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Schulden: Leverkusen ist nicht allein – Bahnstadt: Macht Kämpfen noch Sinn?

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Mittwoch, 24. März 2010:
Leverkusen ist arm, aber nicht allein: Städtetag klagt über die Gemeindefinanzierung. +++ Bahnstadt Opladen: Ratsherr Bernhard Marewski zweifelt am Projekt. +++ „Der Kick“: Ungebührliches Verhalten im Theater. +++ Lokalsport: Der Express spekuliert über Neuzugänge für die Bayer-04-Fußballer.
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Bogen um Leverkusen

Der Radrennklassiker „Rund um Köln“ werde in Zukunft wohl einen Bogen um Leverkusen machen, meldet Radio Leverkusen: Der Veranstalter habe Start und Ziel in den Kölner Rheinauhafen verlegt, ob die Strecke überhaupt noch durch Leverkusen führe, sei derzeit unklar. Zuletzt startete in Leverkusen noch das „Jedermann“-Rennen. Sportdezernent Marc Adomat bedaure das, erinnere aber zugleich daran, dass das Rennen recht teuer und stets mit einem Verkehrschaos verbunden gewesen sei.

Eine neue Wendung für die Stadthalle Opladen meldet der Leverkusener Anzeiger heute: Der 22. Zivilsenat des Oberlandesgerichtes in Köln habe die Einstweilige Verfügung des Landgerichts aufgehoben, die dem neuen Pächter Michael Lamm den Zugang zum Haus Fürstenberg verwehrte. Nun müsse der alte Pächter Sven Reumkens das Feld räumen. Stadthallen-Eigentümer Uwe Fuhrmann könne seinen Insolvenzantrag wieder zurücknehmen, wenn die Pacht durch den neuen Pächter wieder fließe, lesen wir außerdem im Anzeiger.

Die Rheinische Post nimmt die Stellungnahme der Dachorganisation der Bayer-04-Fans „Nordkurve 12“ zum Stadionverbot-Urteil des Bundesgerichtshofs auf und befragt unter anderem Bayer-04-Kommunikationschef Meinolf Sprink zu dem Thema.

Die Bürgerliste ist nicht einverstanden mit der Taktik von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn und der Stadtverwaltung, die Verabschiedung des Stadtetats wegen der unklaren Finanzierung für die Gleisverlegung in der Bahnstadt Opladen auf Februar zu verschieben, meldet die RP.

Die 21 Ex-DyStar-Mitarbeiter, die nach ihrer freiwilligen Kündigung nun ohne jede Unterstützung dastehen, wollen laut RP am 23. November eine Montags-Demonstration durchführen – um auf ihre eigene Situation, aber auch auf die der gesamten Firma hinzuweisen.

Lanxess präsentierte heute seine Quartalszahlen – und übertrifft die Markterwartungen, meldet z.B. Reuters: Die Aktie sei „im Aufwind“.

Noch mehr Nachhaltigkeit möchte der Bayer-Konzern zukünftig gleich auf mehreren Ebenen anstreben. Der Vorstandsvorsitzende Werner Wenning und Vorstandskollege Wolfgang Plischke präsentierten gestern die neue Nachhaltigkeitsstrategie von Bayer, was in der Presse heute bei Anzeiger oder RP Nachhall findet. Und was es mit dem großen Wort „Nachhaltigkeit“ eigentlich auf sich hat, erklärt dieser Weblog-Eintrag.

Dies und das: Prinz Bernhard I. hat sein Regiment angetreten, die Jecken sind los. +++ Das Landgericht Köln hat einen 38-jährigen Leverkusener zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, melden Anzeiger und RP. Der Mann hatte am Karsamstag 2008 auf der Uhlandstraße in Opladen einen Mann mit einem Messer schwer verletzt, das Gericht habe die Tat als Notwehr gewertet. +++ Tickets für die Leverkusener Schwimmbäder sollen bis zu 50 Cent teurer werden, meldet Radio Leverkusen. +++ Das Team um Sabine Brinkmann vom Weiterbildungsverein Bayer Leverkusen belegte beim Bundespokalschreiben des Deutschen Stenografenbundes in Bonn den ersten Platz, meldet der Anzeiger. +++ Statt eines Weihnachtsbaums gibt es in Opladen in diesem Jahr eine Weihnachtspyramide, meldet die RP.

Kultur: Die Jazztage-Konzerte vom dritten und vom vierten Tag werden heute in der RP und beim Anzeiger besprochen.
Einen bewegten Kurt Beckmann sah die RP, nachdem er am 9. November in der evangelischen Kirche Quettingen von Schülern des Landrat-Lucas-Gymnasiums zu seiner Flucht als kleiner Junge vor den Nazis interviewt wurde.
Den Bayer-Spielmannszug stellt der Anzeiger anlässlich dessen 50-jährigen Bestehens vor.
Ein Benefizkonzert der Bayer-Philharmoniker am Freitag im Erholungshaus kündigt der Anzeiger an.

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„Veränderte Situation“ in Opladen

Karneval sei Dank: Eine „Übergangslösung“ für die Stadthalle Opladen liegt laut Rheinischer Post in der Luft. Bevor die fünfte Jahreszeit in wenigen Tagen beginnt, ist den streitenden Beteiligten möglicherweise klar geworden, dass niemandem gedient ist, wenn die Jecken lieber woanders feiern. Stadthallen-Eigner Uwe Fuhrmann und Betreiber Sven Reumkens streben demnach eine „gemeinschaftliche Lösung“ an, mit der der Betrieb aufrecht erhalten werden soll, bis ein Gericht den Streit klärt. Damit sei laut RP „frühestens in einem halben Jahr“ zu rechnen.

Nichts genaues weiß man nicht, aber die RP sieht heute möglicherweise „Riesenprobleme“ auf das Projekt „Bahnstadt Opladen“ zukommen. Diese schlussfolgert die Redaktion aus zwei unterschiedlichen Mitteilungen der Stadt binnen drei Stunden. In der ersten werde mitgeteilt, dass Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar einen Zuschussbescheid über 3,5 Millionen Euro für die Bahnstadt an Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn übergeben wolle. In der zweiten Mitteilung, die gegen 18 Uhr verschickt worden sei, sei von einer „veränderten Situation“ für das Bahnstadt-Projekt die Rede, über die Buchhorn und Kämmerer Rainer Häusler die Presse heute informieren wollten.
Dass Häusler involviert sei, deute darauf hin, dass Geld fehlt, mutmaßt die RP und spekuliert über diese Szenarios: Möglicherweise seien Brücken nicht bezahlbar, der Bau der Fachhochschule in der alten Bahnhalle oder die Verlegung der Gütergleise zu teuer. Mal schauen, wer uns heute online als erster über die „veränderte Situation“ informiert.
Update: Beinahe gleichzeitig waren RP und Anzeiger online mit dieser Meldung: Regierungspräsident Lindlar verbietet aus Kostengründen die Verlegung der Gleise. Die RP liefert auch das entsprechende Schreiben Lindlars an Buchhorn mit.

Die Schweinegrippe ist heute in allen Leverkusener Medien wieder Thema: Radio Leverkusen weiß von der Einlieferung von fünf Kindern (eine Altersangabe finden wir nicht) mit Schweinegrippe in das Klinikum Leverkusen. Dazu passt die Meldung, dass der Impfstoff ab sofort auch für Kinder unter drei Jahren freigegeben sei. Mit Verweis auf eine möglicherweise hohe Dunkelziffer verteidigt Amtsarzt Hans-Eckard Linstaedt in der RP seine Annahme, dass es in Leverkusen 3000 Fälle von Schweinegrippe gebe – obwohl für ganz NRW „nur“ 7500 Fälle angegeben werden: „Es kommt darauf an, wie man hochrechnet.“ Aha. Der Leverkusener Anzeiger befragt derweil Leverkusener Ärzte, ob sie die Impfung für sinnvoll halten oder eher nicht.

Eine erwartbare Niederlage vor dem Verwaltungsgericht Köln hat der Rheindorfer Thomas Heusner kassiert, weiß die RP: Heusner klagt als Frührentner mit kleiner Rente dagegen, dass er, anders als beispielsweise Hartz-IV-Empfänger, nicht von den Rundfunkgebühren der Gebühreneinzugszentrale GEZ befreit wird. Heusner hält den Gebührenstaatsvertrag für „verfassungswidrig“ und will in die nächste Instanz gehen.

Zur von der Bundesregierung geplanten Verkürzung des Wehrdienstes, der zugleich auch den Zivildienst betreffen würde, hat sich der Anzeiger bei sozialen Trägern in der Stadt umgehört. Tenor: „Wir brauchen die Jungs!“

„Unseriös und inakzeptabel“ sei das Verhalten von General Motors mit Opel, zitiert Radio Leverkusen die Leverkusener Landtagsabgeordnete Ursula Monheim (CDU). Mit dem Überbrückungskredit über 1,5 Milliarden Euro, die die Bundesregierung an General Motors gezahlt hatte und der nun zurückerwartet werde, entfalle auch die Bürgschaftslast für das Land NRW über 150 Millionen Euro. Dieses Geld könne nun vielleicht zur Rettung anderer Unternehmen verwendet werden, regt Monheim laut RL an.

An die Demonstration der Mitarbeiter von DyStar heute Nachmittag ab 16.30 in Wiesdorf erinnert Radio Leverkusen noch einmal. Der Demonstrationszug soll über B8, Dönhoffstraße und Elberfelder Straße führen, auch Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn werde dort sprechen.

Rückblick, unter anderem mit dem Besuch der Expo-Real-Messe in München, und Ausblick bietet die Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL) in ihrem November-Newsletter. Die WfL werde sich auch auf dem Wirtschaftstag NRW am 10. November in Düsseldorf präsentieren, meldet heute kurz die RP, für Leverkusener Unternehmer halte die WfL Freikarten bereit.

Neues vom Verkehr in Opladen in der RP: Vier altersschwache Ebereschen an der Rat-Deycks-Straße seien während der Bauarbeiten dort entfernt worden, weiterhin gelte für den Bereich um den Berliner Platz: Besser weiträumig umfahren. Weitere Baumfällungen stehen bevor, unter anderem im Schlosspark von Morsbroich, meldet die RP: Am Freitag solle dort eine 200 Jahre alte Buche entfernt werden, sie sei „zu gefährlich“, wird der städtische Baumexperte Bernd Rechlin zitiert. Über Streuobstwiesen, die Obstbaumpaten benötigen, streift der Anzeiger. Sparkasse Leverkusen und NaturGut Ophoven rufen an Leverkusener Schulen einen Klima-Wettbewerb aus, für den die Schüler Elfchen – Gedichte aus elf Wörtern – verfassen sollen, in deren erster Zeile jeweils das Wörtchen „Klima“ stehen soll, melden Anzeiger und RP. Der Anzeiger stellt Karnevalsprinz Bernhard Bunse wenige Tage vor dem Sessionsauftakt vor. In Opladen weihnachtet es bald sehr, weiß die RP. In Bürrig können sich die Bürger an der neuen Orgel für St. Stephanus beteiligen, weiß der Anzeiger. In Leverkusen herrsche ein Hallenmangel für Sportvereine, die CDU fordert die Verwaltung daher zum Handeln auf, meldet Radio Leverkusen. Und in der Kritischen Ausgabe beantwortet Elmar Funken, Leiter des Katholischen Bildungswerkes in Leverkusen, den Fragebogen für „Germanisten, die es geschafft haben“.

Kultur: Über das verschiedenste Tanzstile vermischende Tanzstück „Love Hurts … Petrushka“ der Dance Works Chicago auf Einladung der KulturStadtLev im Forum zeigen sich die Kritiker von Anzeiger und RP gleichermaßen begeistert.

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Bekenntnis eines Christdemokraten

Radio Leverkusen meldet heute, dass der CDU-Ratsherr Hermann Josef Kentrup zugegeben haben soll, mit Pro NRW Absprachen getroffen zu haben. Kentrup ist stellvertretender Vorsteher für die Ortsteile Wiesdorf, Manfort, Rheindorf und Hitdorf, er scheiterte am Montag bei der Wahl zum Bezirksvorsteher im Bezirk I nur per Los an Bürgerlisten-Kandidat Rainer Gintrowski . SPD-Fraktionschef Walter Mende zeigt sich in einer ersten Reaktion „entsetzt“, die Grünen fordern Konsequenzen und CDU-Fraktionschef Klaus Hupperth beeilt sich, gegenüber Radio Leverkusen zu betonen, die Leverkusener CDU-Ratsfraktion arbeite nicht mit Pro NRW zusammen. CDU-Vorsitzende Ursula Monheim wolle laut Radio Leverkusen vorerst keine Stellung nehmen.
Möglicherweise erklärt Kentrups Bekenntnis auch die vierte Stimme, die die Pro NRW-Fraktion (mit drei Sitzen) bei der konstituierenden Ratssitzung am Montag für eine von ihr vorgelegte Liste für die Bürgermeisterwahl erhalten hatte? Die CDU hatte bereits vor der Wahl wiederholt kategorisch ausgeschlossen, mit Pro NRW ebenso wie mit der Linken Verhandlungen zu führen.

Damit dürfte auch das Statement von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn (CDU) hinfällig sein, das er der Rheinischen Post am Tag nach seiner Schweinegrippenimpfung gegeben hat: „Ich fühle mich gut!“

Geduldete überparteiliche Bündnisse der CDU sind bei leverkusen.com für jedermann nachzulesen: Dort gratuliert Timur Lutfullin von der FDP Rüdiger Scholz zu seiner Nominierung als Leverkusener CDU-Kandidat für die bevorstehende Landtagswahl (heute auch im Anzeiger). Lutfullin, selbst FDP-Kandidat für die Landtagswahl, betont in seiner Mitteilung, er und Scholz hätten „die Aufgabe, in Leverkusen für das Fortbestehen der außerordentlich erfolgreichen Landesregierung unter der Führung von Jürgen Rüttgers und Andreas Pinkwart zu werben“.
Noch etwas überschwänglicher gratuliert CDU-Ratsherr Andreas Eckloff dem Parteikollegen aus Rheindorf in seinem Bekenntnis: Scholz mache „uns Rheindorfer Christdemokraten stolz“.

Pünktlich zur Eskalation steigt der Leverkusener Anzeiger wieder in die Berichterstattung zur Stadthalle Opladen ein: Gerichtsvollzieher, Polizei und sogar ein Rettungswagen seien am Mittwoch unter den Protagonisten vor dem Haus Fürstenberg gewesen. Der Gerichtsvollzieher habe Pächter Sven Reumkens Hausrecht und Pächter Michael Lamm Hausverbot erteilt, weil es zu Rangeleien gekommen sei, habe die Polizei eingreifen müssen. Wer die komplizierten Pachtverhältnisse um die im Besitz von Uwe Fuhrmann befindliche Immobilie verstehen möchte, sollte der Berichterstattung von Anzeiger oder RP folgen.

Über das Urteil im Prozess am Düsseldorfer Landgericht im Fall des getöteten Immobilienmaklers aus Leverkusen berichtet die RP, der Anzeiger meldet es kurz auf der Panoramaseite: Der 23-jährige Mann aus Solingen, der den 69-Jährigen mit zwei Scheren erstochen hatte, muss für zwölf Jahre wegen Totschlags in Haft. Seine 23-jährige Freundin hatte ihn zu dem Raubüberfall auf ihren Ex-Chef angestiftet. Die Frau muss als „Initiatorin“ für vier Jahre in Haft, darf die Strafe aber später antreten.

Die Arbeitsmarktzahlen für Leverkusen liegen im Oktober im Bundestrend, sind also überraschend gefallen, melden Anzeiger und RP: 7025 beschäftigungslose Frauen Männer seien bei der Arbeitsagentur in Bergisch Gladbach für Leverkusen gemeldet, das entspreche einer Arbeitslosenquote von 8,6 Prozent. 261 weniger als im September (8,9 Prozent) und 296 weniger als im Oktober des Vorjahres.

Außerdem: Der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Wenning soll am Montag den NRW-Innovationspreis für sein Lebenswerk erhalten, meldet die RP. Bei der Eröffnung des „Kaufpark“ in Bürrig waren Anzeiger und RP vor Ort. In Münsters Gässchen in Schlebusch legte Klaus Müller den Grundstein zum „Karree im Dorf“, bezeugen Anzeiger und RP. Wie die Schiffe im Hitdorfer Rheinhafen winterfest gemacht werden, hat die Lokalzeit Köln im WDR-Fernsehen gestern Abend gezeigt. Und bei der Premiere des Films „This is it“ traf die RP am Mittwoch enthusiastische Michael-Jackson-Fans im Kinopolis.

Kultur: Denkwürdig dürfte der Mittwochabend im „topos“ sein, dem der Anzeiger beiwohnte: Anlässlich der Vorstellung der Memoiren von Rockpalast-Legende und Wahl-Leverkusener Peter Rüchel („Rockpalast – Erinnerungen“) trat auch ein ganz besonderer Gast auf die Bühne: BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken spielte zum ersten Mal in dem Leverkusener Jazzclub. Ein Abend, schreibt Frank Weiffen, „an dem das kleine ‚topos’ für dreieinhalb Stunden zum Mittelpunkt der Rock’n’Roll-Welt wurde“.
Beim Auftakt der Kleinkunst-Saison von KulturStadtLev und EVL im K1 in Wiesdorf sah der Anzeiger eine „belebende“ „Bert-Engel-Show“.
Die 5. Leverkusener Kunstnacht, zu der heute von 18 bis 24 Uhr insgesamt 38 unterschiedlichste Ausstellungs- und Veranstaltungsorte in ganz Leverkusen einladen, kündigen Anzeiger und RP im Detail an.

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Der Abschied vom „Bayer-Denken“

Die DyStar-Insolvenz bietet auch heute Stoff für die Redaktionen: Der Leverkusener Anzeiger hat mit einigen der 21 Ex-DyStar-Mitarbeiter gesprochen, die nach ihrer freiwilligen Kündigung nun ohne die zugesagte Abfindung in Höhe von jeweils 80.000 bis 90.000 Euro dastehen. Einer der Betroffenen, Uwe Würdig, wird seinen Plan für ein Angel-Camp in Norwegen nun noch einmal überdenken müssen. „Als wir alle vor 20, 30 Jahren beim Bayer anfingen, war das doch ’ne Lebensstellung“, denkt er etwas wehmütig zurück und fasst die Überraschung von Verwandten und Bekannten so zusammen: „Die Alten haben noch das Bayer-Denken. Die können sich nicht vorstellen, was bei uns abgeht.“
Die Rheinische Post zeigt heute (nur im Print) ein Foto von der Aktion von Bayer 04-Fans am vergangenen Samstag in der BayArena: „Rettet DyStar, sonst stirbt die Farbenstadt“, forderten sie auf einem Banner im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg. Im Fanforum werkself.de verfolgen die Fans die DyStar-Insolvenz aufmerksam.
Ich weise in diesem Zusammenhang noch einmal auf den gestrigen LevLog-Gastbeitrag von Hauke Fürstenwerth in der neuen Rubrik „Zweite Meinung“ hin.

Nicht über sieben, aber über drei Brücken muss die Neue Bahnstadt Opladen gehen, und über einen Kreisverkehr an der Feldstraße: Das an sich ist nichts neues, über die neuesten Pläne informieren heute Anzeiger und RP nach einer Bahnstadt-Pressekonferenz jeweils als Lokalaufmacher. „Kühn“ findet der Anzeiger die gestern vorgestellten Projekte, in der RP darf Künstler Eberhard Foest von dem Material schwärmen, das Architekt Martin Knight verwenden möchte, nämlich Corten-Stahl: „Erst ist der Stahl hellbraun und wird dann dunkler. Das ergibt ein wunderschönes, ins rötliche gehende Herbstbraun.“ (Online finden wir bei der RP leider nur das hier) Wir erinnern uns: Ein wesentlicher Bestandteil der Landesgartenschau 2005 war das Ziel, mit Brückenschlägen den Rhein von Wiesdorf aus wieder bequem erreichbar zu machen.

Die RP interviewte VivendiGeschäftsführer Sven Reumkens zum neuen Pächter in der Stadthalle Opladen. Dieser Erfolg veranlasse ihn aber nicht, sich aus Opladen nun zurückzuziehen, im Gegenteil, versichert er: „Wir haben in Opladen noch viel vor.“

Das ging schnell: Vor zwei Wochen wurde noch eine Kapitalerhöhung durchgeführt, heute bringt Biofrontera nach elf Jahren das erste Präparat auf den Markt – und die dazugehörige Homepage gleich mit: Belixos wird in Zusammenarbeit mit der Grünenthal Pharma AG hergestellt und soll gegen gerötete und juckende Haut helfen. Auch der Anzeiger berichtet.

Von dem Wunsch des Stadtrats, die Endhaltestelle der Straßenbahnlinie der Linie 4 in Schlebusch mit der Buslinie 227 in Zukunft besser anzubinden, und von der Skepsis der Wupsi vor dem beschlossenen Testlauf weiß der Anzeiger.

Roswitha Arnold ist die alte und neue Chefin der Leverkusener Grünen, meldet Radio Leverkusen: Bei der Mitgliederversammlung wurde sie für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt.

Die Speerwerferin und Weltmeisterin im Ruhestand Steffi Nerius besucht hat der Anzeiger und ein Kamerateam des WDR. In der Sendung „Lokalzeit“ wurde sie gestern in ihrem neuen Vollzeitjob als Trainerin in der Behindertenabteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen vorgestellt. Die Ex-Sportlerin ist zu einer nicht unwichtigen Einsicht gekommen: „Irgendwann muss man auch mal anfangen, nicht nur auf Honorarbasis zu arbeiten, sondern eine richtige Anstellung zu haben.“ Am Schreibtisch, will uns scheinen, sitzt sie allerdings doch noch etwas verkrampft.

Sabine Ingber-Canters von Currenta ist’s nicht geworden, dafür Joachim Ferrier von Federal Mogul aus Burscheid: Er ist der IHK-„Ausbilder des Jahres“, Anzeiger und RP berichten (beide nicht online), wir gratulieren.

Heute erscheint das neue Amtsblatt der Stadt Leverkusen mit den Ergebnissen der Bundestagswahl für den „Wahlbezirk 102 Leverkusen – Köln IV“.

Kultur: Anzeiger und RP (nicht online) stellen die geistlich geprägten Arbeiten des Künstlers Bernhard Guski vor: Die Christuskirche in Wiesdorf zeigt eine Auswahl seiner Bilder. Und beim Klezmer-Konzert junger Klezmorim im „topos“ war die RP dabei.

Und bei unserem Lieblingsradiosender finden wir heute dies: Manfred Gottschalk von der Schlebuscher Buchhandlung Gottschalk wird heute um 15.33 Uhr bei DeutschlandRadio Kultur seine ganz persönlichen Buchempfehlungen abgeben. Also einschalten – oder einloggen.

Schließlich noch dies: Heute schon bezahlt für Nachrichten? Der Verlag M. Dumont-Schauberg bereitet seine Leser auf der Medienseite des Stadt-Anzeigers schon auf die nahe Zukunft vor: Bald sollen exklusive Angebote im Netz Geld kosten, das Segen bringende Geschäftsmodell soll durch neue Technik möglich werden, hofft Verleger Konstantin Neven DuMont: „Wir machen Druck, dass die Provider ein Modell finden, und haben die große Hoffnung, dass wir das schon 2010 anwenden können.“

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