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Schüsse in Steinbüchel: Mann verletzt

Mit Schüssen lebensgefährlich verletzt wurde in der vergangenen Nacht ein 25-jähriger Mann in Steinbüchel: Gegen 1.50 Uhr meldeten Zeugen der Polizei mehrere Schüsse auf der Hermann-Hesse-Straße, die vom Theodor-Heuss-Ring abgeht. Die Polizisten fanden das Opfer kurz darauf schwer verletzt auf der Straße liegend. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht und schwebt weiter in Lebensgefahr.

UPDATE 21.08.: Heute Vormittag führte die Polizei erneut „Durchsuchungsmaßnahmen“ im Umfeld der Carl-von-Ossietzky-Straße durch. Eine Waffe sei gefunden worden, bestätigte die Polizei, allerdings müsse noch geprüft werden, ob es sich um die gesuchte Tatwaffe handele.

UPDATE 15.08.: Eine Polizei-Hundertschaft durchkämmte am Donnerstag das Wohnviertel in Steinbüchel, offenbar weiterhin auf der Suche nach der Tatwaffe. Bereits am Mittwoch, erklärt Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer, sei in Steinbüchel ein weiterer Mann festgenommen worden, der Vorwurf gegen ihn laute „Versuchter Mord“.
UPDATE 13.08.: Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer zum aktuellen Stand gegenüber dem levlog: „Wir müssen uns in dem Fall weiter bedeckt halten, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.“
UPDATE 12.08., 16.15 Uhr: Eine Spezialeinheit der Polizei hat heute in den frühen Morgenstunden in Steinbüchel einen weiteren mutmaßlichen Täter festgenommen. Dieser stehe im Verdacht, teilt die Polizei mit, an der Tat am 17. Juni beteiligt gewesen zu sein. Umfangreiche Ermittlungen des Kriminalkommissariates 11 in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Köln hätten nun zu dem 29-Jährigen geführt. Nach einer Vernehmung werde der 29-Jährige dem Haftrichter vorgeführt, kündigt die Polizei in einer Pressemitteilung an. Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer hatte gegenüber dem levlog vergangene Woche erklärt, dass aufgrund „biographischer Nähe“ ein Zusammenhang zwischen den Fällen vom 17. Juni und vom 27. Juli überprüft werde. Es handele sich um einen „sehr komplexen Fall“, erklärte Bremer weiter.
UPDATE 29.07., 16 Uhr: Der mutmaßliche Schütze wurde gestern im Amtsgericht Opladen dem Haftrichter vorgeführt. Er wurde wegen des Verdachts auf vorsätzlichen Totschlag sowie gefährliche Körperverletzung in Untersuchungshaft genommen, berichtete Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer dem levlog. Der 25-Jährige, dem es seit gestern besser geht und außer Lebensgefahr ist, konnte inzwischen zum Tathergang befragt werden. Die Ermittlungen zur Motivlage dauerten aber weiterhin an, so Bremer, der zugleich darauf verwies, dass die Polizei in Köln derzeit eine sehr große Zahl an Mordkommissionen eingerichtet habe und die Ermittlungen sich daher hinziehen können.
UPDATE 28.07., 16 Uhr: Der 25-Jährige ist nach Angaben der Polizei inzwischen außer Lebensgefahr. Die Ermittlungen dauern an, weitere Neuigkeiten zu dem Fall meldet die Polizei keine.

Die Hermann-Hesse-Straße in Steinbüchel am Sonntag.

Die Hermann-Hesse-Straße in Steinbüchel am Sonntag.

Ein 31-jähriger Tatverdächtiger flüchtete und konnte erst rund sieben Stunden später von einem Sondereinsatzkommando festgenommen werden: Gegen 8.45 Uhr sei der Zugriff erfolgt, geben Polizei und Staatsanwaltschaft Köln bekannt. Das Tatmotiv sei derzeit noch unklar, die Polizei Köln hat eine Mordkommission eingesetzt.

Auffällig häufig werden Streitigkeiten zuletzt mit Schusswaffen „gelöst“: Erst Mitte Juni wurde ein 24-Jähriger in Steinbüchel nachts an der Karl-Jaspers-Straße mit Messerstichen und durch Schüsse schwer verletzt (hier ein Bericht bei ksta.de). Er überlebte nach einer Notoperation. Anfang Juni schoss ein Mann vor einer Bäckerei in Wiesdorf um sich: Das Opfer wurde nur leicht verletzt, der Schütze wurde von einem SEK in seiner Wohnung festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft.

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Schulden: Leverkusen ist nicht allein – Bahnstadt: Macht Kämpfen noch Sinn?

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Mittwoch, 24. März 2010:
Leverkusen ist arm, aber nicht allein: Städtetag klagt über die Gemeindefinanzierung. +++ Bahnstadt Opladen: Ratsherr Bernhard Marewski zweifelt am Projekt. +++ „Der Kick“: Ungebührliches Verhalten im Theater. +++ Lokalsport: Der Express spekuliert über Neuzugänge für die Bayer-04-Fußballer.
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Doppeltes Votum für „Jamaika Plus“ – IG BCE verliert bei Wahlen

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Wochenende, 20./21. März 2010:
CDU und Grüne erklären ihrer Basis „Jamaika Plus“. +++ Dezernent Frank Stein zieht Bilanz für 2009. +++ Betriebsratswahlen bei Lanxess: IG BCE büßt ein. +++ Freiherr-vom-Stein-Gymnasium feiert Jubiläum.
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Bahnstadt Opladen: Was ahnte Mues?

Die Lage ist ernst, die „veränderte Situation“ für die Bahnstadt Opladen durch die vom Regierungspräsidenten verweigerte Verlegung der Güterstrecke keine Kleinigkeit – das signalisiert die Rheinische Post ihren Lesern heute schon, indem sie gleich die beiden ersten Lokalseiten für dieses Thema frei räumt. „Teil der Bahnstadt droht das Aus“ titelt sie auf der ersten Lokalseite: Die Kosten für die Bahnstadt seien mittlerweile auf 125 Millionen angestiegen, Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar habe nicht zuletzt aus diesem Grund und mit Verweis auf die Schulden Leverkusens den Stadtoberen in einem Brief (den die RP auf Seite zwei komplett abdruckt und hier online bereit hält) mitgeteilt, die geplante Gleisverlegung nicht zu gestatten. Da die Gleisverlegung das entscheidende verbindende Element (RP: „das Herzstück“) des Konzepts für die „Neue Bahnstadt Opladen“ ist, darf das als ein harter Schlag für das Stadtentwicklungsprojekt gelten. Überdies drohe Lindlar der Stadt eine bevorstehende Zwangsverwaltung an.
Kämmerer Rainer Häusler und Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn überbrachten gestern erst Vertretern der Ratsfraktionen und anschließend der Presse die Nachricht. Eigentlich habe der Anteil der Stadt an den Kosten der Gleisverlegung (in einer kalkulierten Höhe von 14,6 Millionen Euro) durch den Verkauf von RWE-Aktien finanziert werden sollen, das widerspreche Absprachen, erklärt die Bezirksregierung nun. Den Vertretern der Ratsfraktionen solle Häusler laut RP bereits Projekte genannt haben, deren Streichung die notwendigen Einsparungen bringen könnten: Umbau Busbahnhof Wiesdorf, Sanierung Ophovener Weiher, Sanierung Hauptfeuerwache sowie Straßenausbau Hitdorf. Die Verabschiedung des Haushaltsetats für 2010 sei gestern bereits von Dezember auf Februar verlegt worden. Die RP erkundigte sich bei Vertretern Leverkusener Ratsfraktionen, die weitgehend geschlossen ankündigen, für den Westteil der Bahnstadt kämpfen zu wollen. Klaus Hupperth von der CDU wolle nötigenfalls sogar Landesvater Jürgen Rüttgers zu Hilfe holen.
Im Kommentar stellt „peco“ die Frage, ob das Thema womöglich unter der Decke gehalten worden sei, um den Wahlkampf von Buchhorns Amtsvorgänger Ernst Küchler nicht damit zu belasten. Im beistehenden Artikel „Wer wusste wann Bescheid?“ erinnert „peco“ auch daran, dass Baudezernent Wolfgang Mues „bereits vor Monaten gewarnt“ haben soll. Tatsächlich hatte es Mues 2008 sogar abgelehnt, den Ratsentwurf für die Gleisverlegung zu unterschreiben (siehe hier). Öffentlich äußerte sich Mues damals nicht, wenige Monate später wurde er aus dem Bahnstadt-Aufsichtsrat entfernt, Begründung damals: Mues habe keine Zeit mehr dafür. Das fand nicht nur der Leverkusener Anzeiger schon sehr, sehr eigenartig.
Etwas gelassener als die RP berichtet der Anzeiger: Artikel („Stadtrat will sich wehren“) nebst Kommentar („Es riecht nach Schnellschuss“) vermitteln ein nicht so sehr getrübtes Bild der Gesamtlage mit Aussicht auf eine denkbare Korrektur. Tenor: Die Verfügung des Regierungspräsidenten sei möglicherweise nicht konsequent zuende gedacht und erweise der Stadt einen „Bärendienst“, falls andere dringende Investitonen auf der Strecke blieben.

Den Protestzug der DyStar-Mitarbeiter mit rund 800 Teilnehmern gestern durch Wiesdorf würdigen Anzeiger und RP jeweils mit kurzen Berichten. Es sollen „Investoren bevorzugt werden, die das Unternehmen als Ganzes weiter betreiben wollen“, zitiert die RP OB Buchhorn.

Nach der Umfrage bei Leverkusener Ärzten hat der Anzeiger heute auch Passanten zur Impfung gegen die Schweinegrippe befragt. Derweil meldet die Stadt nun einen „Run“ auf die Impfungen.

Die Energieversorgung Leverkusen (EVL) senkt die Strompreise zum 1. Januar, je nach Kundengruppe um bis zu vier Prozent.

Im Sportteil stellt die RP heute Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius in ihrem neuen Job als Trainerin in der Behindertensportabteilung beim TSV Bayer 04 vor. „Werkselfe“ Laura Steinbach von den Leverkusener Handballfrauen hat eine Patenschaft für den Verkauf der kürzlich erschienenen Biografie „Teamgeist“ des seit 1979 nach einem Sportunfall pflegebedürftigen Handballers Jo Deckarm übernommen, meldet der Anzeiger. Das weltweit große Interesse an dem Videoclip von der Bayer-Medienfassade bei YouTube (den wir an dieser Stelle auch bereits eingebettet hatten) resümiert die RP heute verblüffend detailliert (was alleine den Rückschluss zulässt, dass YouTube-User „1234bayer“ allerbeste Beziehungen zur RP-Redaktion pflegt). Vor Briefen der Finanzdienstleistungsfirma „Dr. Schneider & König“ warne die Verbraucherzentrale in Leverkusen, berichtet der Anzeiger. Der Anzeiger ist auch den gefährlichen Tücken, die die Steinbücheler Straße für Fußgänger bereit hält, nachgegangen. Und heute ab 22 Uhr bis Montagmorgen wird die A3 zwischen Leverkusen und dem Kreuz Köln-Ost voll gesperrt, erinnert Straßen NRW u.a. bei leverkusen.com; wie sich Besucher des Fußballspiels heute Abend in der BayArena (Bayer 04 – Eintracht Frankfurt) am besten verhalten, rät leverkusen.de.

Kultur: Die Ausstellung „Zwei Welten“ der Foto-Designerin Annet van der Voort im Forum stellen heute RP und Anzeiger vor.
In der RP resümiert Monika Klein den Auftritt von Kleinkünstler Jess Jochimsen im K1.
Den Auftakt der Konzertreihe „Orgel Plus“ der katholischen Kirchen in Leverkusen kündigt der Anzeiger an: Los gehe es am Sonntag, 8. November, in St. Andreas in Schlebusch mit Saxofonist Martin Hilner und Organist Hans-André Stamm, die einen Bogen schlagen vom Barock bis zu Jazzstücken.
Die RP erinnert: Heute, Freitag, ist die „Nacht der Bibliotheken“, in der Stadtbibliothek in Wiesdorf werde dann ein „Traum aus 1001 Nacht“ Wirklichkeit. Und morgen, Samstag, 7. November, trete die Leverkusener Nadine-Kraemer-Band um 18.30 Uhr bei der Schulvereins-Gala in der Aula des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums auf.

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