Schlagwort-Archive: Werner Wenning

Dekkers ist „beim Bayer“ – Dekkers über Bayer 04

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Wochenende, 27./28. Februar 2010:
Bilanz-Pressekonferenzen bei Bayer und der Sparkasse. +++ Noch einmal genau nachrechnen für die Bahnstadt Opladen. +++ Lokalsport: Kein Neid innerhalb des TSV Bayer 04. +++ Marijn Dekkers äußert sich zur Zukunft der Bayer 04-Fußballer.
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Inter-Lev verliert absolute Mehrheit – Zum Abschied den Meistertitel?

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Montag, 8. Februar 2010:
Höhere Beteiligung bei der Wahl zum Integrationsrat in Leverkusen. +++ Kämmerer Rainer Häusler kritisiert die Verdi-Forderungen. +++ Bayer-Chef Werner Wenning über Profite, Gehälter und Boni. +++ Lokalsport: Bayer 04-Kicker büßen Vorsprung ein.
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In Wiesdorf regt sich was

In der Rathaus Galerie tut sich schon etwas. Die City Werbegemeinschaft fordert ein neues Park-Konzept für Wiesdorf. Und die RP bemerkt, dass es im Klinikum keinen HNO-Arzt gibt.
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Rossmann: Nicht nur Toilettenpapier

Currenta kündigt Rossmann, das Logistikzentrum in Hitdorf wird schließen. Als im „freien Fall“ bezeichnet Kämmerer Rainer Häusler die Finanzen der Stadt Leverkusen bei einem Vortrag in Rheindorf. Der Hauptfeuerwache könnte laut RP die Autobahn zu nahe rücken.
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Drohende Rentenlücken

Am Wochenende in den Medien: Werner Wenning plaudert aus dem Bayer-Nähkästchen, im Rechtsstreit zwischen Agfa und ehemaligen Mitarbeitern drohe wegen fehlender Zahlungen in die Pensionskasse eine neue Klagewelle und die Leverkusener Grünen klagen über den Zustand der Schlebuscher Altstadt.
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Bodenständig, trotzdem Weltspitze

Werner Wenning, der im kommenden Jahr scheidende Vorstandschef der Bayer AG, ist gestern in Düsseldorf mit dem NRW-Innovationspreis ausgezeichnet worden, Kategorie: „Lebenswerk“. Wissenschafts- und Innovationsminister Andreas Pinkwart (FDP) würdigte den gebürtigen Leverkusener als „unermüdlichen Antreiber von Forschung und Entwicklung“, und als jemanden, der „Bodenständigkeit mit Weitsicht und Bescheidenheit mit dem Anspruch, Weltspitze zu sein“ verbinde. Der Leverkusener Anzeiger / Kölner Stadt-Anzeiger widmet Wenning das Porträt auf Seite 2, die Rheinische Post berichtet über die Preisverleihung, bei der auch Friedrich-Karl Bruder von Bayer MaterialScience mit Preis in der Kategorie „Innovation“ ausgezeichnet wurde, im Wirtschafts- und im Lokalteil. Außerdem berichten unter anderem sueddeutsche.de, WDR und die Kölnische Rundschau.

Im täglichen Stück zu DyStar im Anzeiger setzt sich heute Insolvenzverwalter Stephan Laubereau zur Wehr: Er lasse die gekündigten 21 Mitarbeiter, die mit der Insolvenz vor dem Nichts stünden, nicht im Regen stehen, sondern arbeite mit „Hochdruck an Lösungsmöglichkeiten“, erklärt Laubereau gegenüber dem Anzeiger: „Aber wir wollen gerade in dieser schwierigen Situation keine Hoffnungen wecken, die später enttäuscht werden könnten.“

Nach dem „Hickhack“ um die Stadthalle Opladen erkundigt sich der Anzeiger bei Opladener Karnevalsgesellschaften, ob sie dem Vorbild des Komitee Opladener Karneval (KOK) folgen und ihre Veranstaltungen im Haus Fürstenberg vorsichtshalber absagen.

Einen Blick über die Stadtgrenze wagt der Anzeiger, und schaut auf die Pläne der Landesministerien für Justiz sowie für Arbeit, Gesundheit und Soziales, an der Rheinischen Landesklinik in Langenfeld eine ambulante Forensik für rückfallgefährdete Sexualstraftäter aufzubauen. Unter anderem Leverkusens Bürgermeister Friedrich Busch (FDP) habe ich „kritisch“ zu diesen Plänen geäußert, mit Hinweis darauf, dass „die Patienten des Landeskrankenhauses genauso schnell in Opladen sind wie im Stadtzentrum von Langenfeld“.

Mit den Eheleuten Bauer als neuen Bewohnern des „Karrees im Dorf“, für das vergangene Woche der Grundstein gelegt wurde, sprach der Anzeiger. „Wir wollen im mobilen Alter zu Hause ankommen“, erklärt der Lanxess-Angestellte, der gemeinsam mit seiner Frau mit diesem Umzug offenbar sehr langfristige Lebenspläne verfolgt.

Das aus den Baustellen und der neuen Großumleitung resultierende Verkehrschaos in der Opladener Innenstadt fasst die RP zusammen: „Schutzengel hilf!“

Mit der Schweinegrippe macht die RP ihren Lokalteil nochmals auf, hier, ebenso wie bei Radio Leverkusen, taucht die nun doch etwas überraschende Zahl von 3000 Schweingerippe-Fällen auf. Auf so viele Fälle rechnet Amtsarzt Hans-Eckard Linstaedt hoch, nach der möglichen Fallzahl in Leverkusen befragt.

Der Express widmet Leverkusen heute eine komplette Zeitungsbeilage. Als Aufmacher dient die neue Bayer-Medienfassade, dahinter erwartet den Leser, neben vielen Anzeigen speziell für die Leverkusener Leserschaft, Berichte u.a. über die die Bahnstadt Opladen, das NaturGut Ophoven, über die Jazztage sowie ein Interview mit Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn. Frage Express: Ist Leverkusen zum Ende ihrer Amtszeit 2015 schuldenfrei? Antwort Buchhorn: „Auf keinen Fall.“

Radio Leverkusen hat den Express offenbar auch schon gelesen und dort möglicherweise auch das Datum entdeckt, an dem die Rathaus-Galerie öffnen soll: Am 24. Februar 2010 soll es soweit sein. Die RP meldet derweil, dass sich eine Werbegemeinschaft Rathaus-Galerie gegründet habe. Zu Geschäftsführern gewählt worden seien Uwe Gaebel (Saturn), Albert Heuel (Sondermann Brot), Guido Niggemann (Mustang) und Bianca Schirrmeister (Curry Karl), Rechnungsprüfer sei Rainer Schwarz von der Sparkasse Leverkusen.

Einen neuen Vorsitzenden bekomme auch der Eigentümerverein „Haus und Grund“ Leverkusen und Umgebung, meldet die RP: Der vieljährige Vorsitzende Rolf Kunz solle auf der bevorstehenden Mitgliederversammlung am 19. November durch seinen bisherigen Stellvertreter Thomas Gutknecht abgelöst werden – beide sind promovierte Juristen.

Außerdem viele Kulturthemen heute: Von Thomas Dorweilers darstellerischer Leistung als Affe Rotpeter in „Ein Bericht für eine Akademie“ von Franz Kafka, das die Studiobühne Leverkusen auf die Bühne bringt, ist der Kritiker des Anzeiger, mehr noch die Kritikerin der RP begeistert.
„Wieder einmal rasant, witzig und bunt“ geht es laut Anzeiger bei der neuesten Inszenierung der „Drama-Ticker“ zu.
Beim Konzert des Aaron-Streichquartett im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich im Rahmen der Reihe „Konzerte Leverkusener Musiker“ hörte ein nicht genannter Kritiker des Anzeiger „spielerische Rasanz“. Die „letzte Zugabe“ des Duos „Kleine & Linzenich“ begutachtete noch einmal die RP. Und viel Applaus registrierte der Anzeiger-Kritiker beim Jahreskonzert des Sängervereins Manfort.

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Bekenntnis eines Christdemokraten

Radio Leverkusen meldet heute, dass der CDU-Ratsherr Hermann Josef Kentrup zugegeben haben soll, mit Pro NRW Absprachen getroffen zu haben. Kentrup ist stellvertretender Vorsteher für die Ortsteile Wiesdorf, Manfort, Rheindorf und Hitdorf, er scheiterte am Montag bei der Wahl zum Bezirksvorsteher im Bezirk I nur per Los an Bürgerlisten-Kandidat Rainer Gintrowski . SPD-Fraktionschef Walter Mende zeigt sich in einer ersten Reaktion „entsetzt“, die Grünen fordern Konsequenzen und CDU-Fraktionschef Klaus Hupperth beeilt sich, gegenüber Radio Leverkusen zu betonen, die Leverkusener CDU-Ratsfraktion arbeite nicht mit Pro NRW zusammen. CDU-Vorsitzende Ursula Monheim wolle laut Radio Leverkusen vorerst keine Stellung nehmen.
Möglicherweise erklärt Kentrups Bekenntnis auch die vierte Stimme, die die Pro NRW-Fraktion (mit drei Sitzen) bei der konstituierenden Ratssitzung am Montag für eine von ihr vorgelegte Liste für die Bürgermeisterwahl erhalten hatte? Die CDU hatte bereits vor der Wahl wiederholt kategorisch ausgeschlossen, mit Pro NRW ebenso wie mit der Linken Verhandlungen zu führen.

Damit dürfte auch das Statement von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn (CDU) hinfällig sein, das er der Rheinischen Post am Tag nach seiner Schweinegrippenimpfung gegeben hat: „Ich fühle mich gut!“

Geduldete überparteiliche Bündnisse der CDU sind bei leverkusen.com für jedermann nachzulesen: Dort gratuliert Timur Lutfullin von der FDP Rüdiger Scholz zu seiner Nominierung als Leverkusener CDU-Kandidat für die bevorstehende Landtagswahl (heute auch im Anzeiger). Lutfullin, selbst FDP-Kandidat für die Landtagswahl, betont in seiner Mitteilung, er und Scholz hätten „die Aufgabe, in Leverkusen für das Fortbestehen der außerordentlich erfolgreichen Landesregierung unter der Führung von Jürgen Rüttgers und Andreas Pinkwart zu werben“.
Noch etwas überschwänglicher gratuliert CDU-Ratsherr Andreas Eckloff dem Parteikollegen aus Rheindorf in seinem Bekenntnis: Scholz mache „uns Rheindorfer Christdemokraten stolz“.

Pünktlich zur Eskalation steigt der Leverkusener Anzeiger wieder in die Berichterstattung zur Stadthalle Opladen ein: Gerichtsvollzieher, Polizei und sogar ein Rettungswagen seien am Mittwoch unter den Protagonisten vor dem Haus Fürstenberg gewesen. Der Gerichtsvollzieher habe Pächter Sven Reumkens Hausrecht und Pächter Michael Lamm Hausverbot erteilt, weil es zu Rangeleien gekommen sei, habe die Polizei eingreifen müssen. Wer die komplizierten Pachtverhältnisse um die im Besitz von Uwe Fuhrmann befindliche Immobilie verstehen möchte, sollte der Berichterstattung von Anzeiger oder RP folgen.

Über das Urteil im Prozess am Düsseldorfer Landgericht im Fall des getöteten Immobilienmaklers aus Leverkusen berichtet die RP, der Anzeiger meldet es kurz auf der Panoramaseite: Der 23-jährige Mann aus Solingen, der den 69-Jährigen mit zwei Scheren erstochen hatte, muss für zwölf Jahre wegen Totschlags in Haft. Seine 23-jährige Freundin hatte ihn zu dem Raubüberfall auf ihren Ex-Chef angestiftet. Die Frau muss als „Initiatorin“ für vier Jahre in Haft, darf die Strafe aber später antreten.

Die Arbeitsmarktzahlen für Leverkusen liegen im Oktober im Bundestrend, sind also überraschend gefallen, melden Anzeiger und RP: 7025 beschäftigungslose Frauen Männer seien bei der Arbeitsagentur in Bergisch Gladbach für Leverkusen gemeldet, das entspreche einer Arbeitslosenquote von 8,6 Prozent. 261 weniger als im September (8,9 Prozent) und 296 weniger als im Oktober des Vorjahres.

Außerdem: Der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Wenning soll am Montag den NRW-Innovationspreis für sein Lebenswerk erhalten, meldet die RP. Bei der Eröffnung des „Kaufpark“ in Bürrig waren Anzeiger und RP vor Ort. In Münsters Gässchen in Schlebusch legte Klaus Müller den Grundstein zum „Karree im Dorf“, bezeugen Anzeiger und RP. Wie die Schiffe im Hitdorfer Rheinhafen winterfest gemacht werden, hat die Lokalzeit Köln im WDR-Fernsehen gestern Abend gezeigt. Und bei der Premiere des Films „This is it“ traf die RP am Mittwoch enthusiastische Michael-Jackson-Fans im Kinopolis.

Kultur: Denkwürdig dürfte der Mittwochabend im „topos“ sein, dem der Anzeiger beiwohnte: Anlässlich der Vorstellung der Memoiren von Rockpalast-Legende und Wahl-Leverkusener Peter Rüchel („Rockpalast – Erinnerungen“) trat auch ein ganz besonderer Gast auf die Bühne: BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken spielte zum ersten Mal in dem Leverkusener Jazzclub. Ein Abend, schreibt Frank Weiffen, „an dem das kleine ‚topos’ für dreieinhalb Stunden zum Mittelpunkt der Rock’n’Roll-Welt wurde“.
Beim Auftakt der Kleinkunst-Saison von KulturStadtLev und EVL im K1 in Wiesdorf sah der Anzeiger eine „belebende“ „Bert-Engel-Show“.
Die 5. Leverkusener Kunstnacht, zu der heute von 18 bis 24 Uhr insgesamt 38 unterschiedlichste Ausstellungs- und Veranstaltungsorte in ganz Leverkusen einladen, kündigen Anzeiger und RP im Detail an.

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Trendwenden & „normale Fluktuation“

Zustimmung ist der Bayer AG heute in den Zeitungen sicher für die Quartalszahlen, die der Vorstandsvorsitzende Werner Wenning gestern unter dem Motto „Trendwende geschafft“ bekannt gab. Leverkusener Anzeiger und Rheinische Postberichten jeweils regional (hier und hier) und überregional (hier und hier) – und allseits werden die guten Ergebnisse in der Pharmasparte und in der Kunststoffsparte Bayer MaterialScience gelobt, während die Pflanzenschutzsparte CropScience offenbar eher schwächelte. Den interessanten lokalen Aspekt, die Gespräche zu einer neuen Standortvereinbarung, nimmt die RP etwas genauer unter die Lupe: Die aktuelle „Standort- und Beschäftigungssicherung“ läuft zum 31. Dezember aus, danach könnte Bayer wieder „betriebsbedingt“ Mitarbeiter kündigen. Aber Wenning und Bayer-Gesamtbetriebsratschef Thomas de Win bestätigen gegenüber der RP „Sondierungsgespräche“ für eine neue Vereinbarung. Wenning: „Das, was wir an Jobanpassungen zu realisieren haben, werden wir über die normale Fluktuation hinbekommen.“

Eine Trendwende auch bei DyStar meldet soeben RP Online: Currenta liefere wieder Energie, die Produktion laufe derzeit an. Update: Auch der Anzeiger meldet das nun.

In der Leverkusener Lokalpolitik gibt es möglicherweise auch eine Art Trendwende: Erhard Schoofs, Big Boss der Bürgerliste, bastelt nach den gescheiterten Verhandlungen mit dem bürgerlichen Lager CDU und FDP nun offenbar an einem linken Bündnis. Gemeinsam mit SPD, OP, Grünen und der Linken, die es exakt auf die notwendigen 35 Stimmen für eine absolute Mehrheit im Rat brächten, wolle man sich Sachfragen widmen, heißt bei Anzeiger und RP. Von einer verbindlicheren „Koalition“ ist freilich gar keine Rede, außerdem hegen Schoofs und Parteikollege und Ex-Bürgermeister Karl Schweiger bereits den Verdacht, dass mittelfristig doch wieder eine große Koalition zwischen CDU und SPD die Stadt regiere: Sie glauben, die beiden Parteien wollten nur die Landtagswahl im Mai abwarten.
Der Artikel im Anzeiger beleuchtet das bislang nur von der RP geschilderte Scheitern der Verhandlungen zuwischen Bürgerliste mit CDU und FDP übrigens neu: Schoofs zufolge seien die Gespräche gut verlaufen, solange die CDU-Vorsitzende Ursula Monheim diese geführt habe. Erst als die in Urlaub ging und man Klaus Hupperth gegenübersaß, seien die Gespräche ins Stocken geraten: „Erkennbar kein Interesse an einer Zusammenarbeit“ habe Hupperth gehabt. Dabei ist der doch Katholik.

Die neuen Vorsitzenden für elf Fachausschüsse für den Stadtrat gibt der Anzeiger bekannt: Finanzausschuss – Thomas Eimermacher (CDU); Bau- und Planungsausschuss – Peter Ippolito (SPD); Bürger und Umwelt – Karl Schweiger (Bürgerliste); Betriebsausschuss KulturStadtLev – Roswitha Arnold (Grüne); Betriebsausschuss Sportpark – Christopher Krahforst (CDU); Rechnungsprüfungsausschuss – Monika Ballin-Meyer-Ahrens (FDP); Wahlprüfungsausschuss – Hermann-Josef Kentrup (CDU); Personal- und Organisationsausschuss – Christine Richerzhagen (CDU); Schulausschuss – Hans Klose (SPD); Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Senioren – Ingrid Geisel (SPD); Ausschuss für Anregungen und Beschwerden – Dieter März (SPD).

Die Kassen füllen sollen der klammen Stadt ungehorsame Autofahrer. So zumindest hofft das laut RP Stadtkämmerer Rainer Häusler, der die Strafzettel-Vorgaben für 2010 an die motorisierten Verkehrsteilnehmer schon formuliert: 950.000 Euro sollen Falschparker mittels Knöllchen zum Haushalt 2010 beitragen, weitere 750.000 Euro sollen stationäre Tempomessungen einbringen, immerhin noch mit 450.000 Euro kalkuliert Häusler aus Verwarnungen im „fließenden Verkehr“.

Leverkusen beteiligt sich an einer Verfassungsklage des Städtetags NRW, meldet der Anzeiger: Die Stadt will vom Land mehr Geld für die Umsetzung des vom Land beschlossenen Kinderförderungsgesetzes. Der Anzeiger übersetzt das Ansinnen der Stadt so: „Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen.“

Vom Kampf des Rheindorfer Frührentners Thomas Heusner gegen die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechlichen Rundfunkanstalten, kurz GEZ, berichtet die RP. Trotz einer nur äußerst knappen EU-Rente wolle ihn die GEZ nicht von den Rundfunkgebühren befreien. Nun klagt er vor dem Verwaltungsgericht in Köln. Große Hoffnung auf Erfolg hat er nicht, aber er handelt aus Überzeugung: „Ich sehe nicht ein, dass die Schwachen Thomas Gottschalk und hochbezahlte Fußballprofis bezahlen.“

Apropos Fußballprofis: Entwarnung gibt die RP in Sachen Bayer-04-Trikot: Das Shirt für Fans der Werkskicker sei laut Bayer-04-Kommunikationschef Meinolf Sprink „gesundheitlich unbedenklich“. Bayer 04 hatte das Trikot bei der Analyseabteilung von Currenta untersuchen lassen, nachdem die Stiftung Warentest jüngst vor Giftstoffen in den Trikots namhafter Bundesligamannschaften warnte.

Bei der „User-Conference“ bei der Firma Lux Elements an der Schusterinsel in Opladen, zu der rund 100 Geschäftspartner aus aller Welt kamen, schaute der Anzeiger vorbei. Die Firma produziert Schaumplatten, mit denen Bäder und Badelandschaften gestaltet werden. „Uns ist es egal, wie wir unsere Platten schneiden oder wie dick die Säulen sind“, darf Geschäftsführer Rolf Longrée in dem Artikel erläutern.

Karten für die Frauenfußball-WM 2011 sind ab morgen erhältlich, melden Anzeiger und RP unisono. Von Neugliederungen der Seelsorgebereiche in Leverkusen im Rahmen der Strukturreform im Erzbistum Köln berichtet die RP. Bei einer Rettungsübung der Polizei mit Hubschrauber am Rhein bei Hitdorf schaute der Anzeiger zu. Neue Lernprogramme für den Klimaschutz hat der Anzeiger auf dem NaturGut Ophoven kennen gelernt. Die Altstadtstraße in Opladen ist ab dem Wochenende wieder Einbahnstraße, meldet der Anzeiger. Die Leverkusener Ärzte, die ab Mitte November gegen die Schweinegrippe impfen, von O bis Z hat die RP heute, wie versprochen, im Blatt. Die A3 wird im November zwischen Leverkusen und Köln wegen Brückenbauarbeiten gleich zweimal voll gesperrt, entdecken wir bei leverkusen.com: An den Wochenenden 6. bis 9. und 20. bis 23. November. Schon wieder Neues von der Stadthalle Opladen, wo es offenbar Streit gibt um 100.000 Euro Pacht, weiß die RP.

Kultur: Die RP stellt vor der Kunstnacht (aber nicht in ihrem Kunstnacht-Serienformat) den Leichlinger Künstler Winfried Gille vor, der Engel in der Wiesdorfer Herz-Jesu-Kirche ausstellt.

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Hartelijk welkom beim Bayer

Zu einer in die Zukunft gerichteten Aussage* hat Bayer sich hinreißen lassen: Der Niederländer Marijn E. Dekkers wird Nachfolger von Werner Wenning als Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, zum 1. Oktober 2010. Die Wirtschaftsjournalisten in deutschen Redaktionen landauf, landab hatten gestern also ihre Herausforderung: Wer ist dieser Dekkers? Das Magazin Forbes kennt ihn schon und im Internet findet man ihn als Erfinder eigenartiger chemischer Methoden, übrigens gemeinsam mit seiner Frau. Dekkers hat Erfahrung als ausländischer Chef eines Unternehmens: Im Spiegel wird er im Dezember 2007 in seiner Funktion als Chef von Thermo Fisher Scientific, einem Unternehmen mit Sitz in Massachusetts, USA, so zitiert: „Man ist einfach nicht so schüchtern, wenn man es gewohnt ist, Geschäfte mit Leuten zu machen, die anders sind. Obwohl ich nur aus Europa komme, bin ich offener, wenn es darum geht, Geschäfte in Asien zu machen.“ Vielleicht war diese Aussage auch ein Grund für den Aufsichtsrat der Bayer AG, sich für Dekkers zu entscheiden. „Vom Eigen- zum Fremdgewächs“ überschreibt die FAZ die Nachricht aus Leverkusen und registriert einen „Kulturwandel“ bei dem Konzern. Ein „international erfahrenener Manager“ sei Dekkers, der „langjährige Erfahrungen im Portfoliomanagement und beste Drähte zu den Kapitalmärkten“ habe.
Alles schön und gut, die wirklich entscheidende Frage aber ist natürlich diese: Wie steht Dekkers zum Fußballsport? (Wie auch hier im Fan-Forum werkself.de heftig diskutiert wird.) Bei seinen Vorgängern Manfred Schneider und Werner Wenning gehörte die Begeisterung für den Fußball zweifellos zum Programm. Jetzt aber müssen Bayer 04-Fans ganz stark sein, denn u.a. die Financial Times kennt Dekkers‘ Lieblingssport: Es ist – Tennis!
Weitere Artikel zu dem Thema: Die Lokalseiten widmen sich besonders denen, die gehen: Die Rheinische Post Werner Wenning, der Leverkusener Anzeiger rückt die scheidenden Arthur Higgins und Klaus Kühn in den Fokus.

Die Comenius-Förderschule an der Heinrich-Lübke-Straße in Steinbüchel wünscht sich eine Videoüberwachung, Schuldezernent Marc Adomat ist aber zurückhaltend, wie die RP berichtet: „Eine Videoüberwachung ist für mich das letzte Mittel, das sollte sensibel gehandhabt werden.“ Vielleicht erinnert er sich an diese Geschichte aus dem Anzeiger.

Der Anzeiger berichtet von elf Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II, das Schulen in Leverkusen erwarten dürfen.

In Sachen Lokalpolitik rückt eine Entscheidung näher, berichtet die RP: Bis Montag könnte eine Entscheidung zu den Koalitionen im künftigen Stadtrat fallen, denn an dem Tag ist die Mitgliederversammlung der Grünen.

Der Anzeiger berichtet über eine Plane, die vor den Häusern am Hitdorfer Rheinufer angebracht werden soll.

Mit dem neuen Sportpark-Chef Georg Boßhammer gesprochen hat Ludmilla Hauser für die RP. Leere Stadtkassen entmutigen Boßhammer nicht: „Für mich gilt vorrangig, dass die Leverkusener Sportinfrastruktur der Grundversorgung auch durch kommunale Mittel gedeckt sein muss.“

Kultur: Von einem Gospel-Wochenende mit Adrienne Morgan-Hammond in Schlebusch berichtet die RP.

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61 Millionen für Leverkusen?

Die interessanteste Nachricht finden wir heute auf leverkusen.com: Dort teilt die Leverkusener Landtagsabgeordnete Ursula Monheim (CDU) aus Düsseldorf höchstpersönlich mit, dass Leverkusen aus dem Haushaltsentwurf des Landes mit Zuweisungen vom Land in Höhe von knapp 61 Millionen Euro rechnen dürfe. Monheim: „Im kommenden Jahr sollen die nordrhein-westfälischen Kommunen rund 7,7 Milliarden Euro vom Land NRW erhalten. Unsere Stadt Leverkusen ist mit 60.933.170 Euro mit dabei.“ Das Schöne daran: Das meiste dieses Geldes soll für die Kommunen frei verfügbar sein: „Rund 86% der Zuweisungsmittel sind frei verfügbar. Das stärkt die kommunale Selbstverwaltung.“ Das weniger Schöne daran (zumindest in Bezug auf diese Meldung): Es sitzen außer der CDU auch noch andere Parteien im Landtag. Und über den endgültigen Haushalt entscheiden nunmal alle.

Das demokratische Prinzip auch jungen Menschen zugänglich macht die Jugendinitiative „Youth Meets Democracy“, über deren Aktionen zur bevorstehenden Bundestagswahl der Anzeiger hier berichtet.

Den Wupper-Flößern von Sonntag droht Ärger: Weil sie die Auflage, nach der die Wupper in Opladen (hier der Pegel Opladen im Internet) einen Pegel von mindestens 60 Zentimetern aufweisen muss, offenkundig missachtet haben, prüfen die zuständigen Behörden nun die nötigen Konsequenzen. Gegebenenfalls haften die einzelnen Teilnehmer, die sich angemeldet haben. Die Rheinische Post sprach mit Hermann Neumaier, Mitglied des Beirats der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Rhein-Berg (zuständig für das südliche Wupperufer in Leichlingen). Der Leverkusener Anzeiger versteckt hier sein Interview mit Claudia Oeljeklaus von der Unteren Landschaftsbehörde in Solingen (also nördliches Wupperufer und Startpunkt der Flößer in Wupperhof). Darin betont Oeljeklaus die Eigenverantwortlichkeit der Teilnehmer – und im Zweifel will sie auch keinesfalls die Veranstaltung im letzten Augenblick stoppen müssen: „Da bräuchten wir ja ein Sondereinsatzkommando, das die Wupper absperrt.“
Den Sündenfall der Flößer bei ihrer Ankunft in Opladen auf Video eingefangen hat leverkusen.com:

Über den Baufortschritt des Kulturausbesserungswerks mitten im Abrisschaos auf dem alten Bahngelände berichtet der Anzeiger (nur leider nicht online). Es fehlen dort nur noch zwei Abnahmen, die offizielle Eröffnung mit ministeriellen Würden ist für den 14. Dezember geplant.

Einen zwar nicht brandaktuellen, dafür aber sehr interessanten Lokalaufmacher bietet die RP ihren Lesern heute: In „Die Podcast-Politiker“ vergleicht Peter Korn die multimediale Präsenz der Leverkusener Bundestagswahl-Kontrahenten Thomas Portz (www.thomas-portz.de) und Karl Lauterbach (www.karllauterbach.de). Und stellt aufrichtig verblüfft fest: „Das Internet wird zur Kommunikations-Plattform.“ Donnerwetter!

Vom „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag berichten Anzeiger (aus der Villa Römer in Opladen hier und aus Witzhelden und Burscheid hier) und RP (nur aus Witzhelden).

Die RP stellt heute auch das Verkehrskonzept für Spieltage in der BayArena vor. Außerdem meldet sie, dass die Schonzeit für die Kanada-Gänse am 31. Oktober abläuft – und Jäger dann aller Voraussicht nach der Überpopulation ein Ende bereiten. Und von neuen, noch größeren Plänen für einen Seilgarten auf dem Opladener Birkenberg berichtet auch die RP, und zwar hier.

Von den Jubiläumsfeiern zum 50-jährigen Bestehen des Flugplatzes Kurtekotten berichten, sehr ausführlich, RP und, sehr knapp & nicht online, Anzeiger.

Neues vom Verkehrskonzept für Hitdorf berichtet Radio Leverkusen aus dem Bau- und Planungsausschuss.

Der Anzeiger berichtet seinen Leverkusener Lesern im Lokal-Aufmacher heute vom Lehrkräftemangel an der Hauptschule in Leichlingen.

Kultur: Vom Halt des „Schiller-Express“ mit Kölner Schauspielschülern im Altenwohnheim Upladin, auf Einladung des Katholischen Bildungswerkes, berichtet Monika Klein für die RP, leider nur im Print.

UPDATE: Schnell nachgeschoben noch dies: Anzeiger, RP, Radio Leverkusen (mit Foto!), SZ, leverkusen.com und viele andere nationale wie internationale Medien vermelden soeben die Personalplanung der Bayer AG: Der Niederländer Marijn E. Dekkers folgt zum 1. Oktober 2010 als Bayer-Vorstandsvorsitzender auf Werner Wenning. In diesem Sinne allseits noch einen goede dag!

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