Schlagwort-Archive: Verkehrskonzept Hitdorf

Verantwortung für die Bayer-Gene

User „Perikles 0815“ hat es geschafft: Einer der fleißigsten Spammer im Online-Universum des Leverkusener Anzeigers ist mit einem seiner schier unerschöpflichen Kommentare nun auch in der Printausgabe gelandet. Gemeinsam mit Usern mit weiteren sprechenden Namen wie „Vielnick“ ist ein kurzer Meinungsbeitrag zur DyStar-Pleite von ihm abgedruckt. Tenor ist die Verantwortung von Bayer für die DyStar-Pleite. Übrigens auch der des qualitativ besten Beitrags, der offenbar auf dem altmodischen Weg, nämlich per Post, beim Anzeiger eintrudelte: Adolf Horst bezieht sich darin auf die Imagekampagne, in der Bayer und Leverkusen kürzlich angeschoben haben und regt an: „Hier könnte Bayer die Gelegenheit nutzen und unter Beweis stellen, dass man es ernst meint mit dem Wiederaufleben der ‚Gene des Unternehmens‘.“ Zwei weitere User bekunden ihr sich in Grenzen haltendes Mitleid für die leitenden Angestellten, die nun keine Winterreifen auf ihre Dienstwagen ziehen lassen können.
Der Anzeiger nutzt die Fertigstellung der neuen, EU-Norm entsprechenden Beleuchtung für das Bayer-Kreuz zu einem kleinen Vergleich der unterschiedlichen Befindlichkeiten im Chemnpark: Denn das Kreuz steht auf dem Gebäude B9 – in dem die Firma Kruse eigentlich Dienstleistungen für DyStar erledigt. Wie gesagt: Eigentlich. Die Überschrift: „Oben hell und unten zappenduster“Eine gute Nachricht ist schon online abrufbar: Es gibt Hoffnung für DyStar, am Standort Geretsried werde bereits wieder produziert.

Den Unfall am Mittwochmorgen mit einem lebensgefährlich verletzten Fahrradfahrer auf dem Überweg über die Alkenrather Straße nimmt die Rheinische Post zum Anlass, über die Risiken des Alltags für Fußgänger und Radfahrer an dem Überweg nahe der Gezelinkapelle zusammenzufassen, von denen ihnen Alkenrather berichten.

Unfallvorbeugung ist auch das Thema für die RP-Lokalseite eins: Das Klinikum wolle sein Parkhaus nach dem Unfall mit dem herausgeplumpsten VW Anfang September mit Leitplanken verstärken.

Keine Brötchen ohne besondere Erlaubnis gibt es am Ostersonntag, Pfingstsonntag und am kommenden ersten Weihnachtstag – daran erinnert die Stadtverwaltung vorsorglich mit Verweis auf Paragraf 5, Absatz 4 des Ladenöffnungsgesetzes Nordrhein-Westfalen.

In einem Leserbrief an die RP zur Umgehungsstraße für Hitdorf betonen zwei Hitdorfer ihr Vertrauen in die „überregional agierenden Parteien“, die, im Gegensatz zur Leverkusener Bürgerliste, auch in der Lage seien, überregionale Gelder für die Gestaltung der Hitdorfer Verkehrssituation freizumachen.

Um Verkehr geht es auch auf der der „Lokalen Wirtschaft“ gewidmeten RP-Seite: Sabine Wotzlaw berichtet aus Köln, dass der Regierungspräsident eine Erweiterung der Umweltzone schon für 2010 plane.

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„Jetzt geht es ans Eingemachte“

Recht spät kommt heute die Presseschau, sorry! Dafür verweisen wir stolz auf den ersten Beitrag in einer neuen Rubrik: Ab heute holen wir im LevLog zu verschiedenen Themen und Debatten in Leverkusen regelmäßig eine „Zweite Meinung“ ein. Autoren, Blogger, Journalisten, gerne mit gebotener räumlicher Distanz, sind eingeladen, sich in dieser Rubrik an aktuellen Debatten zu beteiligen.
Den Anfang macht der Leverkusener Unternehmensberater und Buchautor Hauke Fürstenwerth mit einem Essay zu den Auswirkungen neoliberaler Wirtschaftspolitik in Leverkusen: Er beschreibt die aktuelle Situation als ein „entfesseltes Finanzcasino“, in dem DyStar, Tanatex sowie andere Firmen, deren Arbeitnehmer und, nicht zuletzt, Kommune und öffentliche Hand die Zeche zahlen. Hier lesen & mitdiskutieren.

Wirtschaftsthemen dominieren heute auch die Schlagzeilen der Zeitungen: DyStar ist für Leverkusener Anzeiger und Rheinische Post der Aufmacher im Lokalteil. Insolvenzverwalter Stephan Laubereau teilte bei einer Betriebsversammlung am Mittwoch mit, dass man derzeit versuche, die Produktion bei DyStar wieder anlaufen zu lassen. Roman Zilles schnappte für die RP die Stimmung unter den 383 Mitarbeitern ein, „LH“ berichtet vom unfreundlichen Empfang der Angestellten für Marc Allen vom US-Investor Platinum Equity, der sich offenbar alle Mühe gab, zu versichern, dass man DyStar nicht mit Absicht in die Insolvenz geführt habe. Und das ist ja nun wirklich nicht das Geringste! Vor Ort war auch Radio Leverkusen.
Mit einem Mitarbeiter, der nun keine Abfindung mehr erhalten wird, hat die RP gesprochen, der Anzeiger weiß, dass es insgesamt 21 DyStar-Mitarbeiter sind, die auf diese Weise sehr unmittelbar von der Zahlungsunfähigkeit ihres (Ex-)Arbeitgebers betroffen sind: Sie hatten sich im vergangenen halben Jahr dazu überreden lassen, eine Kündigung zu unterschreiben und hätten am 30. September Abfindungen in Höhe von 80.000 bis 90.000 Euro erhalten sollen. Daraus wird nach der Insolvenz am 28. September nun nichts, die Leute stehen mit leeren Händen da. Thomas Käding kommentiert: Das Beispiel zeige, „wie Lebenspläne und Kalkulationen selbst derjenigen über den Haufen geworfen werden, die dem Unternehmen schon den Rücken gekehrt haben. In vielen Fällen auf Druck der Firma – und mit Versprechen der Firma.“

„Jetzt geht es ans Eingemachte“, zitiert die RP Peter Orlowski zu einer anderen, ganz ähnlichen Baustelle in Leverkusen: Der Rechtsanwalt vertritt gekündigte Mitarbeiter von TMD Friction, die auf rückwirkende Gehaltszahlungen sowie auf Weiterbeschäftigung klagen. Die Gütetermine seien verstrichen, teilt Orlowski mit, im November stünden die ersten Kammertermine an. Und er rechnet schon einmal vor, welche Summe TMD-Insolvenzverwalter Frank Kebekus schon einmal bereits halten sollte: Bei acht Monatsgehältern für 42 Kläger sei man „ganz schnell bei über einer Million“. Kebekus erklärt vorsichtshalber, man werde „auf jeden Fall in Revision gehen“, sollte das Arbeitsgericht Solingen gegen sie entscheiden.
Der Anzeiger vermeldet indes, dass TMD Friction bereits seit dem 11. September einen neuen Aufsichtsrat habe. Und dessen Vorsitzender sei sogar mit Sachverstand gesegnet: Schließlich sei Jorma Halonen ehemaliger Vizechef von Volvo, arbeitete zuvor bei Saab und Scania und kenne sich also aus in der Auto-Branche. „Ich sehe es als meine Aufgabe an, dem Unternehmen zu helfen, seine Kernkompetenzen (…) weiter auszubauen“, wird ein offenbar zuversichtlicher Halonen zitiert. Ihm zur Seite stehen im Aufsichtsrat William Kozyra, Timothy Hemingway, Martin Schwab, Michael Rosen sowie Raphaël Poncelet.

Heute meldet auch der Anzeiger, dass Federal Mogul nur noch 45 Mitarbeiter (statt 100) entlassen will, die RP unterbietet das erneut (leider nicht online): 44 Mitarbeiter müssen gehen, einer habe sich entschieden, „in einem anderen Aufgabenfeld bei Federal tätig zu werden“, wird Betriebsratschef Michael Bergmann zitiert.

Das Klinikum Leverkusen hingegen wächst und gedeiht: In einem neuen Laborgebäude sollen 160 Mitarbeiter der Firma MVZ Laboratoriumsmedizin Platz finden, teilt Geschäftsführer Hans-Peter Zimmermann in der RP mit. 450 Mitarbeiter des Unternehmens haben bereits seit 2004 ihren Arbeitsplatz am Klinikum. Investor für das Gebäude wird die Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) sein.

Einige Lesermeinungen zum geplanten Neubau im Park des Museum Morsbroich veröffentlicht der Anzeiger heute. Die meisten haben offenbar weniger auf das Geld, sondern vielmehr auf das Bild mit dem Entwurf geschaut: „Blödsinniger Betonmüll“ schimpft einer, einen „sensiblen Umgang“ mit dem Parkgelände fordert eine andere, eine Dritte findet den Standort „gut gewählt“. An die Folgekosten erinnern mahnend immerhin zwei Leser, während einer nur hofft: „Hoffentlich scheitert es nicht am Geld.“ Und Hiltrud Meier-Engelen lobt den Kommentar von Frank Weiffen: „Richtig erfreulich, einen Kommentar zu lesen, der sich nicht darin ergeht, einen neuen Vorstoß zur Erweiterung der Museumslandschaft in Leverkusen zu zerreden.“

Vom überraschenden Beschluss des alten Stadtrats, zwischen Rheindorf und Hitdorfer Stadtgrenze eine Umgehungsstraße zu bauen, berichtet die RP, und kommentiert (nicht online), dass diese Straße bei der Nähe der A 59 „eine vermeidbare Vergeudung von Steuergeldern“ sei.

Mit so etwas kann man nun auch schon Preise gewinnen: Sabine Ingber-Canters von Currenta ist nominiert für den Titel der „AusbilderIn des Jahres 2009/10“ der Industrie- und Handelskammer in Köln. Die RP fragte sie, was sie zu einer guten Ausbilderin mache. Ihre Antwort: „Ich habe Lehramt studiert, kam nach dem Referendariat in eine Zeit, in der es für Lehrer keine Jobs gab. Bayer bot damals eine Umschulung für arbeitslose Lehrer an.“ Gepriesen seien die Quereinsteiger!

In das verwirrende Tauziehen um den Köttershof in Steinbüchel bringt der Anzeiger ein wenig Licht.

Von den sportlichen Schülern des Landrat-Lucas-Gymnasiums und deren Träumen von Olympia, nachdem sie beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ den zweiten Platz errangen, berichten heute Anzeiger und RP.

Und dann hat sich die RP noch auf Lanxess-Kosten in Grevenbroich über nassen Asphalt schlittern lassen.

Den Dramatiker Alfred Matusche stellt die Frankfurter Rundschau vor. Was das mit Leverkusen zu tun hat, erklärt die FR auch gleich: „Auf der Bühne des Bayer-Kulturhauses in Leverkusen findet am 14. November eine szenische Lesung aus den Werken Matusches statt.“

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Religiöser Eifer, zeitgemäß

Heute zuerst Kultur: Frank Weiffen hat für den Leverkusener Anzeiger mit Katharina Lorenz gesprochen, der Leverkusenerin, die seit kurzem am Burgtheater Wien höchste Schauspielerweihen empfängt: Als Gretchen in Matthias Hartmanns Faust-Inszenierung wurde sie soeben sehr gelobt, eine der begeistertesten Kritiken kam von der Frankfurter Rundschau:

„Katharina Lorenz ist dagegen [gegen Tobias Moretti als Faust] eine Sensation. Wahrscheinlich ist das die zugleich zeitgemäßeste und textnaheste Interpretation des Gretchens seit langem. Diese auch mit zerzaustem Haar schöne, etwas hölzerne Frau hat ein modernes weibliches Selbstbewusstsein. Selbst ihr Eifer für die Religion wirkt ganz zeitgemäß.“

Im Interview mit dem Anzeiger verrät die 30-Jährige, deren Schauspielkarriere einst beim Jungen Theater Leverkusen unter Bernd Vossen begann, wie wichtig der erst kürzlich verstorbene Theaterregisseur Jürgen Gosch für ihre Karriere war: „Ich kannte ihn aus meiner Zeit in Düsseldorf, Hannover und Berlin sehr gut. Er kannte mich. Wir sind einen sehr weiten Weg gemeinsam gegangen.“ Gosch hatte ihr bereits früher die Rolle des Gretchens zugedacht. Leider ist das Interview in der Online-Fassung nur recht mühsam lesbar, da sich Fragen und Antworten im Schriftbild nicht voneinander abheben.

Wie hältst du’s mit der Natur und ihrer Pflege?, müssen sich die Technischen Betriebe Leverkusen fragen lassen: Den vom Umkippen bedrohten Ophovener Weiher in Steinbüchel hat Werner Röder für den Anzeiger besucht. 10 Millionen Euro würde eine notwendige Sanierung des beliebten Sees kosten. Da muss man schon wirklich davon überzeugt sein.

Hier ein Fundstück aus dem Wupper-Fischer-Blog: Der Wupperverband verspricht „mehr Bewegungsfreiheit“ für die Wupper: Im Bereich Rehbockanlage begann der Verband mit einer „naturnahen Umgestaltung der Wupper“. Dazu werden auf eine Länge von 550 Metern Natursteine, die dort als Begrenzung eingesetzt worden waren, wieder entfernt.

Im Anzeiger kommentiert Rainer Schmidt die Pläne der Grünen, nachdem sie „Jamaika“ eine Absage erteilt haben. Die Grünen selbst, mutmaßt er, würden nicht daran glauben, dass ein Bündnis mit SPD, Bürgerliste und Pro Opladen über die gesamte Legislaturperiode halten kann. Und so könnte über kurz oder lang dann doch wieder eine Große Koalition zwischen CDU und SPD im Leverkusener Rat regieren. Die RP hat einige Stimmen dazu gesammelt: CDU-Fraktionschef Klaus Hupperth gesteht, dass die Entscheidung der Grünen „ein Rückschlag“ sei, und Gerd Wölwer von den Grünen wird über die CDU so zitiert: „Die haben den Knall noch nicht gehört. Ohne eine echten Neuanfang werden die in den nächst fünf Jahren nichts auf den Zettel bekommen können.“.

Die RP hat sich bei Taxifahrern in Leverkusen umgehört, nachdem fünf von ihnen in den letzten Wochen Opfer von Überfällen wurden.

Heute stellt die RP den SPD-Kandidaten zur Bundestagswahl vor: Gesundheitsexperte und Fliegenträger Karl Lauterbach. Der Polit-Promi unter den Leverkusener Kandidaten gesteht, dass er es bisweilen „deprimierend“ findet, wenn ihm Leute sagen, sie gingen nicht wählen: „Das sind oft die, die von Reformen am meisten Nutzen tragen würden.“

Mit dem „Grünen Band“ und einer Prämie über 5000 Euro ausgezeichnet wurde der TSV Bayer 04 Leverkusen für seine erfolgreiche Konzeption des Behindertensports.

Über zunehmenden Parkdruck und die Parkregelung für Anwohner der Friedrich-Knorr-Straße in der Kolonie III berichtet der Anzeiger. Fortschritte für das Verkehrskonzept für Hitdorf im Bezirk I vermeldet die RP.

Von der Razzia gegen die Glücksspiel-Mafia in 15 Städten berichten Anzeiger, Radio Leverkusen und RP: Auch eine Wohnung in Leverkusen wurde dabei durchsucht.

Radio Leverkusen zitiert das Wirtschaftsinstitut Prognos, das Leverkusen unter den Top Ten der Städte sieht, die auf aussichtsreiche Zukunftsbranchen setzen. Und das ganz ohne Umsetzung des Wirtschaftskonzeptes „Leverkusen 2020“.

Und schließlich noch einmal Kultur: Von der tänzerischen Umsetzung von „Alice im Wunderland“ durch die Compagnie de Stilte aus Breda im Rahmen des Theaterfestivals „Spielarten“ im Forum schwärmen Anzeiger und RP. Und auch die Aufführung des „Kaufmann von Venedig“ durch die Shakespeare-Company Bremen im Erholungshaus hat beiden Rezensenten gut gefallen.

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61 Millionen für Leverkusen?

Die interessanteste Nachricht finden wir heute auf leverkusen.com: Dort teilt die Leverkusener Landtagsabgeordnete Ursula Monheim (CDU) aus Düsseldorf höchstpersönlich mit, dass Leverkusen aus dem Haushaltsentwurf des Landes mit Zuweisungen vom Land in Höhe von knapp 61 Millionen Euro rechnen dürfe. Monheim: „Im kommenden Jahr sollen die nordrhein-westfälischen Kommunen rund 7,7 Milliarden Euro vom Land NRW erhalten. Unsere Stadt Leverkusen ist mit 60.933.170 Euro mit dabei.“ Das Schöne daran: Das meiste dieses Geldes soll für die Kommunen frei verfügbar sein: „Rund 86% der Zuweisungsmittel sind frei verfügbar. Das stärkt die kommunale Selbstverwaltung.“ Das weniger Schöne daran (zumindest in Bezug auf diese Meldung): Es sitzen außer der CDU auch noch andere Parteien im Landtag. Und über den endgültigen Haushalt entscheiden nunmal alle.

Das demokratische Prinzip auch jungen Menschen zugänglich macht die Jugendinitiative „Youth Meets Democracy“, über deren Aktionen zur bevorstehenden Bundestagswahl der Anzeiger hier berichtet.

Den Wupper-Flößern von Sonntag droht Ärger: Weil sie die Auflage, nach der die Wupper in Opladen (hier der Pegel Opladen im Internet) einen Pegel von mindestens 60 Zentimetern aufweisen muss, offenkundig missachtet haben, prüfen die zuständigen Behörden nun die nötigen Konsequenzen. Gegebenenfalls haften die einzelnen Teilnehmer, die sich angemeldet haben. Die Rheinische Post sprach mit Hermann Neumaier, Mitglied des Beirats der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Rhein-Berg (zuständig für das südliche Wupperufer in Leichlingen). Der Leverkusener Anzeiger versteckt hier sein Interview mit Claudia Oeljeklaus von der Unteren Landschaftsbehörde in Solingen (also nördliches Wupperufer und Startpunkt der Flößer in Wupperhof). Darin betont Oeljeklaus die Eigenverantwortlichkeit der Teilnehmer – und im Zweifel will sie auch keinesfalls die Veranstaltung im letzten Augenblick stoppen müssen: „Da bräuchten wir ja ein Sondereinsatzkommando, das die Wupper absperrt.“
Den Sündenfall der Flößer bei ihrer Ankunft in Opladen auf Video eingefangen hat leverkusen.com:

Über den Baufortschritt des Kulturausbesserungswerks mitten im Abrisschaos auf dem alten Bahngelände berichtet der Anzeiger (nur leider nicht online). Es fehlen dort nur noch zwei Abnahmen, die offizielle Eröffnung mit ministeriellen Würden ist für den 14. Dezember geplant.

Einen zwar nicht brandaktuellen, dafür aber sehr interessanten Lokalaufmacher bietet die RP ihren Lesern heute: In „Die Podcast-Politiker“ vergleicht Peter Korn die multimediale Präsenz der Leverkusener Bundestagswahl-Kontrahenten Thomas Portz (www.thomas-portz.de) und Karl Lauterbach (www.karllauterbach.de). Und stellt aufrichtig verblüfft fest: „Das Internet wird zur Kommunikations-Plattform.“ Donnerwetter!

Vom „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag berichten Anzeiger (aus der Villa Römer in Opladen hier und aus Witzhelden und Burscheid hier) und RP (nur aus Witzhelden).

Die RP stellt heute auch das Verkehrskonzept für Spieltage in der BayArena vor. Außerdem meldet sie, dass die Schonzeit für die Kanada-Gänse am 31. Oktober abläuft – und Jäger dann aller Voraussicht nach der Überpopulation ein Ende bereiten. Und von neuen, noch größeren Plänen für einen Seilgarten auf dem Opladener Birkenberg berichtet auch die RP, und zwar hier.

Von den Jubiläumsfeiern zum 50-jährigen Bestehen des Flugplatzes Kurtekotten berichten, sehr ausführlich, RP und, sehr knapp & nicht online, Anzeiger.

Neues vom Verkehrskonzept für Hitdorf berichtet Radio Leverkusen aus dem Bau- und Planungsausschuss.

Der Anzeiger berichtet seinen Leverkusener Lesern im Lokal-Aufmacher heute vom Lehrkräftemangel an der Hauptschule in Leichlingen.

Kultur: Vom Halt des „Schiller-Express“ mit Kölner Schauspielschülern im Altenwohnheim Upladin, auf Einladung des Katholischen Bildungswerkes, berichtet Monika Klein für die RP, leider nur im Print.

UPDATE: Schnell nachgeschoben noch dies: Anzeiger, RP, Radio Leverkusen (mit Foto!), SZ, leverkusen.com und viele andere nationale wie internationale Medien vermelden soeben die Personalplanung der Bayer AG: Der Niederländer Marijn E. Dekkers folgt zum 1. Oktober 2010 als Bayer-Vorstandsvorsitzender auf Werner Wenning. In diesem Sinne allseits noch einen goede dag!

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„Jamaika Wirklichkeit werden lassen“

Der Leverkusener Anzeiger hat genüsslich die Reaktionen auf die am Samstag auf der ersten Lokalseite veröffentlichten Spekulationen um eine „Jamaika-Koalition“ im Stadtrat eingesammelt. CDU-Fraktionschef Klaus Hupperth bestätigt laut Anzeiger etwas umständlich: „Es ist der erklärte Wille des künftigen Oberbürgermeisters Buchhorn, der Parteivorsitzenden Ursula Monheim und der Fraktionsführung der CDU, den Versuch zu unternehmen, Jamaika Wirklichkeit werden zu lassen.“ Gespräche mit den für ein solches Bündnis angedachten Parteien (FDP, Freie Wähler und Grüne) hätten allseits grundsätzliche Bereitschaft ergeben; freilich hält sich Hupperth das Hintertürchen für eine Große Koalition mit der SPD doch lieber noch offen: Diese seien „politische Gegner, aber keine Feinde“.

Der Gegner, der kein Feind ist, kommt in der Rheinischen Post zu Wort. Dort warnt Fraktionschef Dr. Walter Mende nachdrücklich vor dem bunten Bündnis und verweist auf die daraus resultierende knappe Mehrheit von zwei Stimmen, die bisweilen die Rechtsradikalen von Pro NRW zum Mehrheitsbeschaffer für „Jamaika“ werden lassen könne. Mende in der RP: „Das kann doch keiner wollen.“ Mende zeigt sich auch unbegeistert über die Spekulation, nicht einen Vertreter der zweitstärksten Fraktion im Rat (nämlich die SPD), sondern Roswitha Arnold vom avisierten CDU-Bündnispartner Grüne zur Ersten Bürgermeisterin zu küren. Arnold und Hupperth betonen derweil unisono (wiewohl getrennt: hier und hier), über Posten sei noch gar nicht diskutiert worden.

Der Anzeiger staunt über Dr. Thomas Portz, der als Kölner Kandidat für die CDU den Wahlkreis Leverkusen/Köln-Mülheim bei den bevorstehenden Bundestagswahlen gewinnen will – und das ganz ohne den erfahrenen Leverkusener Wahlkampfmanager Stefan Seide, dessen Hilfe Portz laut Anzeiger auch nichts gekostet hätte. In Leverkusen entscheiden rund 25.000 Wähler mehr über den Kandidaten als im Kölner Teil des Wahlkreises, aber der Kölner Portz ist gewiss: „Ich sehe die Notwendigkeit nicht.“ Fazit im Anzeiger: „Statt Wahlkampf kann Stefan Seide recht ausgiebig Urlaub machen.“ Vielleicht hat Portz aber auch einfach schon ausreichend Ärzte und Apotheker aus Leverkusen hinter sich bringen können.

Freie Fahrt für freie Bürger: Radio Leverkusen meldet, dass die Verkehrsbehinderungen im Rahmen der Sanierung der Y-Brücke in Wiesdorf ab sofort Geschichte sind. Und noch dicker soll es eigentlich ab März 2010 auf dem Willy-Brandt-Ring kommen, wo der zweite Abschnitt saniert werden soll. Aber die RP meldet heute, dass Reinhard Gerlich, der Chef der Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) die Sanierung auf 2012 verschieben will. Begründung: Die Eröffnung des ECE-Center 2010, die Frauenfußball-WM 2011 sowie das mögliche Ausschöpfen von Fördergeldern aus Töpfen des Landes 2012. Der Verwaltungsrat entscheidet am 15. September über die Vorlage.

Ärger mit dem Verkehr hatten offenbar auch die Anwohner rund um den Stadtpark während des Länderspiels in der BayArena am Samstag, was die RP zu einem Nachklapp zu dem Spiel animiert. Der Anzeiger berichtet von der geschlossenen Kooperation zwischen Bayer AG und DFB zugunsten von kranken und behinderten Kindern. Bei Bayer 04-TV erläutern Bayer-Vorstandschef Werner Wenning und DFB-Präsident Theo Zwanziger diese Zusammenarbeit. Der Fußball-Verband Mittelrhein meldet indes, dass sein Präsident Alfred Vianden, bereits häufiger in Erscheinung getreten als Förderer des Frauenfußballs, von Zwanziger ebenfalls am Samstag zum neuen Vorsitzenden der WM-OK-Außenstelle Leverkusen zur Frauenfußball-WM 2011 ernannt wurde.

Radio Leverkusen meldet, dass der Stadtkämmerer derzeit auf eine millionenschwere Rückzahlung vom Land hofft: Für den Aufbau Ost habe die Stadt rund 12 Millionen zu viel gezahlt. Neues (mehr oder weniger) vom Verkehrskonzept für Hitdorf berichtet die RP. Über das neuerliche Verschieben von 100 betriebsbedingten Kündigungen beim Burscheider Automobilzulieferer Federal Mogul berichtet die RP. Der Anzeiger berichtet, dass im Kombibad Opladen im Wiembachtal die Böden fürs Becken gegossen wurden.

Kultur: Bei Anzeiger und RP wird jeweils (hier, bei der RP leider nicht online) das Konzert des Bayer Frauenchors in der Herz-Jesu-Kirche gewürdigt, und der Anzeiger blickt schon auf das Schüler-Theaterfestival ab Freitag im Forum.

Und schließlich: Die WDR-Lokalzeit machte gestern das nette Wetter heute schmackhaft (ab Minute 27:00)mit hübschen Bildern vom Nachwuchs der afrikanischen Zwergziegen im Tierpark Reuschenberg. Süüüß!

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