Schlagwort-Archive: Stadthalle Opladen

Hundert Tage Flut

100 Tage schon ist Wiesdorf ein Shopping-Paradies.
Vor 100 Tagen stand ich morgens um 5.30 Uhr auf, um bei den ersten zu sein, die die Rathaus-Galerie um Punkt 6 Uhr stürmen. Noch heute wache ich manchmal um diese Zeit auf und denke voller Panik, in Leverkusen eröffne wieder irgendein Einkaufscenter vor Sonnenaufgang.

Keine Sorge, das passiert so schnell nicht wieder. Es ist Dienstag, 1. Juni – Nachmittag. Was gibt es Neues in Leverkusen?
ECE-Center-Managerin Katrin Becker zieht eine positive 100-Tage-Bilanz: Es gebe „faktisch keine Mieterbeschwerden“. Im Schnitt kämen täglich 35.000 Besucher, mehr als die Hälfte tatsächlich aus Nachbargemeinden, so eine Erhebung von ECE. Der Leverkusener Anzeiger zitiert Becker übrigens mit einer eindrücklichen Metaphorik: Das Haus werde über die Eingänge „sehr, sehr gleichmäßig durchflutet“.

Das illustriert Andrang doch mal anschaulich.
Laut Rheinischer Post fühlt sich „Jamaika Plus“-Ratsmehrheit auch dazu berufen, neue Parkplätze zu schaffen: Auf der immer noch leer stehenden Fläche Ecke Pesch-/Breidenbachstraße. So könne zugleich der untere Teil der City belebt werden. „Aktionismus“, befindet der RP-Kommentator.

Ach ja: Politik.
Die gibt es auch noch, auch die Politiker. Beweis: Die RP befragte einige von ihnen zum Rücktritt von Horst Köhler als Bundespräsident: Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn nötigt dieser Schritt „Respekt“ ab, Parteigenosse und CDU-Fraktionschef Klaus Hupperth erkennt in der Kritik der vergangenen Wochen an dem Staatsoberhaupt gar ein „Phänomen der Verrohung“ und sieht die Demokratie in der Krise. Und sein SPD-Kollege Walter Mende spricht von einem „Blackout“ Köhlers und erinnert an den Ausspruch mit der „Küche“ und der „Hitze“.

Das „Phänomen der Verrohung“ hatten Beobachter zuletzt doch auch im Leverkusener Rat beobachtet.
Darauf nimmt Hupperth durchaus Bezug: „In Bund, Land und auch bei uns in der Stadt“ greife dies derzeit um sich.

Apropos – gibt es eigentlich Neues von der Stadthalle in Opladen?
Dort bewegt sich alles im Rahmen eines ordentlichen Rechtsstreits. Naja, mehr oder weniger: Offenbar muss ein Sicherheitsdienst darüber wachen, dass aus dem Komplex mit den ungeklärten Pachtverhältnissen nicht unrechtmäßig Inventar entwendet wird.

Wo wir schon in Opladen sind: Gibt es neue Bombenfunde?
Nein, aber die RP hat zumindest einen Unternehmer gefunden, der zwar namentlich nicht genannt werden möchte, aber bereit ist, zu erklären, dass ihm eine Investition auf dem Bahnstadtgelände „zu heiß“ sei wegen der Gefahr weiterer Bombenfunde.

Will dieser Unternehmer vielleicht einfach den Preis drücken?
In der RP steht zumindest, der ungenannte Unternehmer habe vorher schon Abstand von einer Beteiligung an der Ausschreibung des Bahnstadt-Grünzugs genommen, weil es ihm „eine Nummer zu groß“ sei.

Was gibt es vom Sport?
Eine Überraschung! Der Anzeiger berichtet recht ausführlich über die Jahreshauptversammlung des TSV Bayer 04 Leverkusen.

Was daran ist überraschend?
Die Versammlung begann zu einem Zeitpunkt, zu dem der Lokalteil eigentlich bereits gedruckt wird. Die RP, die auch lokale Ereignisse nötigenfalls noch spät abends unterbringen kann, bietet heute nur eine kurze Meldung und verweist auf eine ausführliche Berichterstattung morgen. Beide Zeitungen wissen aber immerhin von dem Fehlbetrag von 650.000 Euro für das Jahr 2009 in der TSV-Kasse, den der Vereinsvorsitzende Klaus Beck verkünden musste. Für die Ballsportarten müssten fremde Mittel herbeigeschafft werden.

Was machen denn die TSV-Sportler so?
Läufer Robin Schembera missriet die Premiere bei einem Wettbewerb in Hengelo hinter den Erwartungen, Mehrkämpferin Jennifer Oeser schaffte in Götzis die EM-Norm. Neuigkeiten deuten sich auch bei der Bayer 04 Fußball GmbH an: Der RP verriet Stürmer-Ikone Ulf Kirsten, dass Einigkeit bestehe über seine Vertragsverlängerung als Trainer der Zweiten Mannschaft.

Und was machen die Leverkusener Kultur-Ikonen?
„Höhner“-Frontmann Henning Krautmacher zumindest lebt längst in Pulheim, was Frank Weiffen aber nicht davon abhielt, bei ihm einen Lauschangriff zu starten. Er stößt dort erst auf ein „Hohn“ im Bademantel – und anschließend auf ganz viele Beatles-Tonträger. Krautmachers Bekenntnis dazu: „Alles, was ich musikalisch gemacht habe, geht auf die Beatles zurück!“

Was gibt es sonst von der Kultur?
Vom Auftaktkonzert der Musikschul-Stiftung berichtet heute die RP. Und kündigt das Festival der Freien Theater Leverkusen „Freispiel“ im Forum an, das heute Abend mit einer improvisierten Inszenierung von „Hamlet“ durch das W.Erk-Theater beginnt (20 Uhr).

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Bahnstadt: „Bis die Hölle zufriert“

Wird Hitdorf zugunsten der Bahnstadt Opladen um sein Verkehrskonzept gebracht? Die Rheinische Post hört sich in dem Ortsteil um, wo der Ausbau von Hitdorfer- und Ringstraße wieder auf der Kippe stehe, nachdem Regierungspräsident Hans Peter Lindlar aus Kostengründen die Gütergleisverlegung für die Bahnstadt verweigert. Immerhin: 2,7 Millionen Euro würde der Verzicht des Ausbaus in Hitdorf sparen, habe Kämmerer Rainer Häusler ausgerechnet. CDU-Ratsherr und Ex-Oberbürgermeister Paul Hebbel beziehe laut RP in dieser Frage ganz eindeutig Stellung: Straßenbau könne man verschieben, die Gleisverlegung nicht. Entgegen den jüngsten Erwägungen seiner CDU-Kollegen wolle er für den Westteil der Bahnstadt kämpfen „bis die Hölle zufriert“. SPD-Fraktionschef Walter Mende hat derweil laut RP eine neue Theorie, wie sich die ablehnende Haltung des Regierungspräsidenten erkläre: Mende mutmaße, dass sich auch die Landesregierung bereits von der Gleisverlegung verabschiedet habe, für die das Land einen Anteil von mehr als 30 Millionen beitragen müsse. Nach der West-LB-Krise sammle die Landesregierung bereits gegebene Zusagen wieder ein, schließe Mende aus Gesprächen mit SPD-Landtagsabgeordneten. Und ein weiteres, interessantes Detail hat die RP in Erfahrung gebracht: Ein Bahnsprecher habe ihr bestätigt, dass es noch gar keinen Vertrag über den Abtritt des Bahndamms und damit über die geplante Gütergleisverlegung gebe. Im nebenstehenden Kommentar fordert Ulrich Schütz nachdrücklich die Umsetzung des Projekts Bahnstadt: „Kämpferherzen sind jetzt gefragt.“
Radio Leverkusen meldet, dass es mit Bürgerliste, SPD, Grünen, FDP und Opladen Plus eine Mehrheit im Rat gebe, die lieber andere Projekte kippen will, anstatt auf die Gleisverlegung zu verzichten. Keinesfalls aber wolle die Bürgerliste einen Verzicht auf alle übrigen Projekte: Die Sanierung der Hauptfeuerwehrwache sowie die Lösung der Verkehrsprobleme in Hitdorf seien ebenfalls sehr wichtig.

Eine andere Gleisverlegung, die Leverkusen ebenfalls zugute kommen soll, warf gestern im Ruhrgebiet ihre Schatten voraus: Der Leverkusener Anzeiger / Kölner Stadt-Anzeiger berichtet auf seiner Land/Region-Seite und die RP online über die Vorstellung des neuen Rhein-Ruhr Expresses, kurz RRX, im Dortmunder Hauptbahnhof: In Anthrazit, Weiß und Orange solle der Zug mit bis zu 160 Stundenkilometern sausen und dann auch in Leverkusen-Mitte regelmäßig Halt machen. Anders als zum Beispiel in Köln-Mülheim, wie NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper laut Anzeiger gestern noch einmal bekräftigt habe. Vorher müsse das Schienennetz zwischen Köln und Dortmund für zwei Milliarden Euro erweitert werden, ab 2011 solle das Genehmigungsverfahren beginnen, die ersten Züge werden laut RP ab 2015, laut Anzeiger frühestens 2018 fahren.
Das ist noch Zukunftsmusik, anders als ein toller Fahrkartenautomat, der gestern am Bahnhof in Opladen feierlich präsentiert wurde.

Möglicherweise werde der Europaring auch in Richtung Wiesdorf bald zum Engpass, fürchtet der Anzeiger: Reinhard Gerlich, Leiter der Technischen Betriebe Leverkusen, habe auf Anfrage des Anzeigers nicht ausschließen wollen, dass auch die westliche Wand in der Unterführung unter dem Kreisel in Küppersteg bald abgestützt werden müsse – wie bereits seit längerem auf der Gegenseite. Ein Gutachten solle bis zur kommenden Woche Aufschluss darüber geben.

Bei den Gedenkfeiern an die Reichskristallnacht am 9. November 1938 am Platz der Synagoge in Opladen waren Anzeiger und RP vor Ort. Ein Stimmungsbild aus Leverkusen von den Wahlen zu den Pfarrgemeinderäten im Erzbistum Köln zeichnet Barbara Schmickler für die RP. Die Altstadtfunken ziehen nun auch die Notbremse und verlegen ihre „Weihnachten em ahlen Dorp“ wegen der unsicheren Situation um die Stadthalle Opladen in die Schützenhalle nach Köln-Dünnwald, meldet die RP. Über Steffi Nerius’ Ehrung als „Sportlerin mit Herz“ beim 28. Deutschen Sportpresseball in Berlin freut sich der TSV Bayer 04. Ebenfalls in Berlin, bei der Bundestagung der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU/CSU, kurz MIT, wurde der Leverkusener MIT-Kreisvorsitzende Helmut Nowak erneut in den Bundesvorstand gewählt, erfahren wir bei leverkusen.com. Und der Verein „Leverkusen – Ein starkes Stück Rheinland“ hat Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn zum Ehrenmitglied ernannt.

Kultur: Die Leverkusener Jazztage finden lokal (Anzeiger, RP), regional (Anzeiger hier und hier mit einem Interview mit Bill Evans, RP, Kölnische Rundschau) und überregional (ZEIT Online) Resonanz.
Von den Wadokyo-Trommlern im Erholungshaus ließ sich die RP-Kritikerin in Schwingung versetzen.
Und vom Eröffnungskonzert der Reihe „Orgel Plus“ in St. Andreas mit Organist Hans-André Stamm und Saxophonist Martin Hilner berichtet auch die RP.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

CDU Leverkusen ruft Rüttgers zu Hilfe

Nun soll es der Papa richten: Nachdem Regierungspräsident Hans Peter Lindlar Leverkusen die teure Gütergleisverlegung für die Bahnstadt Opladen versagen will, beabsichtigt Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn laut Rheinischer Post nun einen Brief an die Staatskanzlei in Düsseldorf zu richten. Landesvater Jürgen Rüttgers solle sich der Sache annehmen und den Weg frei machen. Zumindest solle er einen zentralen Ansprechpartner für das Projekt beim Land einsetzen, fordert laut RP auch Markus Pott von „Opladen Plus“. Pott: „Das Projekt führt Opladen endlich aus der Rückständigkeit und bringt ganz Leverkusen auf Jahre hinaus neuen Schwung.“
Auf der überregionalen „Land & Region“-Seite des Leverkusener Anzeigers / Kölner Stadt-Anzeigers erläutert Rainer Schmidt das Bahnstadt-Projekt noch einmal von Grund auf. Im Lokalteil befragt der Anzeiger Leverkusener Politiker und stößt unter anderem auf Verständnis für Lindlars Vorgehen bei der Leverkusener Landtagsabgeordneten Ursula Monheim (CDU): Er habe „der Stadt ihre finanzielle Situation noch einmal ins Bewusstsein gerufen“, wird sie zitiert. (Leider finden wir keinen der Artikel online)
Radio Leverkusen meldet, dass die Bahn AG bereits erklärt habe, dass es einen neuen Bahnhof für Opladen nur mit der avisierten Gleisverlegung geben werde.

Einer Gerichtsverhandlung mit brisanter Vorgeschichte wohnte der Anzeiger in Opladen bei: Dort wurde vor dem Arbeitsgericht die fristlose Kündigung einer Betriebsratsangehörigen bei der Avea verhandelt. Sie soll einen Dienstwagen für private Einkäufe genutzt haben, habe der Vorwurf gelautet. „Wohl auch ein symbolischer Akt“ stecke hinter der ausgesprochenen Kündigung, habe das Gericht laut Anzeiger in Richtung Avea festgestellt, und einen Kompromiss vorgeschlagen: Die Frau solle ihr Betriebsratsmandat niederlegen, sodann solle geprüft werden, zu welchen Konditionen eine Weiterbeschäftigung möglich sei.

„DyStar muss leben“, findet auch der Gesamtbetriebsrat von Lanxess. Im Interesse aller anderen Unternehmen im Chempark, zitiert der Anzeigerden Vorsitzenden Werner Czaplik, „müssen Lösungen für DyStar gefunden werden“.

Mit einer Marktmanagerin antworten die Händler in den Luminaden auf die Rathaus-Galerie von ECE, weiß die RP: Katrin Ecker sei von der Eventagentur Werner Nolden mit der Aufgabe betraut, das Management für die Luminaden GBR zu leiten. Sie solle die Außendarstellung der Shoppingzone koordinieren, und wolle dafür sorgen, dass „nicht alles bei ECE landet“, zitiert sie die RP. Ecker ist übrigens die Gattin von Hochspringer Danny Ecker.

Fußball spielt heute auch abseits des grünen Rasens eine Rolle: Die RP erinnert anlässlich der 20. Wiederkehr des Tags des Mauerfalls an die Shoppingtour von Reiner Calmund in der DDR, die Bayer 04 unter anderem die Stürmerlegenden Andreas Thom und Ulf Kirsten bescherte. Torhüter René Adler gehört zu den Anwärtern bei der Wahl zu Nordrhein-Westfalens Sportler des Jahres, meldet der Anzeiger. Und Günter Müller befragt Stefan Thomé vom Fanprojekt Leverkusen für den Anzeiger zum Thema Gewalt in Fußballstadien, nachdem der Bundesgerichtshof kürzlich entschied, dass Stadionverbote bereits erlassen werden können, wenn jemand nur unter dem Verdacht der Gewaltbereitschaft steht. Thomé findet, das Urteil „spiegelt Rat- und Hilflosigkeit wider. Aber, so traurig es klingen mag, es gibt wohl keine Alternative, um die Gewaltproblematik in den Griff zu bekommen.“

Die Schweinegrippe füllt der RP die Seiten häppchenweise: Der Leverkusener Amtsarzt Hans-Eckard Linstaedt schafft es mit seiner kühn klingenden Prognose, alleine in Leverkusen könne es derzeit bereits bis zu 3000 Fälle von Schweinegrippe geben, heute auch auf die überregionale „Wissen“-Seite. Im Lokalteil wird, nebst kurzem Kommentar, gemeldet, dass der Impfstoff Mangelware sei, ein Leserbriefschreiber sorgt sich um das Anfeuchten von Zeitschriften in Wartezimmern und obendrauf gibt es die Liste, die die impfenden Leverkusener Ärzte nennt und zu einem verlässlich wiederkehrenden Bestandteil der Printausgabe avanciert.

Im Streitfall Stadthalle Opladen lautet der Stand laut RP derzeit so: Ab Dezember solle Thomas Schmitz als Insolvenzverwalter von Eigentümer Uwe Fuhrmann die Rolle des Verpächters übernehmen, die Einnahmen direkt in die Insolvenzmasse fließen. „Wirklich schaaad“, findet Günter Loef, einstiger Pächter der Stadthalle, die Entwicklung rund um die Stadthalle laut RP.

Das „Komitee Opladener Karneval“ hat laut RP fünf Mitglieder in den Senatorenstand berufen: Stefan Ohlig, Armin Kotterheidt junior, Georg Opwis, Hans-Dieter Hennen und Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn. Die angekündigte Fällung der rund 200 Jahre alten Rotbuche im Morsbroicher Schlosspark dokumentiert die RP als Lokalaufmacher. Im Wiesdorfer St.-Josef-Krankenhaus fühlen sich die Patienten offenbar wohl, wie die Umfrage einer Krankenkasse ergeben habe, weiß die RP: Zum Lohn gab es ein Qualitätssiegel für das „Juppes“. Unweit des Krankenhauses, an der Hauptstraße, Ecke Kleine Kirchstraße, steht noch das im Jugendstil erbaute Haus, das nun offenbar sehr bald abgerissen werden soll. Die Bürgerinitiative „Wohnliches Wiesdorf“ wolle vorher wenigstens die Engelsfigur retten, die die Fassade schmückt, weiß der Anzeiger.

Kultur: Den Beginn der 30. Leverkusener Jazztage (hier die Webseite) zelebrieren Anzeiger und RP jeweils mit großen Vorberichten, koeln.de zählt das Musikfestival immerhin zu den „Top Tipps zum Wochenende“.
Und in der Ausstellung „Hier stimmt die Chemie“ im Spektrum Leverkusen schaute sich Monika Klein für die RP um.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

„Veränderte Situation“ in Opladen

Karneval sei Dank: Eine „Übergangslösung“ für die Stadthalle Opladen liegt laut Rheinischer Post in der Luft. Bevor die fünfte Jahreszeit in wenigen Tagen beginnt, ist den streitenden Beteiligten möglicherweise klar geworden, dass niemandem gedient ist, wenn die Jecken lieber woanders feiern. Stadthallen-Eigner Uwe Fuhrmann und Betreiber Sven Reumkens streben demnach eine „gemeinschaftliche Lösung“ an, mit der der Betrieb aufrecht erhalten werden soll, bis ein Gericht den Streit klärt. Damit sei laut RP „frühestens in einem halben Jahr“ zu rechnen.

Nichts genaues weiß man nicht, aber die RP sieht heute möglicherweise „Riesenprobleme“ auf das Projekt „Bahnstadt Opladen“ zukommen. Diese schlussfolgert die Redaktion aus zwei unterschiedlichen Mitteilungen der Stadt binnen drei Stunden. In der ersten werde mitgeteilt, dass Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar einen Zuschussbescheid über 3,5 Millionen Euro für die Bahnstadt an Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn übergeben wolle. In der zweiten Mitteilung, die gegen 18 Uhr verschickt worden sei, sei von einer „veränderten Situation“ für das Bahnstadt-Projekt die Rede, über die Buchhorn und Kämmerer Rainer Häusler die Presse heute informieren wollten.
Dass Häusler involviert sei, deute darauf hin, dass Geld fehlt, mutmaßt die RP und spekuliert über diese Szenarios: Möglicherweise seien Brücken nicht bezahlbar, der Bau der Fachhochschule in der alten Bahnhalle oder die Verlegung der Gütergleise zu teuer. Mal schauen, wer uns heute online als erster über die „veränderte Situation“ informiert.
Update: Beinahe gleichzeitig waren RP und Anzeiger online mit dieser Meldung: Regierungspräsident Lindlar verbietet aus Kostengründen die Verlegung der Gleise. Die RP liefert auch das entsprechende Schreiben Lindlars an Buchhorn mit.

Die Schweinegrippe ist heute in allen Leverkusener Medien wieder Thema: Radio Leverkusen weiß von der Einlieferung von fünf Kindern (eine Altersangabe finden wir nicht) mit Schweinegrippe in das Klinikum Leverkusen. Dazu passt die Meldung, dass der Impfstoff ab sofort auch für Kinder unter drei Jahren freigegeben sei. Mit Verweis auf eine möglicherweise hohe Dunkelziffer verteidigt Amtsarzt Hans-Eckard Linstaedt in der RP seine Annahme, dass es in Leverkusen 3000 Fälle von Schweinegrippe gebe – obwohl für ganz NRW „nur“ 7500 Fälle angegeben werden: „Es kommt darauf an, wie man hochrechnet.“ Aha. Der Leverkusener Anzeiger befragt derweil Leverkusener Ärzte, ob sie die Impfung für sinnvoll halten oder eher nicht.

Eine erwartbare Niederlage vor dem Verwaltungsgericht Köln hat der Rheindorfer Thomas Heusner kassiert, weiß die RP: Heusner klagt als Frührentner mit kleiner Rente dagegen, dass er, anders als beispielsweise Hartz-IV-Empfänger, nicht von den Rundfunkgebühren der Gebühreneinzugszentrale GEZ befreit wird. Heusner hält den Gebührenstaatsvertrag für „verfassungswidrig“ und will in die nächste Instanz gehen.

Zur von der Bundesregierung geplanten Verkürzung des Wehrdienstes, der zugleich auch den Zivildienst betreffen würde, hat sich der Anzeiger bei sozialen Trägern in der Stadt umgehört. Tenor: „Wir brauchen die Jungs!“

„Unseriös und inakzeptabel“ sei das Verhalten von General Motors mit Opel, zitiert Radio Leverkusen die Leverkusener Landtagsabgeordnete Ursula Monheim (CDU). Mit dem Überbrückungskredit über 1,5 Milliarden Euro, die die Bundesregierung an General Motors gezahlt hatte und der nun zurückerwartet werde, entfalle auch die Bürgschaftslast für das Land NRW über 150 Millionen Euro. Dieses Geld könne nun vielleicht zur Rettung anderer Unternehmen verwendet werden, regt Monheim laut RL an.

An die Demonstration der Mitarbeiter von DyStar heute Nachmittag ab 16.30 in Wiesdorf erinnert Radio Leverkusen noch einmal. Der Demonstrationszug soll über B8, Dönhoffstraße und Elberfelder Straße führen, auch Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn werde dort sprechen.

Rückblick, unter anderem mit dem Besuch der Expo-Real-Messe in München, und Ausblick bietet die Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL) in ihrem November-Newsletter. Die WfL werde sich auch auf dem Wirtschaftstag NRW am 10. November in Düsseldorf präsentieren, meldet heute kurz die RP, für Leverkusener Unternehmer halte die WfL Freikarten bereit.

Neues vom Verkehr in Opladen in der RP: Vier altersschwache Ebereschen an der Rat-Deycks-Straße seien während der Bauarbeiten dort entfernt worden, weiterhin gelte für den Bereich um den Berliner Platz: Besser weiträumig umfahren. Weitere Baumfällungen stehen bevor, unter anderem im Schlosspark von Morsbroich, meldet die RP: Am Freitag solle dort eine 200 Jahre alte Buche entfernt werden, sie sei „zu gefährlich“, wird der städtische Baumexperte Bernd Rechlin zitiert. Über Streuobstwiesen, die Obstbaumpaten benötigen, streift der Anzeiger. Sparkasse Leverkusen und NaturGut Ophoven rufen an Leverkusener Schulen einen Klima-Wettbewerb aus, für den die Schüler Elfchen – Gedichte aus elf Wörtern – verfassen sollen, in deren erster Zeile jeweils das Wörtchen „Klima“ stehen soll, melden Anzeiger und RP. Der Anzeiger stellt Karnevalsprinz Bernhard Bunse wenige Tage vor dem Sessionsauftakt vor. In Opladen weihnachtet es bald sehr, weiß die RP. In Bürrig können sich die Bürger an der neuen Orgel für St. Stephanus beteiligen, weiß der Anzeiger. In Leverkusen herrsche ein Hallenmangel für Sportvereine, die CDU fordert die Verwaltung daher zum Handeln auf, meldet Radio Leverkusen. Und in der Kritischen Ausgabe beantwortet Elmar Funken, Leiter des Katholischen Bildungswerkes in Leverkusen, den Fragebogen für „Germanisten, die es geschafft haben“.

Kultur: Über das verschiedenste Tanzstile vermischende Tanzstück „Love Hurts … Petrushka“ der Dance Works Chicago auf Einladung der KulturStadtLev im Forum zeigen sich die Kritiker von Anzeiger und RP gleichermaßen begeistert.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Bodenständig, trotzdem Weltspitze

Werner Wenning, der im kommenden Jahr scheidende Vorstandschef der Bayer AG, ist gestern in Düsseldorf mit dem NRW-Innovationspreis ausgezeichnet worden, Kategorie: „Lebenswerk“. Wissenschafts- und Innovationsminister Andreas Pinkwart (FDP) würdigte den gebürtigen Leverkusener als „unermüdlichen Antreiber von Forschung und Entwicklung“, und als jemanden, der „Bodenständigkeit mit Weitsicht und Bescheidenheit mit dem Anspruch, Weltspitze zu sein“ verbinde. Der Leverkusener Anzeiger / Kölner Stadt-Anzeiger widmet Wenning das Porträt auf Seite 2, die Rheinische Post berichtet über die Preisverleihung, bei der auch Friedrich-Karl Bruder von Bayer MaterialScience mit Preis in der Kategorie „Innovation“ ausgezeichnet wurde, im Wirtschafts- und im Lokalteil. Außerdem berichten unter anderem sueddeutsche.de, WDR und die Kölnische Rundschau.

Im täglichen Stück zu DyStar im Anzeiger setzt sich heute Insolvenzverwalter Stephan Laubereau zur Wehr: Er lasse die gekündigten 21 Mitarbeiter, die mit der Insolvenz vor dem Nichts stünden, nicht im Regen stehen, sondern arbeite mit „Hochdruck an Lösungsmöglichkeiten“, erklärt Laubereau gegenüber dem Anzeiger: „Aber wir wollen gerade in dieser schwierigen Situation keine Hoffnungen wecken, die später enttäuscht werden könnten.“

Nach dem „Hickhack“ um die Stadthalle Opladen erkundigt sich der Anzeiger bei Opladener Karnevalsgesellschaften, ob sie dem Vorbild des Komitee Opladener Karneval (KOK) folgen und ihre Veranstaltungen im Haus Fürstenberg vorsichtshalber absagen.

Einen Blick über die Stadtgrenze wagt der Anzeiger, und schaut auf die Pläne der Landesministerien für Justiz sowie für Arbeit, Gesundheit und Soziales, an der Rheinischen Landesklinik in Langenfeld eine ambulante Forensik für rückfallgefährdete Sexualstraftäter aufzubauen. Unter anderem Leverkusens Bürgermeister Friedrich Busch (FDP) habe ich „kritisch“ zu diesen Plänen geäußert, mit Hinweis darauf, dass „die Patienten des Landeskrankenhauses genauso schnell in Opladen sind wie im Stadtzentrum von Langenfeld“.

Mit den Eheleuten Bauer als neuen Bewohnern des „Karrees im Dorf“, für das vergangene Woche der Grundstein gelegt wurde, sprach der Anzeiger. „Wir wollen im mobilen Alter zu Hause ankommen“, erklärt der Lanxess-Angestellte, der gemeinsam mit seiner Frau mit diesem Umzug offenbar sehr langfristige Lebenspläne verfolgt.

Das aus den Baustellen und der neuen Großumleitung resultierende Verkehrschaos in der Opladener Innenstadt fasst die RP zusammen: „Schutzengel hilf!“

Mit der Schweinegrippe macht die RP ihren Lokalteil nochmals auf, hier, ebenso wie bei Radio Leverkusen, taucht die nun doch etwas überraschende Zahl von 3000 Schweingerippe-Fällen auf. Auf so viele Fälle rechnet Amtsarzt Hans-Eckard Linstaedt hoch, nach der möglichen Fallzahl in Leverkusen befragt.

Der Express widmet Leverkusen heute eine komplette Zeitungsbeilage. Als Aufmacher dient die neue Bayer-Medienfassade, dahinter erwartet den Leser, neben vielen Anzeigen speziell für die Leverkusener Leserschaft, Berichte u.a. über die die Bahnstadt Opladen, das NaturGut Ophoven, über die Jazztage sowie ein Interview mit Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn. Frage Express: Ist Leverkusen zum Ende ihrer Amtszeit 2015 schuldenfrei? Antwort Buchhorn: „Auf keinen Fall.“

Radio Leverkusen hat den Express offenbar auch schon gelesen und dort möglicherweise auch das Datum entdeckt, an dem die Rathaus-Galerie öffnen soll: Am 24. Februar 2010 soll es soweit sein. Die RP meldet derweil, dass sich eine Werbegemeinschaft Rathaus-Galerie gegründet habe. Zu Geschäftsführern gewählt worden seien Uwe Gaebel (Saturn), Albert Heuel (Sondermann Brot), Guido Niggemann (Mustang) und Bianca Schirrmeister (Curry Karl), Rechnungsprüfer sei Rainer Schwarz von der Sparkasse Leverkusen.

Einen neuen Vorsitzenden bekomme auch der Eigentümerverein „Haus und Grund“ Leverkusen und Umgebung, meldet die RP: Der vieljährige Vorsitzende Rolf Kunz solle auf der bevorstehenden Mitgliederversammlung am 19. November durch seinen bisherigen Stellvertreter Thomas Gutknecht abgelöst werden – beide sind promovierte Juristen.

Außerdem viele Kulturthemen heute: Von Thomas Dorweilers darstellerischer Leistung als Affe Rotpeter in „Ein Bericht für eine Akademie“ von Franz Kafka, das die Studiobühne Leverkusen auf die Bühne bringt, ist der Kritiker des Anzeiger, mehr noch die Kritikerin der RP begeistert.
„Wieder einmal rasant, witzig und bunt“ geht es laut Anzeiger bei der neuesten Inszenierung der „Drama-Ticker“ zu.
Beim Konzert des Aaron-Streichquartett im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich im Rahmen der Reihe „Konzerte Leverkusener Musiker“ hörte ein nicht genannter Kritiker des Anzeiger „spielerische Rasanz“. Die „letzte Zugabe“ des Duos „Kleine & Linzenich“ begutachtete noch einmal die RP. Und viel Applaus registrierte der Anzeiger-Kritiker beim Jahreskonzert des Sängervereins Manfort.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

ÖPNV-Streifzüge zu Kunstorten

Verschiedene Eindrücke von der fünften Leverkusener Kunstnacht lassen die Tageszeitungen heute Revue passieren. Der Leverkusener Anzeiger sah sich unter anderem die Schrottkunst im Kulturausbesserungswerk an, Fotografien in der alten Witzheller Kornbrennerei, den „heißesten Ort der Kunstnacht“ im Innenhof der Jugendkunstgruppen, wo Tongefäße mit der japanischen Brenntechnik „Raku“ hergestellt wurden, und war im Haus von Künstlerin Martina Auweiler-Gewaltig in Hitdorf, wo auch die Band „Miaomio“ ihrer Tochter Anika spielte. Die Rheinische Post schaute unter anderem bei Peter Lorenz vorbei, der mit Bildern einen Bogen zu dem von ihm bemalten Stück Berliner Mauer schlug. Und die RP weiß auch, wie die Idee zur Kunstnacht entstand: In der S-Bahn zwischen Köln und Leverkusen unterhielten sich KulturStadtLev-Kulturbüroleiterin Anke Spiegel und Künstler Harry Plein – dabei sei die Idee entstanden, mittels Öffentlichem Personennahverkehr auch Kunstorte miteinander zu verbinden.
Eine Bildergalerie hat der Anzeiger im Internet zusammengestellt, eine stetig größer werdende Zahl an Fotos und bewegten Bildern von der Kunstnacht präsentiert auch Andreas Born auf leverkusen.com. Dazu gehört dieses kurze Interview mit Ulrike Harter:

Das Komitee Opladener Karneval sagt eine für den 14. November geplante Sitzung in der Stadthalle Opladen ab, berichtet die RP. Grund: Das derzeitige Chaos um das „Haus Fürstenberg“ schrecke die Jecken ab. „US“ kommentiert: „Opladen braucht wahrscheinlich doch eine andere Halle, die Karnevalssitzungen und andere Großveranstaltungen zu zivilen Preisen möglich macht.“

Bereits ab der kommenden Woche solle nun auch die Allgemeinheit in den Genuss des Impfstoffs gegen die Schweinegrippe kommen, melden Anzeiger und RP unter Berufung auf eine Mitteilung der Stadtverwaltung. Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn versichert der RP nach seiner Impfung in der vergangenen Woche: „Mir geht es weiter gut.“

Eva Lux, die Leverkusener SPD-Kandidatin für Landtagswahl im Mai 2010, die die Leverkusener Genossen am Freitagabend wählten, stellt der Anzeiger vor. Beim Rheindorfer Talk im Pfarrsaal von Heilig Kreuz lauschte der Anzeiger einem Gespräch zum Zusammenleben von Christen und Muslimen in dem Stadtteil. Der Leverkusener Einzelhandel leide bislang kaum unter der Wirtschaftskrise, meldet Radio Leverkusen. Auf dem „Markt der Möglichkeiten“, der Klimamesse in Pattscheid, hat sich der Anzeiger umgesehen. Der Anzeiger war dabei, als Sänger und Moderator „Ben“ im Kinopolis in Wiesdorf Autogramme gab. Bei einer Kampagne für Kinder zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 im Jugendhaus Lindenhof in Manfort war der Anzeiger dabei. Und den Fortschritt der Kanalbauarbeiten in Opladen melden Anzeiger und RP: Der Linienbusverkehr fahre ab sofort wieder „mitten durch Opladen“.

Fotos aus Leverkusen heute auch in zwei Blogs: Bloggerin „datSpielkind“ aus Leverkusen hat in dem „Projekt 15 Minuten“ ein paar Fotos in Wiesdorf geschossen. Und der neoklassische Caritasbrunnen im Carl-Duisberg-Park ist seit diesem Wochenende im Brunnen-Blog verewigt. Etwas länger dabei ist schon der (etwas weniger reizvolle) „Lottobrunnen“ im Neulandpark.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Bekenntnis eines Christdemokraten

Radio Leverkusen meldet heute, dass der CDU-Ratsherr Hermann Josef Kentrup zugegeben haben soll, mit Pro NRW Absprachen getroffen zu haben. Kentrup ist stellvertretender Vorsteher für die Ortsteile Wiesdorf, Manfort, Rheindorf und Hitdorf, er scheiterte am Montag bei der Wahl zum Bezirksvorsteher im Bezirk I nur per Los an Bürgerlisten-Kandidat Rainer Gintrowski . SPD-Fraktionschef Walter Mende zeigt sich in einer ersten Reaktion „entsetzt“, die Grünen fordern Konsequenzen und CDU-Fraktionschef Klaus Hupperth beeilt sich, gegenüber Radio Leverkusen zu betonen, die Leverkusener CDU-Ratsfraktion arbeite nicht mit Pro NRW zusammen. CDU-Vorsitzende Ursula Monheim wolle laut Radio Leverkusen vorerst keine Stellung nehmen.
Möglicherweise erklärt Kentrups Bekenntnis auch die vierte Stimme, die die Pro NRW-Fraktion (mit drei Sitzen) bei der konstituierenden Ratssitzung am Montag für eine von ihr vorgelegte Liste für die Bürgermeisterwahl erhalten hatte? Die CDU hatte bereits vor der Wahl wiederholt kategorisch ausgeschlossen, mit Pro NRW ebenso wie mit der Linken Verhandlungen zu führen.

Damit dürfte auch das Statement von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn (CDU) hinfällig sein, das er der Rheinischen Post am Tag nach seiner Schweinegrippenimpfung gegeben hat: „Ich fühle mich gut!“

Geduldete überparteiliche Bündnisse der CDU sind bei leverkusen.com für jedermann nachzulesen: Dort gratuliert Timur Lutfullin von der FDP Rüdiger Scholz zu seiner Nominierung als Leverkusener CDU-Kandidat für die bevorstehende Landtagswahl (heute auch im Anzeiger). Lutfullin, selbst FDP-Kandidat für die Landtagswahl, betont in seiner Mitteilung, er und Scholz hätten „die Aufgabe, in Leverkusen für das Fortbestehen der außerordentlich erfolgreichen Landesregierung unter der Führung von Jürgen Rüttgers und Andreas Pinkwart zu werben“.
Noch etwas überschwänglicher gratuliert CDU-Ratsherr Andreas Eckloff dem Parteikollegen aus Rheindorf in seinem Bekenntnis: Scholz mache „uns Rheindorfer Christdemokraten stolz“.

Pünktlich zur Eskalation steigt der Leverkusener Anzeiger wieder in die Berichterstattung zur Stadthalle Opladen ein: Gerichtsvollzieher, Polizei und sogar ein Rettungswagen seien am Mittwoch unter den Protagonisten vor dem Haus Fürstenberg gewesen. Der Gerichtsvollzieher habe Pächter Sven Reumkens Hausrecht und Pächter Michael Lamm Hausverbot erteilt, weil es zu Rangeleien gekommen sei, habe die Polizei eingreifen müssen. Wer die komplizierten Pachtverhältnisse um die im Besitz von Uwe Fuhrmann befindliche Immobilie verstehen möchte, sollte der Berichterstattung von Anzeiger oder RP folgen.

Über das Urteil im Prozess am Düsseldorfer Landgericht im Fall des getöteten Immobilienmaklers aus Leverkusen berichtet die RP, der Anzeiger meldet es kurz auf der Panoramaseite: Der 23-jährige Mann aus Solingen, der den 69-Jährigen mit zwei Scheren erstochen hatte, muss für zwölf Jahre wegen Totschlags in Haft. Seine 23-jährige Freundin hatte ihn zu dem Raubüberfall auf ihren Ex-Chef angestiftet. Die Frau muss als „Initiatorin“ für vier Jahre in Haft, darf die Strafe aber später antreten.

Die Arbeitsmarktzahlen für Leverkusen liegen im Oktober im Bundestrend, sind also überraschend gefallen, melden Anzeiger und RP: 7025 beschäftigungslose Frauen Männer seien bei der Arbeitsagentur in Bergisch Gladbach für Leverkusen gemeldet, das entspreche einer Arbeitslosenquote von 8,6 Prozent. 261 weniger als im September (8,9 Prozent) und 296 weniger als im Oktober des Vorjahres.

Außerdem: Der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Wenning soll am Montag den NRW-Innovationspreis für sein Lebenswerk erhalten, meldet die RP. Bei der Eröffnung des „Kaufpark“ in Bürrig waren Anzeiger und RP vor Ort. In Münsters Gässchen in Schlebusch legte Klaus Müller den Grundstein zum „Karree im Dorf“, bezeugen Anzeiger und RP. Wie die Schiffe im Hitdorfer Rheinhafen winterfest gemacht werden, hat die Lokalzeit Köln im WDR-Fernsehen gestern Abend gezeigt. Und bei der Premiere des Films „This is it“ traf die RP am Mittwoch enthusiastische Michael-Jackson-Fans im Kinopolis.

Kultur: Denkwürdig dürfte der Mittwochabend im „topos“ sein, dem der Anzeiger beiwohnte: Anlässlich der Vorstellung der Memoiren von Rockpalast-Legende und Wahl-Leverkusener Peter Rüchel („Rockpalast – Erinnerungen“) trat auch ein ganz besonderer Gast auf die Bühne: BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken spielte zum ersten Mal in dem Leverkusener Jazzclub. Ein Abend, schreibt Frank Weiffen, „an dem das kleine ‚topos’ für dreieinhalb Stunden zum Mittelpunkt der Rock’n’Roll-Welt wurde“.
Beim Auftakt der Kleinkunst-Saison von KulturStadtLev und EVL im K1 in Wiesdorf sah der Anzeiger eine „belebende“ „Bert-Engel-Show“.
Die 5. Leverkusener Kunstnacht, zu der heute von 18 bis 24 Uhr insgesamt 38 unterschiedlichste Ausstellungs- und Veranstaltungsorte in ganz Leverkusen einladen, kündigen Anzeiger und RP im Detail an.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Trendwenden & „normale Fluktuation“

Zustimmung ist der Bayer AG heute in den Zeitungen sicher für die Quartalszahlen, die der Vorstandsvorsitzende Werner Wenning gestern unter dem Motto „Trendwende geschafft“ bekannt gab. Leverkusener Anzeiger und Rheinische Postberichten jeweils regional (hier und hier) und überregional (hier und hier) – und allseits werden die guten Ergebnisse in der Pharmasparte und in der Kunststoffsparte Bayer MaterialScience gelobt, während die Pflanzenschutzsparte CropScience offenbar eher schwächelte. Den interessanten lokalen Aspekt, die Gespräche zu einer neuen Standortvereinbarung, nimmt die RP etwas genauer unter die Lupe: Die aktuelle „Standort- und Beschäftigungssicherung“ läuft zum 31. Dezember aus, danach könnte Bayer wieder „betriebsbedingt“ Mitarbeiter kündigen. Aber Wenning und Bayer-Gesamtbetriebsratschef Thomas de Win bestätigen gegenüber der RP „Sondierungsgespräche“ für eine neue Vereinbarung. Wenning: „Das, was wir an Jobanpassungen zu realisieren haben, werden wir über die normale Fluktuation hinbekommen.“

Eine Trendwende auch bei DyStar meldet soeben RP Online: Currenta liefere wieder Energie, die Produktion laufe derzeit an. Update: Auch der Anzeiger meldet das nun.

In der Leverkusener Lokalpolitik gibt es möglicherweise auch eine Art Trendwende: Erhard Schoofs, Big Boss der Bürgerliste, bastelt nach den gescheiterten Verhandlungen mit dem bürgerlichen Lager CDU und FDP nun offenbar an einem linken Bündnis. Gemeinsam mit SPD, OP, Grünen und der Linken, die es exakt auf die notwendigen 35 Stimmen für eine absolute Mehrheit im Rat brächten, wolle man sich Sachfragen widmen, heißt bei Anzeiger und RP. Von einer verbindlicheren „Koalition“ ist freilich gar keine Rede, außerdem hegen Schoofs und Parteikollege und Ex-Bürgermeister Karl Schweiger bereits den Verdacht, dass mittelfristig doch wieder eine große Koalition zwischen CDU und SPD die Stadt regiere: Sie glauben, die beiden Parteien wollten nur die Landtagswahl im Mai abwarten.
Der Artikel im Anzeiger beleuchtet das bislang nur von der RP geschilderte Scheitern der Verhandlungen zuwischen Bürgerliste mit CDU und FDP übrigens neu: Schoofs zufolge seien die Gespräche gut verlaufen, solange die CDU-Vorsitzende Ursula Monheim diese geführt habe. Erst als die in Urlaub ging und man Klaus Hupperth gegenübersaß, seien die Gespräche ins Stocken geraten: „Erkennbar kein Interesse an einer Zusammenarbeit“ habe Hupperth gehabt. Dabei ist der doch Katholik.

Die neuen Vorsitzenden für elf Fachausschüsse für den Stadtrat gibt der Anzeiger bekannt: Finanzausschuss – Thomas Eimermacher (CDU); Bau- und Planungsausschuss – Peter Ippolito (SPD); Bürger und Umwelt – Karl Schweiger (Bürgerliste); Betriebsausschuss KulturStadtLev – Roswitha Arnold (Grüne); Betriebsausschuss Sportpark – Christopher Krahforst (CDU); Rechnungsprüfungsausschuss – Monika Ballin-Meyer-Ahrens (FDP); Wahlprüfungsausschuss – Hermann-Josef Kentrup (CDU); Personal- und Organisationsausschuss – Christine Richerzhagen (CDU); Schulausschuss – Hans Klose (SPD); Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Senioren – Ingrid Geisel (SPD); Ausschuss für Anregungen und Beschwerden – Dieter März (SPD).

Die Kassen füllen sollen der klammen Stadt ungehorsame Autofahrer. So zumindest hofft das laut RP Stadtkämmerer Rainer Häusler, der die Strafzettel-Vorgaben für 2010 an die motorisierten Verkehrsteilnehmer schon formuliert: 950.000 Euro sollen Falschparker mittels Knöllchen zum Haushalt 2010 beitragen, weitere 750.000 Euro sollen stationäre Tempomessungen einbringen, immerhin noch mit 450.000 Euro kalkuliert Häusler aus Verwarnungen im „fließenden Verkehr“.

Leverkusen beteiligt sich an einer Verfassungsklage des Städtetags NRW, meldet der Anzeiger: Die Stadt will vom Land mehr Geld für die Umsetzung des vom Land beschlossenen Kinderförderungsgesetzes. Der Anzeiger übersetzt das Ansinnen der Stadt so: „Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen.“

Vom Kampf des Rheindorfer Frührentners Thomas Heusner gegen die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechlichen Rundfunkanstalten, kurz GEZ, berichtet die RP. Trotz einer nur äußerst knappen EU-Rente wolle ihn die GEZ nicht von den Rundfunkgebühren befreien. Nun klagt er vor dem Verwaltungsgericht in Köln. Große Hoffnung auf Erfolg hat er nicht, aber er handelt aus Überzeugung: „Ich sehe nicht ein, dass die Schwachen Thomas Gottschalk und hochbezahlte Fußballprofis bezahlen.“

Apropos Fußballprofis: Entwarnung gibt die RP in Sachen Bayer-04-Trikot: Das Shirt für Fans der Werkskicker sei laut Bayer-04-Kommunikationschef Meinolf Sprink „gesundheitlich unbedenklich“. Bayer 04 hatte das Trikot bei der Analyseabteilung von Currenta untersuchen lassen, nachdem die Stiftung Warentest jüngst vor Giftstoffen in den Trikots namhafter Bundesligamannschaften warnte.

Bei der „User-Conference“ bei der Firma Lux Elements an der Schusterinsel in Opladen, zu der rund 100 Geschäftspartner aus aller Welt kamen, schaute der Anzeiger vorbei. Die Firma produziert Schaumplatten, mit denen Bäder und Badelandschaften gestaltet werden. „Uns ist es egal, wie wir unsere Platten schneiden oder wie dick die Säulen sind“, darf Geschäftsführer Rolf Longrée in dem Artikel erläutern.

Karten für die Frauenfußball-WM 2011 sind ab morgen erhältlich, melden Anzeiger und RP unisono. Von Neugliederungen der Seelsorgebereiche in Leverkusen im Rahmen der Strukturreform im Erzbistum Köln berichtet die RP. Bei einer Rettungsübung der Polizei mit Hubschrauber am Rhein bei Hitdorf schaute der Anzeiger zu. Neue Lernprogramme für den Klimaschutz hat der Anzeiger auf dem NaturGut Ophoven kennen gelernt. Die Altstadtstraße in Opladen ist ab dem Wochenende wieder Einbahnstraße, meldet der Anzeiger. Die Leverkusener Ärzte, die ab Mitte November gegen die Schweinegrippe impfen, von O bis Z hat die RP heute, wie versprochen, im Blatt. Die A3 wird im November zwischen Leverkusen und Köln wegen Brückenbauarbeiten gleich zweimal voll gesperrt, entdecken wir bei leverkusen.com: An den Wochenenden 6. bis 9. und 20. bis 23. November. Schon wieder Neues von der Stadthalle Opladen, wo es offenbar Streit gibt um 100.000 Euro Pacht, weiß die RP.

Kultur: Die RP stellt vor der Kunstnacht (aber nicht in ihrem Kunstnacht-Serienformat) den Leichlinger Künstler Winfried Gille vor, der Engel in der Wiesdorfer Herz-Jesu-Kirche ausstellt.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Der Abschied vom „Bayer-Denken“

Die DyStar-Insolvenz bietet auch heute Stoff für die Redaktionen: Der Leverkusener Anzeiger hat mit einigen der 21 Ex-DyStar-Mitarbeiter gesprochen, die nach ihrer freiwilligen Kündigung nun ohne die zugesagte Abfindung in Höhe von jeweils 80.000 bis 90.000 Euro dastehen. Einer der Betroffenen, Uwe Würdig, wird seinen Plan für ein Angel-Camp in Norwegen nun noch einmal überdenken müssen. „Als wir alle vor 20, 30 Jahren beim Bayer anfingen, war das doch ’ne Lebensstellung“, denkt er etwas wehmütig zurück und fasst die Überraschung von Verwandten und Bekannten so zusammen: „Die Alten haben noch das Bayer-Denken. Die können sich nicht vorstellen, was bei uns abgeht.“
Die Rheinische Post zeigt heute (nur im Print) ein Foto von der Aktion von Bayer 04-Fans am vergangenen Samstag in der BayArena: „Rettet DyStar, sonst stirbt die Farbenstadt“, forderten sie auf einem Banner im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg. Im Fanforum werkself.de verfolgen die Fans die DyStar-Insolvenz aufmerksam.
Ich weise in diesem Zusammenhang noch einmal auf den gestrigen LevLog-Gastbeitrag von Hauke Fürstenwerth in der neuen Rubrik „Zweite Meinung“ hin.

Nicht über sieben, aber über drei Brücken muss die Neue Bahnstadt Opladen gehen, und über einen Kreisverkehr an der Feldstraße: Das an sich ist nichts neues, über die neuesten Pläne informieren heute Anzeiger und RP nach einer Bahnstadt-Pressekonferenz jeweils als Lokalaufmacher. „Kühn“ findet der Anzeiger die gestern vorgestellten Projekte, in der RP darf Künstler Eberhard Foest von dem Material schwärmen, das Architekt Martin Knight verwenden möchte, nämlich Corten-Stahl: „Erst ist der Stahl hellbraun und wird dann dunkler. Das ergibt ein wunderschönes, ins rötliche gehende Herbstbraun.“ (Online finden wir bei der RP leider nur das hier) Wir erinnern uns: Ein wesentlicher Bestandteil der Landesgartenschau 2005 war das Ziel, mit Brückenschlägen den Rhein von Wiesdorf aus wieder bequem erreichbar zu machen.

Die RP interviewte VivendiGeschäftsführer Sven Reumkens zum neuen Pächter in der Stadthalle Opladen. Dieser Erfolg veranlasse ihn aber nicht, sich aus Opladen nun zurückzuziehen, im Gegenteil, versichert er: „Wir haben in Opladen noch viel vor.“

Das ging schnell: Vor zwei Wochen wurde noch eine Kapitalerhöhung durchgeführt, heute bringt Biofrontera nach elf Jahren das erste Präparat auf den Markt – und die dazugehörige Homepage gleich mit: Belixos wird in Zusammenarbeit mit der Grünenthal Pharma AG hergestellt und soll gegen gerötete und juckende Haut helfen. Auch der Anzeiger berichtet.

Von dem Wunsch des Stadtrats, die Endhaltestelle der Straßenbahnlinie der Linie 4 in Schlebusch mit der Buslinie 227 in Zukunft besser anzubinden, und von der Skepsis der Wupsi vor dem beschlossenen Testlauf weiß der Anzeiger.

Roswitha Arnold ist die alte und neue Chefin der Leverkusener Grünen, meldet Radio Leverkusen: Bei der Mitgliederversammlung wurde sie für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt.

Die Speerwerferin und Weltmeisterin im Ruhestand Steffi Nerius besucht hat der Anzeiger und ein Kamerateam des WDR. In der Sendung „Lokalzeit“ wurde sie gestern in ihrem neuen Vollzeitjob als Trainerin in der Behindertenabteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen vorgestellt. Die Ex-Sportlerin ist zu einer nicht unwichtigen Einsicht gekommen: „Irgendwann muss man auch mal anfangen, nicht nur auf Honorarbasis zu arbeiten, sondern eine richtige Anstellung zu haben.“ Am Schreibtisch, will uns scheinen, sitzt sie allerdings doch noch etwas verkrampft.

Sabine Ingber-Canters von Currenta ist’s nicht geworden, dafür Joachim Ferrier von Federal Mogul aus Burscheid: Er ist der IHK-„Ausbilder des Jahres“, Anzeiger und RP berichten (beide nicht online), wir gratulieren.

Heute erscheint das neue Amtsblatt der Stadt Leverkusen mit den Ergebnissen der Bundestagswahl für den „Wahlbezirk 102 Leverkusen – Köln IV“.

Kultur: Anzeiger und RP (nicht online) stellen die geistlich geprägten Arbeiten des Künstlers Bernhard Guski vor: Die Christuskirche in Wiesdorf zeigt eine Auswahl seiner Bilder. Und beim Klezmer-Konzert junger Klezmorim im „topos“ war die RP dabei.

Und bei unserem Lieblingsradiosender finden wir heute dies: Manfred Gottschalk von der Schlebuscher Buchhandlung Gottschalk wird heute um 15.33 Uhr bei DeutschlandRadio Kultur seine ganz persönlichen Buchempfehlungen abgeben. Also einschalten – oder einloggen.

Schließlich noch dies: Heute schon bezahlt für Nachrichten? Der Verlag M. Dumont-Schauberg bereitet seine Leser auf der Medienseite des Stadt-Anzeigers schon auf die nahe Zukunft vor: Bald sollen exklusive Angebote im Netz Geld kosten, das Segen bringende Geschäftsmodell soll durch neue Technik möglich werden, hofft Verleger Konstantin Neven DuMont: „Wir machen Druck, dass die Provider ein Modell finden, und haben die große Hoffnung, dass wir das schon 2010 anwenden können.“

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau