Schlagwort-Archive: Wirtschaftsförderung Leverkusen

Unternehmerpreis an Denso Chemie

Unternehmerpreis Leverkusen Denso Chemie Geschäftsführer Thomas Kaiser und Max Wedekind

Mit dem Unternehmerpreis 2012 der Wirtschaftsförderung Leverkusen ausgezeichnet: Thomas Kaiser (li.) und Max Wedekind, Geschäftsführer der Rheindorfer Denso Chemie.

Mit dem Leverkusener Unternehmerpreis 2012 ausgezeichnet wurden am Abend die Geschäftsführer Thomas Kaiser und Max Wedekind der Firma Denso Chemie in Rheindorf. Beim Wirtschaftsempfang der Wirtschaftsförderung Leverkusen im Bayer-Kasino hielt Vorjahrespreisträger Dr. Winfried Leßmann die Laudatio auf die beiden. Die Konstanz, mit der sich das 1922 gegründete Unternehmen präsentiere zeige, dass dort eine Familie dahinterstehe, „die ihre unternehmerische Verantwortung ernst nimmt“, erklärte Leßmann.

Die Geehrten bedankten sich, gaben sich aber bescheiden: „Wir sind es gewohnt, dass unsere Produkte im Verborgenen bleiben“, erklärte Thomas Kaiser in seiner Dankesrede. Die Firma Denso Chemie, die nach dem 2. Weltkrieg ihren Sitz in Rheindorf nahm, entwickelt chemische Produkte für den Korrosionsschutz von Pipelines und Gleiswegen sowie Material zur Abdichtung und Sanierung von Asphalt.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Bericht

Überdeutlich in den Nachwehen

Was denn? Heute schon wieder eine Presseschau?
Ja. Beschämt und gerührt zugleich von den Kommentaren zum gestrigen Beitrag. Aber: Ohne Anerkennung einer Rechtspflicht!

Na gut. Also: Dienstag, 11. Mai – was geht ab in Leverkusen?
Natürlich wird heute das Ergebnis der Landtagswahl weiter analysiert: Leverkusener Anzeiger und Rheinische Post haben Stimmen gesammelt. Aber auch kommunalpolitisch ging es gestern bereits weiter: Der Rat tagte, wenn auch die Ratsmitglieder „überdeutlich noch in den Nachwehen der Landtagswahl“ steckten, wie die RP bemerkt.

Was wurde dort entschieden?
Die Wirtschaftsförderung Leverkusen bekommt einen neuen Geschäftsführer: Der Rat bestimmte Frank Obermaier, einst Referent des Kölner Oberbürgermeisters Fritz Schramma, in geheimer Abstimmung mit 35 zu 25 Stimmen zum Nachfolger von Wolfgang Mues. Der wiederum musste sich übrigens als Noch-WfL-Geschäftsführer Vorwürfen seitens der Aktionsgemeinschaft Opladen erwehren: Mues sei nicht an einer Klärung des Konflikts zwischen den Einkaufszentren Wiesdorf und Opladen wegen zeitgleicher Belegung verkaufsoffener Sonntage interessiert, hatte AGO-Chef Siegfried Kuhl geklagt. Das habe Mues nun zurückge- und darauf ver-wiesen, dass das eigentliche Problem doch offenbar zwischen AGO und Wiesdorfer Werbegemeinschaft City liege, wo Funkstille herrsche.

Wurde im Rat auch etwas für die Jugend getan?
Oh ja, für die ganz Jungen: Mit den Stimmen des „Jamaika Plus“-Bündnisses wurde die Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL), ein Tochterunternehmen der Stadt, damit beauftragt, die baulichen Maßnahmen für Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren vorzunehmen. Mit diesem Kniff solle der Etat der Stadt geschont werden. Und es gibt, wenn auch vorläufig nur aus dem Bau- und Planungsausschuss, jetzt doch Grünes Licht für das neue Jugendhaus in Rheindorf-Butterheide.

Gestern hat doch auch Schnix „Danke!“ gesagt.
Ja. Es war ein tolles Abschiedsspiel für Bernd Schneider mit einer einmaligen Atmosphäre in der BayArena. Viele alte Bekannte schauten vorbei, von Michael Ballack über Dimitar Berbatov bis Stefan Beinlich. Apropos Fußball, das sei hier noch erwähnt: Seit Sonntag sind auch die Bayer 04-Fußballfrauen erstklassig.

Was gibt’s für die Kulturfreunde?
Bei Désirée Nicks Gastspiel als Florence Foster Jenkins im Erholungshaus schmerzten beiden Berichterstattern von Anzeiger und RP zwar die Ohren – durchaus aber zu deren Begeisterung. Die Vorstellung im Forum zum 30-jährigen Bestehen des Tanztheaters im Schlebuscher Sportverein besprechen die Kritiker angetan. Beim Fest anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Deutsch-Italienischen Clubs Leverkusen war nicht nur die RP, sondern mit Gina Canelle auch eine Italienerin, die offenbar so eine Art „Miss Italia“-Titel mit sich führt. Und im Berliner Tagesspiegel finden wir heute einen Artikel über das Leverkusener Trio „Ars Vitalis“, deren erster Film „Die Enkel des Pierre de Naufrage“ am Mittwoch in Berlin aufgeführt wurde.

Pierre de Naufrage – Peter von Schiffbruch!?
Der Film sei „nach einem belgischen Schleusenwärter benannt“, schreibt der Berichterstatter, der das sogar zu glauben scheint. Ansonsten lässt der sich aber nicht von den Leverkusener Musik-Theater-Surrealisten auf’s Glatteis führen: „Will man beschreiben, was die drei auf der Bühne tun, wird es schwieriger“, konstatiert er.

Es muss ja nicht immer alles einfach sein.
Genau. Und hier ist jetzt für heute einfach Schluss.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

WfL: Mues muss gehen – Im Wupsi-Bus für’s Leben lernen

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Mittwoch, 10. März 2010:
Wolfgang Mues soll nicht länger Leverkusens erster Wirtschaftsförderer sein, weiß die RP. +++ Preisfrage: Was kosten Kindertagesstätten? +++ Wupsi-Chef Marc Kretkowski fährt im Schulbus mit. +++ Uraufführung in Leverkusen: Schauspieler Tilo Prückner im Interview mit dem Anzeiger.
Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Wiesdorf „für die Zukunft rüsten“

Seit dem 1. November haben die „Luminaden“ in Wiesdorf eine eigene Centermanagerin: Katrin Ecker soll dem „kleinen Einkaufszentrum“ Leben einhauchen, bevor das „große Einkaufszentrum“, die ECE-„Rathaus Galerie“, seine Tore öffnet.

Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Bericht

„Veränderte Situation“ in Opladen

Karneval sei Dank: Eine „Übergangslösung“ für die Stadthalle Opladen liegt laut Rheinischer Post in der Luft. Bevor die fünfte Jahreszeit in wenigen Tagen beginnt, ist den streitenden Beteiligten möglicherweise klar geworden, dass niemandem gedient ist, wenn die Jecken lieber woanders feiern. Stadthallen-Eigner Uwe Fuhrmann und Betreiber Sven Reumkens streben demnach eine „gemeinschaftliche Lösung“ an, mit der der Betrieb aufrecht erhalten werden soll, bis ein Gericht den Streit klärt. Damit sei laut RP „frühestens in einem halben Jahr“ zu rechnen.

Nichts genaues weiß man nicht, aber die RP sieht heute möglicherweise „Riesenprobleme“ auf das Projekt „Bahnstadt Opladen“ zukommen. Diese schlussfolgert die Redaktion aus zwei unterschiedlichen Mitteilungen der Stadt binnen drei Stunden. In der ersten werde mitgeteilt, dass Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar einen Zuschussbescheid über 3,5 Millionen Euro für die Bahnstadt an Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn übergeben wolle. In der zweiten Mitteilung, die gegen 18 Uhr verschickt worden sei, sei von einer „veränderten Situation“ für das Bahnstadt-Projekt die Rede, über die Buchhorn und Kämmerer Rainer Häusler die Presse heute informieren wollten.
Dass Häusler involviert sei, deute darauf hin, dass Geld fehlt, mutmaßt die RP und spekuliert über diese Szenarios: Möglicherweise seien Brücken nicht bezahlbar, der Bau der Fachhochschule in der alten Bahnhalle oder die Verlegung der Gütergleise zu teuer. Mal schauen, wer uns heute online als erster über die „veränderte Situation“ informiert.
Update: Beinahe gleichzeitig waren RP und Anzeiger online mit dieser Meldung: Regierungspräsident Lindlar verbietet aus Kostengründen die Verlegung der Gleise. Die RP liefert auch das entsprechende Schreiben Lindlars an Buchhorn mit.

Die Schweinegrippe ist heute in allen Leverkusener Medien wieder Thema: Radio Leverkusen weiß von der Einlieferung von fünf Kindern (eine Altersangabe finden wir nicht) mit Schweinegrippe in das Klinikum Leverkusen. Dazu passt die Meldung, dass der Impfstoff ab sofort auch für Kinder unter drei Jahren freigegeben sei. Mit Verweis auf eine möglicherweise hohe Dunkelziffer verteidigt Amtsarzt Hans-Eckard Linstaedt in der RP seine Annahme, dass es in Leverkusen 3000 Fälle von Schweinegrippe gebe – obwohl für ganz NRW „nur“ 7500 Fälle angegeben werden: „Es kommt darauf an, wie man hochrechnet.“ Aha. Der Leverkusener Anzeiger befragt derweil Leverkusener Ärzte, ob sie die Impfung für sinnvoll halten oder eher nicht.

Eine erwartbare Niederlage vor dem Verwaltungsgericht Köln hat der Rheindorfer Thomas Heusner kassiert, weiß die RP: Heusner klagt als Frührentner mit kleiner Rente dagegen, dass er, anders als beispielsweise Hartz-IV-Empfänger, nicht von den Rundfunkgebühren der Gebühreneinzugszentrale GEZ befreit wird. Heusner hält den Gebührenstaatsvertrag für „verfassungswidrig“ und will in die nächste Instanz gehen.

Zur von der Bundesregierung geplanten Verkürzung des Wehrdienstes, der zugleich auch den Zivildienst betreffen würde, hat sich der Anzeiger bei sozialen Trägern in der Stadt umgehört. Tenor: „Wir brauchen die Jungs!“

„Unseriös und inakzeptabel“ sei das Verhalten von General Motors mit Opel, zitiert Radio Leverkusen die Leverkusener Landtagsabgeordnete Ursula Monheim (CDU). Mit dem Überbrückungskredit über 1,5 Milliarden Euro, die die Bundesregierung an General Motors gezahlt hatte und der nun zurückerwartet werde, entfalle auch die Bürgschaftslast für das Land NRW über 150 Millionen Euro. Dieses Geld könne nun vielleicht zur Rettung anderer Unternehmen verwendet werden, regt Monheim laut RL an.

An die Demonstration der Mitarbeiter von DyStar heute Nachmittag ab 16.30 in Wiesdorf erinnert Radio Leverkusen noch einmal. Der Demonstrationszug soll über B8, Dönhoffstraße und Elberfelder Straße führen, auch Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn werde dort sprechen.

Rückblick, unter anderem mit dem Besuch der Expo-Real-Messe in München, und Ausblick bietet die Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL) in ihrem November-Newsletter. Die WfL werde sich auch auf dem Wirtschaftstag NRW am 10. November in Düsseldorf präsentieren, meldet heute kurz die RP, für Leverkusener Unternehmer halte die WfL Freikarten bereit.

Neues vom Verkehr in Opladen in der RP: Vier altersschwache Ebereschen an der Rat-Deycks-Straße seien während der Bauarbeiten dort entfernt worden, weiterhin gelte für den Bereich um den Berliner Platz: Besser weiträumig umfahren. Weitere Baumfällungen stehen bevor, unter anderem im Schlosspark von Morsbroich, meldet die RP: Am Freitag solle dort eine 200 Jahre alte Buche entfernt werden, sie sei „zu gefährlich“, wird der städtische Baumexperte Bernd Rechlin zitiert. Über Streuobstwiesen, die Obstbaumpaten benötigen, streift der Anzeiger. Sparkasse Leverkusen und NaturGut Ophoven rufen an Leverkusener Schulen einen Klima-Wettbewerb aus, für den die Schüler Elfchen – Gedichte aus elf Wörtern – verfassen sollen, in deren erster Zeile jeweils das Wörtchen „Klima“ stehen soll, melden Anzeiger und RP. Der Anzeiger stellt Karnevalsprinz Bernhard Bunse wenige Tage vor dem Sessionsauftakt vor. In Opladen weihnachtet es bald sehr, weiß die RP. In Bürrig können sich die Bürger an der neuen Orgel für St. Stephanus beteiligen, weiß der Anzeiger. In Leverkusen herrsche ein Hallenmangel für Sportvereine, die CDU fordert die Verwaltung daher zum Handeln auf, meldet Radio Leverkusen. Und in der Kritischen Ausgabe beantwortet Elmar Funken, Leiter des Katholischen Bildungswerkes in Leverkusen, den Fragebogen für „Germanisten, die es geschafft haben“.

Kultur: Über das verschiedenste Tanzstile vermischende Tanzstück „Love Hurts … Petrushka“ der Dance Works Chicago auf Einladung der KulturStadtLev im Forum zeigen sich die Kritiker von Anzeiger und RP gleichermaßen begeistert.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Liquiditätsdruck & andere Adressaten

Morgen wieder viel früher, versprochen!
Ausgerechnet für die Farbpigmentspezialisten kommt der Wirtschaftsmotor „Schwarz-Gelb“ offenbar knapp zu spät: DyStar ist insolvent. Der Textilfarbenhersteller, früher eine Bayer-Sparte (und letzter Nachfolger für das Gewerbe, das die örtliche Wirtschaftsgeschichte einst mit Carl Leverkus‘ Ultramarinfabrik überhaupt begründete), hat am Montag in Frankfurt den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens für ihre deutschen Gesellschaften und die Holding gestellt. Der Leverkusener Anzeiger weiß, dass alle 383 in Leverkusen verbliebenen Arbeitsplätze in Gefahr sind. Und die Rheinische Post zitiert (leider nicht online) die blumige Formulierung im Insolvenzantrag, die erklärt, dass kein Geld mehr da ist: Die Anwälte lassen ausrichten, „dass die Möglichkeiten erschöpft waren, den Liquiditätsdruck zu adressieren“.

Wo Schatten ist, da ist auch Licht – bei Bayer bald sogar ziemlich großflächig. An der Medienfassade am Bayer-Hochhaus hat ein neuerlicher Testlauf gezeigt, was das Teil so kann. Anzeiger und RP waren am Montagabend mit dabei, die RP will sogar Gerüchte vernommen haben, nach denen Bundeskanzlerin Angela Merkel zur feierlichen Eröffnung (die „in Bälde“ erfolgen solle) der Medienfassade erwartet werde. Bilder und Text sind schon schön, aber selber gucken ist eindeutig am besten – bitteschön, so adressiert Bayer seine Werbung bald:

Das dürfte auch den neuen Bayer-Vorstandsvorsitzenden Marijn Dekkers beeindrucken. Brigitte Koch liest heute in der FAZ aus dessen bisheriger „Score-Karte“ vor: „Dekkers steht für Begriffe wie Akquirieren, Konzentrieren, Restrukturieren und Internationalisieren.“ Und sie zitiert „Beobachter“, denen zufolge die Kunststoffsparte Bayer Material Science zukünftig stärker in den Blickpunkt rücken, will heißen: verkauft werden könnte. Der Artikel ist im Netz kostenpflichtig, aber Koch könnte für ihren Beitrag diesen Artikel gelesen haben: Bereits vergangene Woche stellte Jürgen Salz Dekkers mögliche Pläne bei Bayer in der Wirtschaftswoche vor. Bayer müsse „nicht unbedingt durcheinandergewirbelt“ werden, wird Dekkers dort zitiert. Nicht unbedingt, vielleicht aber auch doch.

Für den Kulturteil des Anzeigers hat Georg Imdahl recht ausführlich mit dem Leiter des „Museums des Jahres“ gesprochen. Und siehe da: Markus Heinzelmann holt längst vergessen geglaubte Pläne für einen Anbau des Museums Morsbroich sowie Pläne für ein „Kompetenzzentrum für Fluxuskunst“ hervor. Das Land und eine Stiftung sollen dabei helfen, zahlungswillige Mäzene seien in Reichweite. Namen nennt Heinzelmann freilich nicht. Wir erfreuen uns an der Vorstellung, wie Erhard Schoofs (siehe hier) und seine Bürgerlisten-Kollegen augenblicklich in Ohnmacht fallen ob solcher Formulierung Heinzelmanns: „Ich sehe durchaus Möglichkeiten, weil in Nordrhein-Westfalen noch immer sehr viel altes, aber auch neues Geld vorhanden ist, das teilweise unberührt von der Finanzkrise geblieben ist.“

Am Landrat-Lucas-Gymnasium herrschte gestern offenbar eine leicht angespannte Atmosphäre, nachdem ein Schüler angeblich im „SchülerVZ“ adressiert haben soll, so das Gerücht, an der Schule Mitmenschen möglicherweise erheblich verletzen zu wollen. Eltern und Schüler waren entsprechend nervös, die Polizei zeigte Präsenz, die RP erhebt das Thema heute mit Bild zum Lokal-Aufmacher und der Anzeiger hievt es auf seine lokale Titelseite. Wie bitte: Sie vermissen etwas? Es fehlt ein Wort? Nicht unbedingt: Man kann darüber schreiben, ohne das Wort „Amok“ zu verwenden. Oder „Amoklauf“. Oder „Amokdrohung“. Andererseits bringen diese Schlüsselworte nachweislich dutzende Klicks. Daher also: Danke der Nachfrage!

Von der Fusion der Pronova BKK, ehemals Bayer BKK, mit den Betriebskrankenkassen von Goetze und Ford, berichten Anzeiger (hier) und RP in ihrem Wirtschaftsteil (nicht online).

Für den Wirtschaftsstandort Leverkusen wirbt die Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL) vom 5. bis 7. Oktober auf der Gewerbeimmobilienmesse „EXPO REAL“ in München am Messestand der Metropolregion Köln/Bonn, lesen wir bei leverkusen.com.

Noch mehr Wirtschaft: Die im Gewerbepark Manfort angesiedelte Biofrontera AG hat ihre Kapitalerhöhung um rund 2 Millionen auf nunmehr 7,6 Millionen Euro abgeschlossen, die Ausweitung der Gesamtstimmrechte folgte auf dem Fuß. Das verschuldete Unternehmen hat das Zahlungsziel bei seinen Gläubigern auf 2012 verschieben dürfen und will mit dem frischen Kapital die Entwicklung neuer Produkte vorantreiben.

Auf dem Arbeitsmarkt in Leverkusen habe sich die Lage im September nicht entspannt, meldet Radio Leverkusen: 7300 Leverkusener waren ohne Job und damit zwar 2,1 Prozent weniger als im August. Allerdings seien viele nur in Weiterbildungsmaßnahmen gesteckt worden.

Beim Sportpark Leverkusen kündigen sich Personalveränderungen an, meldet der Anzeiger: Marc Riemann geht zu den Kölner Bäderbetrieben, Wolfgang Roeske tritt Ende Oktober seine Amt als Bürgermeister von Odenthal an.

Apropos Politik: Die Unterbezirksführung der SPD Leverkusen forderte gestern die Rücktritte von Franz Müntefering und Frank-Walter Steinmeier, berichten Anzeiger und RP – und ist damit ja ganz offenbar auch zumindest teilweise erhört worden. Ulrich Schütz nimmt diese Vorlage in der RP zum Anlass für eine kleine Spitze gegen naheliegendere Adressaten, und fordert seinerseits im Kommentar: „Lux und Mende müssen abtreten.“ Das kann er freilich nicht völlig ernst meinen, denn was wäre die RP-Politberichterstattung ohne den offenkundig verlässlich auskunftsfreudigen Walter Mende? Und um Eva Lux‘ Karriereaussichten muss man sich offenbar auch keine Sorgen machen: Im gleichen Kommentar erklärt Schütz unter Bezugnahme auf „Parteikreise“, dass sie „unbedingt 2010 in den Landtag einziehen“ wolle; und auf Lokalseite zwei will sie überdies auch noch Leverkusener Bürgermeisterin werden: CDU und SPD seien sich „ziemlich einig“, die Besetzung der Ratsausschüsse und Aufsichtsräte einvernehmlich zu regeln. Daher gehe, na klar: der SPD-Fraktionsvorsitzende Walter Mende davon aus, dass Lux erste Bürgermeisterin werde.

Die Ursache für den Ausfall der BayArena-Card beim Heimpsiel gegen Werder Bremen sei gefunden, meldet der Anzeiger (RP nur im Print): „Schuld“ sei eine Bank, deren Rechenzentrum an dem Tag nicht erreichbar war.

Kultur: Ingeborg Schwenke-Runkel war für den Anzeiger bei der Inszenierung von „Last Touch First“ durch das „Holland Dance Festival“ – und ist begeistert: „Von den 60 Minuten im Erholungshaus war keine Minute zu viel. Cara Bos-Kroese, Vaclav Kunes, Natasa Novotna und Michael Schumacher machten das Stück zum Erkundungspfad ins eigene Ich.“
Und Monika Klein war für die RP bei einem neuen Bestandteil des Bayer-Kulturprogramms – dem Talk: In der Erholungshaus-Kulisse hielt Michael Vogt einen Plausch mit Volker Lechtenbrink. Vogt beschränkte sich „auf kurze, pointierte Fragen“ und Lechtenbrink „plauderte munter drauflos“, berichtet Klein. So soll es sein.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau

Was Erstwähler wirklich wissen wollen

Der Leverkusener Anzeiger hat es online noch nicht verraten, also mache ich das jetzt einfach mal von hier aus: Heute ist der Leverkusener Anzeiger ohne Lokalteil erschienen! Es gab dort offenbar Probleme mit der „Einlegemaschine“. Ausgeliefert wurde die Zeitung in Leverkusen ohne Lokalteil und auch ohne „Magazin“. Die Teile von heute sollen dann der morgigen Ausgabe zusätzlich beiliegen, die Leser werden um Entschuldigung gebeten. So jedenfalls hört man.

In diesem Sinne: Gepriesen sei das Internet!

Das hätte heute in der Zeitung gestanden: Rainer Schmidt hätte seine Leser durch die Gerüchteküche der Leverkusener Parteien und Politiker auf der verzweifelten Suche nach mehrheitsfähigen Koalitionen und auf der Suche nach der magischen Zahl geführt: „SPD, Grüne und Linke brächten es auf 26 Mandate, das reicht nicht. Bekäme man aber die sieben Bürgerlistler und das Trio von Pro Opladen mit ins Boot, dann stünde am Ende die wunderschöne Zahl 36.“ Das wäre eine Mehrheit – und hieße, dass der neue Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn (CDU) ohne eigene Mehrheit dastünde. Für ihn in der Lostrommel sind weiterhin die „Jamaika Plus“-Lösung mit CDU, FDP, Freien Wählern und Grünen. Oder eben eine „Große Koalition“ mit CDU und SPD. So oder so hängt es offenbar wesentlich an den Grünen, ob und mit wem sie im neuen Rat zusammenarbeiten wollen. Dementsprechend wagt der Anzeiger die gleiche Prognose, die gestern bereits die RP machte: „Eine Vorentscheidung könnte die Mitgliederversammlung der Grünen am kommenden Montag bringen.“ Wir warten gespannt.

Eine Etage tiefer blickt die Rheinische Post, nämlich in die Ausschüsse, die ebenfalls besetzt sein wollen: Peter Korn berichtet, dass die vornehmlich von der CDU geplante Zusammenlegung von Haupt- und Finanzausschuss vom Tisch sei. Allerdings solle der Finanzausschuss, in dem über die meisten Themen aus allen übrigen Ausschüssen gesondert debattiert werden muss, von 15 auf 21 Mitglieder vergrößert werden. Das würde kleineren Gruppierungen, wie etwa der Linken, ein Stimmrecht in diesem wichtigen Ausschuss ermöglichen. Die kleinen Parteien in den Ausschüssen angemessen zu repräsentieren, so wird der neue OB Buchhorn in der RP zitiert, sei „Wählerwille. Und den ignorieren wir nicht.“ Abgeschafft werden soll aber der Beschwerdeausschuss, dessen Aufgaben dem Bürger- und Umweltausschuss zufallen sollen.

Und es gibt ja auch noch den Bundestagswahlkampf, und da porträtiert die RP heute den CDU-Kandidaten Thomas Portz: Der fährt jetzt mit seinem Konterfei auf dem Auto durch die Gegend, von dem bis Ende August noch Reinhard Buchhorns gewinnendes Lächeln blitzte. Der promovierte Historiker – Thema seiner Dissertation: „Carl Duisberg und die deutsche Außenpolitik im Ersten Weltkrieg“ – und Pharma-Repräsentant (bevor er zu Daiichi Sankyo Europe wechselte, leitete er unter anderem die Bayer-Repräsentanz in Berlin) ist kein Freund von Berufspolitikern: „Die Politik braucht mehr Quereinsteiger.“ Aber müssen es gleich Pharma-Lobbyisten sein?

In die Reihe „Was Erstwähler wirklich wissen wollen“ gehört wohl diese Meldung: Das Kreuzfeuer der Fragen hat zwei andere Leverkusener Bundestagswahl-Kandidaten bei einer Podiumsdiskussion in der Gesamtschule Schlebusch offenbar zu äußerst intimen Geständnissen getrieben: Benedikt Vennemann von der FDP und Manuel Lindlar von der Linken sollen sich dort laut Berichterstatter Alexander Franz zu ihrer homosexuellen Neigung „bekannt“ haben – und dafür auch mit großem Applaus bedacht worden sein. Wir gratulieren!

Lindlar erklärte bei der Veranstaltung übrigens auch, warum er keine Krawatten tragen mag (er wolle den Anschluss zur Basis nicht verlieren, heißt es im Artikel sinngemäß). Für den Wahlkampf-Besuch von Sahra Wagenknecht am Mittwoch in Wiesdorf hatte er sich das offenbar schon wieder anders überlegt, denn da trug er Krawatte. Aber Wagenknecht ist ja auch nicht die Basis.

ECE hat es geschafft: Der Willy-Brandt-Ring wird doch erst 2012 saniert. Die Investoren und Bauherren der Rathaus-Galerie fürchteten um prognostiziert 420.000 Kunden aus dem Umland, wenn deren Anfahrt von der Autobahn 3 schon zur Eröffnung im März 2010 im Staudebakel ende. Auch die Frauen-Fußball-WM 2011 in der BayArena solle verschont bleiben, daher hat der Verwaltungausschuss der Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) die Maßnahme gleich um zwei Jahre verschoben.

Apropos ECE: Mit Axel Kaechele, dem Chef der mit der Werbekampagne für die Rathaus-Galerie beauftragten Leverkusener Werbeagentur „TasteOne“, führte die RP ein Interview. Kaechele gibt darin einen Vorgeschmack: „Die außergewöhnliche Architektur der Galerie wird in der Werbung sicher eine zentrale Rolle spielen. Auch das gesamte Umfeld wird sich wiederfinden. Unser Ziel wird es sein, das Einkaufszentrum fest in Leverkusen zu verankern.

Von steigenden Gebühren an der Leverkusener Musikschule zum 1. Januar 2010 berichtet die RP: Die Anhebung um durchschnittlich 6,4 Prozent folgt als vorerst letzter Schritt als Konsequenz aus dem Kienbaum-Gutachten aus dem Jahr 2006. Mehreinnahmen in Höhe von rund 40.000 Euro beschert der Stadtkasse die Hundesteuer, weiß die RP.

Von einem „wissenschaftlichen Kolloquium“ im Kölner Gürzenich auf Einladung von Lanxess anlässlich des Kautschuk-Jubiläums (der synthetische Kautschuk wurde am 12. September 1909 patentiert) berichtet die RP (leider nicht online). Lanxess-Chef Axel C. Heitmann ließ sich bei der Gelegenheit auch von TV-Moderatorin Nina Ruge interviewen. Man gönnt sich in diesen Krisenzeiten ja auch sonst nur noch sehr wenig.

Vom ersten „Business-Frühstück“ der Wirtschatsförderung Leverkusen (WFL) berichtet die RP, auch nur im Print: Geladen waren Unternehmer, die sich mit „Innovativen Werkstoffen“ auseinandersetzen möchten. Schließlich möchten WFL-Leiter Wolfgang Mues und Currenta ganz Leverkusen und den Chempark bis 2020 sehr gerne zu einem Leuchtturm-Standort für die futuristischen Werkstoffe machen.

Von den Jagdplänen auf die Wildgänse am Hitdorfer See berichtete am Mittwoch die Lokalzeit im WDR. Tierschützer plädieren dafür, die Gänse nicht zu jagen, sondern mit Gipseiern „auszutricksen“; und Ursula Arand vom Umweltamt erklärt, warum es so viele Gänse gibt: Weil Gänse nämlich gar nicht dumm sind. Der Bericht ist hier abrufbar.

Der Anzeiger vermeldet heute (bzw.: hätte heute vermeldet) auch das neue Verkehrskonzept rund um die BayArena mit den Straßensperrungen rund um den Stadtpark, was wir schon von Radio Leverkusen und aus der RP kennen.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Presseschau