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Fallbeil über Rheindorf-Nord

Einen interessanten Konflikt hat der Leverkusener Anzeiger in Rheindorf-Nord aufgetan: Dort sollen politische Mandatsträger künftig draußen bleiben, wenn der Stadtteilbeirat im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt Rheindorf“ wieder tagt, lesen wir dort. Streitereien unter den Politikern hätten viele der übrigen Mitglieder vergrault, Ingrid Nahl-Höfer (SPD) habe bereits im Juli das Handtuch geworfen. In einem Brief an den damaligen OB Ernst Küchler habe sie die Ratsherren Erhard Schoofs (Bürgerliste) und Andreas Eckloff (CDU) namentlich genannt. Ulla Jonen bezeichnet im beistehenden Kommentar das „lustlos“ gewordene Gremium in seiner derzeitigen Form als ein „Fallbeil“ – „und auf der Guillotine liegt der ohnehin nicht privilegierte Stadtteil Rheindorf-Nord“.

Sportpolitik steht bei Anzeiger und Rheinischer Post heute ganz hoch im Kurs, wenngleich mit geringfügig unterschiedlichen Schwerpunkten: Im Sportpark-Betriebsausschuss wurde der Wirtschaftsplan für 2010 verabschiedet – und der Anzeiger betont, dass der Betrieb des Freibades Auermühle für das Jahr gesichert sei, für 2011 aber weiterhin ein Investor gesucht werde; währenddessen rückt die RP in den Vordergrund, dass mit 1,3 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket Smidt-Arena, der Sportplatz Lützenkirchen und das Hallenbad Bergisch Neukirchen saniert werden sollen.

Gegen einen möglichen Abriss des alten Amtsgerichtsgebäudes und für die Verlegung der Gütergleisstrecke in der Bahnstadt Opladen spricht sich die Aktionsgemeinschaft Opladen (AGO) vehement in einer Mitteilung aus. Für den Erhalt des Amtsgerichtsgebäudes setzt sich laut Anzeiger auch die OWG/UWG-Ratsfraktion ein.

Um Leverkusen aus der Schuldenfalle zu helfen, wolle Kämmerer Rainer Häusler mit Partnern vom Deutschen Städtetag unter anderem bei Ministerpräsident Jürgen Rüttgers vorstellig werden und gegen die Regelungen von Bund und Land zuungunsten der Kommunen protestieren, erläutert die RP.

Nicht nur undichte Kanäle, auch marode Laternen können Anwohnern teuer zu stehen kommen, weiß der Anzeiger – und auch, welche Straßenzüge die Energieversorgung Leverkusen (EVL) in 2010 in Angriff zu nehmen beabsichtige.

Eine pfiffig aussehende Lösung hat ein Anzeiger-Leser für die maroden Wände am Europaring gezeichnet: Er stellt sich eine Trägerkonstruktion vor, die die Wände hält und unter der die Autos auf allen vier Spuren fahren können.

Die Demonstration der DyStar-Mitarbeiter am Montag ab 16 Uhr von Tor 1 bis vor den Kaufhof kündigt, mit der eindringlichen Bitte um Solidarisierung, dieser Flyer an.

Das börsennotierte Unternehmen Biofrontera im Innovationspark führt in diesem Jahr zum zweiten Mal eine Kapitalerhöhung durch, erfahren wir unter anderem bei ad-hoc-news.de.

Die Leverkusener Jusos haben Jonas Berghaus als neuen Vorsitzenden gewählt, meldet der Anzeiger.

Der Ex-Leverkusener Fußballspieler Thomas Reichenberger (jetzt: VfL Osnabrück) stehe in dem Verdacht, zu den Spielern zu gehören, die für eine „Wett-Mafia“ Spiele manipuliert haben sollen, schreiben RP, Anzeiger und Medien landauf, landab. Reichenberger dementiert das ausdrücklich.

Eigenartige Beobachtung bei Google-News: Der AnzeigerArtikel zu der eingestürzten Betondecke auf der Baustelle für die ECE-„Rathaus Galerie“ von vergangener Woche ist über die Überschrift dort nicht mehr auffindbar. In der Web-Suche hingegen schon, und mit einer anderen Suche auch wieder in der News-Rubrik. Hat da jemand an den Google-Algorithmen rumgefummelt?

Zum Wetter von Samstag kochte die WDR-Lokalzeit im NaturGut Ophoven ein Ei.

Kultur: Anlässlich seines 40-jährigen Bestehens richtet der Jugendhaus-Bunker ein Konzert im Lindenhof (Samstag, 18.30 Uhr) mit den „Monsters of Lev“ aus, kündigt der Anzeiger an – mit dabei: „Atropin“, „The Other“, „Sky’s Shadow“ sowie Dierk Hills Band „Hill, Renn & Siebert“. Die RP schwelgt derweil mit Jugendhaus-Leiter Reiner Hilken in Erinnerungen, gemeinsam mit dessen Eltern Günter und Magdalene Hilken, die den Bunker einst gründeten.
Die Ausstellung „Slow Paintings“, die am Sonntag im Museum Morsbroich eröffnet, stellt heute die RP vor, ebenso wie das Fachmagazin artdaily.org with quite an extensive report.
Eine Ausstellung „Perspektivwechsel“ im Künstlerbunker in Opladen von Montag an bis zum 18. Dezember kündigt die RP an.

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Am Abgrund

Der drohende Finanzkollaps der KulturStadtLev und die Frage, ob, und wenn ja: wo vielleicht doch noch Geld gespart werden könnte, beschäftigt heute Rheinische Post (hier) und Leverkusener Anzeiger (hier). „Wir stehen am Abgrund“, formuliert Klaus Hupperth (CDU) im Kulturausschuss die Aussichten, während sich Marion Grundmann, Leiterin der KulturStadtLev, schützend vor die Musikschule stellt: Dort seien die Folgen weiterer Kürzungen „undenkbar“.

Über eine eingestürzte Betondecke auf der Rathaus-Galerie-Baustelle berichtet heute groß der Anzeiger, eher klein die RP: Ein fehlerhaft verarbeiteter Träger sei offenbar Ursache für das Einstürzen eines Teils der obersten Parketage in der Nacht auf Dienstag. Der Sachschaden, wiegelt ECE-Centermanagerin Katrin Becker laut Anzeiger ab, sei gering, der Eröffnungstermin im Februar nicht gefährdet.

Ganz absichtlich könnte es bald in Opladen krachen: Dem ehrwürdigen Altbau des Opladener Amtsgerichtes drohe die Abrissbirne, weiß der Anzeiger. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen prüfe derzeit diese Möglichkeit in Anbetracht hoher Renovierungskosten für das über 120 Jahre alte Gebäude, das überdies erhebliche Heizkosten verschlinge.

Über die notwendige Maßnahme der Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) an dem bald auch in Fahrtrichtung Wiesdorf nur noch einspurig befahrbaren Europaring berichten heute auch Anzeiger und RP.

Vom mutmaßlichen Kreditkarten-Datendiebstahl in Spanien bleiben auch Kunden der Sparkasse Leverkusen nicht verschont, melden Anzeiger und RP. Alle betroffenen Kunden seien angeschrieben worden, es handele sich aber um eine „rein präventive Maßnahme“, betont Sparkassen-Sprecher Ingo Schneider laut Anzeiger.

Dem Sportbund Leverkusen könnte bald einen Vertreter in den Betriebsausschuss Sportpark entsenden dürfen, meldet der Anzeiger. Einen entsprechenden Antrag sei von CDU und SPD gemeinsam gestellt worden. Sportbund-Vorsitzender Karl-Josef Weißenfels solle „dem Vernehmen nach“ diese Position übernehmen.

Im Streit um den Bürgerbusch gehe es um die Summe von 150.000 Euro, setzt die RP heute ihre Berichterstattung zur Klage des Bürgerbusch-Käufers Wilfried Hilgert aus Köln gegen den Vorbesitzer Geza von Diergardt, der in Kanada lebe, fort.

Die Kooperation des Chemparks mit dem Nanjing Chemical Industry Park (siehe hier) nutzt die RP zu einer Betrachtung über die rosige Zukunft des einstigen Bayerwerks.

Keine rosige Zukunft ist bis auf weiteres dem Bayer-Leberkrebsmittel Nexavar beschert, zumindest nicht in Großbritannien. Dort habe die Aufsichtsbehörde Nice das Mittel mit der Begründung abgelehnt, es sei zu teuer, meldet Reuters.

Die heimliche Eliteschule Leverkusens feiert 2010 Jubiläum: Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium wird 50 Jahre alt, der Anzeiger weiß, welche „erfolgreichen Menschen“ unter den Ehemaligen die Schule dann neuerlich beehren sollen: Unter anderem die Autorinnen Maren Gottschalk und Ulla Hahn, die Journalisten Werner Sonne und Christoph Droesser, Ernst Grigat vom Chempark oder Pianist Falko Steinberg.

Auf dem Schrottplatz Bender in Küppersteg umgesehen hat sich ein Fernsehteam des WDR: Dort wundert sich Peter Bender immer noch über die Abwrackwut der Autofahrer, sein Schrottplatz sei immer noch voll. Der TV-Bericht ist hier abrufbar. Und dazu passend hier noch einmal das bedrückende Dokument der allerletzten Fahrt eines im Medienmoloch Leverkusen einst berüchtigten Autos, ebenfalls bei Bender. Achtung: melancholischer Blick bei 1:23.

Kultur: In der Studio-Galerie im Forum stellen Künstler aus dem Opladener Künstlerbunker ab heute und bis zum 18. Januar Arbeiten aus, Anzeiger und RP berichten.
Und eine Lesung heute Abend in der Erholungshaus-Kulisse kündigt der Anzeiger an: Dorota Masłowska (hier bei Wikipedia) liest um 20 Uhr aus ihrem Roman „Zwei arme Polnisch sprechende Rumänen“.

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