Schlagwort-Archive: Stephan Laubereau

DyStar wird indisch. Die Arbeit auch?

Das indische Unternehmen Kiri übernimmt DyStar und rettet auch in Leverkusen Arbeitsplätze – zumindest vorübergehend. Alles neu im Trakt 1 des Lise-Meitner-Gymnasiums. Sollen die städtischen Angestellten an Weiberfastnacht frei bekommen?
Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Nach den goldenen Zeiten

Für DyStar und seine Mitarbeiter sieht es weiterhin düster aus: Bei einer Betriebsversammlung habe Insolvenzverwalter Stephan Laubereau gestern erklären müssen, dass auch eine Woche vor Ablauf der Frist kein Investor gefunden werden konnte. Am 1. Dezember werde das Insolvenzverfahren eröffnet und die Angestellten freigestellt. Darüber berichten heute unter anderem Leverkusener Anzeiger, Rheinische Post, Radio Leverkusen und auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Laubereau wolle weiter nach einem Käufer sowohl für das „DyStar-Gesamtpaket“ als auch für Einzellösungen suchen. Der Betriebsratsvorsitzende Winfried Krag hoffe auf die Gründung einer Transfergesellschaft, für die aber gleichfalls ein Investor benötigt würde, lesen wir im Anzeiger.

Das „Umzugs- und Neueröffnungsfestival“ in der Wiesdorfer City im Zuge der bevorstehenden Eröffnung der ECE- „Rathaus Galerie“ fasst die RP heute mit einigen Namen zusammen: Demnach zögen unter anderem auch Saturn und C&A von ihren bisherigen Standorten (im Keller des Kaufhof bzw. in der „City C“) in die neue Galerie um. ECE-Centermanagerin Katrin Becker betont, dass „immerhin 70 Prozent unserer Mieter absolute Neuansiedlungen darstellen“.
Im nebenstehenden Artikel dokumentiert die RP die Sorgen Wiesdorfer Politiker wie Walter Endlein oder Jürgen Scharf um Alt-Wiesdorf.
Der Anzeiger präsentiert dazu passend Neuigkeiten zu der vorerst gestoppten Planung für den „Nobelplatz“ mit dem das andere Ende der Fußgängerzone im Bereich der Abbiegung Haupt-/Nobelstraße attraktiver gestaltet werden sollte. Thomas Esch kommentiert die „Kurvendiskussionen“, die durch Kostensteigerungen ausgebremst wurden, mit einem nüchternen Blick auf die Realitäten: Die goldenen Zeiten seien vorbei, „den ‚Leverkusener Standard‘ gibt es nicht mehr.“

Radio Leverkusen weist auf eine neue Kölner Werbekampagne hin, mit der Kaufkraft in die Nachbarmetropole gelockt werden soll.

Siegfried Kuhl, Chef der Aktionsgemeinschaft Opladen (AGO), sieht seinen Stadtteil in der RP in Gefahr: „Todesgleiche Wunden“ würden Opladen der Wegfall des Bahnstadt-Westteils sowie ein Wegzug des Amtsgerichts zufügen.
Zum drohenden Abriss des alten Amtsgerichtsgebäudes hat der Anzeiger einige Passanten vor Ort befragt. Nur einer befürwortet den Abriss: Angestellte würden schließlich lieber in modernen Büros arbeiten.

Derweil wird der Stadtrat heute eine Sondersitzung u.a. in Sachen Bahnstadt absolvieren, erinnert Radio Leverkusen.

Der Zug für industrielle Nutzung des Eumuco-Geländes in Manfort sei abgefahren, glauben FDP und Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL), meldet der Anzeiger: Einzige Chance, die avisierte Baumarkt-Erweiterung noch abzuwenden, sei eine „privatrechtliche Einigung zwischen Bauhaus und SK Maschinen“, erklärt FDP-Fraktionsvorsitzende Monika Ballin-Meyer-Ahrens.

Karl Lauterbach, der Köln/Leverkusener Bundestagsabgeordnete, hat in der SPD-Bundestagsfraktion das Amt des gesundheitspolitischen Sprechers inne, meldet heute unter anderem die taz.

Eine Überprüfung, welche Kinder warum – und warum nicht – die Offenen Ganztagsschulen besuchen, fordert Ernst Küchler in seiner neuen Funktion als bildungspolitischer Sprecher der Leverkusener SPD-Ratsfraktion, lesen wir in der RP.

Vor dem „Tag der offenen Tür“ der TSV Bayer 04-Leichthleten interviewt der Anzeiger Ulrike Meyfarth. + + + Erfolgreiche Nachwuchsarbeit, aber eine dennoch schwierige Situation konstatiert der Anzeiger für den Radsportclub RC Titan Leverkusen.

Kultur:
Die neue Ausstellung in Schloss Morsbroich, „Slow Paintings“, findet auch im Äther Resonanz: WDR 3 und das DeutschlandRadio Kultur würdigen die Ausstellung.
Dem Leverkusener Bach-Chor lauschten in St. Remigius in Opladen Anzeiger und RP.
Die neue Ausstellung im Künstlerbunker schaute sich der Anzeiger an.
Und bei Max Goldts Lesung im Agam-Saal im Forum amüsierte sich RP-Kritikerin Monika Klein über treffliche Kolumnen und differenzierte Betrachtungen von Alltäglichkeiten.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Der Ärger der Weltpresse

Ist Rettung für DyStar am Standort Leverkusen in Sicht? Die Rheinische Post meldet in ihrer Wochenendausgabe kurz, aber prägnant, dass zur Rettung des Leverkusener Standorts derzeit über ein „Management-Buy-Out“ verhandelt werde. Das hieße, die Leitung würde den Betrieb im Chempark von Eigentümer Platinum Equity erwerben. Produktionsleiter Gerhard Obernosterer habe entsprechende Überlegungen angedeutet. Insolvenzverwalter Stephan Laubereau gebe aber zu bedenken, dass ein solches Modell auf „sehr wackligen Füßen“ stehe. Die Frist für potenzielle neue Investoren sei derweil um eine Woche verlängert worden.

Ärger gibt es laut RP wieder um den Bürgerbusch, auch ganz ohne Pläne für eine Autobahnraststätte: Immobilien-Unternehmer Wilfried Hilgert, der die rund 300 Quadratmeter große „grüne Lunge“ Leverkusen erst im Frühjahr von der von Diergardtschen Forstverwaltung erworben hatte, wolle Strafanzeige gegen von Diergardt stellen, Begründung: Dieser sei bei dem Verkauf „betrügerisch vorgegangen“. Unter anderem bemängele Hilgert, dass ihm falsche Angaben zum Nutzungsrecht gemacht worden seien, dass ihm die Verpachtung einer Parzelle an ein Tiefbauunternehmen verschwiegen worden sei und dass er keine zeitnahe Aufstellung des Forstbestands erhalten habe.

Für Wirbel gesorgt hat laut RP der Vorschlag von „Opladen Plus“-Fraktionschef Markus Pott, zugunsten der Gleisverlegung in der Bahnstadt Opladen das Gerhard Richter-Gemälde „Der Tiger“ aus dem Museum Morsbroich zu verkaufen. Roswitha Arnold von den Grünen habe heftigst protestiert, Museumsleiter Markus Heinzelmann auf ein weltweites Abkommen verwiesen, dass derlei Kunstverkäufe verbiete. Mit so etwas ziehe Leverkusen den Ärger der Weltpresse auf sich, warnt Heinzelmann bei Radio Leverkusen.
Laut RL rege Regierungspräsident Hans Peter Lindlar übrigens an, dass die Leverkusener Bürger zum Haushalt ihrer Stadt ein gewichtiges Wörtchen mitreden sollten.

Weitgehend abgeschlossen seien die Sanierungsmaßnahme der Y-Brücke über dem Europaring in Wiesdorf, weiß der Leverkusener Anzeiger. Die provisorische Verkehrsführung während der Bauarbeiten auf der Seite des Kinos habe sich indes so gut bewährt, dass die einspurige Lösung nun probeweise bis Juni 2010 beibehalten werde.

„Leverkusener Kanäle sind marode“, schreckt die RP ihre Leser auf Seite B5 auf: Mehr als zwei Drittel der Hausanschlüsse in der Stadt seien „offenbar dringend sanierungsbedürftig“. Besonders Abschnitte in Hitdorf, Opladen, Quettingen, Lützenkirchen, Bergisch Neukirchen und Bürrig seien nach Einschätzung der Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) betroffen.

An dem Bauspielplatz an der Oderstraße in Rheindorf möchte die Stadt ein neues Jugendhaus errichten, meldet der Anzeiger. Der Bauspielplatz gehe derweil nach lange ungeklärter Zukunft in die gemeinsame Trägerschaft von Kirchenkreis, Evangelischer Kirchengemeinde Rheindorf, Katholischer Jugendwerke und der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz über.

Gestiegen sei in Leverkusen die Zahl der Kinder, die eine Kindertagesbetreuung genießen, meldet der Anzeiger unter Bezug auf die Zahlen des Statistischen Landesamtes. Demnach seien im März 2009 in Leverkusen 501 Kinder in Tageseinrichtungen und Tagespflege beaufsichtigt worden, im März 2008 seien es 359 Kinder gewesen.

Beim bundesweiten Vorlesetag am Freitag griffen auch die Bayer-04-Fußballer Simon Rolfes und Manuel Friedrich zum Buch und lasen Schülern des Lise-Meitner-Gymnasiums aus Ulla Klopps Kinderbuch „Tom und der Zauberfußball“ vor. Auch Anzeiger und die RP lauschten den beiden.

Von Chempark-Chef Ernst Grigats zufriedener Rückschau und dem anschließenden Ausblick in die Zukunft bei einem Pressegespräch am Donnerstag berichtet der Anzeiger. +++ TMD Friction suche 33 neue Auszubildende im kaufmännischen und technischen Bereich für das neue Lehrjahr, lesen wir bei kfz-net. +++ Der Behindertenbeirat fordert eine Rampe für die Reihenhäuser an der Julius-Leber-Straße in Alkenrath, meldet der Anzeiger. +++ CDU-Landtagswahlkandidat Rüdiger Scholz ist auf dem CDU-Bezirksparteitag in Pulheim Platz sieben der Bezirksliste gewählt worden, erfahren wir bei leverkusen.com. Und Stefan Hebbel zwitschert, dass Parteikollege Scholz uns als Wahlkämpfer demnächst auch ab und an etwas zwitschern wird. +++ Und im Baublog Leverkusen gibt es nach langer Zeit auch mal wieder eine Neuigkeit: Die Garage ist geliefert.

Kultur: Die Jazztage, bei denen unter anderem Candy Dulfer mitsamt Saxofon zu Gast war, werden im Anzeiger mit drei Artikeln (online finden wir diese Konzertkritik und das Interview mit Clueso) gewürdigt, in der RP mit einem Artikel.
Das Konzert des Pianisten Hardy Rittner im Erholungshaus bespricht Monika Klein für die RP heute deutlich freundlicher als Gerhard Bauer gestern im Anzeiger.
Und die RP stellt heute auch die Ausstellung von Skulpturen des Krefelder Künstlers Ingo Ronkholz im Kunstverein Morsbroich vor.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Bodenständig, trotzdem Weltspitze

Werner Wenning, der im kommenden Jahr scheidende Vorstandschef der Bayer AG, ist gestern in Düsseldorf mit dem NRW-Innovationspreis ausgezeichnet worden, Kategorie: „Lebenswerk“. Wissenschafts- und Innovationsminister Andreas Pinkwart (FDP) würdigte den gebürtigen Leverkusener als „unermüdlichen Antreiber von Forschung und Entwicklung“, und als jemanden, der „Bodenständigkeit mit Weitsicht und Bescheidenheit mit dem Anspruch, Weltspitze zu sein“ verbinde. Der Leverkusener Anzeiger / Kölner Stadt-Anzeiger widmet Wenning das Porträt auf Seite 2, die Rheinische Post berichtet über die Preisverleihung, bei der auch Friedrich-Karl Bruder von Bayer MaterialScience mit Preis in der Kategorie „Innovation“ ausgezeichnet wurde, im Wirtschafts- und im Lokalteil. Außerdem berichten unter anderem sueddeutsche.de, WDR und die Kölnische Rundschau.

Im täglichen Stück zu DyStar im Anzeiger setzt sich heute Insolvenzverwalter Stephan Laubereau zur Wehr: Er lasse die gekündigten 21 Mitarbeiter, die mit der Insolvenz vor dem Nichts stünden, nicht im Regen stehen, sondern arbeite mit „Hochdruck an Lösungsmöglichkeiten“, erklärt Laubereau gegenüber dem Anzeiger: „Aber wir wollen gerade in dieser schwierigen Situation keine Hoffnungen wecken, die später enttäuscht werden könnten.“

Nach dem „Hickhack“ um die Stadthalle Opladen erkundigt sich der Anzeiger bei Opladener Karnevalsgesellschaften, ob sie dem Vorbild des Komitee Opladener Karneval (KOK) folgen und ihre Veranstaltungen im Haus Fürstenberg vorsichtshalber absagen.

Einen Blick über die Stadtgrenze wagt der Anzeiger, und schaut auf die Pläne der Landesministerien für Justiz sowie für Arbeit, Gesundheit und Soziales, an der Rheinischen Landesklinik in Langenfeld eine ambulante Forensik für rückfallgefährdete Sexualstraftäter aufzubauen. Unter anderem Leverkusens Bürgermeister Friedrich Busch (FDP) habe ich „kritisch“ zu diesen Plänen geäußert, mit Hinweis darauf, dass „die Patienten des Landeskrankenhauses genauso schnell in Opladen sind wie im Stadtzentrum von Langenfeld“.

Mit den Eheleuten Bauer als neuen Bewohnern des „Karrees im Dorf“, für das vergangene Woche der Grundstein gelegt wurde, sprach der Anzeiger. „Wir wollen im mobilen Alter zu Hause ankommen“, erklärt der Lanxess-Angestellte, der gemeinsam mit seiner Frau mit diesem Umzug offenbar sehr langfristige Lebenspläne verfolgt.

Das aus den Baustellen und der neuen Großumleitung resultierende Verkehrschaos in der Opladener Innenstadt fasst die RP zusammen: „Schutzengel hilf!“

Mit der Schweinegrippe macht die RP ihren Lokalteil nochmals auf, hier, ebenso wie bei Radio Leverkusen, taucht die nun doch etwas überraschende Zahl von 3000 Schweingerippe-Fällen auf. Auf so viele Fälle rechnet Amtsarzt Hans-Eckard Linstaedt hoch, nach der möglichen Fallzahl in Leverkusen befragt.

Der Express widmet Leverkusen heute eine komplette Zeitungsbeilage. Als Aufmacher dient die neue Bayer-Medienfassade, dahinter erwartet den Leser, neben vielen Anzeigen speziell für die Leverkusener Leserschaft, Berichte u.a. über die die Bahnstadt Opladen, das NaturGut Ophoven, über die Jazztage sowie ein Interview mit Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn. Frage Express: Ist Leverkusen zum Ende ihrer Amtszeit 2015 schuldenfrei? Antwort Buchhorn: „Auf keinen Fall.“

Radio Leverkusen hat den Express offenbar auch schon gelesen und dort möglicherweise auch das Datum entdeckt, an dem die Rathaus-Galerie öffnen soll: Am 24. Februar 2010 soll es soweit sein. Die RP meldet derweil, dass sich eine Werbegemeinschaft Rathaus-Galerie gegründet habe. Zu Geschäftsführern gewählt worden seien Uwe Gaebel (Saturn), Albert Heuel (Sondermann Brot), Guido Niggemann (Mustang) und Bianca Schirrmeister (Curry Karl), Rechnungsprüfer sei Rainer Schwarz von der Sparkasse Leverkusen.

Einen neuen Vorsitzenden bekomme auch der Eigentümerverein „Haus und Grund“ Leverkusen und Umgebung, meldet die RP: Der vieljährige Vorsitzende Rolf Kunz solle auf der bevorstehenden Mitgliederversammlung am 19. November durch seinen bisherigen Stellvertreter Thomas Gutknecht abgelöst werden – beide sind promovierte Juristen.

Außerdem viele Kulturthemen heute: Von Thomas Dorweilers darstellerischer Leistung als Affe Rotpeter in „Ein Bericht für eine Akademie“ von Franz Kafka, das die Studiobühne Leverkusen auf die Bühne bringt, ist der Kritiker des Anzeiger, mehr noch die Kritikerin der RP begeistert.
„Wieder einmal rasant, witzig und bunt“ geht es laut Anzeiger bei der neuesten Inszenierung der „Drama-Ticker“ zu.
Beim Konzert des Aaron-Streichquartett im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich im Rahmen der Reihe „Konzerte Leverkusener Musiker“ hörte ein nicht genannter Kritiker des Anzeiger „spielerische Rasanz“. Die „letzte Zugabe“ des Duos „Kleine & Linzenich“ begutachtete noch einmal die RP. Und viel Applaus registrierte der Anzeiger-Kritiker beim Jahreskonzert des Sängervereins Manfort.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Vom Kampf um politische Macht

Die gescheiterten Koalitionsverhandlungen der CDU mit Erhard Schoofs’ Bürgerliste beleuchtet der Leverkusener Anzeiger heute noch einmal, mit einem interessanten Detail: Aus einem „Verhandlungspapier der Bürgerliste, das der Redaktion vorliegt“ kann der Anzeiger zitieren, in dem „Katalog der Wünsche der Bürgerliste“ findet sich demnach eine beachtliche Auflistung von Posten: Leiter des Büros des Rates, (stellvertretenden) Amtsleiters, Bürgermeister, Dezernenten – das will nicht recht korrespondieren mit Schoofs’ Aussage, Sachfragen hätten bei den Verhandlungen im Vordergrund gestanden. CDU-Fraktionsleiter und Verhandlungspartner Klaus Hupperth erklärt klipp und klar, dass die Verhandlungen am Bestehen der Bürgerliste auf einem Bürgermeisterposten gescheitert seien. Den aber wollte die CDU Bündnispartner FDP offenbar nicht wegnehmen. Als die Bürgerliste nachträglich signalisiert habe, von ihrer Forderung Abstand zu nehmen, habe dann Hupperth abgelehnt.
Im beistehenden Kommentar stutzt Rainer Schmidt das selbstlose Auftreten der Bürgerliste und des „Machtpolitikers Schoofs“ auf Normalmaß: „Die Bürgerliste ist Teilnehmer im Kampf um politische Macht wie alle anderen auch.“

Weiterhin düster sehe es für die 21 DyStar-Mitarbeiter aus, die einer Kündigung zugestimmt hatten, weil sie zum 1. Oktober – drei Tage vor der Insolvenz – in eine Transfergesellschaft wechseln und eine Abfindung bekommen sollten, weiß der Anzeiger: Der „vorläufige Gläubigerausschuss“ um Insolvenzverwalter Stephan Laubereau wolle nach wie vor kein Geld für die Transfergesellschaft der Bonner Wirtschaftsakademie rausrücken, teilt deren Geschäftsführer Harald Müller dem Anzeiger mit. Betriebsratschef Winfried Krag bringt es laut Anzeiger so auf den Punkt: „Es ist eine Unverschämtheit, dass die Geschäftsleitung es nicht für nötig hielt, die betroffenen Mitarbeiter über die Folgen der Insolvenz zu unterrichten und sie sehenden Auges in die Armut treibt.“
Die Rheinische Post meldet kurz, was der Insolvenzverwalter, der an einem neuen Produktionsplan arbeite, sehr wohl bezahle: Nämlich die Kosten für den Produktionsbetrieb, wenn der Standort wieder in Betrieb genommen werde.

Von der aktuellen Nachfrageflaute bei Lanxess seien derzeit 70 Mitarbeiter betroffen, davon 65 im Stammwerk in Leverkusen, meldet der Anzeiger. Diese sollen im Qualifizierungs-, Einsatz- und Stellenmanagement (kurz: „Quest“)-Center die Zeit überbrücken und bevorzugt bei Lanxess bleiben.

Eva Lux ist die Leverkusener SPD-Kandidatin für die NRW-Landtagswahl im Mai, meldet die RP. Auch beim sonst flinken leverkusen.com finden wir keinen Hinweis darauf – ist wohl die falsche Partei.

Ein im Rhein versunkenes Taxi bringt die RP als Lokalaufmacher, der Anzeiger macht mit diesem Thema ebenfalls seinen Lokalteil auf – allerdings korrekterweise den Kölner Lokalteil: Der Taxifahrer war nämlich in Langel, also auf der Kölner Rheinseite gegenüber von Hitdorf, in den Fluss gerast. Verletzt wurde niemand. Spiegel Online berichtet auch und fragt: „Warum ist es im Rhein so schön?“

Auch ein Insolvenzverwalter mische nun mit bei der Stadthalle Opladen, berichtet die RP: Insolvent sei der Eigentümer der Immobilie, Uwe Fuhrmann. Die Pacht sei daher an den Insolvenzverwalter zu zahlen.

Die Straßensperrungen rund um den Kanalbau am Berliner Platz in Opladen ab Montag fassen RP und Anzeiger zusammen: Die Einbahnstraße Fürstenbergstraße werde dabei unter anderem gedreht. Vor Allerheiligen unternimmt die RP einen stimmungsvollen Rundgang über den Friedhof Birkenberg. Die Fusionspfarrei Lützenkirchen/Quettingen werde den Namen „St. Maurinus und Marien“ tragen, ergänzt die RP ihre eigene Berichterstattung vom Mittwoch. Und bei einem „Website-Rating“ bei transfermarkt.de-TV erhält die Seite von Bayer 04 Leverkusen immerhin drei Punkte (von fünf). Kritikpunkte: Es fehle ein Fanforum und eine Presseschau – ich verweise auf werkself.de, dem unabhängigen & einzig wahren Bayer-04-Fanforum mit Nachrichtenthread.

Apropos Bayer 04: Soeben haben Jupp Heynckes Mannen beim FC Schalke 04 ein 2:2-Unentschieden erreicht – und sind damit weiterhin Tabellenführer. Allerdings führte Leverkusen bis zur 83. Minute mit 2:0.

Kultur: Die ersten fotografischen Eindrücke von der 5. Leverkusen Kunstnacht, die gestern Abend an insgesamt 38 Orten ausgerichtet wurde, präsentiert leverkusen.com. Radio Leverkusen meldet dazu, ersten Schätzungen zufolge hätten mehr Besucher als im letzten Jahr das Angebot angenommen. Die Aktion werde in jedem Fall wiederholt, sagte Anke Spiegel von der KulturStadtLev Radio Leverkusen.
Das „Wirtschaftskabarett“ von Hans Gerzlich im Kulturcafé Leichlingen beurteilt Ana Ostrić im Anzeiger ganz herzlich.
Bei der „Bert-Engel-Show“ im K1 genoss RP-Kritikerin Monika Klein auch die (gewollten) Lachpausen.
Beim ersten Konzert des Städtischen Chores Leverkusen unter Leitung von Michael Utz in Schlebusch erkennt Klein in der RP schon, „dass der Klang sich verändert hat“.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

DyStar: Mehr ergebnislose Gespräche

Die möglichen Auswirkungen der neuen Bayer-Medienfassade am Hochhaus W1 auf die Fauna beleuchtet heute der Leverkusener Anzeiger : Das Licht könne Vögel anlocken, die sich an der Fassade dann verletzen, mithin gar das Genick brechen. Ähnliche Erfahrungen hat bereits ein anderer Großkonzern aus dem Rheinland machen müssen: Der ebenfalls illuminierte Post-Tower in Bonn stellte sich für viele Vögel als Todesfalle heraus. Bayer könne die Konsequenzen daraus ziehen und die Fassade gemäß dem Vogelschutz beizeiten abschalten, so wie schon seit Jahren das Bayerkreuz. Der Anzeiger liefert dazu einen interessanten Link zum Thema „Lichtverschmutzung“. Neues zur offiziellen Inbetriebnahme der Medienfassade gibt es indes offenbar nicht.

Von der Reise von Harald Müller in Sachen DyStar nach Frankfurt am Main und ihrem unbefriedigenden Ausgang weiß der Anzeiger: Müller ist der Geschäftsführer der Bonner Wirtschaftsakademie, die im Auftrag von DyStar eine Transfergesellschaft für die von der Firmeninsolvenz betroffenen 21 Mitarbeiter gründen sollte. Diese Gesellschaft bekommt nun kein Geld, weil die Insolvenz zwei Tage vor dem Stichtag am 30. September angemeldet wurde. 350.000 Euro wollte Müller nun von Insolvenzverwalter Stephan Laubereau, um die Gesellschaft zum Wohle der Betroffenen doch ans Laufen bringen zu können, allein: Die „Gespräche sind ergebnislos verlaufen“, zitiert der Anzeiger Müller.
Der Anzeiger widmet sich neuerdings mit auffälliger Hingabe seinen Lesern im Internet: Heute werden schon wieder einige Online-Kommentare in der Zeitung abgedruckt, „Perikles 0815“ ist auch wieder mit von der Partie.

Nachdem die Stiftung Warentest Fußballtrikots auf Schadstoffe untersucht hat, macht die Rheinische Post heute auf der Titelseite mit den Trikots aller Bundesliga-Vereine in ihrem Verbreitungsgebiet auf. Mit allen? Nicht ganz: Das Trikot von Bayer 04 Leverkusen (Testnote laut Anzeiger-Printausgabe: 3,4) fehlt. Bayer 04 hat derweil bereits auf das Testergebnis reagiert und kündigt an, die eigenen Trikots auf Schadstoffe prüfen lassen zu wollen.

Der neue Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn kann auch dem Anzeiger keine Ratsmehrheit für seine CDU präsentieren. Immerhin soll es in den Personalfragen zu einer Übereinkunft zwischen den etablierten Parteien kommen: „Ich glaube, dass es gemeinsame Listen geben wird“, lässt sich der OB zitieren. Die konstituierende Ratssitzung am Montag ist derweil „ausverkauft“, teilt die Stadt mit – die wegen des erwartet großen Andrangs herausgegebenen Einlasskarten seien vergriffen, die Warteliste ist lang.

Eine Gründerwelle in der Stadt registriert Radio Leverkusen: Nach Zahlen der Industrie- und Handelskammer in Leverkusen habe es „allein im Sommer 25 Prozent mehr Unternehmensgründungen gegeben als im Vorjahr“. Triebfeder für die Gründer sei nach Angaben von Eva Babatz von der IHK die Wirtschaftskrise.

Drohen den Leverkusener Bürgern neue Steuern? Die neue Bundesregierung plant offenbar, städtische Betriebe (wie zum Beispiel die Energieversorgung Leverkusen) künftig nicht mehr von der Mehrwertsteuerpflicht zu entbinden. Das würde höhere Gebühren für die Bürger nach sich ziehen, beispielsweise für Müll oder Abwasser. Die RP berichtet lokal, Spiegel Online beleuchtet die Sachzusammenhänge detailliert.

Entwarnung in Sachen Antibabypille Yasmin von Bayer Schering Pharma gibt das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic: Die Pille, die den Wirkstoff Drospirenon enthalte, liege „im Risikobereich der anderen auf dem Markt erhältlichen Präparate“. Bayer begrüßt diese Einschätzung und kündigt an, den „Dialog mit der Schweizer Arzneimittelbehörde zu diesem Thema fortsetzen“ zu wollen. Die „Coordination gegen Bayer-Gefahren“ (CBG) findet die Entscheidung der Schweizer Behörde „unverständlich“.

Dass ein hübscher Garten den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit erfüllen kann, beweist ein Fall am Rheinufer in Hitdorf: Der Anzeiger besuchte drei emsige Hobbygärtner, die auf einem Stück der einstigen Bahntrasse an der Wiesenstraße ein hübsches Gärtchen zauberten. Die Bahntrasse ist allerdings Landschaftsschutzgebiet, den Hobbygärtnern droht nun ein Ordnungsgeld von bis zu 50.000 Euro.

Von einem sehr zurückhaltenden Andrang auf den Impfstoff gegen die Schweinegrippe selbst unter den Mitarbeitern am Klinikum Leverkusen weiß die RP: Von den rund 1800 Klinikum-Mitarbeitern hätten sich bislang nur gut zwei Dutzend in die ausliegenden Impflisten eingetragen.

Das Robert-Koch-Institut kündigt sich laut Anzeiger für Anfang Dezember in Leverkusen an: Für eine bundesweite Gesundheitsstudie werden dann rund 50 Freiwillige untersucht.

Zwei mutmaßliche Sparkassenräuber wurden in ihren Wohnungen in Leverkusen verhaftet, meldet die Polizei. Die Verhafteten sollen im vergangenen Dezember und im Februar Filialen in Rheindorf und Schlebusch ausgeraubt haben.

Kultur: Viele neue Bücher stellt die RP vor: Mit der Leverkusener Verlagschefin Barbara Budrich spricht Monika Klein über eine in ihrem Verlag erschienene Studie über das Rollenverständnis moderner und postmoderner Männer.
Das neue Kinderbuch von Hiltrud Meier-Engelen, Leverkusener FDP-Politikerin und Mathematiklehrerin im Ruhestand, stellt die RP vor: „Die Geschichte von der Eins und den Zahlzeichen“ (siehe hier), illustriert von Malchas Cickisvilli, ist die Fortsetzung von „Die Geschichte von der Eins und dem Unendlichen“ (siehe hier).
Den neuen Gedichtband „Hedera, die schöne Hexe“ des Leverkusener Biochemikers Ralf Tiemann (siehe hier) stellt ebenfalls die RP vor.
Den Leverkusener Künstler Rolf Wetter und seine „Witzfiguren“, die ab Sonntag bis 15. November im Künstlerbunker an der Karlstraße ausgestellt werden, hat sich der Anzeiger genauer angesehen.
In der RP-Kunstnacht-Serie wird die Hitdorfer Malerin Martina Auweiler-Gewaltig vorgestellt.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Nur noch sechs Wochen Zeit für DyStar

Weiterhin keine guten Nachrichten über DyStar hat der Leverkusener Anzeiger heute zu bieten: Die 21 Mitarbeiter, die eigentlich eine Abfindung in fünfstelliger Höhe erwarten durften, werden auch bis auf weiteres nichts von dem Geld sehen. Der Anzeiger berichtet von ihrem Treffen am Montag mit dem Betriebsratsvorsitzenden Winfried Krag und Harald Müller, dem Geschäftsführer der Bonner Wirtschaftsakademie, die im Auftrag DyStars bereits eine Transfergesellschaft betreibt und zum 1. Oktober eine weitere eröffnen sollte. Dort kommen die 21 Ex-Mitarbeiter auch nicht unter. Wollte man sie wenigstens für drei Monate übernehmen, müsse Insolvenzverwalter Stephan Laubereau zuvor Geld beschaffen, heißt es. Ihre Anwälte raten nun laut Anzeiger, auf Wiedereinstellung zu klagen.
Nichts neues gibt es auch von den Bemühungen, am DyStar-Standort Leverkusen die Produktion wieder aufzunehmen. Der Anzeiger weiß zudem, dass nur noch sechs Wochen bis Ende November blieben, um die Produktion wieder zu beginnen, ohne durch Gehälter belastet zu werden: Insolvenzgeld wird nur für drei Monate gezahlt, die erste Rate erhielten die Angestellten bereits für September.

Stimmen gesammelt hat der Anzeiger zu den zu erwartenden Folgekosten eines für die Stadt kostenlosen Erweiterungsbaus für das Museum Morsbroich im Schlosspark. Die Fraktionschefin der Grünen, Roswitha Arnold, immerhin ein paar Tage auch noch Vorsitzende des Leverkusener Kulturausschusses und Mitglied im Finanzausschuss, vertritt die Meinung, dass die Stadt dieses Geschenk nicht annehmen könne: aufgrund unkalkulierbarer Folgekosten. So sieht das auch Marion Grundmann, Betriebsleiterin der KulturStadtLev: „Das ist in der aktuellen Situation nicht drin.“ Museumsleiter Markus Heinzelmann kann die Folgekosten zwar auch nicht im Detail beziffern, versichert aber, diese würden deutlich unter jenen des jetzigen Museums liegen. Und weiter: „Wenn man diese Kosten nun den Gewinnen gegenüberstellt, die die Stadt durch die Einrichtung eines solchen Kultur-Highlights einnehmen würde, dann rechnet sich ein solcher Bau erst recht.“

Ansonsten ist Herbstlaub großes Thema heute: Wer es wann, wie, wo und wie oft wegkehren muss, erklären Anzeiger und Rheinische Post, letztere auch mit Kurz-Interview mit dem Stadtgrün-Chef Lothar Schmitz und sogar mit einem Kommentar von „peco“. Der bemüht den demografischen Wandel für viel liegengebliebenes Laub und rät daher jüngeren Mitmenschen: „Öfter mal zum Besen greifen!“

In Sachen Bayer-CO-Pipeline von Dormagen nach Krefeld berichtet die RP von einem Brief des Bayer-Gesamtbetriebsratschefs Thomas de Win an den CDU-Landtagsabgeordneten Hans-Dieter Clauser: Der würde mit seiner Kritik an der Pipeline „auf Kosten unseres Unternehmes“ Wahlkampf machen, seine Kritik habe „in der Belegschaft Empörung ausgelöst“.

Der Anzeiger hat einen Gehbehinderten in Alkenrath besucht, der wegen fehlender Rampen seine Wohnsiedlung ohne Hilfe nicht mehr verlassen kann.

Die Ehrung mit dem NRW-Innovationspreis für Bayer-Forscher Friedrich-Karl Bruder (s. gestrige Presseschau) erwähnen heute Anzeiger und RP.

Kultur satt in der RP: Vor der Kunstnacht am 30. Oktober stellt die RP heute Peter Lorenz – all jenen, die ihn noch nicht kennen – vor.
Monika Klein ist angetan vom „schrägen“ Tucholsky-Abend im Erholungshaus mit Rezitator Friedrich-Wilhelm Junge.
Die 16. Aktion „Kunst in Schaufenstern“ in Schlebuscher Geschäften wird angekündigt.
Und in der Reuschenberger Mühle gibt es am Freitag, 23. Oktober, ab 20 Uhr eine spannende Veranstaltung: Der Bildhauer und Fotograf Peter Hölscher und der WDR-Moderator Michael Rüsenberg haben ein Klang-Porträt der Mühle anhand von Klängen und Videosequenzen geschaffen, das dort zur Aufführung kommen wird. Karten kann man sich im Internet sichern unter http://hering.umbra.de.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Schluss für DyStar in Leverkusen?

Die Produktion bei DyStar im Chempark Leverkusen liegt nach wie vor still, melden heute Leverkusener Anzeiger und Rheinische Post. Der Funke, der gestern aus Bayern herüberblitzte, die Meldung nämlich, dass am DyStar-Standort Geretsried die Produktion wieder aufgenommen werden konnte, scheint nicht nach Leverkusen überspringen zu können. „Vieles deutet darauf hin, dass DyStar in Leverkusen endgültig geschlossen bleibt“, fasst die RP zusammen. Dort wird auch Currenta-Sprecher Jürgen Gemke zitiert, der erklärt, warum der Chempark-Betreiber weiterhin keine Energie an DyStar liefere: „Wir warten weiter auf ein Angebot des Insolvenzverwalters und auf ein tragfähiges Konzept.“ DyStar, so die RP, schulde Currenta derzeit eine Summe in siebenstelliger Höhe, es sei unklar, ob dieser Betrag aus der Konkursmasse beglichen werden könne. Folglich betont Gemke auch: „Wir haben aber trotzdem ein großes Interesse daran, dass DyStar wieder produziert.“ Auch der Anzeiger hat einen vor einer Woche noch optimistischer klingenden Insolvenzverwalter Stephan Laubereau in Erinnerung, der nun mitteilt: „In Leverkusen und Brunsbüttel sind wir noch dabei, die Finanzierung der Produktion mit den Standortbetreibern zu klären.“

Nachhaltig schlechte Nachrichten produziert bereits seit einiger Zeit eine Antibaby-Pille aus dem Hause Bayer-Schering: Aus der Schweiz kommen Meldungen über Nebenwirkungen der Pille „Yasmin“ oder „Yaz“ mit zum Teil tödlichem Ausgang. Einen Bericht dazu sendete gestern WDR 2; die RP hatte darüber bereits Ende September in einem kurzen Beitrag berichtet. Ebenso viele andere. Philipp Mimkes, der sich auch in der „Coordination gegen Bayer-Gefahren“ (CBG) engagiert, schreibt in der Jungen Welt sogar von „mindestens 50 Toten“.
Bayer Schering stellt sich dieser Berichterstattung, wenngleich strikt abwehrend. Auffällig: Zuletzt veröffentlicht Bayer Pressemitteilungen über eigene Studien, die die positive Wirkung von Antibabypillen beim „Prämenstruellen Syndrom“, kurz PMS betonen – und offenbar sicherheitshalber informiert Bayer auch schon sehr offensiv über positive Ergebnisse aus Studien über die neue Antibabypille „Qlaira“. Die von Bayer 2006 aufgekaufte Schering AG hatte die Antibabypille 1961 auf den westdeutschen Markt gebracht.

Den „Vater der Bayer-Medienfassade“ am Hochhaus W1 stellt die RP heute ihren Lesern vor (leider nicht online, überhaupt gibt sich die RP heute eher zugeknöpft im Netz): Wolfram Lusche ist Architekt und Bayer-Veranstaltungsmanager und zeichnet verantwortlich für das Programm, das demnächst auf bis zu 122 Metern Höhe über die LEDs flimmern soll. Peter Korn hat sich von dem 57-Jährigen das W1-„Gehirn“ zeigen lassen: Ein neun Quadratmeter großer, fensterloser Raum im Innern des Hochhauses. Lusche verspricht: „Wir wollen eine intelligente Bespielung, ein System, das sich an 365 Tagen im Jahr neu zusammensetzt“, 12.000 Bilder und Videos stünden dafür zur Verfügung. Wann W1 tatsächlich „auf Sendung“ geht, stehe freilich noch immer in den Sternen.

Bei 43 fällt nun der Hammer: So viele Mitarbeiter will Automobilindustriezulieferer Federal Mogul in Burscheid in eine Transfergesellschaft ausgliedern, melden Anzeiger und RP. Ursprünglich war von 100 Mitarbeitern die Rede, zuletzt sank die Zahl dann auf 45, dann 44 und nun auf 43. Timm Gatter kommentiert im Anzeiger: „Geschäftsleitung und Betriebsrat haben in der Krise das Beste aus der dramatischen Entwicklung gemacht.“

Wo wir schon in Burscheid sind: Eine Klopperei auf Kreisliga-Niveau beim Fußballspiel zwischen dem BV Burscheid und dem FC Remscheid, die von 20 Polizeibeamten geschlichtet werden musste, ist Anzeiger und RP je eine Meldung wert.

Im Neulandpark gelten ab sofort die Winteröffnungszeiten, meldet der Anzeiger: Von 6 bis 18 Uhr ist der Park in der kalten Jahreszeit für Besucher geöffnet. Zwischen 18 und 6 Uhr gehört der Park Dobermann Ates.

Professor ehrenhalber darf sich künftig der in Leverkusen geborene Horst Neumann nennen, erfahren wir über prdomain.com: Die chinesische Universität Tongji in Schanghai ehrt den 60-jährigen Volkswagen-Manager für seine Verdienste im Personalmanagement sowie im deutsch-chinesischen Studentenaustausch über VW.

Hier noch ein Nachtrag: Der Stadt-Anzeiger stellt auf seiner Land/Region-Seite den Physiker Friedrich-Karl Bruder vor, der im Dienste der Bayer MaterialScience AG Kunststoffe für holografische Speichersysteme entwickelt und für seine Forschung nun mit dem Innovationspreis 2009 des Landes NRW ausgezeichnet wird.

Kultur: Mit dem Kurt-Lorenz-Preis 2009 ausgezeichnet werden Petra Clemens und Stefan Lapke, meldet der Anzeiger. Der Förderverein des dem Leverkusener Künstler Kurt Lorenz gewidmeten Preises würdigt damit ihr „herausragendes Engagement im Bereich der Kinder- und Jugendkultur“. Die Preisverleihung wird am Sonntag, 8. November, in Schloss Morsbroich ausgerichtet.
Apropos Petra Clemens: In der vergangenen Nacht zeigte der TV-Sender Arte den Kurzspielfilm „Bes“, produziert an der Kunsthochschule für Medien in Köln, Produktionsleitung: Petra Clemens. Hier ist der Film bei arte.tv im Netz noch sechs Tage zu sehen.
Auch die RP startet nun eine Serie vor der Leverkusener Kunstnacht am 30. Oktober und stellt eine neue Ausstellungsstätte vor: Die Kornbrennerei Witzheller in Lützenkirchen, wo Günther Aubel, Heiko Bitter und Georg Bortfeldt ihre Fotografien zeigen. Der Anzeiger setzt seine Serie mit Malerin Patricia Dick fort.
Und die RP interviewt den Kunsthändler Manfred Lütke, der sein Geschäft in Opladen gemeinsam mit Gattin Ingrid vor 50 Jahren eröffnete.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

„Fundamental oppositionell“

Auch der Sportbund Leverkusen hat seine Nische zur Verwaltung des Mangels gefunden: Ana Ostrić hat sich für den Leverkusener Anzeiger eine Fortbildungsmaßnahme für Arbeitslose angeschaut, die sich offenbar an die Fitteren unter den Empfängern von Arbeitslosengeld II richtet. In dem Pilotprojekt des Dachverbands der Leverkusener Sportvereine können sich Arbeitslose unter der gewissenhaften Anleitung von Diplom-Sportlehrer Thomas Edelmann zu Übungsleitern ausbilden lassen, um die sogenannte „Breitensport-Übungsleiter-C-Lizenz“ zu erwerben. Mit dem Schein sollen sie dann, so lautet der Plan, bei Sportvereinen oder in Offenen Ganztagsschulen wieder Arbeit finden können. 120 Stunden Theorie und Praxis erfordert die Fortbildung, und was erwartet so ein Diplom-Sportlehrer von seinen Schützlingen? Natürlich: „Eiserne Disziplin.“ Edelmann hält aber auch Lob bereit: „Positiv überrascht“ sei er von Motivation und Leistungsbereitschaft der insgesamt 13 Teilnehmer. Doch nicht alles Drückeberger, soll das wohl heißen. Die ins Bild gesetzten Anwärterinnen Andrea Neuber und Astrid Lindner machen jedenfalls durchaus eine gute Figur an den Trainingsgeräten. Freilich steht das ganze Modell vielleicht doch ein wenig auf wackligen Füßen, Sportbund-Geschäftsführer Thorsten Morig selbst warnte schließlich erst Ende September, dass den Vereinen vom Landessportbund (LSB) schon 2010 jene Zuschüsse gekürzt werden sollen, die die für ihre Übungsleiter erhalten. Morig regte damals übrigens indirekt an, statt Zuschüsse zu kürzen solle der LSB besser seine Personalkosten reduzieren.

Mit den Widrigkeiten von Arbeitslosigkeit befasst sich auch der Rest der ersten Lokalseite des Anzeigers: Thomas Käding erzählt uns von dem Hartz-IV-Empfänger Lothar H., der sich wegen um 57 Euro zu hoher Mietkosten eine neue, preiswertere Wohnung suchen muss. Die findet er auch, bekommt sie aber nicht, weil die Leverkusener Hartz-IV-Behörde, die Arbeitsgemeinschaft Leverkusen (AGL), die Miete partout nicht direkt an den Vermieter überweisen will – worauf der aber besteht. Also muss Lothar H. weiter suchen. Die fällige Rüge handelt sich die AGL im beistehenden Kommentar von Käding ein.
Und in einem Kasten informiert der Anzeiger über die aktuellen AGL-Interna: Auf den in das Oberbürgermeisteramt ausscheidenden Geschäftsführer Reinhard Buchhorn folgt übergangsweise dessen Stellvertreterin Renate Helff. Bis zur fälligen Neuorganisation der AGL Ende 2010 wird sie kommissarische Geschäftsführerin sein, ihr Stellvertreter wird Andreas Laukötter.

Die Leser der Rheinischen Post müssen schon etwas abkönnen: Die setzt heute für ihre lokale Aufmacherseite auf den Schockeffekt und zeigt die Mündung eines Maschinengewehrs. Was das mit Leverkusen zu tun hat, erklärt die Unterzeile des beistehenden Artikels: „Auch in Leverkusen“ gilt nämlich die landesweite Verordnung, nach der Polizeiautos ab sofort die Schusswaffe, Modell „Heckler & Koch MP5“, mitführen. Sollte sich also in Zukunft neben Tankstellen- oder Taxiräubern auch mal ein Terrorist nach, sagen wir: Hitdorf verlaufen, dann können ihm die Schutzpolizisten ab sofort relativ umstandslos einheizen. Natürlich verzichtet der Artikel nicht auf Schlagworte wie „Terrorgefahr“ oder gar „Al qaida“.

Fundamentalisten haben sich die Leverkusener offenbar auch in ihren Stadtrat gewählt: Die neue Ratsfraktion von Pro NRW kündigt laut Anzeiger an, sie werde im Rat einen „fundamental oppositionellen Kurs in Sachfragen“ einschlagen. Die drei tapferen Bürgervertreter ahnen offenbar, dass sie es im Rat nicht allzu oft zu tragfähigen Mehrheiten bringen werden. So ganz fundamental oppositionell will Fraktionschef Markus Beisicht dann aber wohl doch nicht sein: „Zum Wohle des Bürgers“ werde man sich auch gesprächsbereit zeigen. Die Kenntnisse der Grundprinzipien der Demokratie kann man ihnen folglich wohl nicht absprechen. Wir warten gespannt auf die erste Ratsfraktion, die diese Gesprächsbereitschaft antestet. Schwerpunkte der Pro NRW-Ratsarbeit sollen übrigens sein: „Innere Sicherheit“ und „multikulturelle Gesellschaft“.

Die RP meldet, dass es in der CDU Bestrebungen gebe, noch vor der offiziellen Kandidatennominierung für die Landtagswahlen 2010 aus den derzeit drei Bewerbern (Rainer Ewig, Albrecht Omankowsky, Rüdiger Scholz) einen zu machen. Richtige Wahlen sind eben auch für richtige Demokraten manchmal eine lästige Sache, zumal dann, wenn der Kandidat sich schon innerparteilich nur haarscharf durchsetzen kann und so unnötig beschädigt werden könnte.

Am Standort Geretsried in Bayern läuft die DyStar-Produktion schon wieder, melden der Anzeiger und auch die FAZ. Die Suche nach neuen Investoren sei wieder in Gang gesetzt, wird Insolvenzverwalter Stephan Laubereau zitiert, die Gespräche freilich seien in einem „sehr frühen Stadium“.

Über „“Gefallene M-Dax-Engel“ mit Bilderbuch-Erholung“ berichtet die FAZ heute und meint neben GEA und Hochtief auch Lanxess: Deren Aktien blieben in der Kategorie „Zukäufe“. Beide FAZ-Artikel kosten online Geld.

Im Sinkflug hingegen sieht der Anzeiger die Aktien der Kanadagänse in Hitdorf: Am 31. Oktober ende die Schonfrist für die Tiere, die Jäger grübeln schon, wie sie die Tiere ins Visier nehmen sollen. Förster Karl Zimmermann schätzt die Leverkusen Gänse-Population auf 250 Tiere, nur 100 seien besser. Der Vorsitzende des Leverkusener Tierschutzvereins, Gerd Kortschlag, protestiert: „Nur weil einige Leute gepennt haben, können die Gänse doch nicht jetzt abgeschossen werden.“

Über die Kollision zweier Lastkähne am frühen Freitagmorgen auf dem Rhein bei Wiesdorf, unmittelbar vor dem Chempark, berichten online Anzeiger, RP, Radio Leverkusen und auch die Bild.

Und schließlich Kultur: Die RP war bei einem Comedy-Abend bei der Tanzschule Kaechele in Opladen. Der Anzeiger lauscht in die Debüt-CDs der Leverkusener Musiker Crazy Freilach und Marc Schönberger, blickt auf das Konzert von Brian Auger am Samstag (19.30 Uhr) im Opladener Scala sowie auf die achte Leverkusener Shuttle-Nacht am Samstag, 24. Oktober.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Altersarmut in Leverkusen nimmt zu

Einem zunehmend drängenden Thema widmet sich der Leverkusener Anzeiger heute auf seiner ersten Lokalseite: Der Altersarmut. Zahlen der Gewerkschaft Verdi und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zeigen, dass die Zahl der Rentner mit Minijobs in Leverkusen in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen ist: Während 2003 noch 918 Rentner mit einer geringfügigen Beschäftigung hinzuverdienten, seien es vier Jahre später bereits 1196 Rentner gewesen. „Wer als Rentner arbeitet, der macht das in der Regel nicht aus Spaß“, zitiert der Anzeiger Ernst Busch, Geschäftsführer der NGG-Region Köln. Ein großes Problem seien Dumpinglöhne, das Thema passt also bestens in die Mindestlohn-Debatte: Denn Lohnarmut von heute sei „die Altersarmut von morgen“.
Mit Leverkusens Sozialdezernenten Frank Stein über Altersarmut in Leverkusen gesprochen hat Thomas Esch in einem Interview, das dem Bericht beigestellt ist. Stein bestätigt, dass die Zahl der Rentner, die die städtische Sozialkasse in Anspruch nehmen, in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen sei. Und er befürwortet einen existenzsichernden Mindestlohn, zumal es derzeit viele „Aufstocker“ gebe, also Erwerbstätige, die zusätzlich zum Gehalt Hartz IV beziehen: „Hier tickt eine Zeitbombe.“
Einige Links zum Thema: Auf der Seite der Initiative Mindestlohn kann man Dumpinglöhne melden, dazu die Einträge zu „Altersarmut“ in der Wikipedia und im „PflegeWiki“.

Eine gute Nachricht hat die Rheinische Post vom demographisch anderen Ende der Erwerbstätigkeit (leider nicht online): Die Wirtschaftskrise habe den Ausbildungsmarkt in Leverkusen und dem Rheinisch-Bergischen Kreis weniger geschwächt als befürchtet, teilt die RP unter Bezugnahme auf Zahlen der Arbeitsagentur, der Kreishandwerkerschaft sowie der Industrie- und Handelskammer mit: 114 Jugendliche hätten bis Oktober noch keinen Ausbildungsplatz gefunden, im Vorjahr seien es 151 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz gewesen.

Und wer schlau ist, sorgt rechtzeitig vor: Von einer Kooperation der Opladener Marienschule mit der AOK Rheinland/Hamburg für eine bessere Berufswahlorientierung für die Schüler berichtet die RP (leider auch nicht online).

Ohne Ergebnis blieben die Verhandlungen über die Wiederaufnahme der Energielieferung an DyStar: Über den Stand der Gespräche zwischen Insolvenzverwalter Stephan Laubereau und Chempark-Betreiber Currenta informiert der Anzeiger. Die Verhandlungen gingen weiter, „noch diese Woche“ solle die Energie wieder fließen, wird ein hoffnungsfroher Laubereau zitiert.

Auch von der nächsten Insolvenz in Leverkusen weiß der Anzeiger: Die Bäckerei Müller hat Insolvenz angemeldet. Wir lernen also einen weiteren Insolvenzverwalter kennen: Rechtsanwalt Jörg Bornheimer wird für den Betrieb der Geschäftsführer Norbert Müller senior und junior mit Stammsitz in Pattscheid und zehn Filialen im Stadtgebiet sowie in den Nachbargemeinden Burscheid, Leichlingen und Solingen, die Insolvenz abwickeln. Bornheimer könnte möglicherweise einen respektablen Schnitt erzielen: Laut Anzeiger gibt es offenbar bereits Interessenten für einige der Müller-Filialen.

Die RP macht ihren Leverkusener Lokalteil heute mit den Anwohner-Protesten über die CO-Pipeline, die Bayer zwischen den Werken Dormagen und Krefeld bauen will, auf.

Der Ungleichbehandlung von Radfahrern in Wiesdorf und Opladen nimmt sich die RP knapp an: Auf der Rialtobrücke darf immer geradelt werden, in der Opladener Fußgängerzone hingegen nur zwischen 19 und 9 Uhr. Kommentator Stefan Schneider fordert: „Gleiches Recht für alle!“

Imposante Ansichten auf die Fortschritte am Schwimmbad Talstraße in Opladen aus der Vogelperspektive sind bei der RP auf der zweiten Seite versteckt. Zum Test der Dichtigkeit wird in dieser Woche bereits Wasser in die sanierten Außenbecken eingelassen. Das Bad soll im Sommer 2010 öffnen.

Fünf Aussteller aus Leverkusen sind bei der heute in Frankfurt beginnenden Buchmesse dabei, hat Radio Leverkusen gezählt. Mit dabei laut RL: „Der Sachbuch-Verlag Budrich aus Opladen, der Hörbuchverlag Titania aus Lützenkirchen und der Hitdorfer Drachenmond-Verlag.“ Fehlen noch: Die „Handelsagentur Soo!Hoo!“ von Frank Witt und der Fotograf Jürgen Keil. Und natürlich einige Leverkusener, die nicht als Aussteller dort sind.

Das darf einem der Leverkusener Politzirkus schon wert sein: Interessierte Bürger müssen sich Karten sichern, wollen sie dabei sein, wenn sich der neue Rat mit dem neuen Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn am Montag, 26. Oktober, konstituiert. Die Karten sind selbstverständlich kostenlos, die Stadtverwaltung möchte damit nach eigener Auskunft nur einen erwartet großen Andrang im Ratssaal ordnen.

Diese Karten kosten, aber dafür wird dann auch gesungen – hier kommt die Kultur: Die RP war bei den Proben zum ersten Konzert des Städtischen Chores Leverkusen unter der Leitung des neuen Chefs Michael Utz. Das Konzert mit Stücken von Haydn, Händel und Bach veranstaltet der Chor am Donenrstag, 29. Oktober, um 20 Uhr in der Friedenskirche in der Waldsiedlung.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau