Schlagwort-Archive: TMD Friction

Bahnstadt nur mit „Grünem T“ – „Spiel-Golfen“ auf dem Birkenberg?

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Donnerstag, 11. März 2010:
Der Bebauungsplan für die Bahnstadt Opladen ist jetzt fertig. +++ Initiative „Cleverkusen“: Schöner Wohnen in Leverkusen? +++ JSL will den Birkenberg in ein Freizeitzentrum verwandeln. +++ Falscher Stahl, aber eine neue Schutzmatte für die Bayer-CO-Pipeline.
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Buchhorn „hat noch das Leuchten in den Augen“ – Bayer-Teams hoffen

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Mittwoch, 10. Februar 2010:
100 Tage OB Buchhorn – eine Bilanz. +++ „Beschäftigung mit sich selbst“: Der Leverkusener Stadtrat. +++ Abschied von Sänger Henning Schwarzhoff. +++ Lokalsport: Abteilungen des TSV Bayer 04 wappnen sich für die Etatkürzungen.
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Wohnungspolitik & Medienpräsenz

Etwas Licht ins Dunkel der Streitigkeiten im Mieterverein Leverkusen bringen die Zeitungen heute. Anwohner wollen sich gegen den Bau des Jugendhauses in Rheindorf zur Wehr setzen, weiß die RP. Und Bayer sahnt Preise ab.
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Der Ärger der Weltpresse

Ist Rettung für DyStar am Standort Leverkusen in Sicht? Die Rheinische Post meldet in ihrer Wochenendausgabe kurz, aber prägnant, dass zur Rettung des Leverkusener Standorts derzeit über ein „Management-Buy-Out“ verhandelt werde. Das hieße, die Leitung würde den Betrieb im Chempark von Eigentümer Platinum Equity erwerben. Produktionsleiter Gerhard Obernosterer habe entsprechende Überlegungen angedeutet. Insolvenzverwalter Stephan Laubereau gebe aber zu bedenken, dass ein solches Modell auf „sehr wackligen Füßen“ stehe. Die Frist für potenzielle neue Investoren sei derweil um eine Woche verlängert worden.

Ärger gibt es laut RP wieder um den Bürgerbusch, auch ganz ohne Pläne für eine Autobahnraststätte: Immobilien-Unternehmer Wilfried Hilgert, der die rund 300 Quadratmeter große „grüne Lunge“ Leverkusen erst im Frühjahr von der von Diergardtschen Forstverwaltung erworben hatte, wolle Strafanzeige gegen von Diergardt stellen, Begründung: Dieser sei bei dem Verkauf „betrügerisch vorgegangen“. Unter anderem bemängele Hilgert, dass ihm falsche Angaben zum Nutzungsrecht gemacht worden seien, dass ihm die Verpachtung einer Parzelle an ein Tiefbauunternehmen verschwiegen worden sei und dass er keine zeitnahe Aufstellung des Forstbestands erhalten habe.

Für Wirbel gesorgt hat laut RP der Vorschlag von „Opladen Plus“-Fraktionschef Markus Pott, zugunsten der Gleisverlegung in der Bahnstadt Opladen das Gerhard Richter-Gemälde „Der Tiger“ aus dem Museum Morsbroich zu verkaufen. Roswitha Arnold von den Grünen habe heftigst protestiert, Museumsleiter Markus Heinzelmann auf ein weltweites Abkommen verwiesen, dass derlei Kunstverkäufe verbiete. Mit so etwas ziehe Leverkusen den Ärger der Weltpresse auf sich, warnt Heinzelmann bei Radio Leverkusen.
Laut RL rege Regierungspräsident Hans Peter Lindlar übrigens an, dass die Leverkusener Bürger zum Haushalt ihrer Stadt ein gewichtiges Wörtchen mitreden sollten.

Weitgehend abgeschlossen seien die Sanierungsmaßnahme der Y-Brücke über dem Europaring in Wiesdorf, weiß der Leverkusener Anzeiger. Die provisorische Verkehrsführung während der Bauarbeiten auf der Seite des Kinos habe sich indes so gut bewährt, dass die einspurige Lösung nun probeweise bis Juni 2010 beibehalten werde.

„Leverkusener Kanäle sind marode“, schreckt die RP ihre Leser auf Seite B5 auf: Mehr als zwei Drittel der Hausanschlüsse in der Stadt seien „offenbar dringend sanierungsbedürftig“. Besonders Abschnitte in Hitdorf, Opladen, Quettingen, Lützenkirchen, Bergisch Neukirchen und Bürrig seien nach Einschätzung der Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) betroffen.

An dem Bauspielplatz an der Oderstraße in Rheindorf möchte die Stadt ein neues Jugendhaus errichten, meldet der Anzeiger. Der Bauspielplatz gehe derweil nach lange ungeklärter Zukunft in die gemeinsame Trägerschaft von Kirchenkreis, Evangelischer Kirchengemeinde Rheindorf, Katholischer Jugendwerke und der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz über.

Gestiegen sei in Leverkusen die Zahl der Kinder, die eine Kindertagesbetreuung genießen, meldet der Anzeiger unter Bezug auf die Zahlen des Statistischen Landesamtes. Demnach seien im März 2009 in Leverkusen 501 Kinder in Tageseinrichtungen und Tagespflege beaufsichtigt worden, im März 2008 seien es 359 Kinder gewesen.

Beim bundesweiten Vorlesetag am Freitag griffen auch die Bayer-04-Fußballer Simon Rolfes und Manuel Friedrich zum Buch und lasen Schülern des Lise-Meitner-Gymnasiums aus Ulla Klopps Kinderbuch „Tom und der Zauberfußball“ vor. Auch Anzeiger und die RP lauschten den beiden.

Von Chempark-Chef Ernst Grigats zufriedener Rückschau und dem anschließenden Ausblick in die Zukunft bei einem Pressegespräch am Donnerstag berichtet der Anzeiger. +++ TMD Friction suche 33 neue Auszubildende im kaufmännischen und technischen Bereich für das neue Lehrjahr, lesen wir bei kfz-net. +++ Der Behindertenbeirat fordert eine Rampe für die Reihenhäuser an der Julius-Leber-Straße in Alkenrath, meldet der Anzeiger. +++ CDU-Landtagswahlkandidat Rüdiger Scholz ist auf dem CDU-Bezirksparteitag in Pulheim Platz sieben der Bezirksliste gewählt worden, erfahren wir bei leverkusen.com. Und Stefan Hebbel zwitschert, dass Parteikollege Scholz uns als Wahlkämpfer demnächst auch ab und an etwas zwitschern wird. +++ Und im Baublog Leverkusen gibt es nach langer Zeit auch mal wieder eine Neuigkeit: Die Garage ist geliefert.

Kultur: Die Jazztage, bei denen unter anderem Candy Dulfer mitsamt Saxofon zu Gast war, werden im Anzeiger mit drei Artikeln (online finden wir diese Konzertkritik und das Interview mit Clueso) gewürdigt, in der RP mit einem Artikel.
Das Konzert des Pianisten Hardy Rittner im Erholungshaus bespricht Monika Klein für die RP heute deutlich freundlicher als Gerhard Bauer gestern im Anzeiger.
Und die RP stellt heute auch die Ausstellung von Skulpturen des Krefelder Künstlers Ingo Ronkholz im Kunstverein Morsbroich vor.

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„Weckruf an die Kommunalpolitiker“

Regierungspräsident Hans Peter Lindlar hat seinen Besuch am Dienstag in Leverkusen dazu genutzt, seinen Standpunkt zur Absage an die Gütergleisverlegung für die Bahnstadt Opladen zu erläutern: Ein geänderter Zeitplan der Bahn, begründete er laut Leverkusener Anzeiger, setze „die Akteure unter einen Druck, den er nicht ignorieren könne“. Lindlar nimmt damit Bezug auf Pläne der Bahn AG für ein elektronisches Stellwerk (ESTW), das im Zuge der Gleisverlegung in Opladen bis Ende 2012 in Betrieb gehen solle (siehe hier). Um dieses Stellwerk zu realisieren, habe die Bahn die Gleisverlegung vorgezogen – und genau aus diesem Grund sei Lindlar nun eingeschritten: Denn ursprünglich sei es die Absicht gewesen, die Westseite mit der Gleisverlegung unter anderem aus Grundstücksverkäufen auf der Ostseite zu finanzieren. Mit den neuen Bahnplänen aber sei eine „Dynamik“ in die Angelegenheit gekommen, die „einer soliden Finanzierung nicht gut tue“.
Tatsächlich findet man im Internet dazu unter anderem diese Erklärung von Klaus Ahrens, dem Leiter der Immobilienabteilung der DB Netz NRW, offenbar noch vor dem Ratsbeschluss am 25. August 2008:

„Eine Entscheidung zum Thema Gütergleisverlegung zum jetzigen Zeitpunkt hat für die DB Netz AG und auch für die Stadt Leverkusen strategische Bedeutung. So wird sichergestellt, dass ein für Opladen geplantes ESTW-Projekt (Elektronisches Stellwerk) zeitgerecht mit eingebunden werden kann.“

Vor diesem Hintergrund stellt Lindlar sein Einschreiten als einen „Akt der Fairness“ gegenüber dem neuen Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn dar: Der brauche nun die volle Rückendeckung des Stadtrats, um das Problem zu lösen. Im beistehenden Kommentar erklärt Hartmut Zitzen daher, Lindlars Botschaft dürfe „wohl vor allem als Weckruf an die Kommunalpolitiker gedeutet werden“.
Die Rheinische Post präsentiert neben seinem Bericht ein Interview mit Lindlar, darin erklärt der mit Blick auf die Bemühungen der Leverkusener Kommunalpolitiker, das Geld für die Verlegung zusammenzubekommen: „Es wird sehr spannend sein, zu sehen, wie sie das hinbekommen wollen.“ Nebenbei habe Lindlar Buchhorn auch die Bewilligungsbescheide über knapp zwei Millionen Euro für die energetische Sanierung der Erich-Klausener-Schule in Alkenrath sowie über rund 3,5 Millionen Euro für die Ostseite der Bahnstadt übergeben, lesen wir in den Zeitungen.
Die RP veröffentlicht zudem in Auszügen einen Brief des Stadtkämmerers Rainer Häusler, in dem dieser sich gegen den von der Leverkusener CDU geweckten Eindruck verwahrt, Beteiligte hätten von Kostensteigerungen für die Bahnstadt oder von den Bedenken seitens der Bezirksregierung bereits früher gewusst. Alle Ratsmitglieder seien stets über alle Vorgänge informiert worden. Es sei daher „bemerkenswert, um nicht zu sagen einigermaßen befremdlich, dass die CDU Akteneinsicht verlangt“.

Auf die erste Lokalseite hebt die RP heute das Thema Schweinegrippe, nachdem am Opladener Marianum sechs Lehrer an Schweinegrippe erkrankt seien und es deshalb zu Unterrichtsausfällen komme. Die RP weiß auch, dass bei Lanxess für den Fall der Fälle ein Pandemieplan existiere. Der Anzeiger meldet, dass es aufgrund des nun großen Andrangs auf den Impfstoff zu Wartezeiten in den Arztpraxen komme.

Kammertermine am Amtsgericht in Opladen, in denen gestern Klagen wegen ausgebliebenen Entgeltzahlungen an Ex-Mitarbeiter von TMD Friction verhandelt werden sollten, seien kurzfristig aufgehoben worden, meldet die RP. Der Rechtsanwalt mutmaße deshalb, dass TMD Friction gegen bereits ergangene Urteile Berufung eingelegt habe.

Auf der Wirtschaftsseite des Stadt-Anzeigers finden wir die Meldung, dass der Spezialchemiekonzern H.C. Starck, eine einstige Bayer-Tochter, „Kreisen zufolge“ seine Kreditzusagen nicht einhalten könne (hier eine gleichlautende Meldung aus dem Internet). Das Unternehmen aus Goslar, das seit 2007 Finanzinvestoren gehöre, sei mit 500 Millionen Euro verschuldet.

Bußgelder an insgesamt 25 Flößer verteile jetzt die für den Landschaftsschutz zuständige Abteilung beim Rheinisch-Bergischen Kreis, weiß die RP. Die Flößer, die an der Wupper-Floßfahrt im September teilgenommen haben, sollen gegen Auflagen verstoßen haben, Veranstalter Klaus Kirschey sei anhand der Floßnummern aufgefordert worden, die entsprechenden Teilnehmer der Kreisverwaltung zu nennen. Ihnen drohten Bußgelder in Höhe von 25 bis 400 Euro. Die Floßfahrt war von Naturschützern und Angelverbänden kritisiert worden, nachdem sie gestartet wurde, obwohl der Wupperpegel nicht die vereinbarte Mindesthöhe von 60 Zentimetern für das Befahren des Flusses aufwies.

Die Dachorganisation für die Bayer-04-Fans „Nordkurve 12“ veröffentlicht eine Stellungnahme zum Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs, nach dem Stadionverbote bereits in Verdachtsfällen ausgesprochen werden dürfen (siehe hier). Dieses Urteil dürfe nicht „als Freifahrtschein für Willkür“ interpretiert werden, heißt es in der Stellungnahme, sondern sollte von den Vereinen „verantwortungsvoll“ angewandt werden: „Der Dialog mit den Fans ist und bleibt das wichtigste Instrument, Konfrontation und einseitige Demonstration der Stärke werden nicht zu einer Besserung der Lage beitragen.“

Zum Elften im Elften stellt der Anzeiger die Büttenrednerinnen Ulla Olbertz und Anne Friedrich vor. +++ Den gestern begonnenen Abriss des über 100 Jahre alten Hauses an der Wiesdorfer Hauptstraße setzt der Anzeiger ins Bild. +++ Zum sich seit 2003 stetig mehr verspätenden Bahnprojekt Rhein-Ruhr-Express mutmaßt Ingmar Keller heute in einem Kommentar im Stadt-Anzeiger, der „wahre Grund für die Bummelfahrt“ des RRX sei womöglich, dass die schwarz-gelbe Landesregierung längst wieder der Straße den Vorzug vor der Schiene gebe. +++ Beim Besuch einer Delegation der Nationalen Anti Doping Agentur, kurz NADA, gemeinsam mit den Sportlerinnen Steffi Nerius und Silke Spiegelburg am Landrat-Lucas-Gymnasium, einer „Eliteschule des Sports“, war die RP mit dabei. +++ Ebenjene Silke Spiegelburg wurde von NRW-Innenminister Ingo Wolf mit der Sportplakette NRW als Vorbild geehrt, meldet der Anzeiger. +++ Und im Anzeiger bezeichnet ein Leserbriefschreiber die nach wie vor nicht offiziell im Betrieb befindliche Bayer-Medienfassade als „die bescheuertste Fassade, die ich je gesehen habe“.

Kultur: Den dritten Konzerttag der Jazztage fasst Frank Weiffen für den Anzeiger zusammen.

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Buchhorn vor vollendeten Tatsachen

Das wurde Zeit: Im Leverkusener Anzeiger ist dokumentiert, wie der neue Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn daran erinnert wird, dass vielleicht nicht die Frage nach den Mehrheiten im Stadtrat die drängendste in Leverkusen ist. Auf „Vorwürfe aus der Bürgerschaft“, er bleibe nach der DyStar-Pleite tatenlos, antwortet Buchhorn (Wahlslogan: „Arbeit schafft Sicherheit“) ähnlich schulterzuckend wie schon Amtsvorgänger Ernst Küchler sowie viele andere Politiker bei vergleichbaren Anlässen: „Die Politik ist vor vollendete Tatsachen gestellt worden.“ Aber „um Schadensbegrenzung“ werde er sich bemühen, versichert Buchhorn laut Anzeiger. Radio Leverkusen hat das ganz ähnlich verstanden.

Um sich selbst drehen darf sich die Politik vor der konstituierenden Ratssitzung noch ein bisschen in der Rheinischen Post (nicht online): Eine gemeinsame Liste für die verschiedenen zu vergebenden Posten am Montag sei zwar „noch nicht durch“, aber die Fraktionschefs von CDU und SPD, Klaus Hupperth und Walter Mende, äußern sich optimistisch, dass das bis Montag klappe.

Ein positives Fazit für den privaten Ordnungsdienst „Wisag“, dem von der Politik auf Probezeit beschlossenen Nachfolger für die „Citystreife“, zieht Klaus Eitner im Anzeiger. Der zuständige Abteilungsleiter im Rechts- und Ordnungsamt glaubt, nicht nur das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger habe sich verbessert, auch objektiv könne man zählbaren Erfolg vorweisen. Als Beleg zählt Eitner eine Anzahl von Anzeigen auf, die der Ordnungsdienst erstattet habe: Darunter 42 Anzeigen wegen verbotenen Schwimmens im Stöckenbergsee in Hitdorf, sowie 14 gegen Wildpinkler. Die Probezeit für „Wisag“ endet am 31. Dezember 2009.

Apropos Sicherheit, das haben wir erst gestern entdeckt: Der Sicherheitsexperte, der Mitte vergangener Woche mit der Empfehlung erst deutschlandweit und längst auch weltweit Schlagzeilen machte, die Deutsche Fußballnationalelf sollte bei der Fußballweltmeisterschaft im Sommer 2010 in Südafrika besser schusssichere Westen tragen und viele Leibwächter dabei haben, ist aus Leverkusen: Günter Schnelle von der Sicherheitsfirma BaySecur hatte dieses Bewerbungsschreiben gegenüber der Sport Bild abgegeben, mit dem er sich wohl auch für die Teilnahme an der WM qualifizieren wollte.

Bei TMD Friction, ehemals Textar, gibt es schon wieder etwas zu holen: Diebe, die offenbar kistenweise Bremsbeläge aus der Fixheide abtransportiert hatten, hat die Polizei laut RP auf frischer Tat ertappt.

Und ansonsten gibt es viel Kultur: Eine „begeisternde“ Inszenierung des Musicals „The Sound Of Music“ durch die Volksbühne Bergisch Neukirchen haben die Kritiker von RP und Anzeiger in der Festhalle Opladen gesehen. (Die Premiere heute ist bereits ausverkauft, nächste Aufführungen sind morgen, Sonntag, 25. Oktober, 17 Uhr, Samstag, 31. Oktober, 19.30 Uhr, und Sonntag, 1. November, 18 Uhr.)
Die RP meldet, dass der von der Bayer Kulturabteilung mit dem „stART“-Programm geförderte Musiker Hardy Rittner für seine Brahms-Einspielung „Early Piano Works“ geehrt wurde: In Berlin erhielt er den Echo-Klassik-Preis als „Nachwuchskünstler 2009“.
Außerdem werden heute wieder zwei Leverkusener Künstler vorgestellt: Alfred Prenzlow im Anzeiger und Rolf Wetter in der RP (nicht online).

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„Jetzt geht es ans Eingemachte“

Recht spät kommt heute die Presseschau, sorry! Dafür verweisen wir stolz auf den ersten Beitrag in einer neuen Rubrik: Ab heute holen wir im LevLog zu verschiedenen Themen und Debatten in Leverkusen regelmäßig eine „Zweite Meinung“ ein. Autoren, Blogger, Journalisten, gerne mit gebotener räumlicher Distanz, sind eingeladen, sich in dieser Rubrik an aktuellen Debatten zu beteiligen.
Den Anfang macht der Leverkusener Unternehmensberater und Buchautor Hauke Fürstenwerth mit einem Essay zu den Auswirkungen neoliberaler Wirtschaftspolitik in Leverkusen: Er beschreibt die aktuelle Situation als ein „entfesseltes Finanzcasino“, in dem DyStar, Tanatex sowie andere Firmen, deren Arbeitnehmer und, nicht zuletzt, Kommune und öffentliche Hand die Zeche zahlen. Hier lesen & mitdiskutieren.

Wirtschaftsthemen dominieren heute auch die Schlagzeilen der Zeitungen: DyStar ist für Leverkusener Anzeiger und Rheinische Post der Aufmacher im Lokalteil. Insolvenzverwalter Stephan Laubereau teilte bei einer Betriebsversammlung am Mittwoch mit, dass man derzeit versuche, die Produktion bei DyStar wieder anlaufen zu lassen. Roman Zilles schnappte für die RP die Stimmung unter den 383 Mitarbeitern ein, „LH“ berichtet vom unfreundlichen Empfang der Angestellten für Marc Allen vom US-Investor Platinum Equity, der sich offenbar alle Mühe gab, zu versichern, dass man DyStar nicht mit Absicht in die Insolvenz geführt habe. Und das ist ja nun wirklich nicht das Geringste! Vor Ort war auch Radio Leverkusen.
Mit einem Mitarbeiter, der nun keine Abfindung mehr erhalten wird, hat die RP gesprochen, der Anzeiger weiß, dass es insgesamt 21 DyStar-Mitarbeiter sind, die auf diese Weise sehr unmittelbar von der Zahlungsunfähigkeit ihres (Ex-)Arbeitgebers betroffen sind: Sie hatten sich im vergangenen halben Jahr dazu überreden lassen, eine Kündigung zu unterschreiben und hätten am 30. September Abfindungen in Höhe von 80.000 bis 90.000 Euro erhalten sollen. Daraus wird nach der Insolvenz am 28. September nun nichts, die Leute stehen mit leeren Händen da. Thomas Käding kommentiert: Das Beispiel zeige, „wie Lebenspläne und Kalkulationen selbst derjenigen über den Haufen geworfen werden, die dem Unternehmen schon den Rücken gekehrt haben. In vielen Fällen auf Druck der Firma – und mit Versprechen der Firma.“

„Jetzt geht es ans Eingemachte“, zitiert die RP Peter Orlowski zu einer anderen, ganz ähnlichen Baustelle in Leverkusen: Der Rechtsanwalt vertritt gekündigte Mitarbeiter von TMD Friction, die auf rückwirkende Gehaltszahlungen sowie auf Weiterbeschäftigung klagen. Die Gütetermine seien verstrichen, teilt Orlowski mit, im November stünden die ersten Kammertermine an. Und er rechnet schon einmal vor, welche Summe TMD-Insolvenzverwalter Frank Kebekus schon einmal bereits halten sollte: Bei acht Monatsgehältern für 42 Kläger sei man „ganz schnell bei über einer Million“. Kebekus erklärt vorsichtshalber, man werde „auf jeden Fall in Revision gehen“, sollte das Arbeitsgericht Solingen gegen sie entscheiden.
Der Anzeiger vermeldet indes, dass TMD Friction bereits seit dem 11. September einen neuen Aufsichtsrat habe. Und dessen Vorsitzender sei sogar mit Sachverstand gesegnet: Schließlich sei Jorma Halonen ehemaliger Vizechef von Volvo, arbeitete zuvor bei Saab und Scania und kenne sich also aus in der Auto-Branche. „Ich sehe es als meine Aufgabe an, dem Unternehmen zu helfen, seine Kernkompetenzen (…) weiter auszubauen“, wird ein offenbar zuversichtlicher Halonen zitiert. Ihm zur Seite stehen im Aufsichtsrat William Kozyra, Timothy Hemingway, Martin Schwab, Michael Rosen sowie Raphaël Poncelet.

Heute meldet auch der Anzeiger, dass Federal Mogul nur noch 45 Mitarbeiter (statt 100) entlassen will, die RP unterbietet das erneut (leider nicht online): 44 Mitarbeiter müssen gehen, einer habe sich entschieden, „in einem anderen Aufgabenfeld bei Federal tätig zu werden“, wird Betriebsratschef Michael Bergmann zitiert.

Das Klinikum Leverkusen hingegen wächst und gedeiht: In einem neuen Laborgebäude sollen 160 Mitarbeiter der Firma MVZ Laboratoriumsmedizin Platz finden, teilt Geschäftsführer Hans-Peter Zimmermann in der RP mit. 450 Mitarbeiter des Unternehmens haben bereits seit 2004 ihren Arbeitsplatz am Klinikum. Investor für das Gebäude wird die Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) sein.

Einige Lesermeinungen zum geplanten Neubau im Park des Museum Morsbroich veröffentlicht der Anzeiger heute. Die meisten haben offenbar weniger auf das Geld, sondern vielmehr auf das Bild mit dem Entwurf geschaut: „Blödsinniger Betonmüll“ schimpft einer, einen „sensiblen Umgang“ mit dem Parkgelände fordert eine andere, eine Dritte findet den Standort „gut gewählt“. An die Folgekosten erinnern mahnend immerhin zwei Leser, während einer nur hofft: „Hoffentlich scheitert es nicht am Geld.“ Und Hiltrud Meier-Engelen lobt den Kommentar von Frank Weiffen: „Richtig erfreulich, einen Kommentar zu lesen, der sich nicht darin ergeht, einen neuen Vorstoß zur Erweiterung der Museumslandschaft in Leverkusen zu zerreden.“

Vom überraschenden Beschluss des alten Stadtrats, zwischen Rheindorf und Hitdorfer Stadtgrenze eine Umgehungsstraße zu bauen, berichtet die RP, und kommentiert (nicht online), dass diese Straße bei der Nähe der A 59 „eine vermeidbare Vergeudung von Steuergeldern“ sei.

Mit so etwas kann man nun auch schon Preise gewinnen: Sabine Ingber-Canters von Currenta ist nominiert für den Titel der „AusbilderIn des Jahres 2009/10“ der Industrie- und Handelskammer in Köln. Die RP fragte sie, was sie zu einer guten Ausbilderin mache. Ihre Antwort: „Ich habe Lehramt studiert, kam nach dem Referendariat in eine Zeit, in der es für Lehrer keine Jobs gab. Bayer bot damals eine Umschulung für arbeitslose Lehrer an.“ Gepriesen seien die Quereinsteiger!

In das verwirrende Tauziehen um den Köttershof in Steinbüchel bringt der Anzeiger ein wenig Licht.

Von den sportlichen Schülern des Landrat-Lucas-Gymnasiums und deren Träumen von Olympia, nachdem sie beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ den zweiten Platz errangen, berichten heute Anzeiger und RP.

Und dann hat sich die RP noch auf Lanxess-Kosten in Grevenbroich über nassen Asphalt schlittern lassen.

Den Dramatiker Alfred Matusche stellt die Frankfurter Rundschau vor. Was das mit Leverkusen zu tun hat, erklärt die FR auch gleich: „Auf der Bühne des Bayer-Kulturhauses in Leverkusen findet am 14. November eine szenische Lesung aus den Werken Matusches statt.“

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Von der Freiheit des Draufloszeichnens

Die wichtigste Nachricht des Tages zuerst: René Adler hat den Kasten sauber gehalten! Und jetzt in die Niederungen der Bemühungen von uns übrigen Leverkusenern dafür, dass René weiter unbesorgt Bälle halten kann.

Nach der Wahl ist vor der Wahl, denkt sich Erhard Schoofs von der Bürgerliste und bietet der Presse eine Art Armutsbericht: Er fordert, Stadt und Rat müssen gegen fortschreitende Kinderarmut und gegen zusehends verfallende Wohnungen (Stichwort: Gagfah) vorgehen. Freilich weiß auch Schoofs: Stadt und Rat haben selbst kein Geld.

Gestern soll es, so hört man, Sondierungsgespräche zwischen Bürgerliste und SPD über Verbindendes und Trennendes im neuen Stadtrat gegeben haben. Das Thema Wohnungen könnte so ein verbindendes Thema sein, da aber haben die Sozialdemokraten nun schon einen Vorstoß mit ihrem Lieblingspartner, den Grünen, gewagt: SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Nina Lepsius und Grünen-Ratsherr Gerd Wölwer stellten der Presse gestern einen gemeinsamen Antrag von SPD und Grünen für ein neues Wohnungskonzept vor. Leverkusen habe bislang den Trend hin zu mehr Eigentumswohnungen verpasst. Ein Wohnungskonzept sei Aufgabe des Rats, betont Wölwer laut Anzeiger: „Wenn wir das dem freien Markt überlassen, geht das schief.“ Und in der RP ergänzt Lepsius: „Wir haben hier in der Stadt jahrelang viel zu investorenbezogen geplant. Das hat oft zu Widerständen gegen manche Projekte geführt.“

Eine Wohnung weniger gibt es bis auf weiteres jedenfalls in Wiesdorf: In Sachen Wohnungsbrand in der Breidenbachstraße nimmt die Geschichte nun eine möglicherweise kriminelle Wendung. Denn dass da etwas faul sein könnte, nachdem es vor elf Monaten gleich nebenan bereits einen verblüffend ähnlichen Einsatz gegeben hat, hat auch die Polizei bemerkt: „Wir schließen momentan nichts aus“, antwortet eine Polizei-Sprecherin auf die Frage, ob das auch kein Zufall sein könnte.

Der Anzeiger besuchte Cem Özdemirs Wahlkampftour-Auftritt in Wiesdorf, die RP berichtet weniger ausführlich und auch nicht online.

Während ich diese Zeilen schreibe, grübeln die Kollegen von Radio Leverkusen noch über ein kompliziertes Wort: Bislang im Angebot: „profezeit“. Das sah komisch aus, daher nun: „provezeit“. Hm. Es hat auf jeden Fall irgendetwas mit der IHK und mit Firmenpleiten zu tun. Radio Leverkusen berichtet auch von einem „Apell“. Wer auch immer dieser Apell (vielleicht der hier?) sein mag – jedenfalls richtet er sich an die Erstwähler und fordert dazu auf, wählen zu gehen. (Na, Hauptsache ist ja auch, sie können’s schön aussprechen.)

Die RP meldet den Erfolg von zwei weiteren TMD Friction-Gekündigten vor dem Arbeitsgericht. Von dem Prozessauftakt am Landgericht Köln gegen einen Leichlinger, der im August 2008 einen 24-jährigen Solinger am Leichlinger Bahnhof mit 16 Messerstichen lebensgefährlich verletzt hatte, berichten Anzeiger und RP.

Der neue OB hält Wort: Er hat bereits den ersten Job mit echten Perpektiven vergeben. Auf leverkusen.com meldet die CDU-Fraktion, dass Markus Märtens, bisheriger Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Leverkusen, neuer Büroleiter und persönlicher Referent von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn wird. Also exakt der Job, den Buchhorn von 1999 bis 2004 für den OB Paul Hebbel erledigte.

Noch ein Pfarrer aus fernen Landen in der RP: Nach dem südindischen Pfarrer Jacob in Opladen gestern berichtet Sabine Wotzlaw heute vom Besuch des ugandischen Pfarrers Deusdedit Kirunga in der Realschule an der Wupper.

Nur im Print: Die RP widmet dem Lanxess-Jubiläum „100 Jahre Kautschuk“ (Am 12. 9. 1909 wurde Fritz Hoffmanns Patent für künstlichen Kautschuk angemeldet) eine Themenseite. Titel: „Die Gummi-Revolution“.

Kultur: Anzeiger und RP (nur im Print)berichten von der Ausstellungseröffnung in der Galerie im Forum mit Bildern von Hiltrud Gauf. Frank Weiffen im Anzeiger: „Die Werkschau zeigt Arbeiten, denen die Freiheit des ‚Draufloszeichnens‘ zugrunde liegt.“

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