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„Bis zur letzten Patrone!“

"Zahlen, Grafiken, Fakten 2013": Kämmerer Rainer Häusler und Mitarbeiter Thomas Malek präsentieren die neue Broschüre "Leverkusener Finanzen".

„Zahlen, Grafiken, Fakten 2013“: Kämmerer Rainer Häusler und Mitarbeiter Thomas Malek präsentieren die neue Broschüre „Leverkusener Finanzen“.

Bevor sich Stadtkämmerer Rainer Häusler in den Ruhestand verabschiedet, stellte er mit seinem Adlatus Thomas Malek zum letzten Mal die Broschüre „Leverkusener Finanzen“ vor. Mit dem 80-seitigen Werk randvoll mit Diagrammen, Graphen und Schaubildern nebst Glossar rund um die Finanzlage der Stadt können interessierte Leverkusener sich nicht nur die Zeit im Bus verkürzen.

Heute wird Stadtkämmerer Rainer Häusler seinen Ausstand geben, offiziell endet seine Amtszeit mit dem 31. August. 17 Jahre lang, seit 1996, hat er den Job dann gemacht. Als die Finanzkrise der Kommunen auch Leverkusens Haushalt zusehends in Schieflage brachte, hatte Häusler eine Idee: Er legte eine schmale Broschüre auf, in der das Dilemma der Leverkusener Finanzen für jeden anhand von Schaubildern und Diagrammen anschaulich erklärt wurde. Und Häusler drückte das Heftchen fortan nicht nur jedem interessierten Bürger als potenziellen Multiplikatoren in die Hand – sehr gern empfahl er es besonders den Politikern, die über das Wohl und Wehe der Stadt entscheiden und ihm dabei über die grundsätzlichen Gegebenheiten nicht immer hinlänglich informiert schienen.

Mit dieser „Transparenz-Offensive“ Anfang dieses Jahrhunderts (und einige Jahre vor Erfindung der Piratenpartei) nahm Häusler zuvorderst die Finanzpolitik von Bund und Ländern ins Visier, die die Kommunen zusehends in die roten Zahlen trieb. Sein Lieblings-Thema – der Solidarzuschlag Ost: „Dieser Unfug, Gelder nach Himmelsrichtungen zu verteilen statt nach Bedürftigkeit!“, klagt er auch heute noch. Dabei, so Häuslers Auffassung, zeige sich der Staat den Bürgern doch „zuallererst hier unten in der Kommune“, das vergesse man in Berlin und Düsseldorf gerne.

Hosentaschen auf links gezogen

Zu seinem Abschied erscheint das Bändchen zum 13. Mal in einer Auflage von 4000 Exemplaren, die wieder an allen Auslagestellen sowie in den Bussen der Kraftverkehr Wupper-Sieg die tristen Zahlen des Kontostandes (am Freitag waren es laut Häusler 189 Millionen Miese) in bunten Diagrammen abwechslungsreich auffächert. Noch transparenter machte er die Finanzlage vielleicht nur noch mit einem Foto für Stadt-Anzeiger-Fotograf Ralf Krieger, für den er mit auf links herausgezogenen Hosentaschen posierte (online leider nicht mehr auffindbar!?).

Mit den Jahren wurde die Broschüre immer umfangreicher, was auch an des Kämmerers Vorwort lag: Der Umfang seiner Einleitung schien ein guter Indikator für den Grad der Schieflage der Stadtfinanzen – je düsterer die Lage, desto mehr Vorwort. Nach 2009 beispielsweise, einem besonders trüben Jahr für den Kämmerer, ließ er seinem Furor über die ungerechte Verteilung der Gelder, die das Konnexitätsprinzip und damit die Selbstverwaltung der Kommunen beschneide, auf 17 Seiten freien Lauf – mehr Seiten als die ersten Ausgaben insgesamt hatten. In seinem Abschiedswerk begnügt Häusler sich mit gerademal vier Seiten – ob das nun heiße, dass die Lage wieder rosig sei, oder ob er einfach milde gestimmt sei angesichts des bevorstehenden Ruhestandes? Häusler verneint vehement: rosig sehe es gewiss nicht aus für Leverkusen, ebenso wenig wie für andere westdeutsche Kommunen. Und ganz gewiss sei es auch nicht Gleichgültigkeit, die sich bei ihm breitmache, im Gegenteil: „Gehen Sie davon aus, das hier bis zur letzten Patrone gearbeitet wird!“

Dampf ablassen in seinem Buch

Vermutlich konnte er zwischenzeitlich auch eine Menge Dampf ablassen in seinem Buch, das er gemeinsam mit Sohn Martin 2012 veröffentlichte. Eines vergisst Häusler freilich nicht in seinem letzten Vorwort: Seinem Nachfolger Frank Stein den guten Rat nachdrücklich mit auf den Weg zu geben, das Heftchen weiterhin aufzulegen. „Da mein Nachfolger mit Sicherheit die schon zur Tradition gewordene Veröffentlichung auch im nächsten Jahr fortsetzen wird“, könne man diesem auch bereits jetzt „konstruktiv-kritische Vorschläge“ zu der Broschüre zukommen lassen, schreibt Häusler.

Der 1948 in Opladen geborene Häusler, der ein SPD-Parteibuch auf seinen Nachttisch legt, ist seit 1964 in der Stadtverwaltung tätig. 1996 übernahm er den Job des Kämmerers – und erledigte diesen Job trotz unerfreulicher Voraussetzungen zur Zufriedenheit (beinahe) aller, selbst über Parteigrenzen hinweg – was ihm erst im vergangenen Jahr eine Verlängerung seines Amtes im von einer Jamaika-Plus-Mehrheit regierten Stadtrat bis zur nun bevorstehenden Verrentung bescherte.

Online ist derzeit nur die Broschüre aus dem Vorjahr abrufbar, die neue könnte vielleicht unter diesem Link abrufbar sein.

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Schulden: Leverkusen ist nicht allein – Bahnstadt: Macht Kämpfen noch Sinn?

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Mittwoch, 24. März 2010:
Leverkusen ist arm, aber nicht allein: Städtetag klagt über die Gemeindefinanzierung. +++ Bahnstadt Opladen: Ratsherr Bernhard Marewski zweifelt am Projekt. +++ „Der Kick“: Ungebührliches Verhalten im Theater. +++ Lokalsport: Der Express spekuliert über Neuzugänge für die Bayer-04-Fußballer.
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Mord: Spur führt in den Saunaclub – Bus: Große Wupsi-Chef-Beschimpfung

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Freitag, 12. März 2010:
Autobahn-Leiche: Spurensuche im Saunaclub. +++ Ärger über die Busfahrt von Wupsi-Chef Kretkowski. +++ IG BCE gewinnt die Bayer-Betriebsratswahlen deutlich. +++ Rudi Völler ist in der Ahnengalerie der langhaarigen Fußballer.
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WfL: Mues muss gehen – Im Wupsi-Bus für’s Leben lernen

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Mittwoch, 10. März 2010:
Wolfgang Mues soll nicht länger Leverkusens erster Wirtschaftsförderer sein, weiß die RP. +++ Preisfrage: Was kosten Kindertagesstätten? +++ Wupsi-Chef Marc Kretkowski fährt im Schulbus mit. +++ Uraufführung in Leverkusen: Schauspieler Tilo Prückner im Interview mit dem Anzeiger.
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Bahnstadt: Hilfe von Bund und Land? – Neue „Leverkusener Domplatte“

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Donnerstag, 4. März 2010:
Bahnstadt Opladen: OB Buchhorn hofft auf Unterstützung durch höhere politische Ebenen. +++ Kriminalität: „Weder Mord noch Totschlag“. +++ Die neue „Leverkusener Domplatte“ in Wiesdorf. +++ DyStar: Produktion fährt Ende März wieder an.
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Wiesdorf: Droht Fußball-Randale? – Wupsi-Plan sorgt für Ärger

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Freitag, 26. Februar 2010:
Fußball-Derby & Shopping: Die RP warnt vor Chaos in Wiesdorf. +++ Schoofs kritisiert Oberbürgermeister Buchhorn wegen neuem Wupsi-Fahrplan. +++ Arbeitslosenzahl steigt leicht an. +++ Lokalsport: Vor dem Derby der Unvergleichlichen.
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ECE: Nur noch ein Tag – „Wie an Karneval in Köln“

Der Nachrichten-Überblick für Leverkusen am Dienstag, 23. Februar 2010:
ECE Rathaus-Galerie: Nur noch ein Tag! +++ Finanzamt-Neubau in Manfort kann beginnen. +++ Wupsi-Fahren ist „wie an Karneval in Köln“. +++ Lokalsport: Hochspringer Przybylko ist Jugendmeister.
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Haltet den Dieb!

Walter Mende beklagt „politischen Diebstahl“ im Leverkusener Stadtrat. Britta Heidemann ist ein Vorbild. Was vorgestern noch Schnee war und gestern Matsch, beschäftigt heute die Zeitungen.
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„Bayer@Leverkusen“ immer kleiner

Bayer verlängert die Jobgarantie für 23.000 Beschäftigte bis Ende 2012; von einer „Standortsicherung“ sei aber keine Rede mehr. Die Wupsi setzt in ihren Bussen ab sofort auf Videoüberwachung. Der Oberbürgermeister entsendet Weihnachtsgrüße aus Leverkusen in die große, weite Welt.
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Wird DyStar indisch?

Endlich gibt es einen Interessenten für DyStar – ob der aber den Angestellten hilft, ist ungewiss. Bürgerliste und Grüne haben Fragen zum Rossmann-Rückzug. Und „Levevent“ will das Stadtmarketing nach vorne bringen.
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