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Unter Ehrenmännern

Jetzt spricht Walter Mende, und das recht ausführlich: Die Rheinische Post befragt ihn in einem Interview zum überraschenden Austritt von Jürgen Scharf. Er mutmaßt, dass vielleicht Verbitterung darüber, dass Scharf in seinem Wahlkreis in Wiesdorf den zweitgrößten Stimmenverlust aller SPD-Kandidaten hinnehmen musste, zu diesem Schritt geführt habe. Nach Scharfs Ratsmandat gefragt, zitiert Mende Scharf: „Ein Ehrenmann würde sein Mandat zurückgeben.“ Das soll Scharf gesagt haben, als Michael Schmidt vor zwei Jahren aus der Fraktion ausgetreten war und sich der OWG-UWG angeschlossen hatte.

Im Leverkusener Anzeiger schlägt Thorsten Morig vom Sportbund Leverkusen Alarm: Da der Landessportbund (LSB) im Landeshaushalt für 2010 angeblich 1,6 Millionen Euro weniger bekommen soll, fürchtet er gravierende Einschnitte auch bei den Leverkusener Vereinen. Eine Konsequenz: Diese müssten die Mitgliederbeiträge erhöhen, wollen sie ihre Übungsleiter behalten. Und natürlich fürchtet Morig auch um den Leverkusener Sportbund selbst: Schließlich beziehe der projektbezogene Gelder vom LSB.

Die Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelkammer (IHK) für Leverkusen und Rhein-Berg stellt der Anzeiger vor: Die Talsohle sei durchschritten, nun warte man auf den Aufschwung. Einige Entlassung wird es freilich schon noch geben, weiß auch Radio Leverkusen. Aber dann kann es losgehen! Dazu passend: Der Schuldenstand der Leverkusener ist gar nicht so dramatisch wie andernorts.

Der Rettungsdienst in Leverkusen wird teurer, rechnet die RP vor: 350.000 Euro mehr muss die Stadt wegene höherer Repararatur- und Wartungskosten bereitstellen. Die Gebühren für Rettungsfahrten sollen steigen. Auch Radio Leverkusen berichtet.

Und heute verkündet auch die RP die frohe Botschaft: Das Calcio macht wieder auf!

Bei der Eröffnung der Schülerbücherei in der Rat-Deycks-Schule war der Anzeiger dabei.

Der Anzeiger berichtet heute auch über die Umgestaltung des Wupper-Flussbettes an der Rehbockanlage.

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Kein Ein-Mann-Torpedo

Bevor sich der neue Stadtrat überhaupt konstituiert, hat die SPD schon einen Sitz weniger: Ratsherr Jürgen Scharf teilte gestern mit, dass er nach 21 Jahren Mitgliedschaft aus der SPD austrete, und zwar ebenso aus der Partei wie aus der Fraktion. Sein soeben neuerlich erworbenes Ratsmandat freilich wolle er behalten, teilte er zugleich mit. Gegenüber dem Leverkusener Anzeiger deutete der 60-Jährige als Begründung für diesen überraschenden Schritt Kritik am örtlichen Vorstand an. Die Rheinische Post nennt Namen: Das Verhältnis zu Fraktionschef Walter Mende sei zuletzt angespannt gewesen, heißt es dort. Er bleibe zwar ein Sozialdemokrat im Herzen, im Rat wolle er sich künftig andere politische Partner suchen: „Ich habe jedenfalls nicht vor, im Rat als Ein-Mann-Torpedo herumzugeistern“, zitiert ihn die RP. Da die Mehrheitsverhältnisse im Rat äußerst knapp sind, dürfte Scharfs Stimme recht begehrt sein. Und SPD und Grüne müssen für ihre Koalitionspläne ohne die CDU nun noch einmal neu nachrechnen.

In Opladen riss gestern Mittag eine Gasleitung, Marienschule und Ärztehaus mussten vorübergehend geräumt werden, melden Anzeiger und RP.

Über die energetische Sanierung der Löwenzahnschule in Rheindorf mit Geld aus dem Konjunkturpaket II berichtet der Anzeiger als Aufmacher. Heute meldet der Anzeiger auch, dass es für die Comeniusschule nichts wird mit einer Videoüberwachung für das Schulgebäude.

Vom Rückbau der Wupperbegrenzung an der Rehbockanlage, die wir gestern schon meldeten, hat sich die RP persönlich überzeugt.

Die RP meldet, dass der Landschaftsverband Rheinland die Leverkusenerin Mechthild Höller mit dem Rheinlandtaler auszeichnet. Zur Begründung erklärt die Jury, Höller mache sich seit Jahren für den Naturschutz und die landschaftliche Kulturpflege in und um Leverkusen verdient.

Keine Gefahr bestehe für die Wasserqualität im Hitdorfer Hafen durch den Hochwasserschutz, glaubt die Bezirksregierung, meldet der Anzeiger.

Der Bolzplatz an der Wiembachallee soll für die Allgemeinheit zugänglich gemacht werden, aber Probleme sind absehbar, wie der Anzeiger erläutert.

Dem Kunststoff auf der Spur waren gemeinsam mit dem Chempark Kinder der vierten Klasse der Don-Bosco-Schule bei einem Schulprojekt, bei dem der Anzeiger dabei war.

Der Wahlkampf geht auf die Zielgerade, heute stellt die RP die Kandidatin der Grünen, Ulrike Kessing, vor: Die kündigt an, sich im Falle ihres Sieges „gezielt um soziale Brennpunkte in der Stadt“ zu kümmern, außerdem will sie dafür sorgen, dass der ICE zukünftig auch in Leverkusen hält: „Der muss einfach her.“
Auf ihrer siebten Lokalseite hält die RP auch noch eine große Übersichtsseite für unentschlossene Wähler bereit: Dort sind die „Kandidaten auf dem Prüfstand“ mit fünf Fragen, es antworten: Karl Lauterbach (SPD), Thomas Portz (CDU), Benedikt Vennemann (FDP) und Ulrike Kessing (Grüne).

Der Dependance des chinesischen Kettenherstellers Donghua in der Fixheide hat Roman Zilles für die RP einen Besuch abgestattet. Deren klares Ziel: Expansion.

Kultur: Die RP lobt die neue Biographie der Leverkusener Autorin Maren Gottschalk: Diese widmet sich der Malerin Frida Kahlo. Der Anzeiger kündigt ein Konzert der Essener Philharmoniker mit Dirigent Stefan Soltesz heute Abend, 20 Uhr, im Erholungshaus an.

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Religiöser Eifer, zeitgemäß

Heute zuerst Kultur: Frank Weiffen hat für den Leverkusener Anzeiger mit Katharina Lorenz gesprochen, der Leverkusenerin, die seit kurzem am Burgtheater Wien höchste Schauspielerweihen empfängt: Als Gretchen in Matthias Hartmanns Faust-Inszenierung wurde sie soeben sehr gelobt, eine der begeistertesten Kritiken kam von der Frankfurter Rundschau:

„Katharina Lorenz ist dagegen [gegen Tobias Moretti als Faust] eine Sensation. Wahrscheinlich ist das die zugleich zeitgemäßeste und textnaheste Interpretation des Gretchens seit langem. Diese auch mit zerzaustem Haar schöne, etwas hölzerne Frau hat ein modernes weibliches Selbstbewusstsein. Selbst ihr Eifer für die Religion wirkt ganz zeitgemäß.“

Im Interview mit dem Anzeiger verrät die 30-Jährige, deren Schauspielkarriere einst beim Jungen Theater Leverkusen unter Bernd Vossen begann, wie wichtig der erst kürzlich verstorbene Theaterregisseur Jürgen Gosch für ihre Karriere war: „Ich kannte ihn aus meiner Zeit in Düsseldorf, Hannover und Berlin sehr gut. Er kannte mich. Wir sind einen sehr weiten Weg gemeinsam gegangen.“ Gosch hatte ihr bereits früher die Rolle des Gretchens zugedacht. Leider ist das Interview in der Online-Fassung nur recht mühsam lesbar, da sich Fragen und Antworten im Schriftbild nicht voneinander abheben.

Wie hältst du’s mit der Natur und ihrer Pflege?, müssen sich die Technischen Betriebe Leverkusen fragen lassen: Den vom Umkippen bedrohten Ophovener Weiher in Steinbüchel hat Werner Röder für den Anzeiger besucht. 10 Millionen Euro würde eine notwendige Sanierung des beliebten Sees kosten. Da muss man schon wirklich davon überzeugt sein.

Hier ein Fundstück aus dem Wupper-Fischer-Blog: Der Wupperverband verspricht „mehr Bewegungsfreiheit“ für die Wupper: Im Bereich Rehbockanlage begann der Verband mit einer „naturnahen Umgestaltung der Wupper“. Dazu werden auf eine Länge von 550 Metern Natursteine, die dort als Begrenzung eingesetzt worden waren, wieder entfernt.

Im Anzeiger kommentiert Rainer Schmidt die Pläne der Grünen, nachdem sie „Jamaika“ eine Absage erteilt haben. Die Grünen selbst, mutmaßt er, würden nicht daran glauben, dass ein Bündnis mit SPD, Bürgerliste und Pro Opladen über die gesamte Legislaturperiode halten kann. Und so könnte über kurz oder lang dann doch wieder eine Große Koalition zwischen CDU und SPD im Leverkusener Rat regieren. Die RP hat einige Stimmen dazu gesammelt: CDU-Fraktionschef Klaus Hupperth gesteht, dass die Entscheidung der Grünen „ein Rückschlag“ sei, und Gerd Wölwer von den Grünen wird über die CDU so zitiert: „Die haben den Knall noch nicht gehört. Ohne eine echten Neuanfang werden die in den nächst fünf Jahren nichts auf den Zettel bekommen können.“.

Die RP hat sich bei Taxifahrern in Leverkusen umgehört, nachdem fünf von ihnen in den letzten Wochen Opfer von Überfällen wurden.

Heute stellt die RP den SPD-Kandidaten zur Bundestagswahl vor: Gesundheitsexperte und Fliegenträger Karl Lauterbach. Der Polit-Promi unter den Leverkusener Kandidaten gesteht, dass er es bisweilen „deprimierend“ findet, wenn ihm Leute sagen, sie gingen nicht wählen: „Das sind oft die, die von Reformen am meisten Nutzen tragen würden.“

Mit dem „Grünen Band“ und einer Prämie über 5000 Euro ausgezeichnet wurde der TSV Bayer 04 Leverkusen für seine erfolgreiche Konzeption des Behindertensports.

Über zunehmenden Parkdruck und die Parkregelung für Anwohner der Friedrich-Knorr-Straße in der Kolonie III berichtet der Anzeiger. Fortschritte für das Verkehrskonzept für Hitdorf im Bezirk I vermeldet die RP.

Von der Razzia gegen die Glücksspiel-Mafia in 15 Städten berichten Anzeiger, Radio Leverkusen und RP: Auch eine Wohnung in Leverkusen wurde dabei durchsucht.

Radio Leverkusen zitiert das Wirtschaftsinstitut Prognos, das Leverkusen unter den Top Ten der Städte sieht, die auf aussichtsreiche Zukunftsbranchen setzen. Und das ganz ohne Umsetzung des Wirtschaftskonzeptes „Leverkusen 2020“.

Und schließlich noch einmal Kultur: Von der tänzerischen Umsetzung von „Alice im Wunderland“ durch die Compagnie de Stilte aus Breda im Rahmen des Theaterfestivals „Spielarten“ im Forum schwärmen Anzeiger und RP. Und auch die Aufführung des „Kaufmann von Venedig“ durch die Shakespeare-Company Bremen im Erholungshaus hat beiden Rezensenten gut gefallen.

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