muslim CDU-Politik?“

Bei dem Wahlkampfauftritt von Sahra Wagenknecht in Leverkusen am Mittwoch war neben dem Anzeiger auch der Spiegel dabei.

Ab dem 20. Oktober hat die Schweinegrippe keine Zukunft mehr in Leverkusen: Dann wird geimpft! Das meldet Leverkusens Amtsarzt Hans-Eckhard Linstaedt. Rund 40.000 bis 50.000 Leverkusener würden sich impfen lassen, schätzt Linstaedt für den Anzeiger. RP und Radio Leverkusen berichten (hier und hier) schon von Leverkusener Kassenärzten, denen die Aufwandsentschädigung in Höhe von 4,09 Euro pro Impfung nicht hoch genug sei.

Thema in allen Medien ist die Grundsteinlegung für die Kinderklinik (inklusive einer „Komfortstation“) am Klinikum in Schlebusch. 23 Millionen kostet der Bau für 168 neue Betten, der 2012 bezugsfertig sein soll.

Mit dem Organisator der Wupper-Floßfahrt, Klaus Kirschey, hat die RP gesprochen. Nachdem Tierschützer sich beschwerten, dass die Fahrt bei einem Pegelstand unter 60 Zentimetern gestartet wurde, fordert Kirschey „mehr Toleranz“ für die „zufriedenen Teilnehmer“: Er habe „regelmäßig den Stand angefragt, und der lag bis Sonntagmorgen über 60 Zentimeter“. Auf dieser Seite sieht man, dass Kirschey seinen Schlaf an dem Tag (13.9.) offenbar recht früh aus hatte. In einem Leserbrief zwei RP-Seiten weiter klagt ein Mitglied des Sportanglervereins (SAV) Bayer Leverkusen: Die „Gaudiveranstaltung“ sei kontraproduktiv für die Bemühungen von Angelsportvereinen, Fischereiverbänden und Behörden in der Wupper Wanderfische wie Lachs und Meerforelle wieder heimisch werden zu lassen.

Ein weiteres Thema im Problemfeld „Mensch und Natur“ beleuchtet die RP ausführlich und spricht mit Leverkusener Jägern über das Ende der Schonzeit für die Kanada-Gänse am Hitdorfer Badesee.

Viele ihrer eigenen Aktionen präsentiert die Anzeiger-Lokalredaktion heute den Lesern: Die Serie „Mangelhaft“ mit besonders unansehnlichen Orten in Leverkusen ist auf der ersten Lokalseite, auf Lokalseite zwei wird der Leverkusener Schilderwald durchforstet und auf der „Journal“-Seite lädt ein Rätsel zur 5. Leverkusener Kunstnacht zum Mitmachen ein, im Mittelpunkt der Diepentaler Künstler Winfried Gille. Wann die 5. Leverkusener Kunstnacht ist, erfährt man u.a. hier: Am Freitag, 30. Oktober 2009, von 18 bis 24 Uhr.

Die Nachricht von den 61 Millionen Euro für Leverkusen aus dem Landeshaushalt für 2010 meldet jetzt auch der Anzeiger.

Auch im Anzeiger-Hauptblatt ist Leverkusen heute vertreten: Für eine Story über den blühenden Handel mit immer jüngeren Nachwuchsspielern auf der Themenseite im neuen Layout besuchte der Stadt-Anzeiger den Leverkusener Nachwuchskicker Dennis Krol. Der 18-jährige Krol spielte rund fünf Jahre beim FC Barcelona, bevor er 2009 wieder zu Bayer 04 nach Leverkusen zurückkehrte. (Dieses Porträt bestätigt immerhin die These, dass die Anzeiger-Sportredaktion sehr wohl weiß, welcher Verein im Einzugsgebiet die Referenzgröße zum Thema Fußball ist.) Hier noch ein Video mit Krol im Trikot des FC Barcelona, gefunden bei YouTube. Überschrift: Die große deutsche Hoffnung.

Ein wenig Politik gibt es heute auch in der RP (leider nicht online): Eine Woche vor der Bundestagswahl setzt die Redaktion ihre Kandidatenporträts mit Benedikt Vennemann von der FDP fort. Der Heilpädagoge und Immobilienkaufmann umreißt seine politischen Ziele, unter anderem will er, dass Leverkusen zukünftig eben nicht in Düsseldorf um Geld betteln muss: „Es kann nicht sein, dass die Kommunen komplett von der Gewerbesteuer abhängig sind.“ Aber, aber: Es gibt doch auch noch die Hundesteuer.

Von einem geplanten Warnsystem vor Kindesmisshandlung, an dem Jugendamt und Leverkusener Schulen arbeiten, berichtet die RP. Vom Prozessauftakt gegen einen mutmaßlichen Sexualstraftäter aus Manfort vor dem Landgericht Köln berichten Anzeiger und RP.

Kultur: Der Anzeiger empfiehlt die neue Komödie am „matchboxtheater“ in Hitdorf: Die Inszenierung des Broadway-Stücks „Jakes Frauen“ besteche „mit feinsinnigem Humor“. (Nächste Aufführungen: heute, Samstag, 19. 9., und Samstag, 26. 9., jeweils um 20 Uhr im Theater in der Hitdorfer Str. 169). Über die Inszenierung von Helge Schneiders „Mendy – Das Wusical“ von Schülern des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums berichtet die RP vom Schülertheaterfestival im Forum (die schräge Inszenierung stellte der Anzeiger schon vor zwei Wochen vor).

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Wann die Klopperei losgeht

Eine „wundersame Mitgliedervermehrung“ registriert die Rheinische Post in den Leverkusener Ausschüssen: Nach der geplanten Vergrößerung des Finanzausschusses von 15 auf 21 Mitglieder in der neuen Legislaturperiode, von der die RP gestern berichtete, sollen nun alle Ausschüsse mit bislang 15 Mitgliedern um einen Platz auf 16 Mitglieder erweitert werden – so ein Ansinnen von CDU und SPD. So viel überparteiliche Einigkeit will SPD-Fraktionschef Walter Mende aber nicht überbewertet wissen: „Die Klopperei geht dann erst bei den Inhalten los.“ Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn rät er freilich, lieber nicht den Finanzausschuss zu leiten: Die Prügel solle doch besser weiterhin der Kämmerer einstecken. Noch-OB Ernst Küchler wurde indes von der SPD-Fraktion zu ihrem neuen schul- und kulturpolitischen Sprecher gewählt, meldet die RP.

Heute berichtet die RP auch über das Geld aus dem Konjunkturpaket II für die Leverkusener Schulen. Während im Anzeiger gestern zu lesen war, an welcher Schule mit dem Geld was gemacht werden soll, zählt Peter Korn heute alle die Finger von Schulen, die fleißig in die Höhe schnellen, um noch den einen oder anderen zusätzlichen Wunsch erfüllt zu bekommen. Mit der Videoüberwachung für die Comeniusschule in Steinbüchel wird es aber vorerst nichts: Dort solle zunächst nur ein Zaun für Ordnung sorgen.

Den neuen Schulrat für die 28 Leverkusener Grundschulen stellen Anzeiger, RP und Radio Leverkusen vor: Der 40-jährige Andreas Paul plant einen neuen, besonderen Schwerpunkt auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, also die sogenannten „MINT-Fächer“, und er möchte „jungen Lehrkräften Mut machen, Verantwortung zu übernehmen“, zitiert der Anzeiger Paul.

Der Anzeiger berichtet heute auch über die Verschiebung der Sanierung des Willy-Brandt-Ringes durch den Verwaltungsrat der Technischen Betriebe Leverkusen um zwei Jahre bis 2012 und ergänzt ein weiteres Argument: „Nach einer neuen Richtlinie kann [dann] mit einem Zuschuss vom Land in Höhe von 50 Prozent gerechnet werden.“ Die kalkulierten Kosten für die Maßnahme betragen 850.000 Euro.

Pressekonferenz im Pflanzenschutzzentrum: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Anzeiger, RP und viele andere waren gestern bei Bayer CropScience in Monheim. Dort hat man ein neues Wort erfunden: „Optimierte Pflanzenmerkmale“ meint nichts anderes als „gentechnische Veränderungen“, wie uns der Anzeiger in seinem Wirtschaftsteil aufklärt, ist aber weniger kontaminiert. Mit „Optimierten Pflanzenmerkmalen“ also und mit Saatgut will der Bayer-Teilkonzern bis 2018 besonders viel Geld verdienen. „Wir bauen unser Geschäft durch die Stärkung der eigenen Forschung, durch Allianzen und durch gezielte Zukäufe aus“, wird Joachim Schneider, Leiter des Geschäftsbereichs Bioscience, in der FAZ zitiert.
Einen Aspekt aus Monheim nutzt die RP auch für ihre Lokal-Titelseite und stellt das Forschungslabor für Schüler der Stufen acht bis dreizehn vor, das in knapp einem Jahr von über 1000 Schülern aus der Region genutzt wurde. Das Bild mit zwei experimentierenden Schülern hat CropScience dankenswerterweise zur Verfügung gestellt.
Im Wirtschaftsteil der RP (nicht online) verrät Friedrich Berschauer, Chef von Bayer CropScience, übrigens auch etwas über den kommenden Bayer-Vorstandsvorsitzenden Marijn Dekkers: „Ich habe meinen künftigen Chef am Dienstag eine halbe Stunde lang gesprochen, er ist eine beeindruckende Persönlichkeit.“

„Einigkeit“ und „Recht“ und „Freiheit“ gehen auf die Zielgerade: Anzeiger, RP und Radio Leverkusen melden den Schlussspurt von dem Klipper, dem Aalschokker und der Tjalk auf dem Weg zur neuen Schiffsbrücke in der Wuppermündung. Pünktlich zur Regionale 2010 soll die Brücke nach 15 Jahren Sanierung fertig sein. Der Förderverein stellte die Modelle der Schiffe im Maßstab 1 zu 25 und das neue Logo mit den stilisierten Schiffen auf blauer Wupper vor.

Über einen „deutlichen Anstieg“ psychischer Störungen am Arbeitsplatz berichtet Currenta-Betriebsrat Klaus Hebert-Okon im Interview mit der RP.

Radio Leverkusen erschreckt uns noch mit dieser Überschrift: „Forderungen nach Amoklauf“. Es handelt sich aber zum Glück nur um Forderungen nach geeigneteren Maßnahmen gegen Amokläufe, die die Deutsche Polizeigewerkschaft nach dem Amoklauf in Ansbach nun wiederholt hat.

Kultur: Anzeiger und RP staunen über die „Wundertüte“ der Schlebuscher Gesamtschüler beim Schülertheaterfestival im Forum.

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